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Die Beurteilung der augusteischen Herrrschaft im ersten Buch der Annalen des Tacitus

Title: Die Beurteilung der augusteischen Herrrschaft im ersten Buch der Annalen des Tacitus

Term Paper , 2012 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Robert Jonas (Author)

Latin philology - Literature

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Summary Excerpt Details

Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist das so genannte „Totengericht“ des Augustus in den Annalen des Tacitus (Ann. 1,9-10). Im Totengericht, das Tacitus in Anschluss an das Staatsbegräbnis des Augustus im September des Jahres 14 stattfinden lässt, gibt dieser die Argumente der Anhänger sowie der Gegner des Augustus bezüglich seiner Herrschaft wider. In dieser scheinbar neutralen Gegenüberstellung äußert Tacitus seine eigene Beurteilung des ersten Princeps, indem er den negativen Urteilen erstens mehr Raum gewährt und sie zweitens an den Schluss der Gegenüberstellung rückt. Damit steht er in einem Gegensatz zu den bis dato veröffentlichten Beurteilungen der Herrschaft des Oktavian/Augustus, insbesondere zu jener, die der Princeps selbst in seinem posthum veröffentlichten Tatenbericht, den Res gestae, propagierte.
Es verwundert nicht, dass Gestalt und Leistung des jungen Caesars schon in der Antike umstritten waren. Oktavian/Augustus musste sich der Herausforderung stellen, seine de facto monarchische Stellung in das Gewand einer republikanischen Herrschaft zu kleiden, um dem Legitimationsdruck, dem er permanent ausgesetzt war, standhalten zu können. Er und seine Anhänger waren also stets bemüht, die negativen Begleiterscheinungen seiner Herrschaft schön zu reden oder zu verschweigen. Auf der anderen Seite gab es solche, die die Herrschaftsstellung des Princeps scharf angriffen und versuchten, seine scheinbar am Interesse des Gemeinwesens ausgerichteten Taten als Vorwand für die Durchsetzung persönlicher Machtinteressen zu entlarven.
Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Bewertung der augusteischen Herrschaft im Totengericht des Tacitus auseinander. Ihr Ziel ist es, die historischen Ereignisse, auf die im Totengericht Bezug genommen wird, zu identifizieren und die Darstellung und Bewertung des Tacitus auf ihre Glaubwürdigkeit hin zu überprüfen. Dazu werden die parallele Überlieferung des Cassius Dio sowie die Res gestae des Augustus selbst vergleichend herangezogen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Gegenstand und historischer Kontext

1.2 Formulierung des Problems und Skizzierung der eigenen Vorgehensweise

2. Der Historiker Tacitus und die Annalen

3. Das „Totengericht“ des Augustus bei Tacitus (Ann. 1,9-10)

3.1 Das so genannte Totengericht

3.2 Einzelinterpretation

3.2.1 „Nichtiges“

3.2.2 Augustus als Erbe Caesars: Usurpator oder Befreier?

3.2.3 Vom Triumvirat zur Monarchie: Ausschaltung politischer Konkurrenten

3.2.4 Alleinherrschaft und Reichspolitik: Diktator oder „primus inter pares“?

3.2.5 Hausmachtpolitik und Nachfolgeregelung

3.2.6 Kaiserkult und Götterverehrung

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das sogenannte „Totengericht“ des Augustus in den Annalen des Tacitus, um die Glaubwürdigkeit von Tacitus' Beurteilung der augusteischen Herrschaft vor dem Hintergrund historischer Ereignisse und paralleler Überlieferungen, insbesondere der Res gestae, kritisch zu hinterfragen.

  • Analyse des Totengerichts bei Tacitus (Ann. 1,9-10) als historische Quelle.
  • Gegenüberstellung von Augustus' Selbstdarstellung (Res gestae) mit der taciteischen Kritik.
  • Untersuchung der politischen Tendenz und Motivation des Historikers Tacitus.
  • Vergleich der Darstellung mit dem Bericht von Cassius Dio.
  • Kritische Würdigung der augusteischen Herrschaftspraxis, Nachfolgeregelung und Instrumentalisierung von Kaiserkult und Religion.

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Augustus als Erbe Caesars: Usurpator oder Befreier?

Die Anhänger des Augustus betonen, er habe aus Pflichtgefühl gegenüber seinem Vater (pietate erga parentem) und gezwungen durch die Notlage des Staates (necessitudine rei publicae) die Bürgerkriege auf sich nehmen müssen. Ungesetzlichkeit (nullus … legibus locus) und der Zwang zu gewalttätigem Vorgehen (neque parari possent neque haberi per bonas artes) hätten Oktavian zum Bürgerkrieg gezwungen.

Das Positive, das Tacitus die prudentes zunächst hervorheben lässt, sind Verteidigungen notwendiger Übel, denen Augustus sich stellen musste. Tacitus lässt den Augustus hier nicht direkt loben, sondern stellt sein Lob dar, als wäre es die Verteidigung eines Angeklagten.

Mit URBAN lässt sich diese Verteidigung des Oktavian/Augustus sogar als eine direkte Kritik an seiner Herrschaft deuten. Unbestritten bezieht sich Tacitus an dieser Stelle der Annalen auf das erste Kapitel des Tatenberichts des Augustus. Dort schreibt dieser, er habe mit 21 Jahren privato consilio ein Heer aufgestellt, mit dem er dem Gemeinwesen, das durch eine dominatio factionis unterdrückt wurde, die Freiheit zurückgegeben habe. Der Senat habe ihm den Rang eines Konsuls zuerkannt (tribuens) und ihn mit einem imperium ausgestattet. Der Rang des Proprätors sei ihm verliehen worden, res publica ne quid detrimenti caperet. Augustus führt in seinem Tatenbericht fort, er habe diejenigen, die seinen Vater ermordet hätten, durch gesetzmäßige gerichtliche Verfolgung gerächt (iudiciis legitimis ultus eorum facinus) und sie im Bürgerkrieg besiegt (et … bellum inferentis rei publicae vici bis acie).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema des Totengerichts und den historischen Kontext sowie Skizzierung der methodischen Vorgehensweise.

2. Der Historiker Tacitus und die Annalen: Vorstellung des Autors Tacitus, seines Werkes und der Intention, Geschichte sine ira et studio zu verfassen.

3. Das „Totengericht“ des Augustus bei Tacitus (Ann. 1,9-10): Analyse der Struktur des Totengerichts bei Tacitus und dessen Einordnung im Vergleich zu Cassius Dio.

3.1 Das so genannte Totengericht: Untersuchung der formalen und inhaltlichen Anlage des Totengerichts als Gegenüberstellung von Anhänger- und Gegnerargumenten.

3.2 Einzelinterpretation: Detaillierte Untersuchung der inhaltlichen Punkte des Totengerichts durch Einzelinterpretationen.

3.2.1 „Nichtiges“: Interpretation der Funktion, die Tacitus den "Nichtigkeiten" wie Ämtern und Ehrungen beimisst.

3.2.2 Augustus als Erbe Caesars: Usurpator oder Befreier?: Analyse der gegensätzlichen Bewertungen von Augustus' Aufstieg und seiner pietas.

3.2.3 Vom Triumvirat zur Monarchie: Ausschaltung politischer Konkurrenten: Betrachtung der Kritik an Augustus' Umgang mit politischen Konkurrenten und dem Triumvirat.

3.2.4 Alleinherrschaft und Reichspolitik: Diktator oder „primus inter pares“?: Diskussion um die Natur der augusteischen Herrschaft zwischen Diktatur und republikanischem Schein.

3.2.5 Hausmachtpolitik und Nachfolgeregelung: Analyse der taciteischen Kritik an der familiären Politik und der Nachfolgeregelung des Augustus.

3.2.6 Kaiserkult und Götterverehrung: Untersuchung der Instrumentalisierung religiöser Institutionen durch Augustus.

4. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Glaubwürdigkeit des taciteischen Augustusbildes im Vergleich zu anderen Quellen.

Schlüsselwörter

Tacitus, Annalen, Augustus, Totengericht, Res gestae, Principat, Römische Republik, Machtpolitik, Cassius Dio, historische Glaubwürdigkeit, Machtlegitimation, Tiberius, politische Moral, Herrschsucht, Kaiserzeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das sogenannte „Totengericht“ in den Annalen des Tacitus, in dem Augustus nach seinem Tod von Zeitgenossen sowohl positiv als auch negativ bewertet wird.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten gehören der Machtaufstieg des Augustus, seine Herrschaftslegitimation, die Nachfolgeregelung durch Tiberius, die Instrumentalisierung von Religion sowie der Umgang mit politischen Konkurrenten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Glaubwürdigkeit der Darstellung des Tacitus zu prüfen, indem sie mit den Res gestae des Augustus und den Aufzeichnungen des Historikers Cassius Dio verglichen wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine detaillierte Einzelinterpretation der entsprechenden Textstellen bei Tacitus unter vergleichender Hinzuziehung zeitgenössischer Quellen und moderner Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil des Dokuments behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Einzelinterpretation der verschiedenen Anklage- und Verteidigungspunkte des Totengerichts, unterteilt in thematische Abschnitte wie Herrschaft, Konkurrentenausschaltung und Kaiserkult.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Tacitus, Augustus, Annalen, Totengericht, Res gestae, Machtlegitimation, Principat, historische Glaubwürdigkeit.

Warum bewertet Tacitus Augustus so kritisch?

Tacitus schreibt aus der Perspektive eines Senators, der den Traditionen der Republik verhaftet ist, und sieht im Übergang zur Monarchie eine unzulässige Degeneration und den Verlust der politischen Freiheit.

Inwiefern unterscheidet sich die Sicht von Cassius Dio?

Cassius Dio zeigt sich in seiner Einschätzung wesentlich rücksichtsvoller und idealisierender gegenüber dem Charakter des Augustus und vertritt eher die These, dass Augustus durch den „Zwang der Verhältnisse“ zum Handeln gezwungen war.

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Details

Title
Die Beurteilung der augusteischen Herrrschaft im ersten Buch der Annalen des Tacitus
College
University of Frankfurt (Main)  (Institut für Klassische Philologie)
Course
Tacitus, Annalen
Grade
1,0
Author
Robert Jonas (Author)
Publication Year
2012
Pages
24
Catalog Number
V279631
ISBN (Book)
9783656724926
ISBN (eBook)
9783656724933
Language
German
Tags
Augustus Octavian Römischer Kaiser Tacitus Annalen Geschichtsschreibung Antike Prinzipat Prinzeps Kaiserzeit Monarchie Augusteische Herrschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Robert Jonas (Author), 2012, Die Beurteilung der augusteischen Herrrschaft im ersten Buch der Annalen des Tacitus, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/279631
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