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Das Borderline-Syndrom. Begrifflichkeiten, Diagnostik, Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit

Title: Das Borderline-Syndrom. Begrifflichkeiten, Diagnostik, Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit

Academic Paper , 2003 , 45 Pages , Grade: 2

Autor:in: Daniela Heider (Author)

Social Work

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Die Vielzahl der möglichen Symptome macht es oft schwer, eine Homogenität innerhalb der Gruppe der Borderline-Störungen zu erkennen. Messinstrumente wie z.B. das Diagnostische Interview für das Borderlinesyndrom (DIB) von Gunderson (1985) sind dafür das Mittel der Wahl. Hiermit können nicht nur Symptome, sondern die wesentliche Persönlichkeitsstruktur eines Klienten erschlossen werden. Nur wenn sowohl Symptome als auch die Strukturen Rückschlüsse auf eine Borderline-Störung zulassen, kann eine sichere Diagnose gestellt werden. Allerdings dürfen diese Instrumente nur von Psychologen und nicht von Sozialarbeitern verwendet werden.
Zuerst möchte ich auf die Denk- und Verhaltensmuster eingehen, die sich wie ein roter Faden durch alle Lebensbereiche des Betroffenen ziehen. Die Reihenfolge, in der ich die weiteren Symptome erläutern werde, orientiert sich an meiner Einschätzung, wie sehr die zwischenmenschlichen Beziehungen dadurch beeinträchtigt werden. Die aufgeführten Anzeichen treten nicht bei allen Borderlinern auf und sind auch nicht immer so offensichtlich und eindeutig wie hier beschrieben. In einigen Fällen bleibt das Borderline-Syndrom unbemerkt und die Betroffenen fallen nicht auf, weil sie ihre Symptome gut kompensieren können und ihr Leben die meiste Zeit über gut im Griff haben.

-Erklärung der Begriffe
-Klassifikation der Borderline-Störung
-Symptome und Verhaltensmuster
-Kontakt zu Borderlinern in Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit

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Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in das Thema "Borderline und Soziale Arbeit"

1.1 Erklärung der Begriffe

1.2 Historischer Überblick

1.3 Kontakt zu Borderlinern in Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit

2. Diagnostik

2.1 Allgemeine Definition der Persönlichkeitsstörung

2.2 Die Klassifikation der Borderline-Störung

2.3 Erläuterung der Symptome und Verhaltensmuster

2.3.1 Denk- und Verhaltensmuster

2.3.2 Zwänge

2.3.3 Ängste und Phobien

2.3.4 Sucht

2.3.5 Mini-Psychose

2.3.6 Dissoziation

2.3.7 Selbstverletzendes Verhalten

2.3.8 Aggression

2.3.9 Depression

2.3.10 Suizidalität

2.3.11 Exkurs: Interview mit einer Betroffenen

2.4 Stempel oder Störung? Zur gesellschaftlichen Problematik des Krankheitsbegriffes

2.5 Auswirkungen der Diagnose auf die Beziehung zwischen Betreuer und Klient

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Borderline-Syndrom aus einer sozialpädagogischen Perspektive, mit dem Ziel, Fachkräften ein fundiertes Verständnis für die Symptomatik zu vermitteln und die Bedeutung einer korrekten Diagnose für die Interaktion zwischen Betreuer und Klient zu verdeutlichen. Die zentrale Forschungsfrage liegt in der Verbesserung der Arbeitsbeziehung und der Entstigmatisierung von Betroffenen durch fachliche Aufklärung.

  • Definition und historische Entwicklung des Borderline-Konzepts
  • Diagnostische Kriterien und häufige Symptomkomplexe
  • Sozialpädagogische Handlungsfelder in der Arbeit mit Borderlinern
  • Stigmatisierungsprozesse und der gesellschaftliche Umgang mit dem Krankheitsbegriff
  • Die Rolle der Diagnose in der Beziehungsgestaltung zwischen Betreuern und Klienten

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Denk- und Verhaltensmuster

Die meisten Menschen gewinnen ihre Einschätzung von anderen Personen durch eine Vielzahl von Interaktionen, die zwischen ihnen und diesen Personen erfolgen. Sind diese Erfahrungen überwiegend positiv, wird man dem anderen leicht zugestehen können, einmal einen schlechten Tag zu haben. Sind sie überwiegend negativ, wird man auf einen guten Tag kaum Hoffnungen aufbauen, dass es von nun an immer so sein wird. Borderliner kennen diese sogenannte Objektkonstanz nicht, das heißt, sie können andere Menschen nicht als komplexe Wesen mit vielen unterschiedlichen Seiten betrachten, die trotz der Unterschiedlichkeit in ihren Reaktionen immer die gleichen Menschen bleiben.

Die Folge davon ist, dass Borderliner die Personen in ihrem Umfeld jeden Tag neu bzw. nur auf der Basis der letzten Begegnung wahrnehmen. Deshalb erscheinen andere Menschen den Betroffenen als widersprüchlich, weil sie kein konstantes Bild entwickeln und verinnerlichen können, das alle Aspekte der Persönlichkeit der anderen einschließt. Wie man es in kindlichen Vorstellungen regelmäßig findet, unterteilen auch erwachsene Borderliner andere Menschen in die "Guten" und die "Bösen". Dieses Schwarz-Weiß-Denken, das keine Abstufungen oder Grauzonen zulässt, erklärt Idealisierungen und Abwertungen.

Die häufig vorkommenden unrealistischen Hoffnungen und überzogenen Erwartungen an die "Guten" werden durch Idealisierungen gerechtfertigt. Werden die Hoffnungen jedoch enttäuscht, kehrt sich das Bild vom "Guten" in das Bild vom "Bösen" um. Diese Enttäuschungen sind vorprogrammiert und werden durch Abwertungen des Gegenübers abgeschwächt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung in das Thema "Borderline und Soziale Arbeit": Begriffsbestimmung des Borderline-Syndroms und Darstellung der historischen Entwicklung des Konzepts sowie der Relevanz für sozialpädagogische Arbeitsfelder.

2. Diagnostik: Detaillierte Darstellung der klinischen Kriterien, der Symptomatik sowie der gesellschaftlichen und beziehungstechnischen Implikationen der Diagnose Borderline-Störung.

3. Schluss: Zusammenfassendes Plädoyer für eine fundierte fachliche Aufklärung und gezielte Fortbildung von Mitarbeitern zur Vermeidung von Stigmatisierung und Resignation in der Praxis.

Schlüsselwörter

Borderline-Syndrom, Persönlichkeitsstörung, Soziale Arbeit, Diagnostik, Symptomatik, Selbstverletzendes Verhalten, Stigmatisierung, Objektkonstanz, Beziehungsgestaltung, Sozialpädagogik, Dissoziation, Suizidalität, Psychotische Episoden, Sucht, Trauma.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Thema dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit dem Borderline-Syndrom, definiert die klinischen Symptome und analysiert deren Auswirkungen auf die Soziale Arbeit und die professionelle Klienten-Betreuer-Beziehung.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die Arbeit beleuchtet diagnostische Kriterien, die Rolle von Stigmatisierung, die Bedeutung von Bewältigungsstrategien sowie die spezifischen Anforderungen an Fachkräfte in verschiedenen Arbeitsfeldern der Sozialpädagogik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Verständnis für die Hintergründe von Borderline-Symptomen zu wecken, um Fachkräften in der Praxis eine professionelle, wertschätzende Arbeit zu ermöglichen und Resignation oder vorschnelle Stigmatisierung zu vermeiden.

Welche wissenschaftliche Methodik wird genutzt?

Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, soziologische Theorien zum Symbolischen Interaktionismus und bezieht zudem die subjektiven Erfahrungen von Betroffenen durch Interviews mit ein.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die diagnostische Einordnung der Symptome (wie Dissoziation, Sucht, Selbstverletzung) und die soziologische Reflexion über Etikettierungsprozesse sowie deren Auswirkungen auf die pädagogische Praxis.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Borderline-Syndrom, Soziale Arbeit, Symptomatik, Stigmatisierung, Objektkonstanz und professionelle Beziehungsgestaltung.

Welche Rolle spielt die "Objektkonstanz" bei Borderlinern?

Das Fehlen der Objektkonstanz führt zu einem Schwarz-Weiß-Denken, bei dem andere Personen nicht als komplexe Wesen mit konstanten Eigenschaften wahrgenommen werden, was zu ständigen Wechseln zwischen Idealisierung und Abwertung führt.

Warum wird die Diagnose Borderline gesellschaftlich kritisch hinterfragt?

Die Autorin betont, dass eine Diagnose neben therapeutischem Nutzen auch das Risiko einer Stigmatisierung birgt, da sie das Individuum "etikettiert" und oft dazu führt, dass komplexes Verhalten vorschnell als krankheitsbedingt abgewertet wird.

Welchen Nutzen zieht der Klient aus einer professionellen Diagnose?

Eine fundierte Diagnose entlastet den Klienten von unbegründeten Schuldzuweisungen des Umfelds und ermöglicht dem Sozialpädagogen, Verhalten besser nachzuvollziehen und somit als stabiler, kompetenter Ansprechpartner zu agieren.

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Details

Title
Das Borderline-Syndrom. Begrifflichkeiten, Diagnostik, Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit
College
University of Applied Sciences Esslingen
Grade
2
Author
Daniela Heider (Author)
Publication Year
2003
Pages
45
Catalog Number
V284317
ISBN (eBook)
9783656839408
ISBN (Book)
9783656839569
Language
German
Tags
borderline-syndrom begrifflichkeiten diagnostik arbeitsfelder sozialen arbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniela Heider (Author), 2003, Das Borderline-Syndrom. Begrifflichkeiten, Diagnostik, Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/284317
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