Im Zeitalter der Globalisierung schreitet die ökonomische, politische und gesellschaftliche Entwicklung, länderübergreifend, stark voran.
Die Liberalisierung und Abschaffung vieler Handelsschranken ist stark ausgeprägt. Ziel dieser Liberalisierung ist es den Wettbewerb international, über die Grenzen hinaus zu fördern, um so die Wohlfahrt global zu steigern.
Viele Unternehmen bilden länderübergreifende Strukturen. Sie verlagern bspw. Teile ihres Unternehmens in das Ausland. Des Weiteren ist die Globalisierung durch zahlreiche internationale Akquisitionen und Fusionen geprägt, wie beispielsweise die Fusion der beiden Automobilkonzerne Daimler Benz und Chrysler 1998.
Diese Ausdehnung der internationalen Zusammenarbeit, bringt Risiken für den internationalen Wettbewerb mit sich. Die stark voranschreitenden supranationalen Verflechtungen vieler Unternehmen und die dadurch resultierenden Wettbewerbsbeeinträchtigungen, gleichzeitig die Gewissheit, dass es derzeit keine standardisierten und vollzugsberechtigten internationalen Wettbewerbsregeln gibt, eröffnet die Frage: Brauchen wir ein Weltkartellamt?
Diese Hausarbeit wird sich auf die durch die Globalisierung ausgelösten Effekte auf den Wettbewerb konzentrieren und analysieren, ob die Durchsetzung eines Weltkartellamtes möglich und von Nutzen ist. Darüber hinaus werden weitere Strategien gegen internationale Wettbewerbsbeschränkungen erläutert, die möglicherweise die internationale Wettbewerbspolitik verbessern würden.
Kapitel zwei gibt einen Überblick von wettbewerbsbeschränkenden Praktiken, um dem Leser ein besseres Verständnis über dieses komplexe Thema zu geben.
Kapitel drei erläutert die Grundzüge des internationalen Wettbewerbs und zeigt die Möglichkeiten der internationalen Wettbewerbspolitik auf.
Schließlich greift Kapitel Vier diese Möglichkeiten auf und veranschaulicht auf diesen Gedanken basierende Strategien, welche potentielle Lösungsmöglichkeiten internationaler Wettbewerbsprobleme sind.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Überblick der wettbewerbsbeschränkenden Praktiken
- Das Kartell
- Ausnutzung von Marktmacht
- Externes Unternehmenswachstum
- Grundzüge internationaler Wettbewerbspolitik
- Die extraterritoriale Anwendung nationalem Kartellsrechts
- Multilaterale Abkommen nationaler Kartellbehörden
- Schaffung internationaler Wettbewerbsregeln
- Anwendung und Lösungsmöglichkeiten internationaler Wettbewerbspolitik
- Wettbewerbsschutz vs. Verzicht auf Wettbewerbsschutz
- Strategie 1: Die Schaffung einer internationalen Wettbewerbsordnung
- Strategie 2: Harmonisierung von nationalen Wettbewerbsregeln
- Strategie 3: Die Schaffung eines internationalen Verfahrensrechts
- Fazit und Empfehlungen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit befasst sich mit der Frage, ob ein Weltkartellamt zur Verbesserung der internationalen Wettbewerbspolitik notwendig ist. Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der Globalisierung auf den Wettbewerb und untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen der Durchsetzung eines Weltkartellamtes. Darüber hinaus werden alternative Strategien zur Bekämpfung internationaler Wettbewerbsbeschränkungen beleuchtet.
- Auswirkungen der Globalisierung auf den internationalen Wettbewerb
- Notwendigkeit und Machbarkeit eines Weltkartellamtes
- Alternative Strategien zur Verbesserung der internationalen Wettbewerbspolitik
- Wettbewerbsbeschränkende Praktiken im globalen Kontext
- Grundzüge des internationalen Wettbewerbsrechts
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel Zwei bietet einen Überblick über verschiedene wettbewerbsbeschränkende Praktiken, wie beispielsweise Kartelle und die Ausnutzung von Marktmacht. Kapitel Drei beleuchtet die Grundzüge der internationalen Wettbewerbspolitik und diskutiert die extraterritoriale Anwendung nationalen Kartellsrechts, multilaterale Abkommen und die Schaffung internationaler Wettbewerbsregeln. Kapitel Vier geht auf verschiedene Strategien zur Lösung internationaler Wettbewerbsprobleme ein, darunter die Schaffung einer internationalen Wettbewerbsordnung, die Harmonisierung von nationalen Wettbewerbsregeln und die Einrichtung eines internationalen Verfahrensrechts.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den zentralen Themen der internationalen Wettbewerbspolitik, einschließlich Globalisierung, Wettbewerbsschutz, Kartelle, Marktmacht, extraterritoriale Anwendung des Kartellsrechts, multilaterale Abkommen, internationale Wettbewerbsregeln, Harmonisierung, Verfahrensrecht und der Frage der Notwendigkeit eines Weltkartellamtes. Die Arbeit beleuchtet die Herausforderungen und Chancen, die sich aus der wachsenden internationalen Verflechtung von Unternehmen und Märkten für die Wettbewerbspolitik ergeben.
Häufig gestellte Fragen
Warum wird die Forderung nach einem Weltkartellamt laut?
Durch die Globalisierung agieren Unternehmen zunehmend länderübergreifend. Da es keine standardisierten, weltweit vollzugsberechtigten Wettbewerbsregeln gibt, entstehen Risiken durch internationale Kartelle und Fusionen.
Was sind typische wettbewerbsbeschränkende Praktiken im globalen Kontext?
Dazu zählen internationale Kartellbildungen, das Ausnutzen von Marktmacht durch supranationale Konzerne sowie wettbewerbsbehinderndes externes Unternehmenswachstum durch Fusionen und Akquisitionen.
Was bedeutet die „extraterritoriale Anwendung“ von Kartellrecht?
Dies beschreibt den Versuch nationaler Behörden, ihr eigenes Wettbewerbsrecht auch auf Sachverhalte anzuwenden, die im Ausland stattfinden, aber Auswirkungen auf den heimischen Markt haben.
Welche Strategien gibt es außer einem Weltkartellamt?
Diskutiert werden die Harmonisierung nationaler Wettbewerbsregeln, multilaterale Abkommen zwischen Kartellbehörden und die Schaffung eines internationalen Verfahrensrechts.
Ist die Durchsetzung eines Weltkartellamtes realistisch?
Die Arbeit analysiert die Machbarkeit und den Nutzen kritisch und wägt ab, ob globale Regeln politisch durchsetzbar sind oder ob kooperative Ansätze nationaler Behörden effektiver wären.
- Quote paper
- Axel Brosey (Author), 2002, Brauchen wir ein Weltkartellamt? Internationale Wettbewerbspolitik im Zeitalter der Globalisierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/27851