In dieser Hausarbeit werde ich versuchen, einen handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht am Beispiel einer selbst entwickelten Aufgabe zum Thema „Lyrik“
darzustellen. Mein Ziel wird sein, Aufgaben zu entwickeln, die möglichst allen Begabungstypen und Fähigkeiten in einer Schulklasse gerecht werden.
Als eine angehende Deutschlehrerin ist es mir wichtig, dass die Schüler Lust am Literaturunterricht haben und sich vom Unterricht angesprochen fühlen. Die Aufgabenstellung wird sich auf ein Gedicht beziehen. Wenn man Schüler nach deren Textpräferenzen befragt, so wird ersichtlich, dass die wenigsten in Ihrer Freizeit freiwillig Gedichte lesen. Das Lesen, Analysieren und Interpretieren von Gedichten wird als „mühsam“ empfunden. Ein weiteres Ziel meiner Aufgabenstellungen soll sein, den Schülern zu zeigen, dass das Lesen von Gedichten und Arbeiten mit Gedichten auch Spaß machen und Freude bereiten kann.
Am Anfang dieser Hausarbeit wird der theoretische Ansatz des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts dargelegt. Hierbei werden auch die Ziele und die methodischen Möglichkeiten des handlungs- und produktionsorientierten Unterrichts erläutert. Darauf anschließend wird das Gedicht „Weltende“ von Else Lasker-Schüler, für das die Aufgabe entwickelt werden soll, vorgestellt. Nach einer kurzen Analyse und Interpretation des Gedichts folgt die Aufgabenstellung und die dazugehörige Erläuterung. Mit einem Schlusswort wird die Arbeit beendet.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht
2.1 Ziele
2.2 Methodische Möglichkeiten
3 Vorstellung des Gedichts „Weltende“ von Else Lasker-Schüler
3.1 Kurze Analyse des Gedichts
3.2 Kurze Interpretation des Gedichtes
4 Aufgabenstellung
4.1 Aufgabe
4.2 Erläuterung der Aufgabe
5 Schlusswort
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts als Ergänzung zum herkömmlichen analytisch-reflexiven Unterricht. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch kreative, schülerzentrierte Aufgabenstellungen die Motivation am Lesen und die emotionale Auseinandersetzung mit lyrischen Texten gesteigert werden kann, wobei das Gedicht „Weltende“ von Else Lasker-Schüler als praktisches Beispiel dient.
- Grundlagen der handlungs- und produktionsorientierten Literaturdidaktik
- Analyse und Interpretation des expressionistischen Gedichts „Weltende“
- Entwicklung und Erläuterung kreativer Unterrichtsbausteine
- Methodische Differenzierung von Literaturunterricht
- Förderung von Leselust und sinnlichem Literaturzugang
Auszug aus dem Buch
3.1 Kurze Analyse des Gedichts
Das Gedicht „Weltende“ von Else Lasker-Schüler besteht aus drei Strophen und zehn Verse. Die erste Strophe hat vier Verse und die anderen beiden jeweils drei Verse. Das Reimschema besteht aus eine Kreuzreim in der ersten Strophe und aus einem umarmenden Reim in der zweiten und dritten Strophe. Die Kadenzen bestehen aus männlichen Endungen in der ersten Strophe, aus weiblichen Endungen in der zweiten Strophe und aus Mischendungen in der dritten Strophe. Im Gedicht ist kein einheitliches Metrum festzustellen, denn je nachdem welches wahrscheinlicher scheint könnte sowohl ein Trochäus oder ein Jambus vorliegen. An den Versenden von 5.-8. sowie 10. Verse sind Unterbrechungen (Daktylen und Katalekte) vorhanden. Eine Verbindung stellen die Wörter „grabesschwer“ , „Sarg“ und „sterben“ miteinander. Die Wörter „Komm“ und „Du“ sind Ansprachen. Zahlreiche Stilmittel sind in dem Gedicht wiederzufinden. Im Vers eins ist eine Alliteration mit den Worten „Weinen“ und „Welt“ wiederzufinden. Es symbolisiert die Trauer. Am Vers zwei ist eine Alliteration mit den Worten „Gott“ und „gestorben“ zu sehen. Dies symbolisiert den Tod von Gott. Eine Personifikation befindet sich im dritten Vers „der bleierne Schatten, der niederfällt, lastet grabesschwer“.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des herkömmlichen Literaturunterrichts ein und stellt den handlungs- und produktionsorientierten Ansatz als motivierende Alternative vor.
2 Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen, Ziele und methodischen Möglichkeiten, die den Schüler stärker in den Lernprozess einbeziehen.
3 Vorstellung des Gedichts „Weltende“ von Else Lasker-Schüler: Der Autor stellt das ausgewählte Gedicht vor und liefert eine fundierte Analyse sowie Interpretation der expressionistischen Motive.
4 Aufgabenstellung: In diesem Teil werden konkrete, praxisorientierte Unterrichtsaufgaben zur kreativen Auseinandersetzung mit dem Gedicht entworfen und methodisch begründet.
5 Schlusswort: Das Schlusswort reflektiert die Wirksamkeit der vorgestellten Methoden und unterstreicht die Notwendigkeit sinnlicher Zugänge in der Literaturdidaktik.
Schlüsselwörter
Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht, Lyrik, Else Lasker-Schüler, Weltende, kreatives Schreiben, Literaturdidaktik, Schülermotivation, Interpretation, Analyse, sinnlicher Zugang, expressionistische Lyrik, Unterrichtsmethodik, Textgestaltung, Leselust, ästhetische Kreativität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Aufbereitung von Lyrik, speziell durch handlungs- und produktionsorientierte Unterrichtsmethoden, um Schülern einen motivierenderen Zugang zu Gedichten zu ermöglichen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind der Wandel von der rein analytischen Interpretation hin zu handlungsorientierten Verfahren, die Rolle des Schülers im Literaturunterricht und die praktische Anwendung an einem konkreten Beispiel.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, Aufgaben zu entwickeln, die möglichst allen Begabungstypen in einer Klasse gerecht werden und die Freude am Umgang mit lyrischen Texten wecken.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt literaturdidaktische Theorien, analysiert das Gedicht „Weltende“ fachwissenschaftlich und leitet daraus ein konkretes Unterrichtsmodell für die Praxis ab.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine Analyse und Interpretation des Gedichts von Else Lasker-Schüler sowie die Vorstellung und Erläuterung spezifischer Arbeitsaufträge für Schüler.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören Handlungs- und Produktionsorientierung, Lyrik, Literaturdidaktik und kreative Unterrichtsgestaltung.
Warum wird gerade das Gedicht „Weltende“ für die Aufgabe gewählt?
Es dient als Beispiel für eine expressionistische Lyrik, die aufgrund ihrer Bildhaftigkeit und emotionalen Tiefe sehr gut für kreative Umsetzungen wie szenische Darstellungen oder Bildgestaltungen geeignet ist.
Welche Rolle spielen die verschiedenen Arbeitsaufträge im 4. Kapitel?
Die Aufträge decken verschiedene methodische Grundtypen ab, darunter das „Restaurieren und Antizipieren“ durch das Puzzeln von Versen sowie das „Transformieren“ durch das Umschreiben in einen Zeitungsartikel.
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- Elif Atmaca Yildirim (Author), 2012, Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/284555