In der heutigen Zeit ist jeder, der sich Kaufmann nennt oder sich als solcher ausgibt, zu der Einhaltung bestimmter Gesetzte verpflichtet. Somit müssen diese nach § 238 Handelsgesetzbuch (HGB) eine Buchführung und nach § 242 Handelsgesetzbuch eine jährlichen Bilanz erstellen. Das dient zur Dokumentation, Rechenschaftslegung, Information, Kontrolle und Disposition.
Diese Arbeit beschreibt den Weg von Erfolgs- und Bestandskonten, bis hin zur Gewinn- und Verlustrechnung und zur abschließenden Bilanz. Eine Beispielaufgabe, in der verschiedene Geschäftsfälle gebucht werden, verdeutlich die aufgeführten Aspekte zusätzlich.
Inhaltsverzeichnis
1 Die Bilanz
2 Aufbau einer Bilanz
3 Bestandskonten
4 Erfolgskonten
5 Gewinn- und Verlustkonto
6 Von der Eröffnungs- bis zur Schlussbilanz
7 Aufgabe
Zielsetzung und Themenbereiche
Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, die grundlegenden Mechanismen des externen Rechnungswesens mit Fokus auf die Bilanzierung und die laufende Buchführung zu erläutern und praxisnah darzustellen.
- Gesetzliche Grundlagen und Dokumentationspflichten der Bilanzierung
- Struktureller Aufbau und logische Systematik von Bilanzen
- Methodik der doppelten Buchführung auf Bestands- und Erfolgskonten
- Prozessablauf von der Eröffnungsbilanz bis zur Schlussbilanz
Auszug aus dem Buch
2 Aufbau einer Bilanz
Die Bilanz ist die Kurzfassung des Inventars in Kontenform. Sie ermöglicht es auf einen Blick das Verhältnis von Vermögen und Schulden im Unternehmen zu erkennen. Sowie die Herkunft des Kapitals und deren Verwendung.
Eine Bilanz wird als sogenanntes T- Konto aufgebaut. Die Bezeichnung T- Konto stammt aus der Ähnlichkeit mit einem T. Sie hat zwei Seiten, die wie bei einer Wage immer im Gleichgewicht sein müssen.
Die linke Seite der Bilanz ist die Aktivseite, das Aktiva, hier wird das Vermögen aufgezeigt. Das Vermögen wird untergliedert in Anlagevermögen und Umlaufvermögen. Die Posten der Vermögensformen werden nach Flüssigkeit sortiert, das heißt wie schnell sich die Teile des Vermögens wieder veräußern lassen. Begonnen wird mit der Position die am wenigsten flüssig ist, den Grundstücken und Bauten. Die rechte Seite der Bilanz ist die Passivseite, das Passiva, hier wird das Kapital aufgeschlüsselt in Eigenkapital und Fremdkapital. Die Posten der Vermögensquelle sind nach Fälligkeit geordnet. Zu Beginn steht das Eigenkapital, welches, da es dem eigenen Besitz entspricht, nicht fällig werden kann. Danach wird das Fremdkapital nach Fälligkeit aufgelistet. Am Anfang stehen die Hypothekenschulden, diese sind meist erst nach mehreren Jahren fällig.
Das Aktiva gibt also Auskunft über die Mittelverwendung und das Passiva gibt Auskunft über die Mittelherkunft des Unternehmens. Das Eigenkapital bildet den Ausgleich der beiden Seiten, denn sämtliches Vermögen das im Unternehmen vorhanden ist und nicht aus Fremdkapital stammt gehört folglich zum Eigenkapital. So das die Summe des Aktiva und Passiva immer gleich hoch ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Die Bilanz: Einführung in die gesetzlichen Pflichten zur Buchführung und die Erstellung des Inventars als Grundlage für die Bilanz.
2 Aufbau einer Bilanz: Erläuterung der T-Konten-Form sowie die Unterscheidung zwischen Aktiva (Mittelverwendung) und Passiva (Mittelherkunft).
3 Bestandskonten: Darstellung der Systematik von Geschäftsvorfällen und der Buchung auf T-Konten unter Anwendung der doppelten Buchführung.
4 Erfolgskonten: Erklärung der Unterkonten des Eigenkapitals, die den Erfolg in Form von Aufwendungen und Erträgen abbilden.
5 Gewinn- und Verlustkonto: Beschreibung des Abschlusses der Erfolgskonten und der Ermittlung des Unternehmenserfolgs.
6 Von der Eröffnungs- bis zur Schlussbilanz: Überblick über den buchhalterischen Prozess von der Eröffnung der Konten zu Beginn des Geschäftsjahres bis zum Abschluss am Jahresende.
7 Aufgabe: Praktische Anwendung der Buchungssätze anhand konkreter Geschäftsbeispiele.
Schlüsselwörter
Bilanz, Inventar, doppelte Buchführung, Bestandskonten, Erfolgskonten, Aktivseite, Passivseite, Anlagevermögen, Umlaufvermögen, Eigenkapital, Fremdkapital, Gewinn- und Verlustkonto, Buchungssatz, Jahresabschluss, Rechnungswesen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Grundlagen des externen Rechnungswesens, speziell den Aufbau und die Funktionsweise von Bilanzen sowie die laufende Buchführung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Kernpunkten gehören die Inventur, die Systematik der Bilanzierung, das Buchungsverhalten auf Bestandskonten und die Erfolgsermittlung.
Welches Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, das Verständnis für die Bilanzstruktur und den logischen Ablauf der doppelten Buchführung zur Dokumentation von Unternehmensaktivitäten zu vermitteln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine deskriptive Methode angewandt, die auf rechtlichen Grundlagen (HGB) und betriebswirtschaftlichen Buchführungsregeln basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung von Inventar und Bilanz, die Funktionsweise von Bestands- und Erfolgskonten sowie den Prozess der Bilanzierung vom Anfang bis zum Ende des Geschäftsjahres.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Bilanz, doppelte Buchführung, Kontensystematik, Eigenkapital, Erfolgskonten und Jahresabschluss.
Was unterscheidet aktive von passiven Bestandskonten?
Aktive Bestandskonten erfassen das Vermögen und buchen Zugänge im Soll; passive Bestandskonten erfassen Schulden und buchen Zugänge im Haben.
Wie wird der Erfolg eines Unternehmens ermittelt?
Der Erfolg wird durch Gegenüberstellung von Aufwendungen und Erträgen im Gewinn- und Verlustkonto ermittelt, wobei ein Überschuss an Erträgen einen Gewinn und ein Überschuss an Aufwendungen einen Verlust darstellt.
- Arbeit zitieren
- Ingenieurin Jeannette Lichey (Autor:in), 2013, Die Bilanz im externen Rechnungswesen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/278128