In der vorliegenden Hausarbeit geht es um die Einstellungsunterschiede in den Bereichen Hygienebewusstsein, Zukunftsangst, Verantwortungsbewusstsein und Zufriedenheit mit der privaten Lebenssituation zwischen Eltern und Kinderlosen. Als Eltern gelten in diesem Fall alle Personen, die in ihrem bisherigen Leben mindestens einmal Mutter bzw. Vater waren. Es konnten keine Einstellungsunterschiede festgestellt werden.
Mittels Fragebogen wurden die zwei Untersuchungsgruppen Eltern und Kinderlose parallel zu ihren Einschätzungen befragt. Die Ergebnisse von insgesamt 40 Teilnehmern, gleichmäßig aufgeteilt auf die beiden Gruppen, werden zur Bewertung herangezogen. Zu jedem der vier genannten Einstellungsbereiche beantworteten die Teilnehmer jeweils fünf Fragen. Die Ergebnisse werden auf einer fünfstufigen Likert-Skala erhoben.
Eine abschließende, kritische Betrachtung der Arbeit zeigt, dass ein repräsentatives Ergebnis eine größere Zufallsstichprobe erfordert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung und Hypothesen
1.1 Definition
1.2 Einstellungen und Handlungen
1.3 Bedeutung für Alltag, Wirtschaft und Wissenschaft
1.4 Hypothesen
2 Methoden
2.1 Fragebogen
2.2 Teilnehmer
2.3 Berechnungen
3 Ergebnisse
3.1 Kennwerte der Untersuchung
3.2 Überprüfung der Hypothesen
3.3 Zusammenhang Gruppenzugehörigkeit und Geschlecht
3.4 Zusammenhang Gruppenzugehörigkeit und Alter
3.5 Alter und Geschlecht der Teilnehmer
4 Diskussion der Ergebnisse
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, ob signifikante Unterschiede in den Einstellungen zwischen Eltern und Kinderlosen existieren, wobei insbesondere die Bereiche Verantwortungsbewusstsein, Zukunftsangst, Hygienebewusstsein und Lebenszufriedenheit analysiert werden.
- Vergleich von Einstellungen zwischen Eltern und Kinderlosen
- Messung von Verantwortungsbewusstsein und Zukunftsangst
- Einfluss von Lebensumständen auf das Hygienebewusstsein
- Analyse der Lebenszufriedenheit in verschiedenen sozialen Gruppen
- Methodische Anwendung einer Online-Befragung mit Likert-Skalen
Auszug aus dem Buch
1.2 Einstellungen und Handlungen
Nach Asendorpf (2011) lässt sich das Verhalten einer Person begrenzt aus den expliziten und impliziten Einstellungen vorhersagen. Somit bestimmen unsere Einstellungen also unser Verhalten, sowie unser Denken. Myers (2008) beschreibt zudem, dass unsere Einstellung unter bestimmten Voraussetzungen unsere Handlungen beeinflussen kann. Die Voraussetzung hierfür ist, dass andere Einflüsse gering sind. So lässt zum Beispiel sozialer Druck die Bindung zwischen Einstellung und Handlung schwächer werden und wir handeln aus einem Gruppenzwang heraus gegen unsere Einstellungen.
Weiterhin zeigt Myers (2008) auf, dass Handlungen genauso unsere Einstellungen beeinflussen können. Es besteht also eine Wechselwirkung zwischen Einstellungen und Handlungen. Myers (2008) verdeutlicht diese Wechselwirkung durch die Foot-in-the-door Technik und das Rollenverhalten. Bei der Foot-in-the-door Technik werden Personen zunächst um kleinere und eher unbedeutende Handlungen gebeten. Nach und nach werden diese Bitten ausgebaut, bis diese Personen Handlungen vollziehen, die entgegen ihre ursprünglichen Einstellungen sind. Dabei ist zu beobachten, dass die Personen schleichend ihre Einstellungen an ihren Handlungen anpassen, indem sie ihren eigenen Worten oder ihrem eigenen Verhalten Glauben schenken.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung und Hypothesen: Dieses Kapitel definiert den Einstellungsbegriff, erläutert die Wechselwirkung zwischen Einstellungen und Handlungen und formuliert die zentralen Unterschiedshypothesen für die Untersuchung.
2 Methoden: Hier wird das korrelative Untersuchungsdesign vorgestellt, der Aufbau des Online-Fragebogens beschrieben und die Vorgehensweise bei der Selektion der 40 Studienteilnehmer erläutert.
3 Ergebnisse: Dieser Abschnitt präsentiert die statistischen Kennwerte der erhobenen Daten, prüft die aufgestellten Hypothesen mittels deskriptiver Statistik und untersucht Zusammenhänge mit Variablen wie Geschlecht und Alter.
4 Diskussion der Ergebnisse: Das abschließende Kapitel reflektiert die Resultate, merkt die Limitationen aufgrund der kleinen Stichprobengröße an und bewertet die Aussagekraft der Ergebnisse für die Zielpopulation.
Schlüsselwörter
Einstellungen, Eltern, Kinderlose, Verantwortungsbewusstsein, Zukunftsangst, Hygienebewusstsein, Lebenszufriedenheit, Fragebogen, Likert-Skala, Korrelation, Sozialpsychologie, Stichprobe, Datenerhebung, deskriptive Statistik, Rollenverhalten
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit untersucht, ob Personen mit Kindern (Eltern) sich in bestimmten psychologischen Einstellungsbereichen von kinderlosen Personen unterscheiden.
Welche zentralen Themenfelder werden in der Studie behandelt?
Die Untersuchung fokussiert sich auf die vier Bereiche Hygienebewusstsein, Zukunftsangst, Verantwortungsbewusstsein sowie die allgemeine Lebenszufriedenheit.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist die empirische Überprüfung, ob die Elternrolle einen messbaren Einfluss auf die expliziten Einstellungen der Probanden hat.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wurde ein rein korrelatives Untersuchungsdesign gewählt, bei dem quantitative Daten mittels eines Online-Fragebogens und unter Verwendung von 5-stufigen Likert-Skalen erhoben wurden.
Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig diskutiert?
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Hypothesen, die Beschreibung der methodischen Vorgehensweise bei der Online-Befragung sowie die detaillierte Darstellung und Auswertung der statistischen Ergebnisse.
Welche Charakteristika definieren diese Arbeit?
Die Arbeit zeichnet sich durch ihren deskriptiv-statistischen Ansatz, die bewusste Eingrenzung auf 40 Probanden und die kritische Auseinandersetzung mit methodischen Limitationen aus.
Warum konnte kein signifikanter Einstellungsunterschied gefunden werden?
Die Mittelwertunterschiede zwischen den Gruppen waren insgesamt zu gering, was darauf hindeutet, dass die aufgestellten Alternativhypothesen nicht durch die vorliegenden Daten gestützt werden.
Welche Rolle spielt das Alter der Teilnehmer für die Ergebnisse?
Es konnte ein positiver Zusammenhang zwischen dem Alter der Teilnehmer und der Elternschaft festgestellt werden, was bedeutet, dass ältere Probanden innerhalb der Stichprobe eher dazu neigen, Kinder zu haben.
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- Sandra Hoeboer (Author), 2014, Die Denkweisen von Eltern und Kinderlosen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/278097