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Blackfacing und Rock ’n’ Roll. Formen der Verkörperung und des Minstrelsy in Stefan Puchers Othello

Title: Blackfacing und Rock ’n’ Roll. Formen der Verkörperung und des Minstrelsy in Stefan Puchers Othello

Term Paper (Advanced seminar) , 2014 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: David Neukirch (Author)

Theater Studies, Dance

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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit werde ich untersuchen, wie Alexander Scheer den Othello in Puchers Inszenierung verkörpert. Dazu werde ich Erika Fischer-Lichtes Ästhetik des Performativen und Hans-Thies Lehmanns Postdramatisches Theater nutzen, die zur Analyse von zeitgenössischen Theateraufführungen ein geeignetes Instrumentarium geliefert haben. Dabei wird mein Augenmerk vor allem auf den Szenen liegen, in denen man als Zuschauer weniger den Eindruck hat, einen Othello vor sich zu sehen, sondern die dramatische Rolle hinter dem individuellen, phänomenalen Leib Scheers verschwindet.
In einem Ausblick möchte ich mich dann noch kurz, soweit der Rahmen dieser Hausarbeit das zulässt, dem Blackfacing zuwenden. Hier werde ich zunächst unter Verwendung der erst kürzlich erschienenen Reflexion von ethnischer Identität(szuweisung) im deutschen Gegenwartstheater der Mainzer Theaterwissenschaftlerin Hanna Voss einen knappen Abriss über die Geschichte des minstrelsy liefern, und dann auf die Frage eingehen, inwiefern der Hamburger Othello in der Tradition dieser amerikanischen Kunstform steht. Zu guter Letzt möchte ich dann noch einige Überlegungen anstellen, welche Ziele Stefan Pucher mit seiner Inszenierung verfolgt haben könnte, als er sie als eine Art Nummernrevue anlegte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Alexander Scheers Verkörperung des Othello

2.1 „Schlicht und ungeschminkt“

2.2 Musikalisierung: Othello/Scheer der Rockstar

2.3 Alexander Scheers Körperlichkeit

3. Ausblick: Blackfacing

3.1 Minstrelsy

3.2 Othello: eine Minstrel-Show?

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht am Beispiel der Othello-Inszenierung von Stefan Pucher am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, wie der Schauspieler Alexander Scheer die Titelfigur verkörpert. Ziel ist es, mittels theaterwissenschaftlicher Instrumentarien von Erika Fischer-Lichte und Hans-Thies Lehmann aufzuzeigen, wie Pucher durch die bewusste Trennung von dramatischer Rolle und Darstellerkörper sowie durch musikalische Inszenierungselemente das traditionelle Blackfacing in Frage stellt und als Projektionsfläche für eine Debatte über ethnische Rollenzuweisungen nutzt.

  • Analyse der Verkörperung (Embodiment) im zeitgenössischen Theater
  • Die Rolle des Darstellerkörpers im Kontrast zur dramatischen Figur
  • Einfluss von Cross-Casting und Blackfacing in der deutschen Theaterlandschaft
  • Die Funktion musikalischer Nummern als Distanzierungsmittel
  • Historische Einordnung und heutige Kritik der Minstrelsy-Tradition

Auszug aus dem Buch

2. Alexander Scheers Verkörperung des Othello

In diesem Kapitel soll anhand verschiedener Szenen aus der Othello-Inszenierung Puchers der Begriff der Verkörperung (embodiment) und der Körperlichkeit im Sinne von Erika Fischer-Lichte und Hans-Thies Lehmann erläutert werden. Fischer-Lichte bemerkt hierzu, dass im Theater lange Zeit der Schauspieler als perfekt galt, der möglichst komplett in seiner dramatis personae aufgeht und hinter ihr nicht mehr zu erkennen ist. Während Edward Gordon Craig deswegen noch forderte, den unvollkommenen Menschen ganz von der Bühne zu verbannen und durch eine Art Übermarionette zu ersetzen, stellt Fischer-Lichte fest, im Gegenwartstheater stehe der Augenblick im Zentrum des Interesses, „in dem die Wahrnehmung des phänomenalen Leibes umspringt in die Wahrnehmung der Figur und umgekehrt [...]“. Sie führt vier Verfahren an, die in diversen Aufführungen angewandt wurden und werden, und sich als besonders wirksam erwiesen haben:

1) Umkehrung des Verhältnisses von Darsteller und Rolle; 2) Hervorhebung und Ausstellung des individuellen Darsteller(körper)s; 3) Betonung von Verletzlichkeit, Gebrechlichkeit, Unzulänglichkeit des (Darsteller)Körpers; 4) Cross-Casting. All diese Verfahren finden – mehr oder weniger deutlich – Anwendung in Alexander Scheers Verkörperung des Othello. Auf den folgenden Seiten sollen diese Verfahren in besonders auffälligen Szenen aufgezeigt und erklärt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Othello-Inszenierung von Stefan Pucher ein und erläutert die methodische Herangehensweise zur Analyse der körperlichen Präsenz von Alexander Scheer sowie der Blackfacing-Debatte.

2. Alexander Scheers Verkörperung des Othello: Dieses Kapitel analysiert anhand theaterwissenschaftlicher Theorien, wie Scheer als Darstellerkörper im Vordergrund steht und durch Verfahren wie Cross-Casting und bewusste Selbstinszenierung die dramatische Rolle des Othello überlagert.

2.1 „Schlicht und ungeschminkt“: Es wird untersucht, wie durch Ironie und die direkte Konfrontation des Publikums mit der Schminkpraxis das Blackfacing als ästhetisches und politisches Mittel in der Inszenierung thematisiert wird.

2.2 Musikalisierung: Othello/Scheer der Rockstar: Dieses Kapitel beleuchtet, wie die zahlreichen Musikeinlagen und die tänzerische Performance Scheers als „Rockstar“ dazu dienen, den Fokus von der psychologischen Rollenzeichnung auf den phänomenalen Körper zu verschieben.

2.3 Alexander Scheers Körperlichkeit: Hier wird der Fokus auf Scheers körperliche Erscheinung, Bewegungsmuster und die Auflösung der Illusionsbildung durch Einspielungen und den direkten Auftritt des ungeschminkten Darstellers gelenkt.

3. Ausblick: Blackfacing: Dieser Abschnitt bietet einen geschichtlichen Abriss über Blackfacing und ordnet die Inszenierung in einen größeren Kontext aktueller Debatten ein.

3.1 Minstrelsy: Es werden die Ursprünge und Wirkungsmechanismen der historischen Minstrel-Shows sowie deren kontroverse Bewertung in der Forschung diskutiert.

3.2 Othello: eine Minstrel-Show?: Dieses Kapitel zieht Parallelen zwischen Puchers Inszenierung und dem Minstrelsy, kommt jedoch zu dem Schluss, dass es Pucher eher um die Infragestellung ethnischer Identität geht als um die reine Reproduktion von Minstrel-Strukturen.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht, dass die Inszenierung die Durchlässigkeit ethnischer Rollenbilder demonstriert, indem sie den Darsteller Alexander Scheer stets als Individuum hinter der Maske präsent hält.

Schlüsselwörter

Alexander Scheer, Othello, Stefan Pucher, Blackfacing, Verkörperung, Embodiment, Minstrelsy, Performativität, Körperlichkeit, Cross-Casting, Theaterwissenschaft, Identität, Rollenzuweisung, Phänomenaler Leib, Gegenwartstheater.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Othello-Inszenierung von Stefan Pucher unter besonderer Berücksichtigung der Darstellung des Protagonisten durch Alexander Scheer.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Konzepte von Körperlichkeit und Verkörperung (Embodiment) sowie die Auseinandersetzung mit der Praxis des Blackfacing im zeitgenössischen deutschen Theater.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu analysieren, wie durch die bewusste Ausgestaltung der Inszenierung das traditionelle Theatermittel des Blackfacings hinterfragt und der Darstellerkörper als ästhetische Projektionsfläche genutzt wird.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Analyse stützt sich auf das Instrumentarium von Erika Fischer-Lichte („Ästhetik des Performativen“) und Hans-Thies Lehmann („Postdramatisches Theater“).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit Scheers Körperlichkeit, seinen musikalischen Performances als „Rockstar“ und der Art und Weise, wie die Regie die Trennung zwischen dem Schauspieler und der dramatischen Figur hervorhebt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Alexander Scheer, Blackfacing, Minstrelsy, Körperlichkeit, Cross-Casting und die Infragestellung von Identitätszuschreibungen.

Wie bewertet die Autorin die Parallelen zur Minstrel-Show?

Obwohl klare visuelle Parallelen bestehen, vertritt die Autorin die These, dass Pucher diese Elemente nicht als bloße Minstrel-Show nutzt, sondern um ethnische Rollenbilder und Zugehörigkeiten kritisch zu reflektieren.

Warum ist Alexander Scheer für diese Untersuchung so zentral?

Scheer wird als „Rocker unter den Schauspielern“ inszeniert, dessen physische Präsenz und Unverwechselbarkeit es der Regie ermöglichen, die Distanz zwischen Rolle und Individuum durchgehend für den Zuschauer erfahrbar zu machen.

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Details

Title
Blackfacing und Rock ’n’ Roll. Formen der Verkörperung und des Minstrelsy in Stefan Puchers Othello
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Grade
1,0
Author
David Neukirch (Author)
Publication Year
2014
Pages
17
Catalog Number
V282551
ISBN (eBook)
9783656817642
ISBN (Book)
9783656817659
Language
German
Tags
blackfacing rock roll formen verkörperung stefan puchers othello
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
David Neukirch (Author), 2014, Blackfacing und Rock ’n’ Roll. Formen der Verkörperung und des Minstrelsy in Stefan Puchers Othello, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/282551
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