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Überblick zum Themenfeld "Regional Governance"

Title: Überblick zum Themenfeld "Regional Governance"

Abstract , 2011 , 22 Pages

Autor:in: Michaela Sankowsky (Author)

Politics - Political systems in general and in comparison

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Summary Excerpt Details

Auszug:
Regional Governance
• Bezeichnung für Strukturen und Prozesse der Steuerung und Koordinierung in Regionen
• Prozesse der Regionalisierung sind mit Globalisierung eng verbunden
• Nicht mit bestimmten Modell oder Theorie verbunden wie Governance-Begriff
• In Welt ohne Grenzen bleibt der begrenzte Raum (Region) für wirtschaftliches, politisches und soziales Handeln wichtig und wird durch globale Problem- und Handlungszusammenhänge beeinflusst
• Wirtschaftliche Aktivitäten oder politische Entscheidungen in Gemeinden erzeugen häufig externe Effekte, die durch interkommunale Zusammenarbeit oder zentrale Regulierung bewältigt werden müssen
• Um Herausforderungen der Internationalisierung zu begegnen, müssen Gemeinden und Regionen sich zusammenschließen und ihre Kräfte bündeln
• Steuerung durch Regulierung ist bei Regionen nicht einfach, deswegen wurde in der Praxis eher auf Kooperation als auf Zwang gesetzt
• Beruht im Kern auf Verhandlungen und Vereinbarungen

Ohne Literaturangaben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis der Regional Governance

Regional Governance

Analysebegriff „Regional Governance“

Normativer Begriff

Merkmale von „Region“

Grenzen von Regionen

Region als intermediärer Raum

Region als organisierte Zusammenarbeit

Regionalpolitik

Aufgabenfeld Regionalpolitik

Regionalisierung

Merkmale

Dezentralisierung und Regionalisierung

Regional Governance

Merkmale

Strukturen

Entscheidungsverfahren

Steuerung und Koordination

Regionale Kooperationen

Institutionelle Strukturen und Governance-Formen

Merkmale von institutionellen Strukturen

Formen

1. Regionale Gebietskörperschaft

2. Regionalverband

3. Interorganisationsstruktur (Zusammenschluss mehrerer funktional spezialisierter Organisationen)

4. Regionalkonferenzen

5. Informelle Kooperation

Sonderform: Regionen, die Staatsgrenzen überschreiten

Governance-Formen

Strukturelle Merkmale

Typen von Regional Governance

Exkurs: Finanzierung regionaler Aufgaben und regionaler Finanzausgleich

Modell eines Finanzsystems für Regionen

Bedingungen regionaler Kooperation

(Mindest-)Aufgaben und Konfliktstrukturen

Spieltheoretische Analyse für Konfliktkonstellationen

Gefangenendilemma

„Kampf der Geschlechter“

Problem Zeitdimension

Institutionelle Strukturen (Mindestbedingungen)

Akteure

Netzwerke

Kooperations- und Regionalmanagement

Aufgaben und Inhalte

Situationen

Kooperationszyklus

Beispiel: Regionale Entwicklungspolitik in Regionalkonferenzen

Regionale Kooperation in hierarchischen Strukturen

Ausprägungen der Hierarchie

Verhandlungen im Schatten der Hierarchie

Hierarchie zwischen strategischen und operativen Funktionen

Kontrollstruktur in Mehrebenenorganisation von Regional Governance

Beispiel „Region Stuttgart“

Steuerung durch Wettbewerb und regionale Kooperation

Drei Arten des Wettbewerbs

1. Anbieterwettbewerb

2. Standortwettbewerb

3. Policywettbewerb

Zusammenhänge zwischen Wettbewerbsarten

Netzwerke und Innovationen: „Learning Regions“

Merkmale regionalen Policy-Lernens

„Lernende Region“

Kritik der Netzwerktheorie

Policy-Lernen in regionalen Netzwerken

Relevante Merkmale von Netzwerken

Autonomie der Akteure

Dynamik des Netzwerks

Fazit

Demokratische Legitimation von Regional Governance

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der Regional Governance als Antwort auf die komplexen Herausforderungen der Steuerung und Koordinierung in regionalen Räumen. Im Kern steht die Forschungsfrage, wie durch die Kombination unterschiedlicher Steuerungsformen, kooperative Netzwerke und institutionelle Arrangements eine effektive sowie demokratisch legitimierte Regionalentwicklung erreicht werden kann, wenn klassisch-hierarchische Strukturen an ihre Grenzen stoßen.

  • Strukturen und Prozesse der Steuerung in Regionen im Kontext von Globalisierung und Internationalisierung.
  • Die Rolle der regionalen Kooperation und das Konzept der „Region als organisierte Zusammenarbeit“.
  • Die Wirkungsweise von „Schatten der Hierarchie“ als wesentliche Voraussetzung für effektive Verhandlungsprozesse.
  • Analyse verschiedener Wettbewerbsarten (Anbieter-, Standort- und Policywettbewerb) im Mehrebenensystem.
  • Die Bedeutung von Lernprozessen („Lernende Regionen“) für die Innovationsfähigkeit regionaler Politik.

Auszug aus dem Buch

Verhandlungen im Schatten der Hierarchie

Kooperation ist immer Resultat eines Verhandlungsprozesses, in dem Akteure divergierende Interessen durch Koppelgeschäfte, Kompromisse oder Überzeugung so umformen, dass Einigung möglich ist.

Annahme: Kooperationspartner reagieren auf Konzession der Gegenseite mit eigenen Konzessionsangeboten.

Wer weniger konzessionsbereit ist, riskiert Scheitern der Verhandlung, erreicht aber bei Einigung besseres Ergebnis für sich selbst als wenn er schneller und mehr nachgibt.

Verhandlungsdilemma: Alle Akteure wissen, dass sie durch Konzession und Aufgeschlossenheit die Chance auf Verhandlungslösung verbessern. Aber wissen auch, dass nachgiebiges verhalten von „harten“ Verhandlungspartner ausgebeutet werden kann und gehen davon aus, dass Konzessionen nicht zurückgenommen werden können ohne gesamte Verhandlung zu gefährden (riskant, zuerst Konzessionen zu machen).

Zusammenfassung der Kapitel

Regional Governance: Einführung in das Begriffsverständnis sowie die Definition von Regionen als soziale Konstrukte und politische Handlungsräume.

Regionalpolitik: Erläuterung des Aufgabenfeldes und der vertikalen wie horizontalen Verflechtungen innerhalb regionaler Steuerungsprozesse.

Regionalisierung: Analyse des Trends zur Regionalisierung und der Strategien zur Entwicklung von Funktionsräumen durch Kooperation statt rein hierarchischer Steuerung.

Institutionelle Strukturen und Governance-Formen: Darstellung verschiedener organisatorischer Ausprägungen von Regionen, von Gebietskörperschaften bis zu informellen Kooperationen.

Bedingungen regionaler Kooperation: Untersuchung der konflikttheoretischen Hintergründe und notwendigen Mindestbedingungen für eine funktionierende Zusammenarbeit in Netzwerken.

Regionale Kooperation in hierarchischen Strukturen: Erörterung der Einbettung von Netzwerken in institutionelle Rahmen und der strategischen Bedeutung des „Schattens der Hierarchie“.

Steuerung durch Wettbewerb und regionale Kooperation: Analyse der drei Wettbewerbsarten Anbieter-, Standort- und Policywettbewerb im Mehrebenensystem.

Netzwerke und Innovationen: „Learning Regions“: Betrachtung der Lernfähigkeit von Regionen und der kritischen Erfolgsfaktoren für regionale Innovationsnetzwerke.

Demokratische Legitimation von Regional Governance: Diskussion der Herausforderungen hinsichtlich Output-Legitimation und der Beteiligung zivilgesellschaftlicher Akteure.

Schlüsselwörter

Regional Governance, Regionalpolitik, Regionalisierung, Kooperation, Netzwerk, Standortwettbewerb, Schatten der Hierarchie, Mehrebenensystem, Regionalmanagement, Innovation, Lernende Region, Politikkoordination, Institutionen, Verhandlungsdemokratie, Legitimation.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der grundlegende Gegenstand dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit dem Steuerungs- und Koordinierungskonzept der „Regional Governance“ in modernen, räumlich begrenzten Handlungsräumen.

Welche zentralen Themenfelder werden analysiert?

Die Schwerpunkte liegen auf regionaler Kooperation, institutionellen Strukturen, verschiedenen Wettbewerbsmechanismen sowie der Innovationsfähigkeit durch regionales Lernen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Regionen durch hybride Steuerungsformen und strategische Kooperation trotz fehlender hierarchischer Allmacht effektiv agieren können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit nutzt theoretische Konzepte der Politikwissenschaft, wie die Spieltheorie zur Konfliktanalyse sowie organisationstheoretische Ansätze zur Mehrebenensteuerung.

Welche Rolle spielen Netzwerke im Hauptteil?

Netzwerke werden als zentrale Struktur für den Wissensaustausch und die Innovationsförderung dargestellt, wobei auch deren Grenzen und Konfliktpotenziale kritisch beleuchtet werden.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Regional Governance, Kooperation, Netzwerke, Schatten der Hierarchie und Regionalmanagement.

Warum ist der Begriff „Schatten der Hierarchie“ für regionale Akteure so wichtig?

Er beschreibt den Druck, der durch staatliche Überwachung oder Mehrheitsentscheidungen entsteht, wodurch Kooperationspartner eher zu Kompromissen bereit sind, um eine für sie ungünstigere staatliche Regulierung zu vermeiden.

Wie unterscheiden sich Anbieterwettbewerb und Standortwettbewerb?

Beim Anbieterwettbewerb geht es um die effiziente Beschaffung öffentlicher Leistungen, während sich der Standortwettbewerb auf die Anwerbung privater Investitionen und die Verbesserung der Standortfaktoren einer gesamten Region bezieht.

Was versteht man unter einer „Lernenden Region“?

Es bezeichnet eine Region, die aktiv in der Lage ist, ihre Ziele, Instrumente und institutionellen Strukturen aufgrund von Erfahrungen und neuen Herausforderungen kontinuierlich anzupassen.

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Details

Title
Überblick zum Themenfeld "Regional Governance"
College
University of Hagen
Course
Modul 1.1: Governance - Einführung in die Thematik
Author
Michaela Sankowsky (Author)
Publication Year
2011
Pages
22
Catalog Number
V279184
ISBN (eBook)
9783656720461
ISBN (Book)
9783656727187
Language
German
Tags
regional governance
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michaela Sankowsky (Author), 2011, Überblick zum Themenfeld "Regional Governance", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/279184
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