Vorlesungsmitschrift "Marktsystemtheorie" in Stichpunkten und kurzen Abschnitten. Aus dem Inhalt: Chaos, Eigenkomplexität, Entropie, Entropiebilanz, Negentropie, Offene Systeme, Soziales System, Systembildung, Ordnung, Selektionsresistenz, Fließgleichgewicht, Kompliziertheit, Homöostase, Marktsystem, Handlunsrechte, Transaktionskosten, Versunkene Transaktionskosten, Informationskosten, Produktionskosten, Externe Effekte, Lateralität, Effizienz, Pareto-Relevanz, Pareto-Optimum, Multistabile Systeme, Ultrastabile Systeme, (...).
Inhaltsverzeichnis
1. Definitionen
2. Definition und Klassifikation von Wirtschaftssystemen
2.1 Allgemeine Systemtheorie
2.2 Soziale Systeme: Menschen als Systemelemente
2.3 Subsysteme des Gesellschaftssystems
2.4 Die Evolution von Systemen
3. Theorie der Verfügungsrechte
3.1 Grundlagen
3.2 Transaktionskosten
3.3 Externe Effekte, Handlungsrechte und Handlungsbeschränkungen
3.4 Externe Effekte und Evolution des Wirtschaftssystems
3.5 Die Problematik der Dimension externer Effekte
3.6 Zentralisierende und dezentralisierende Internalisierung
3.7 Evolution in Richtung wohldefinierter Handlungsrechte
4. Theorie der öffentlichen Wahl
4.1 Zur Theorie öffentlicher Güter
4.2 Grundlagen der Theorie der öffentlichen Wahl
4.3 Das Phänomen des Logrolling
4.4 Homogenisierung und Präferenzaufdeckung im Tiebout-Modell
4.5 Dezentralisierende Internalisierung und öffentliche Güter
5. Zentralisierung vs. Dezentralisierung im Spannungsfeld politischer Organisation
5.1 Zur komparativen Anpassungsfähigkeit zentralisierter Systeme
5.2 Zur komparativen Anpassungsfähigkeit dezentralisierter Systeme
5.3 Marktsysteme als multistabile Systeme
5.4 Zur optimalen Internalisierung
5.5 Das Phänomen „fraktionierter“ Internalisierung (Teilzentralisierung von oben nach unten)
6. Rent-Seeking
6.1 Ökonomische Renten
6.2 Zum Begriff des "Rent-Seeking"
6.3 Rent-Seeking und politischer Prozess
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Funktionsweise und Evolution von Wirtschaftssystemen auf Basis der Theorie der Verfügungsrechte und der Theorie der öffentlichen Wahl zu analysieren, wobei ein besonderer Fokus auf dem Spannungsfeld zwischen zentralisierender und dezentralisierender Internalisierung externer Effekte liegt.
- Systemtheoretische Grundlagen und Evolution von Gesellschaftssystemen
- Analyse von Handlungsrechten und Transaktionskosten
- Internalisierung externer Effekte und deren Dimensionen
- Theorie der öffentlichen Wahl und Gruppenabstimmungsprozesse
- Auswirkungen von Rent-Seeking auf die Anpassungsfähigkeit des Gesamtsystems
Auszug aus dem Buch
3.1 Grundlagen
Handlungsrechte beziehen sich grundsätzlich auf die Verfügung über materielle oder immaterielle Güter und Ressourcen (deswegen auch der Begriff „Verfügungsrechte“)
Zur gesellschaftlichen Anerkennung gehört in jedem Falle der Konsens zum Verbot von Handlungen, die die anerkannten Handlungsrechte beschädigen würden
Handlungsrechte werden also durch Handlungsbeschränkungen abgesichert
Handlungsrechte und Handlungsbeschränkungen können rechtlich verankert sein
Sie können aber auch einfach als allgemein übliche Verhaltensnormen ohne rechtliche Sanktionsmöglichkeit existieren
Zusammenfassung der Kapitel
1. Definitionen: Bietet ein grundlegendes Glossar systemtheoretischer Begriffe wie Chaos, Entropie, System und Handlungsrechte.
2. Definition und Klassifikation von Wirtschaftssystemen: Erläutert die allgemeine Systemtheorie, soziale Systeme als Subsysteme und die evolutionäre Entwicklung von Systemen durch Komplexitätserhöhung.
3. Theorie der Verfügungsrechte: Analysiert Handlungsrechte, Transaktionskosten sowie die Internalisierung externer Effekte und deren Bedeutung für die Evolution von Wirtschaftssystemen.
4. Theorie der öffentlichen Wahl: Untersucht die Bereitstellung öffentlicher Güter, Präferenzaufdeckungsprozesse sowie Phänomene wie Logrolling innerhalb von Gruppenabstimmungen.
5. Zentralisierung vs. Dezentralisierung im Spannungsfeld politischer Organisation: Vergleicht die Anpassungsfähigkeit zentralisierter und dezentralisierter Systeme in einer turbulenten Umwelt und thematisiert fraktionierte Internalisierung.
6. Rent-Seeking: Definiert ökonomische Renten und analysiert Rent-Seeking im politischen Prozess sowie dessen schädliche Auswirkungen auf die Systemanpassungsfähigkeit.
Schlüsselwörter
Marktsystemtheorie, Verfügungsrechte, Transaktionskosten, Externe Effekte, Internalisierung, Komplexität, Evolution, Öffentliche Wahl, Rent-Seeking, Handlungsrechte, Politische Einflussnahme, Dezentralisierung, Zentralisierung, Pareto-Optimum, Multistabile Systeme
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert Wirtschaftssysteme als Bestandteil gesellschaftlicher Systeme unter Rückgriff auf die Systemtheorie, die Theorie der Verfügungsrechte und die Theorie der öffentlichen Wahl.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die Dynamik von Eigentumsrechten, die Internalisierung externer Effekte, die Organisation politischer Entscheidungsprozesse sowie die Auswirkungen bürokratischer und politischer Einflussnahme.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es zu erklären, wie Wirtschaftssysteme durch die Ausgestaltung von Handlungsrechten und deren Internalisierungsprozesse ihre Komplexität und Anpassungsfähigkeit in einer turbulenten Umwelt optimieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt systemtheoretische und ökonomische Analysemethoden, insbesondere Modelle der Property Rights Theory und der Public Choice Theory.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit den Grundlagen der Systembildung, der theoretischen Herleitung von Verfügungsrechten, der Problematik externer Effekte und den Vor- bzw. Nachteilen zentralisierter gegenüber dezentralisierten Organisationsformen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Typische Schlüsselbegriffe sind Internalisierung, Verfügungsrechte, Rent-Seeking, Systemkomplexität und das Spannungsfeld zwischen Markt und politischer Organisation.
Was versteht der Autor unter "fraktionierter Internalisierung"?
Damit ist das Phänomen gemeint, dass im oberen Bereich der Internalisierungshierarchie zentralisierend und nur im unteren Bereich dezentralisierend internalisiert wird, was oft zu ineffizientem öffentlichen Eigentum führt.
Warum ist die Unterscheidung zwischen technologischen und pekuniären externen Effekten wichtig?
Technologische externe Effekte behindern die Effizienz des Wirtschaftssystems und erfordern eine Internalisierung durch Handlungsrechte, während pekuniäre Effekte als Pareto-irrelevant gelten und außer Betracht bleiben können.
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- Anonym (Author), 2005, Marktsystemtheorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/281181