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Pantomimische Interpretation im Kunstunterricht der Sekundarstufe I

Title: Pantomimische Interpretation im Kunstunterricht der Sekundarstufe I

Research Paper (undergraduate) , 2014 , 24 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Lisa Spitze (Author)

Pedagogy - Art education

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Im Rahmen eines handlungsorientierten Unterrichts findet das szenische Spiel zumeist Anwendung im Fachbereich Deutsch zugunsten des Textverstehens. Auch der Gebrauch von Pantomime im Fremdsprachenunterricht zum Vorteil einer vorerst körperlich statt sprachlicher Annäherung wird immer häufiger angetroffen. Kramer betont den Vorteil der Pantomime im pädagogischen Theaterspiel, der darin liege, dass besonders Schüler und Schülerinnen mit eingeschränkten verbalen Mitteln neue Ausdrucksmöglichkeiten erhielten. Dieser Aspekt hat im Rahmen eines differenzierten Unterrichts entsprechend der Heterogenität einer Schulklasse besondere Relevanz. Somit können gerade Kinder und Jugendliche mit sprachlichen Schwierigkeiten, insbesondere Deutsch als Zweit- oder Fremdsprache Lernende, von der Methodik der Pantomime im Schulunterricht profitieren.
Der Einsatz von Pantomime im Kunstunterricht findet allerdings keine Berücksichtigung, trotz der Kongruenz von Bildender Kunst, Ästhetik und Formen des Theaters. Auch dass im Kunstunterricht neben handwerklicher Gestaltung, sprachlicher Ausdruck erforderlich ist, wird zumeist außer Acht gelassen. Dabei bedarf es insbesondere im Rahmen einer künstlerischen Reflexion, im Sinne einer überdenkenden Distanz zum eigenen oder fremden Werk, verbaler Kommunikation.
Aus diesem Grund beschäftigt sich die hier vorliegende Arbeit mit der Anwendung der Pantomime im Kunstunterricht am Beispiel einer Unterrichtsstunde zum Thema der Werkinterpretation in der Sekundarstufe I.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Lernvoraussetzungen

3. Einordnung und Beschreibung der geplanten Stunde im Rahmen der Einheit

4. Sachanalyse

5. Didaktische Analyse

6. Methodische Analyse

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel der Arbeit ist es, die Anwendung der Pantomime als innovative Methode zur Werkinterpretation im Kunstunterricht der Sekundarstufe I zu konzipieren, theoretisch zu begründen und praktisch in einer Unterrichtseinheit umsetzbar zu machen.

  • Integration von szenischem Spiel und nonverbaler Kommunikation in den Kunstunterricht.
  • Vertiefung der Bildkompetenz durch körperlich-subjektive Aneignung von Kunstwerken.
  • Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und sozialen Kompetenz durch Rollenübernahme.
  • Übertragung theoretischer kunstpädagogischer Ansätze in die Unterrichtspraxis.
  • Stärkung der Selbstständigkeit von Schülerinnen und Schülern bei interpretatorischen Prozessen.

Auszug aus dem Buch

Sachanalyse

Ein Kunstwerk setzt sich nach Panofsky (1975, S.8ff) aus drei Ebenen zusammen: „1. Primäres oder natürliches Sujet [...], 2. Sekundäres oder konventionales Sujet“ und „3. Eigentliche Bedeutung oder Gehalt“. Zum besseren Verständnis soll dies anhand eines der für die Unterrichtsstunde ausgewählten Bildbeispiele aufgezeigt werden:

Der hier dargestellte Bildausschnitt stammt aus dem Gemälde „Arnolfini-Hochzeit“ von Jan van Eyck (1434) (siehe Anhang). Unabhängig davon, ob den Schülern und Schülerinnen der Titel des Bildes bekannt ist, können Symbole wie die einzelne Kerze hilfreich für die vorerst gedankliche Interpretation und schließlich deren pantomimische Umsetzung sein. Im ersten Interpretationsschritt, der vorikonographischen Beschreibung nach Panofsky (1975, S.12), identifiziert man den abgebildeten Gegenstand als Kerze (das primäre beziehungsweise natürliche Sujet). Anschließend schreibt man diesem erkannten Objekt innerhalb der ikonographischen Analyse (vgl. ebd., S.9) seine subjektive Bedeutung zu, welche in diesem Fall aufgrund der Situierung der Kerze in einem Hängeleuchter und einem Raum als Lichtquelle (sekundäres oder konventionales Sujet) definiert werden kann.

Letztlich wird mittels der ikonologischen Interpretation „die eigentliche Bedeutung oder Gehalt“ (ebd., S.10) des Objekts festgestellt. Diese kann nur in der Verbindung werkimmanenter und werktranszendenter Informationen vorgenommen werden. In diesem Beispiel muss berücksichtigt werden, dass es sich um eine dargestellte Hochzeitssituation handelt und dass es einige christlich-religiöse Symbole im Bild gibt (beispielsweise die Gebetskette und der Besen als Anlehnung an „die Aufforderung zu einem christlich geführten Leben ˏora et laboraˊ (lat. = bete und arbeite)“ (Loffredo 2009, S.12), die Gravur des Spiegelrahmens, welcher Lebensstationen Jesus zeigt oder die Äpfel, welche an Adam und Eva erinnern). Diese immanenten Informationen können nun für die transzendente Einordnung genutzt werden. In diesem Fall wird damit auch der einzelnen Kerze eine christlich-religiöse Bedeutung zugesprochen als Symbol für die Erleuchtung oder auch Jesus, „das Licht der Welt“ (Joh 12, 8).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung begründet die Relevanz der Pantomime im Kunstunterricht und stellt die Forschungsfrage zur Anwendung dieser Methode in einer Unterrichtsstunde der Sekundarstufe I.

2. Lernvoraussetzungen: Das Kapitel erläutert die entwicklungspsychologischen Grundlagen von Zehntklässlern und betont die notwendige positive Grundstimmung sowie Konzentrationsfähigkeit für das szenische Spiel.

3. Einordnung und Beschreibung der geplanten Stunde im Rahmen der Einheit: Hier wird der Kontext der Unterrichtsreihe skizziert und die methodische Anknüpfung an bestehendes Vorwissen der Lernenden aus anderen Schulfächern beschrieben.

4. Sachanalyse: Dieses Kapitel verknüpft die kunsthistorischen Interpretationsebenen nach Panofsky mit den Anforderungen an eine pantomimische Umsetzung anhand konkreter Kunstwerke.

5. Didaktische Analyse: Die Analyse ordnet das Vorhaben in das Kerncurriculum ein und zeigt die exemplarische Bedeutung für die Entwicklung von Bildkompetenz und Persönlichkeit auf.

6. Methodische Analyse: Hier werden die unterrichtlichen Schritte, von der Sitzordnung bis zur Kleingruppenarbeit, methodisch-didaktisch begründet und reflektiert.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht den hohen pädagogischen Wert der Pantomime zur Förderung von Identitätsbildung und sozialen Kompetenzen.

Schlüsselwörter

Pantomime, Kunstunterricht, Werkinterpretation, Bildkompetenz, Sekundarstufe I, Nonverbale Kommunikation, Szenisches Spiel, Rollenkarten, Panofsky, Identitätsentwicklung, Handlungsortientierung, Bildanalyse, Didaktik, Körperbewusstsein, Ästhetische Bildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Pantomime als Methode im Kunstunterricht der Sekundarstufe I eingesetzt werden kann, um eine lebendige und tiefgreifende Interpretation von Kunstwerken zu ermöglichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Anwendung von nonverbaler Kommunikation, die didaktische Einordnung der Bildinterpretation nach Panofsky und die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung durch szenische Rollenspiele.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erstellung eines praxisnahen Unterrichtsentwurfs, der zeigt, wie Schüler durch den Verzicht auf verbale Sprache eine tiefere Verbindung zu den dargestellten Inhalten in einem Kunstwerk aufbauen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch entwicklungspsychologische Ansätze und didaktische Fachmethoden, die in einem Entwurf für eine konkrete Unterrichtsreihe münden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Sachanalyse der Kunstwerke, die curriculare didaktische Einordnung und eine detaillierte methodische Analyse der geplanten Unterrichtsstunden durchgeführt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Pantomime, Werkinterpretation, Bildkompetenz, nonverbale Kommunikation, szenisches Spiel und ästhetische Bildung.

Warum spielt das Modell von Panofsky eine so zentrale Rolle?

Panofskys Drei-Ebenen-Modell dient dazu, Kunstwerke systematisch von der bloßen Betrachtung zur tieferen, kontextbezogenen Bedeutung zu führen, was die Grundlage für eine fundierte pantomimische Darstellung bildet.

Wie werden leistungsunterschiedliche Gruppen berücksichtigt?

Das Konzept sieht vor, dass leistungsstärkere Schüler Rollenkarten selbst erarbeiten, während schwächere Schüler auf vorgefertigte Profile zurückgreifen können, um die Binnendifferenzierung zu gewährleisten.

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Details

Title
Pantomimische Interpretation im Kunstunterricht der Sekundarstufe I
College
Leuphana Universität Lüneburg
Grade
1,3
Author
Lisa Spitze (Author)
Publication Year
2014
Pages
24
Catalog Number
V278241
ISBN (eBook)
9783656710899
ISBN (Book)
9783656711841
Language
German
Tags
pantomimische interpretation kunstunterricht sekundarstufe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lisa Spitze (Author), 2014, Pantomimische Interpretation im Kunstunterricht der Sekundarstufe I, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/278241
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