Um Caesars politisches Erbe zu sichern, schlossen Augustus, Marcus Lepidus und Marcus Antonius im November 43 v. Chr. ein Bündnis. Im Kampf um die Macht im Staat hielt dieses Bündnis allerdings nur bis 32 v. Chr. an.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Caesars Tod - Anfänge der neuen Staatsordnung
2.1 Das Erbe Caesars
2.2 Octavians Intervention
3. Die Anfänge des Triumvirats
3.1 Zum Charakter des Zweiten Triumvirats
3.2 Die Proskriptionen
3.3 Krieg gegen die Caesarmörder
4. Die Vorherrschaft des Antonius
4.1 Die Reichsteilung und das Veteranenproblem
4.2 Der Perusinische Krieg und der Frieden von Brindisi
4.3 Konflikt und Ausschaltung des Sextus Pompeius
5. Die Niederlage des Antonius
5.1 Die Verbindung mit Kleopatra
5.2 Propaganda des Octavian und Ende des Triumvirats
6. Ausblick/ Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert den historischen Zeitraum vom Attentat auf Caesar bis zur Etablierung von Octavians Alleinherrschaft, wobei der Schwerpunkt auf der Funktionsweise und den Machtmechanismen des Zweiten Triumvirats liegt.
- Der politische Prozess von der Ermordung Caesars bis zum Prinzipat
- Struktur, Charakter und rechtliche Grundlagen des Zweiten Triumvirats
- Die Rolle von Propaganda und Instrumentalisierung im Machtkampf
- Militärische Konflikte und deren Auswirkungen auf die römische Gesellschaft
- Die Transformation der römischen Republik in die monarchische Ordnung des Prinzipats
Auszug aus dem Buch
3.2 Die Proskriptionen
Bereits kurz nach Abschluss des Vertrages erschienen in Rom Proskriptionslisten. Die darauf verzeichneten Personen erklärte man für vogelfrei, sodass sie nach römischen Recht von jedem ungestraft getötet werden durften. Zum Opfer fielen der folgenden Proskriptionswelle schätzungsweise etwa 300 Senatoren und 3000 Ritter. Der gewollte Effekt dabei war, dass zum einen unbequeme, politische Widersacher ausgeschaltet wurden und zum anderen, dass deren gesamtes Vermögen dem Staat zuteil wurde. Neben der anteiligen Finanzierung des Bürgerkrieges gegen Brutus und Cassius, ermöglichten die Proskriptionen damit auch eine zusätzliche Bereicherung der Triumvirn. Die römische Führungsschicht wurde so stark dezimiert und damit für einen großen Zeitraum kaum handlungsfähig gemacht.
Eine bekannte Persönlichkeit, die dieser Aktion zum Opfer fiel, war unter anderem Marcus Tullius Cicero, dem Antonius seine Contraaktivität ihm gegenüber nicht verziehen hatte. Nach Sueton hatte Octavian zunächst eine Abneigung gegen die Proskriptionen, führte sie dann aber umso unnachsichtiger aus.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Phase der römischen Bürgerkriege nach dem Tod Caesars ein und definiert das Ziel der Arbeit, den Aufstieg Octavians zu untersuchen.
2. Caesars Tod - Anfänge der neuen Staatsordnung: Dieses Kapitel behandelt die unmittelbaren Folgen des Attentats, das Testament Caesars sowie das erste Eingreifen Octavians in das politische Geschehen.
3. Die Anfänge des Triumvirats: Der Abschnitt erläutert die Entstehung, den offiziellen Charakter und die ersten drastischen Maßnahmen des Zweiten Triumvirats sowie den Krieg gegen die Caesarmörder.
4. Die Vorherrschaft des Antonius: Dieses Kapitel analysiert die Machtteilung im Reich, die internen Spannungen, den Perusinischen Krieg sowie den Einfluss von Sextus Pompeius.
5. Die Niederlage des Antonius: Hier wird der Einfluss von Kleopatra auf Antonius beleuchtet und beschrieben, wie Octavian durch gezielte Propaganda seinen Konkurrenten isolierte.
6. Ausblick/ Fazit: Das abschließende Kapitel fasst den Sieg Octavians bei Actium zusammen und ordnet die Transformation der Republik in den Prinzipat wissenschaftlich ein.
Schlüsselwörter
Römische Republik, Zweites Triumvirat, Octavian, Marcus Antonius, Caesars Tod, Prinzipat, Proskriptionen, Schlacht bei Philippi, Propaganda, Kleopatra, Bürgerkrieg, Sextus Pompeius, Machtkampf, Monarchie, Senat
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit untersucht den Übergang der Römischen Republik zum Prinzipat, mit besonderem Fokus auf die Rolle und die Methoden des Zweiten Triumvirats.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentrale Themen sind der Machtkampf um das Erbe Caesars, die politische Institution des Triumvirats und die schrittweise Transformation der römischen Staatsordnung.
Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?
Die Arbeit fragt nach den Mitteln, mit denen die Triumvirn ihre Macht sicherten, und wie die Umgestaltung des Staates ohne einen offenen Bruch mit der Tradition legitimiert wurde.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Die Autorin oder der Autor stützt sich auf eine Analyse historischer Sekundärliteratur (etwa von Jochen Bleicken oder Ronald Syme) sowie auf Primärquellen wie Sueton, Cicero und Velleius Paterculus.
Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Phasen der Entstehung des Triumvirats, die Konsolidierung der Macht durch Proskriptionen, die Konflikte mit Rivalen wie Sextus Pompeius und die finale Auseinandersetzung zwischen Octavian und Antonius.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?
Wichtige Begriffe sind Zweites Triumvirat, Prinzipat, Augustus (Octavian), Bürgerkriege, Propaganda und die Restauration der res publica.
Warum spielt das Testament Caesars eine solch zentrale Rolle für den weiteren Verlauf?
Durch die Adoption im Testament wurde Octavian zum rechtmäßigen Erben Caesars, was ihm die notwendige Basis für seinen politischen Aufstieg und die Konfrontation mit Antonius bot.
Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Octavians Propaganda gegen Antonius?
Die Arbeit zeigt, dass Octavian den Nationalstolz der Römer geschickt nutzte, indem er Antonius als verblendeten Staatsverräter darstellte, der unter dem Einfluss einer ausländischen Königin stand.
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- Julius Ledge (Author), 2013, Das Zweite Triumvirat und der Konflikt um das politische Erbe Caesars, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/283678