Die Schüler sollen den Text als informierende Rede charakterisieren, indem sie diese Einschätzung insbesondere am Satzbau (Attribuierung), den bevorzugt auftretenden Sprachhandlungsformen (Beschreiben/Erklären) sowie der Gliederung des Textes nachweisen und diese konzeptionellen Merkmale zu der Titelfrage des Textes in Beziehung setzen.
Inhaltsverzeichnis
1. Didaktische Grundlegung anhand von Forschungsliteratur
2. Formulierung des Lernziels
3. Sequentierung der Kenntnisse/Fertigkeiten-Komplexe
3.1 Zugang zum Text und zur Tätigkeit des Erschließens eröffnen
3.2 Überblick über Aufbau und Inhalte des Textes ermöglichen
3.3 Zur Untersuchung der faktualen Rede, ihrer Struktur und Bestandteile anleiten
3.4 Auf die Beschreibung des Textes als einer funktional und intentional organisierten Rede hinwirken
3.5 Zur Vertiefung des Texterschließungswissens anregen
4. Ausblick auf die nächste Unterrichtseinheit
5. Anlagen
6. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, Schülern der fünften Jahrgangsstufe die methodische Erschließung eines faktualen Textes am Beispiel des Beitrags „Woher kommen die olympischen Spiele?“ näherzubringen. Dabei steht die Analyse der Textstruktur, sprachlicher Gestaltungsmittel wie Adjektive sowie die Einbettung in einen größeren fachlichen Kontext im Mittelpunkt.
- Didaktische Einordnung faktualer Texte im schulischen Kontext
- Methodische Gestaltung des Texterschließungsprozesses
- Untersuchung von Struktur, Attribuierung und Intention faktualer Rede
- Integration von Illustrationen und Vergleichstexten zur Wissensvertiefung
- Förderung der Kompetenz zur Charakterisierung informierender Texte
Auszug aus dem Buch
1. Didaktische Grundlegung anhand von Forschungsliteratur
Bevor auf das Erschließen eines faktualen Textes eingegangen wird, steht die Schwierigkeit der Abgrenzung von fiktionalen und faktualen Texten im Vordergrund. Auf den ersten Blick klingt dies nach einer leicht zu bewältigen Aufgabe, da in der Regel subjektive Vorstellungen darüber, was einen fiktionalen oder einen faktualen Text charakterisiert, vorhanden sind. Es zeigt sich allerdings, dass das Aufstellen von genauen Definitionen und strikten Abgrenzungen zwischen den beiden Textsorten kaum möglich ist.
So stellt Jost beispielsweise verschiedene Ansätze vor, die versuchen Unterschiede zwischen den Textsorten und Klassifikationssystemen herauszustellen. Es zeigt sich, dass viele Ansätze das Zweckhafte als charakteristisch für einen faktualen Text ansehen. Die Klassifikation von Sachtexten von Christmann & Groeben spiegelt dieses wieder: Sie unterscheiden zwischen Lehr-, Persuasions- und Instruktionstexten. Paule nennt den „deutlichen Verwendungszweck“ als wesentlichen Unterschied zwischen den Textsorten. Man muss allerdings konstatieren, dass nicht nur faktuale Texte einen Zweck verfolgen. Jeder Text enthält intentionales und zweckhaftes, sodass dieses Abgrenzungskriterium als nichtig angesehen werden kann.
Abgrenzungsversuche, die das Ästhetische bzw. den Realitätsbezug thematisieren, wie sie bei Jost weiter vorgestellt werden, sind ebenfalls nicht hinreichend zielführend. Die Verknüpfung zwischen Ästhetik und fiktionalen Texten steht außer Frage, jedoch kann diese Verknüpfung ebenso zwischen der Ästhetik und faktualen Texten gezogen werden. Faktuale Texte können auf gleiche Weise ästhetisch formuliert werden, wie es bei fiktionalen Texten häufig der Fall ist und verzichten dementsprechend nicht auf die Ästhetik.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Didaktische Grundlegung anhand von Forschungsliteratur: Erläutert die theoretischen Schwierigkeiten bei der Abgrenzung von fiktionalen und faktualen Textsorten und diskutiert Relevanz und Zweckhaftigkeit.
2. Formulierung des Lernziels: Definiert die angestrebten Kompetenzen der Schüler hinsichtlich der Charakterisierung des Textes als informierende Rede.
3. Sequentierung der Kenntnisse/Fertigkeiten-Komplexe: Beschreibt den methodischen Unterrichtsaufbau in verschiedenen Schritten, von der visuellen Einstimmung bis zur vertieften Sprachanalyse.
4. Ausblick auf die nächste Unterrichtseinheit: Reflektiert den Übergang zur Analyse fiktionaler Texte und unterstreicht die Wichtigkeit der Zeitplanung im Unterricht.
5. Anlagen: Bietet ergänzende Materialien wie den Originaltext, Illustrationen und Tafelbilder zur praktischen Umsetzung im Unterricht.
6. Literaturverzeichnis: Listet die verwendeten fachdidaktischen Quellen und Texte auf.
Schlüsselwörter
Faktuale Texte, Sachtexte, Texterschließung, Olympische Spiele, Deutschunterricht, Jahrgangsstufe 5, Sprachanalyse, Attribuierung, Didaktik, Lernziel, Textsortenwissen, Bildinterpretation, Vergleichstext, Olympisches Feuer, Strukturierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die didaktische Aufbereitung und methodische Erschließung eines faktualen Informationstextes über die Geschichte der Olympischen Spiele für den Deutschunterricht in der fünften Klasse.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die Abgrenzung von Sachtexten, die Analyse der sprachlichen Gestaltung durch Adjektive und die methodische Führung der Schüler durch den Text.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Die Schüler sollen befähigt werden, einen Sachtext als informierende Rede zu identifizieren und dessen spezifische Merkmale wie Satzbau und Gliederung zu benennen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine fachdidaktische Analyse und Sequenzierung von Unterrichtsschritten, die durch Forschungsliteratur zu Sachtexten begründet werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine schrittweise Unterrichtssequenz, die von der Textzugänglichkeit über die inhaltliche Strukturierung bis hin zur vertiefenden Sprachanalyse reicht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Faktualität, Texterschließung, Olympische Spiele, didaktische Sequenzierung und Sprachhandlung.
Wie spielt die Illustration eine Rolle für das Textverständnis?
Die Zeichnung dient als motivierender Einstieg, der Vorwissen aktiviert und erste Vermutungen über den Textinhalt zulässt, noch bevor die Lektüre beginnt.
Warum ist ein Vergleichstext für die Vertiefung vorgesehen?
Der Vergleichstext hilft den Schülern, Unterschiede in der Informationsdichte, Sprachwahl und Gestaltung zu erkennen und so ihr Verständnis für die spezifische Machart des Auerbach-Textes zu schärfen.
Warum wird die Bedeutung der Adjektive so hervorgehoben?
Die Analyse der Adjektive verdeutlicht, wie ein Sachtext durch wertende und veranschaulichende Sprache eine bestimmte Perspektive auf ein Thema einnimmt.
- Arbeit zitieren
- Jens Malzer (Autor:in), 2014, Erschließung des Textes "Woher kommen die olympischen Spiele?" von Isabelle Auerbach für eine 5. Klasse, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/282394