Die vorliegende Arbeit ist gestützt auf Überlegungen zu Themen, die mich in meiner bisherigen Berufserfahrung im Spannungsfeld der Informationstechnologie und dem betriebswirtschaftlichen Management interessierten und noch immer beschäftigen. Aufgrund meiner aktuellen Stellung habe ich mich für eine Darstellung zu diesen Inhalten im Theaterbereich entschieden. Insbesondere der Neubau des „Musiktheaters im Volksgarten in Linz“ bewirkt, durch die Erweiterung des Spielbetriebes in einem hoch technisierten Gebäude, dass die Anforderungen der bestehenden Informationstechnologie im betriebswirtschaftlichen Spannungsfeld zu evaluieren, allenfalls neu zu bewerten und hinsichtlich der Prozessintegration zu optimieren sind.
Beinahe jedes unternehmerische Handeln findet seine Abbildungen in den Informationstechnologischen Strukturen, in den Budgets sowie in den Finanzen der Unternehmen. Die Bereiche Finanzen und Informationstechnologie werden weiter zusammenwachsen. BitCoins, ein neues Wort für virtuelles Geld, eine junge Währung mit der in der digitalen Welt des Internets bereits gehandelt und bezahlt wird, versucht sich zu installieren. Diese Arbeit soll als Grundlage dienen, sowie ein Anstoß für weiterführende Überlegungen sein und zur Umsetzung von Informationstechnologie motivieren. Sie soll darüber hinaus auch bewusst machen, in wie weit die Geschäftsprozesse gestützt durch die Informationstechnologie mit ihren Berührungspunkten zu Finanzen, Rechnungswesen, Controlling, Personalwirtschaft, und dem Facilitymanagement durch digitalisierte Kommunikation einer nicht mehr entkoppelbaren Abhängigkeit unterliegen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Problemstellung
2.1 Sachverhalt
2.2 Abgrenzung des Themas
2.3 Zielsetzung
3 Ausgangslage
3.1 Wirtschaftlicher Abriss
3.2 Theater als Unternehmensorganisation
3.2.1 Theaterbetriebsform
3.2.2 Theaterführung im Repertoire
3.2.3 Ziele des Theaters
3.3 Situationsanalyse
3.3.1 Unternehmensdarstellung
3.3.1.1 Geschichte des Landestheaters Linz
3.3.1.2 Ausrichtung des Landestheaters Linz
3.3.2 Spielplan und künstlerische Disposition
3.3.2.1 Theaterspielplan
3.3.2.2 Vorstellungstermine
3.3.3 Umfeldanalyse
3.3.4 Marktforschung und Befragungen
3.3.5 Theatermanagement
3.3.6 Kommunikation
3.4 Informationstechnologie im Theater
4 Information, Technologie und Management
4.1 Informationen
4.1.1 Informationsverarbeitung
4.1.2 Informationssysteme
4.2 Management der Informationen und Technologie
4.2.1 Informationsmanagement
4.2.2 Informationstechnikmanagement
4.3 Prozesse der Informationstechnologie
4.4 Compliance und Risikomanagement
5 Controlling und Management
5.1 Begriffsbestimmung
5.2 Informationsbedarf
5.3 Dienstleistungsaufgaben im Controlling
5.3.1 Koordination
5.3.2 Planung
5.3.3 Steuerung
5.3.4 Kontrolle
5.3.5 Rationalitätssicherung
5.4 Berichtswesen als Erfolgsfaktor
5.4.1 Kennzahlen und Kennzahlensysteme
5.4.2 Unternehmensvergleich, Benchmarking
6 Ticketing in der Theaterpraxis
6.1 Ticketing das Auftragssystem
6.1.1 Schnittstellen des Ticketings
6.1.2 Internet und Mobiles
6.1.3 E-Business
6.1.3.1 (B2B) Business-to-Business
6.1.3.2 (B2C) Business-to-Consumer
6.1.3.3 (B2E) Business-to-Employee
6.1.4 Customer-Relationship-Management (CRM)
6.2 Geomarketing
6.3 Kennzahlen im Ticketing
6.4 Automatische user-bezogene Reports
6.4.1 Visualisierung der Soll/Ist-Vergleiche
6.4.2 Webbasierende Online-Reports – Basis Qlikview (QV)
6.4.3 Business Intelligence (BI) und die Datenwolke
6.5 Elektronische Informationssysteme
6.5.1 Untertitelung, direkte Messung der Kundenzufriedenheit
6.5.2 Digital Signage – Kunden- und Mitarbeiterinformationen
6.5.3 Digitale Probenpläne
6.6 Single-Source-Publishing und Cross-Media-Publishing
6.7 E-Learning und Selbstverantwortung
7 Thesen
7.1 Finanzierung von Theaterunternehmen durch öffentliche Mittel
7.2 Kommunikation
7.3 Kognitive Fähigkeiten
7.4 Verlässliche Terminplanung
7.5 Komplexität von Sachverhalten
7.6 Vorausschauende Planung
7.7 Einfache technologische Zugänge zu Informationen
7.8 Dokumentation von Managementprozessen
7.9 Automatisierungsgrad der Datenerfassung
7.10 Zeitnahe Informationen
7.11 Akzeptanz von Berichten
7.12 Aussagekraft von Berichten und Kommentaren
7.13 Kommunikation von Berichtsersteller und Berichtsempfänger
7.14 Visualisierte nutzerbezogene Informationsaufbereitung
7.15 Innovative IT-gestützte Verkaufssysteme
8 Fazit
9 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die zunehmende Bedeutung und Integration von IT-gestützten Managementsystemen im Theaterbereich unter Berücksichtigung exemplarischer Ansätze des Landestheaters Linz, um Geschäftsprozesse effizienter zu gestalten und eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu schaffen.
- IT-gestütztes Management und Prozessintegration im Theaterumfeld
- Methoden des Controllings und Einsatz von Kennzahlensystemen
- Technologische Anforderungen an Ticketing- und Auftragssysteme
- Digitalisierung der Kundenkommunikation und Marketing-Analyse
- Einsatz von Business Intelligence und Reporting-Systemen
Auszug aus dem Buch
3.3.6 Kommunikation
Die Informationstechnologie unterstützt das Management bereits beim Organisieren von Besprechungen in der Planung und in der Durchführung. In diesem Zusammenhang treten Fragestellungen über die Wirkung von oft schon zum Prinzip gewordenen Terminverschiebungen, Terminüberschreitungen und Terminüberbuchungen auf. Die Folgen der dadurch verursachten Terminkollisionen werden unterschätzt.
Kann hier eine „simultane“ Terminplanung unterstützen oder liegt es an der Managementfähigkeit oder sind Besprechungen vor Ort nicht mehr unabdingbar notwendig?
Sofern die Zusammenkünfte nicht „Face-to-Face“ erfolgen müssen, können diese virtuell über Videokonferenzsysteme abgewickelt werden, mit dem Vorteil, der Zeit- und Kostenersparnis. Zusätzlich wird auch für mehr Produktivität und Effizienz gesorgt. Die Besprechungsteilnehmer können, unabhängig von ihrem Standort, flexibler und effektiver zusammenarbeiten und entscheiden. Durch die Kombination von Video- und Webkonferenz lassen sich auch Daten austauschen.
Die Informationen fließen schneller und werden nicht unnötig zurückgehalten. Das Wissen steht dem Unternehmen rascher zur Verfügung. Videokonferenzsysteme sind überall dort angebracht, wo es im Unternehmen regelmäßige Besprechungen, Präsentationen und Vorführungen gibt. Die Mitarbeiter sind an ihren Arbeitsplätzen verfügbar und nicht auf Dienstreisen. Externe Gesprächsteilnehmer und Beteiligte, wie beispielsweise Bühnenbildner und Ausstatter, müssen nicht immer vor Ort sein.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt die zunehmende Allgegenwärtigkeit von IT-Systemen und deren Einfluss auf betriebliche Abläufe im Management sowie die spezifische Ausgangslage am Landestheater Linz.
2 Problemstellung: Erläutert die steigende Komplexität vernetzter IT-Systeme im Theaterbetrieb und die Notwendigkeit, Informationstechnologie zur Effizienzsteigerung und Entscheidungsunterstützung zu nutzen.
3 Ausgangslage: Analysiert das Theater als Unternehmensorganisation, die strukturellen Herausforderungen der Finanzierung und die Bedeutung von Spielplangestaltung, Management und Kommunikation.
4 Information, Technologie und Management: Definiert die Grundlagen des Informationsmanagements und untersucht, wie IT als Bindeglied zwischen Technik und Organisation fungiert.
5 Controlling und Management: Beleuchtet das Berichtswesen als Schnittstelle für Managemententscheidungen und analysiert Methoden der Steuerung, Kontrolle sowie Kennzahlensysteme wie das ZVEI-Modell.
6 Ticketing in der Theaterpraxis: Diskutiert moderne Ticketing-Systeme, E-Business-Strategien, CRM, Geomarketing sowie technologische Neuerungen wie Digital Signage und E-Learning.
7 Thesen: Formuliert 15 zentrale Thesen zur Optimierung von Managementprozessen, Kommunikation, IT-Einsatz und strategischer Planung in Theaterunternehmen.
8 Fazit: Fasst zusammen, dass IT eine essenzielle Unterstützung für ein modernes Theatermanagement bietet, um trotz finanzieller Knappheit die künstlerische Qualität zu sichern.
9 Ausblick: Erörtert die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung von Theaterunternehmen im Hinblick auf Neubauten, Fundraising und die Notwendigkeit marktorientierter Leistungen.
Schlüsselwörter
Theatermanagement, Informationstechnologie, Controlling, Ticketing, Geschäftsprozessmanagement, Kennzahlensysteme, Landestheater Linz, E-Business, Kundenbeziehungsmanagement, Digital Signage, Strategische Planung, Unternehmensführung, Berichterstattung, Informationslogistik, Kulturökonomie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung und dem Nutzen von Informationstechnologie im betriebswirtschaftlichen Management von Theaterbetrieben, exemplarisch dargestellt am Landestheater Linz.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Felder sind die Steuerung von Geschäftsprozessen, IT-gestütztes Ticketing, Controlling-Instrumente, die digitale Kommunikation sowie die strategische Positionierung von Theaterunternehmen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, das Interesse an IT-gestütztem Management zu wecken und zu zeigen, wie durch integrierte IT-Strukturen und effizientes Controlling ein Beitrag zur Wirtschaftlichkeit und Transparenz geleistet werden kann.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu Managementtheorien sowie einer fallorientierten Untersuchung von IT-Anwendungen und Kennzahlenmodellen (z.B. COBIT, ZVEI) innerhalb des Landestheaters Linz.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis des Informations- und IT-Managements, Methoden des Controllings, die praktische Anwendung von Ticketsystemen und die Implementierung digitaler Informationssysteme wie Digital Signage.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Theatermanagement, Controlling, Ticketing, Prozessmanagement, Kennzahlensysteme und digitale Transformation.
Wie unterstützt IT konkret die Theaterpraxis?
IT-Systeme ermöglichen etwa die Automatisierung von Ticketbuchungen, eine datengestützte Planung, die Visualisierung von Auslastungszahlen durch Dashboards und eine verbesserte interne Kommunikation über elektronische Informationssysteme.
Warum ist das Controlling für Theater so wichtig?
Da Theater oft öffentlich subventioniert sind und unter finanziellem Druck stehen, hilft ein professionelles Controlling dabei, knappe Ressourcen effizient einzusetzen und die Zielerreichung sowie wirtschaftliche Stabilität messbar zu machen.
Welche Bedeutung hat das Landestheater Linz für diese Untersuchung?
Es dient als praxisnahes Beispiel, um die Auswirkungen von IT-Infrastrukturen und die spezifischen Anforderungen eines ganzjährigen Repertoirebetriebs auf das Management zu evaluieren.
Was ist das Fazit zur Digitalisierung im Theater?
Der Autor kommt zum Schluss, dass die Informationstechnologie zu einer unverzichtbaren arbeits- und organisationsergonomischen Unterstützung für ein modernes Management geworden ist, um die künstlerische Arbeit langfristig zu sichern.
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- Dipl.-Bw., MBA Wolfgang C. Gumilar (Author), 2012, IT-gestütztes Management im Theaterbereich, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/281305