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Weltfinanzkrisen. Zunahme der öffentlichen Verschuldung und deren Prävention und Bekämpfung

Retrospektive Kausalanalyse und Alternativenentwicklung am Beispiel der europäischen Finanzkrise

Title: Weltfinanzkrisen. Zunahme der öffentlichen Verschuldung und deren Prävention und Bekämpfung

Master's Thesis , 2014 , 90 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Marc Schwalbe (Author)

Economics - Macro-economics, general

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Summary Excerpt Details

Finanzkrise, Weltwirtschaftskrise, Vertrauenskrise, Liquiditätskrise, Legitimationskrise, Bankenkrise, Staatschuldenkrise, Eurokrise. Dies sind einige Schlagworte, die seit spätestens 2008 tagtäglich omnipräsent in der globalen und insbesondere deutschen Medienlandschaft kursieren. Doch auch der Begriff „Demokratiekrise“ muss ganz eindeutig und offen genannt und diskutiert werden dürfen. Auch wenn diese Bezeichnung auf den ersten Blick abschreckend klingen mag und seitens der Medien und Politiker eher vermieden wird, sollte man sich diese Frage inzwischen ruhig stellen dürfen. Von der europäischen Kommission genehmigte Staatshilfen an Ban-ken (rund 4,5 Billionen Euro), welche gut 37% des gesamten europäischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) entsprechen, dürften zum diesbezüglichen Nachdenken Anlass genug sein. Insbesondere deshalb, weil vielerorts anerkannte Fachleute die demokratische Legitimation der europäischen Kommission bzw. der EU als Ganzes in Frage stellen. Der Vertrag von Maastricht, welcher den Euro-Staaten Schuldengrenzen vorschreibt, ist bislang 68 Mal gebrochen worden - auch von Deutschland (erstmals 2002) und von Frankreich. Das Vertragstreueprinzip pacta sunt servanda scheint ausgehebelt worden zu sein und immer wieder aufs Neue vernachlässigt zu werden, sobald es opportun erscheint.
Eine der aktuell wichtigsten Fragen ist, inwieweit der im Sommer 2012 von der EZB in Aussicht gestellte unbegrenzte Kauf von Staatsanleihen aus Krisenländern der Euro-Zone mit EU-Recht vereinbar ist. Das Bundesverfassungsgericht hatte hierzu Anfang 2014 zu entscheiden. Sie befanden, dass diese Vorgehensweise dem Verbot einer staatlichen Haushaltsfinanzierung gleicht und gaben die Entscheidung deshalb an den Europäischen Gerichtshof weiter, was ein Novum in der Geschichte des Verfassungsgerichts darstellt.
Als positiv sind grundsätzlich die Basel III-Vorschriften zu werten, welche die Bankenregulierung betreffen und die Finanzkrise und deren Schwachpunkte berücksichtigt. Die Reformen setzen bei der Eigenkapitalbasis und auch bei den Liquiditätsvorschriften der Banken an.
Die Politik und die Gesellschaft haben seit gut 6 Jahren immer wieder neue Informationen zu diesem Thema aufzunehmen und zu verarbeiten. Wirtschaftswissenschaftler und Politiker sind sich teilweise uneins über die Kausalitätskette der sogenannten Krise und postulieren konträr zueinander verhaltende Bewältigungsstrategien.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen

2.1 Eine Chronik der Weltwirtschaftskrisen

2.2 Das Geldsystem im Überblick

2.2.1 Kurze Geschichte des Geldes

2.2.2 Auswirkungen unseres Geldsystems

2.3 Außenhandel und Globalisierung

2.3.1 Quo vadis – Globalisierung und Freihandel

2.3.2 Exportnation Deutschland

3. Die Europäische Finanzkrise und Alternativen

3.1 Verlauf und Schwerpunktanalyse

3.2 Optimierung des Status Quo

3.2.1 Begrenzung außereuropäischer Einflussnahme

3.2.2 Möglichkeiten der Schuldentilgung

3.2.3 Währungsspezifische Veränderungen

3.2.4 Die Bankbilanz als Krisenindikator

3.2.5 Insolvenzordnung für Staaten

3.2.6 Steuerliche Veränderungen

3.2.7 Bankenunion

3.3 Philosophische Systemkritik

3.3.1 Beitrag der Wirtschaftsphilosophie

3.3.2 Freiwirtschaft nach Silvio Gesell

4. Schluss

4.1 Übersicht der wichtigsten Ergebnisse

4.2 Kritische Reflexion und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Entwicklung und Schaffung des Geldes zu erläutern und die europäische Finanzkrise zu beleuchten, wobei grundlegende Sachverhalte wie das zinsbasierte Geldsystem skeptisch hinterfragt werden. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, welche fundamentalen Probleme im bestehenden Wirtschaftssystem liegen und welche Alternativen zur Optimierung des Zustands beitragen können.

  • Analyse von Weltwirtschaftskrisen und der Entwicklung des Geldsystems.
  • Untersuchung der Ursachen und Schwerpunkte der europäischen Finanzkrise.
  • Bewertung von Alternativen zur Schuldentilgung und Systemoptimierung.
  • Kritische philosophische Systembetrachtung ökonomischer Dogmen.
  • Analyse des Freihandels und der Rolle Deutschlands als Exportnation.

Auszug aus dem Buch

2.1 Eine Chronik der Weltwirtschaftskrisen

Bereits 1857 kam es zur ersten von bisher vier Weltwirtschaftskrisen. Armut, Arbeitslosigkeit und Pleite trafen die Bevölkerung schwer. Banken in den USA mussten geschlossen werden, in Großbritannien mehrere Handelshäuser Konkurs anmelden. Nach einem halben Jahrhundert Industrialisierung merkten die Menschen, welche Interdependenzen zwischen den Kontinenten herrschten. Bis nach Chile, Indonesien und Indien waren die Auswirkungen der Krise zu spüren. Ganz besonders hart traf es Hamburgs Kaufleute, da sich in den Speichern des Hafens unverkäuflich gewordene Handelswaren wie beispielsweise Kaffee, Zucker und Getreide im Wert von 500 Millionen Mark befanden.

Ihren Anfang nahm die Krise in Russland. 1856 kehrten die russischen Bauern auf den europäischen Markt zurück, als der Krimkrieg ein Ende fand. Somit konnte die amerikanischen Farmer ihr Weizen, welches sie von 1853 bis 1856 an Europa geliefert hatten, nicht mehr absetzen. Sie blieben schlichtweg auf ihrer Ernte sitzen und der Preis brach infolgedessen ein. Auslöser der Krise war der Konkurs der Ohio Life and Trust Company, welche sich beim Handel mit Anleihen für zweifelhafte Eisenbahnprojekte verspekuliert hatte.

1876 breitet sich eine Weltwirtschaftskrise zum zweiten Mal beachtlich schnell über den Globus aus. Über Budapest, Wien und Philadelphia hat sie Deutschland erreicht. Die Aktienkurse fielen in nur kurzer Zeit um 44 Prozent im Durchschnitt. Über 18.000 Unternehmen in den USA müssen Konkurs anmelden und insbesondere der Eisenbahnbau geriet ins Stocken, der das Rückgrat der Industrialisierung bildete. Als Grund für die Krise lassen sich zwei Brandherde ausmachen. Der Aufschwung in den USA, welcher durch das Ende des Bürgerkrieges ausgelöst worden ist, geht zu Ende. Auf der anderen Seite haben unter anderem die französischen Reparationszahlungen nach dem Ende des Deutsch-Französischen Krieges 1871 Börsenspekulationen angeheizt, bis 1873 diese Spekulationsblase platzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die globalen Auswirkungen der Finanzkrise ab 2007 und stellt die Forschungsfrage nach den zugrundeliegenden systemischen Problemen im Finanzwesen.

2. Grundlagen: Dieses Kapitel liefert eine historische Einordnung vergangener Weltwirtschaftskrisen und analysiert kritisch das zinsbasierte Geldsystem sowie die Zusammenhänge von Außenhandel und Globalisierung.

3. Die Europäische Finanzkrise und Alternativen: Der Hauptteil untersucht detailliert den Verlauf der europäischen Krise, analysiert Lösungsansätze wie die Bankenunion oder eine Insolvenzordnung für Staaten und integriert eine philosophische Systemkritik.

4. Schluss: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse über die Verflechtung von Schulden und Vermögen zusammen und reflektiert kritisch über die Notwendigkeit, ökonomische Probleme aus einer breiteren Perspektive zu betrachten.

Schlüsselwörter

Weltfinanzkrise, Staatsverschuldung, Schuldgeldsystem, Giralgeldschöpfung, Zinseszins, Globalisierung, Freihandel, Exportnation Deutschland, Eurokrise, Bankenunion, Rating-Agenturen, Austeritätspolitik, Parallelwährung, Finanztransaktionssteuer, Wirtschaftsphilosophie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Ursachen globaler Finanzkrisen und der europäischen Schuldenproblematik unter besonderer Berücksichtigung des bestehenden zinsbasierten Geldsystems.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themen umfassen die Geschichte des Geldes, die Mechanismen der Geldschöpfung, die Auswirkungen des Freihandels sowie Lösungsansätze für die europäische Finanzkrise.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Entwicklung des Geldes und die europäische Finanzkrise kritisch zu beleuchten, um zu hinterfragen, ob grundlegende systemische Fehler an der Misere beteiligt sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturorientierte Arbeit mit einem normativen Vorgehen, das darauf abzielt, mögliche Lösungsansätze für die untersuchten Probleme zu präsentieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die europäische Finanzkrise, analysiert den Status Quo und diskutiert Alternativen zur Schuldentilgung sowie ordnungspolitische Reformvorschläge.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Schuldgeldsystem, Giralgeldschöpfung, Zinseszins, Exportüberschüsse und Parallelwährung sind zentral für das Verständnis der Argumentation.

Warum wird das zinsbasierte Geldsystem kritisiert?

Der Autor argumentiert, dass das System des Zinseszinses zu einem exponentiellen Wachstum führt, das in einer endlichen Welt zwangsläufig in die Krise führen muss und eine Umverteilung von Fleißig zu Reich begünstigt.

Was ist das "Parallelwährungssystem" nach dem Autor?

Es ist ein Reformvorschlag, bei dem nationale Währungen neben dem Euro als parallele Zahlungsmittel existieren, um über Wechselkursanpassungen wirtschaftliche Flexibilität zu gewinnen, ohne den Euro aufzugeben.

Welche Rolle spielen die "Big Three" Rating-Agenturen?

Sie werden kritisch gesehen, da sie eine oligopolistische Macht ausüben, intransparent arbeiten und durch enge Verflechtungen zur Wall Street Interessenkonflikte provozieren.

Wie steht der Autor zur Exportstärke Deutschlands?

Er hinterfragt den Status als "Exportweltmeister" kritisch und argumentiert, dass dieser Wohlstand oft durch Lohnzurückhaltung und externe Vorleistungen erkauft wird, während die Binnenwirtschaft leidet.

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Details

Title
Weltfinanzkrisen. Zunahme der öffentlichen Verschuldung und deren Prävention und Bekämpfung
Subtitle
Retrospektive Kausalanalyse und Alternativenentwicklung am Beispiel der europäischen Finanzkrise
College
AKAD-Privathochschule Frankfurt
Grade
1,5
Author
Marc Schwalbe (Author)
Publication Year
2014
Pages
90
Catalog Number
V279090
ISBN (eBook)
9783656720171
ISBN (Book)
9783656720287
Language
German
Tags
weltfinanzkrisen zunahme verschuldung prävention bekämpfung retrospektive kausalanalyse alternativenentwicklung beispiel finanzkrise
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marc Schwalbe (Author), 2014, Weltfinanzkrisen. Zunahme der öffentlichen Verschuldung und deren Prävention und Bekämpfung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/279090
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