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Django Reinhardts Erben - Aktuelle Tendenzen des Sinti-Swing

Title: Django Reinhardts Erben - Aktuelle Tendenzen des Sinti-Swing

Essay , 2014 , 11 Pages

Autor:in: Dr. Mirjam Schadendorf (Author)

Sociology - Culture, Technology, Nations

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Summary Excerpt Details

In den 30er Jahren des 20. Jahrhundert prägte Django Reinhardt gemeinsam mit dem Geiger Stéphane Grapelli den Sintiswing. Im Pariser "Hot Club de France" begründete er eine ganz eigene, nationale Tradition des Jazz, die ungeheuer erfolgreich wurde. Doch nach dem Krieg und Django Reinhardts frühem Tod wurde es ruhig um den Sintiswing. Erst in den 70er Jahren setzte eine Veränderung ein; Sinti und Roma begannen Django Reinhardts Stil als Identifikationobjekt für sich zu entdecken. Und so ist es kein Wunder, dass seit den 80er Jahren wieder sehr gut ausgebildete und hoch begabte Jazzgitarristen den Sintiswing für sich entdeckten. Wawau Adler, Diknu Schneeberger, Gismo Graf und Andreas Varady haben in den letzten zehn Jahren ein großes Publikum begeistert und das Interesse an dem fast vergessenen Gitarrenstil neu geweckt. Gleichzeitig haben sie aber auch - ihrem Alter entsprechend - Django Reinhardts Stil bereichert, verändert und ihm neue Elemente hinzugefügt.
Der Essay umfasst einen historischen Abriss zur Entstehung des Sintiswing und stellt dann vier Gitarristen und einen Geiger vor. Es ergibt sich ein lebendiges Bild der aktuellen Situation des Sintiwsing.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Das Geheimnis der Tradition

Die Geburtsstunde des Sinti-Swing

Ein Vermächtnis für die Nachwelt

Markus Reinhardt

Wawau Adler

Ein unverhofftes Talent

Gismo Graf

Irisch-ungarische Koproduktion

Wunderbare Haltung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung des Sinti-Swing, ausgehend von den Wurzeln Django Reinhardts, und beleuchtet aktuelle Tendenzen, in denen zeitgenössische Musiker die Tradition bewahren und gleichzeitig durch neue Einflüsse transformieren.

  • Die historische Entstehung des Sinti-Swing im Kontext des "Hot Club de France".
  • Die soziokulturelle Bedeutung der mündlichen Überlieferung in der Musik von Sinti und Roma.
  • Die künstlerische Entwicklung bedeutender Erben wie Markus Reinhardt, Wawau Adler und Diknu Schneeberger.
  • Die Synthese aus traditionellem Gypsy-Swing und modernen Jazz-Elementen oder Weltmusik.
  • Der Einfluss familialer Weitergabe musikalischer Kompetenzen auf die Ausbildung junger Talente.

Auszug aus dem Buch

Die Geburtsstunde des Sinti-Swing

Django Reinhardt wurde auf einem Zigeunerplatz in der Nähe von Paris geboren. Er gehörte zu den „Manouches“, wie die in Frankreich lebenden Sinti genannt wurden. Im Gegensatz zu den Roma sind die Sinti seit 600 Jahren im westeuropäischen Raum ansässig. Ihre Kultur ist somit stark von der Landeskultur, in diesem Fall der französischen, geprägt. Dennoch gilt für alle Volksgruppen der Sinti und Roma ein strenger eigener Sittenkodex, zu dem zum Beispiel das Verbot der Weitergabe ihrer Sprache gehört. Die Gemeinschaft und insbesondere die Familie sind der wichtigste Faktor in ihrer Kultur. Somit ist Jean Django Reinhardt in jeder Hinsicht eine Ausnahme. Kaum jemand vor ihm und auch nach ihm hat je wieder der Geschichte des Jazz eine so deutliche Wendung gegeben. Bereits mit zwölf Jahren war Reinhardt als Kinderstar in der Pariser Musette-Szene bekannt. Die Musette, ein kleines Akkordeon, das in Frankreich sehr populär ist, bestimmt bis heute die Volksmusik Frankreichs. Hier begann die Karriere des Musikers, und hier begann er die lebendige französische Volksmusik mit der Tradition der Zigeuner zu verschmelzen.

Als Reinhardt auf Grapelli traf, hatte er bereits einen ganz eigenen Stil entwickelt, der von seinen manisch schnellen Gitarrensoli, der rhythmischen Akzentuierung der Sintimusik und den Melodien der französischen Folklore geprägt war. Dazu kam sein Interesse für den amerikanischen Jazz. In der Verbindung mit Grapelli entwickelte sich nun eine ganz neue Form des Jazz, die zwar von den Standards aus New Orleans geprägt war, jedoch im Endergebnis ein wenig an die Musik der französischen Impressionisten erinnerte. Damit hatten die Besitzer des Hot Club etwas, was sonst niemand in Frankreich, ja in ganz Europa bisher besaß: Eine eigene, nationale Ausprägung des amerikanischen Jazz.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Beschreibt den schicksalhaften Moment der Begegnung zwischen Django Reinhardt und Stéphane Grappelli, der den Grundstein für das „Quintette du Hot Club de France“ legte.

Das Geheimnis der Tradition: Analysiert die jahrhundertealte musikalische Überlieferungspraxis der Sinti und Roma und deren Wurzeln in der ungarischen Kulturgeschichte.

Die Geburtsstunde des Sinti-Swing: Erläutert die Fusion von französischer Musette-Tradition mit amerikanischem Jazz durch Django Reinhardt.

Ein Vermächtnis für die Nachwelt: Beleuchtet die Entwicklung des Sinti-Swing nach dem Zweiten Weltkrieg und das Revival der Musik Reinhardts in den 1960er Jahren.

Markus Reinhardt: Stellt das musikalische Credo des Geigers Markus Reinhardt vor, der das Erbe seines Großonkels durch osteuropäische Einflüsse erneuert.

Wawau Adler: Porträtiert den Gitarristen Wawau Adler, der den klassischen Sinti-Swing mit Elementen des modernen amerikanischen Jazz verbindet.

Ein unverhofftes Talent: Beschreibt den Werdegang von Diknu Schneeberger und dessen Entwicklung vom Rhythmusgitarristen zum herausragenden Solisten.

Gismo Graf: Untersucht die musikalische Karriere von Gismo Graf, der durch Fingerfertigkeit und technischen Anspruch neue Maßstäbe setzt.

Irisch-ungarische Koproduktion: Analysiert das Werk von Andreas Varady und die internationale Zusammenarbeit an der CD „Questions“.

Wunderbare Haltung: Reflektiert die technische Virtuosität und die natürliche musikalische Ausdruckskraft von Andreas Varady im Kontext der familiären Lehrtradition.

Schlüsselwörter

Sinti-Swing, Django Reinhardt, Gypsy-Jazz, Manouches, Musiktradition, Improvisation, Hot Club de France, Markus Reinhardt, Wawau Adler, Diknu Schneeberger, Gismo Graf, Andreas Varady, Saiteninstrumente, Musikgeschichte, Jazz-Fusion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Historie und der aktuellen Entwicklung des Sinti-Swing, wobei der Fokus auf dem Einfluss von Django Reinhardt und dessen zeitgenössischen Nachfolgern liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die musikalische Traditionslinie der Sinti, die Verschmelzung von Jazz mit traditionellen Einflüssen sowie die Ausbildung junger Ausnahmetalente in diesem Genre.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie heutige Musiker das Erbe des Sinti-Swing nicht nur kopieren, sondern durch innovative Einflüsse wie Modern Jazz oder Weltmusik aktiv weiterentwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine musikwissenschaftliche und kulturgeschichtliche Herangehensweise, ergänzt durch biografische Analysen und Beobachtungen zur Spielweise bedeutender Gitarristen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich detaillierten Porträts einzelner Musiker wie Markus Reinhardt, Wawau Adler, Diknu Schneeberger, Gismo Graf und Andreas Varady sowie deren spezifischen künstlerischen Ansätzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sinti-Swing, Django Reinhardt, Improvisation, musikalische Tradition, Virtuosität und künstlerische Erneuerung.

Inwiefern unterscheidet sich der Ansatz von Diknu Schneeberger von dem seines Vorbilds?

Während Django Reinhardt den Sinti-Swing begründete, bringt Diknu Schneeberger modernere, fast schon poppige oder elegische Einflüsse in seine Interpretationen ein, ohne dabei die technischen Wurzeln des Gypsy-Anschlags zu vernachlässigen.

Welche Rolle spielen Familienstrukturen bei der Ausbildung der jungen Musiker?

Die Familie fungiert als primärer Lernort, in dem Wissen über Generationen hinweg mündlich und durch gemeinsames Musizieren vermittelt wird, was oft zu einer außergewöhnlich frühen und tiefen technischen Beherrschung der Instrumente führt.

Warum ist die "Haltung" von Andreas Varady so bemerkenswert?

Sie zeichnet sich durch eine vollkommene Abwesenheit von Anspannung und unnötigem Druck aus, was es ihm ermöglicht, extrem komplexe Soli mit einer scheinbaren Leichtigkeit zu spielen, die bei Experten Bewunderung hervorruft.

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Details

Title
Django Reinhardts Erben - Aktuelle Tendenzen des Sinti-Swing
Author
Dr. Mirjam Schadendorf (Author)
Publication Year
2014
Pages
11
Catalog Number
V283050
ISBN (eBook)
9783656826408
ISBN (Book)
9783656826415
Language
German
Tags
Musik Sintiswing Jazz Gitarre Django Reinhardt Diknu Schneeberger Gismo Graf Andreas Varady Wawau Adler Markus Reinhardt Sinti Roma
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Mirjam Schadendorf (Author), 2014, Django Reinhardts Erben - Aktuelle Tendenzen des Sinti-Swing, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/283050
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