Semesterbegleitend habe ich im Wintersemester 2013/14 dem Sportunterricht in vier Klassen des S.-Gymnasiums beiwohnen können. Im Rahmen des Fachpraktikums Sport der Deutschen Sporthochschule Köln hatte ich die Möglichkeit Beobachtungen anzustellen und auch eigene Unterrichtsstunden zu gestalten und durchzuführen. Das Begleitseminar der Deutschen Sporthochschule Köln und der Besuch der Dozentin meines Unterrichtsversuches haben mich dabei unterstützt. Die Praxisphasen des Studiums geben Raum um das angeeignete Fachwissen auf die Schule zu beziehen, es umzusetzen und weiterzuentwickeln. Außerdem bieten sie einen guten, realitätsnahen Einblick in das spätere Arbeitsfeld.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Erwartungen an das Praktikum
1.2. Praxisfeld Praktikumsschule
2. Erkundungsaufgaben
2.1. Beobachtungsbogen I „Aspekte der Unterrichtsorganisation“
2.2. Beobachtungsbogen VI „Unterrichtsmethoden“
2.3. Beobachtungsbogen VIII „Aktivitäten-Protokoll“
2.4. Beobachtungsbogen X „Sicherheit und Sicherheitsförderung im Schulsport“
2.5. Theoretischer Hintergrund zum vertiefendem Schwerpunkt „Geschlechterbezogener Sportunterricht“
2.5.1. Darstellung der Ergebnisse aus den Beobachtungen (Beobachtungsbogen XII)
2.5.2. Reflexion der Beobachtungen
3. Darstellung der Planung einer selbst gehaltenen Unterrichtsstunde
3.1. Allgemeine Angaben
3.2. Bedingungsanalyse
3.3. Sachanalyse
3.4. Didaktische Analyse (Legitimation)
3.5. Verlaufsplanung
3.6. Reflexion der Stunde
4. Arbeitsplatz Schule und Selbstreflexion - Nachbetrachtung zum Praktikum
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die strukturierte Reflexion und Dokumentation eines Fachpraktikums im Sportunterricht. Die Autorin analysiert dabei die eigene Rolle als Lehrkraft, bewertet verschiedene Unterrichtsorganisationen und Lehrmethoden sowie die Umsetzung von Sicherheitsaspekten. Ein besonderer Fokus liegt auf der geschlechtersensiblen Pädagogik und der praktischen Planung einer Unterrichtseinheit zum Thema Gerätturnen.
- Analyse von Unterrichtsorganisation und -methodik
- Sicherheitsförderung im Schulsport
- Geschlechterbezogener Sportunterricht
- Planung und Reflexion einer eigenen Unterrichtsstunde (Gerätturnen)
- Selbstreflexion zur Lehrerpersönlichkeit
Auszug aus dem Buch
1.1. Erwartungen an das Praktikum
Vom Praktikum erwarte ich viele neue Eindrücke aus der Schule mitnehmen zu können. Ich wünsche mir, die Kinder kennen und einschätzen zu lernen und vor allem zu lernen, wie Lehrer den Alltag meistern, mit Schülern umgehen und schwierige Situationen bewältigen. Insbesondere bin ich gespannt darauf, wie mit Unterrichtsstörungen umgegangen wird. Außerdem interessierte mich die unterschiedlichen Lehrwege, Unterrichtsgestaltungen und Methodenauswahl der einzelnen Lehrer.
Ich hoffe, dass sowohl die Kinder als auch das Kollegium mich als Lehrperson annehmen und wir gegenseitig voneinander profitieren können. Insgesamt wünsche ich mir zahlreiche Anregungen und Ideen für meinen eigenen Unterrichtsversuch, sowie für den späteren Lehrerberuf mitzunehmen.
Meine Befürchtungen waren vor allem schwierige Klassen und Schüler, die die Lehrer allgemein und auch mich als Praktikanten nicht akzeptieren. Auch hatte ich die Befürchtung von dem Lehrerkollegium mehr als Last empfunden und schlecht betreut zu werden. Erhofft habe ich mir, zu lernen, mit dem Alltag und insbesondere mit schwierigen Situationen umzugehen und mir ein gewisses Durchsetzungsvermögen anzueignen. Weiterhin wollte ich etwas über den Umgang mit den SchülerInnen lernen und sehen, wie ich mit ihnen zurechtkomme und auch wie ich bei den SchülerInnen ankomme.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung legt den Rahmen des Fachpraktikums im Wintersemester 2013/14 fest und beschreibt die persönlichen Erwartungen und die Zielsetzung der Praktikantin.
2. Erkundungsaufgaben: In diesem Kapitel werden durch verschiedene Beobachtungsbögen die Unterrichtsorganisation, Lehrmethoden sowie Sicherheitsaspekte kritisch analysiert und ein theoretischer Schwerpunkt zur Geschlechtersensibilität gesetzt.
3. Darstellung der Planung einer selbst gehaltenen Unterrichtsstunde: Dieses Kapitel widmet sich der systematischen Planung, didaktischen Legitimation und Reflexion einer eigenen Turnstunde zur Sprunghocke.
4. Arbeitsplatz Schule und Selbstreflexion - Nachbetrachtung zum Praktikum: Die Autorin resümiert ihre Erfahrungen, bewertet ihren Berufswunsch auf Basis der gewonnenen Praxiseindrücke und reflektiert ihre professionelle Entwicklung.
Schlüsselwörter
Sportunterricht, Fachpraktikum, Unterrichtsplanung, Gerätturnen, Geschlechterbezogener Sportunterricht, Sprunghocke, Didaktische Analyse, Reflexion, Sicherheitsförderung, Schulsport, Pädagogik, Unterrichtsmethoden, Koedukation, Lehrerpersönlichkeit, Bewegungsfelder.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert und reflektiert das Fachpraktikum Sport der Autorin an einem Gymnasium im Wintersemester 2013/14.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen die Beobachtung von Unterrichtsabläufen, Sicherheitsaspekte im Sport, geschlechtersensible Erziehung und die Planung von Sportstunden.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist die kritische Auseinandersetzung mit dem Lehrerberuf, die Erprobung methodischer Kenntnisse und die persönliche Reflexion der gesammelten Praxiserfahrungen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Autorin nutzte die teilnehmende Beobachtung durch standardisierte Beobachtungsbögen sowie eine ausführliche Reflexion des eigenen Lehrerhandelns.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Unterrichtsbeobachtungen (Organisation, Methode, Sicherheit), einen theoretischen Exkurs zur Koedukation und die detaillierte Planung und Nachbetrachtung einer selbst durchgeführten Turnstunde.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Sportunterricht, Reflexion, Unterrichtsplanung, Geschlechterbezogener Sportunterricht und Gerätturnen.
Wie bewertet die Autorin die Rolle der Geschlechter im Sportunterricht?
Die Autorin stellt fest, dass Jungen oft dominanter auftreten, während Mädchen verhaltener reagieren, und plädiert für einen bewussten, geschlechtersensiblen Unterricht, um Benachteiligungen abzubauen.
Was waren die größten Herausforderungen bei der eigenen Unterrichtsplanung?
Die Herausforderungen lagen vor allem im Zeitmanagement, der Einbindung unruhiger Schüler und der Notwendigkeit, bereits zu Beginn des Schuljahres klare organisatorische Rituale zu etablieren.
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- Anne Westphal (Author), 2014, Praktikumsbericht Fachpraktikum Sport, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/279877