In dieser Arbeit wird das DFB-Konzept „Talente fordern und fördern“ vorgestellt. Zunächst wird auf die Hintergründe eingegangen, in denen verdeutlicht wird, wie es zu diesem Konzept gekommen und wer dafür verantwortlich ist. Im Anschluss werden dann die drei Säulen des Konzepts, in dem die Spezialförderung innerhalb des Talentförderprogramms den Schwerpunkt bildet, vorgestellt. Auch das erst im Jahr 2002 einsetzende DFB-Talentförderprojekt wird bereits erläutert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Hintergründe
3. Die drei Bereiche des Konzepts „Talente fordern und fördern“
3.1 Juniorennationalmannschaften
3.2 Nachwuchszentren in den Lizenzvereinen
3.3 Das DFB-Talentförderprogramm
3.3.1 Die Talentsichtung
3.3.2 Die Spezialförderung
3.3.2.1 Die Spieler
3.3.2.2 Das Training
3.3.2.3 Die Trainer
3.3.2.4 Statistische Angaben
4. DFB-Talentförderprojekt
5. Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit analysiert das Nachwuchskonzept des DFB mit dem Titel „Talente fordern und fördern“. Das primäre Ziel besteht darin, die Notwendigkeit, Entstehung und Struktur dieses Förderkonzepts darzulegen, wobei insbesondere das Talentförderprogramm und die Rolle der Spezialförderung für junge Spieler beleuchtet werden.
- Historische Hintergründe der deutschen Nachwuchsförderung
- Die drei strategischen Säulen der DFB-Talentförderung
- Struktur und methodische Schwerpunkte des Talentförderprogramms
- Die Bedeutung der Spezialförderung für 13- bis 17-jährige Spieler
- Ausblick auf das weiterführende DFB-Talentförderprojekt
Auszug aus dem Buch
3.3.2.2 Das Training
Pro Jahr sind in etwa 25 Trainingseinheiten für jede Trainingsgruppe geplant. Die Trainingseinheiten finden jeweils am Montag statt und dauern in der Regel 70-80 Minuten. Durch die relativ kleinen Trainingsgruppen ist das Training wesentlicher intensiver und effektiver, da jedem Spieler speziellere Anweisungen gegeben werden können. Bei der Umsetzung des Trainings wird in erster Linie auf „(...) die Verbesserung der technischen Fähigkeiten sowie die Verfeinerung der Bewegungsabläufe und individualtaktischen Handlungsweisen“ (DFB 1999, 1.10) Wert gelegt. Die Spieler sollen darüber hinaus Selbstverantwortung für ihre persönliche Ausbildung und das sportliche Weiterkommen übernehmen. Die Trainer geben den Spielern Übungsanregungen mit nach Hause. Diese sind auf ihr persönliches Können abgestimmt und sollen entweder daheim oder im Vereinstraining umgesetzt werden (vgl. ebd.). Das Hauptaugenmerk liegt auf der individuellen Ausbildung der Spieler. Mannschaftstaktische Schwerpunkte werden nicht gesetzt. Ganz bewusst sind im Rahmen der Spezialförderung auch keine Spiele gegen andere Mannschaften oder Stützpunkte vorgesehen (vgl. WEISE/ SCHOTT 1999, S. 67).
Die Trainingsabschnitte bauen systematisch aufeinander auf, wobei das Hauptaugenmerk auf den folgenden fünf Bereichen liegt:
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Stellenwert des Junioren-Fußballs und begründet die Notwendigkeit des Projekts „Talente fordern und fördern“.
2. Hintergründe: In diesem Kapitel werden die historischen Versäumnisse und die strukturellen Reformbemühungen der 1990er Jahre dargestellt, die zur Einführung des neuen Förderkonzepts führten.
3. Die drei Bereiche des Konzepts „Talente fordern und fördern“: Dieses Kapitel beschreibt das Zusammenwirken von Juniorennationalmannschaften, Nachwuchszentren in Lizenzvereinen und dem DFB-Talentförderprogramm.
3.1 Juniorennationalmannschaften: Der Fokus liegt auf der Betreuung, den gemeinsamen Trainingslagern und der systematischen Spielbeobachtung innerhalb der Auswahlmannschaften.
3.2 Nachwuchszentren in den Lizenzvereinen: Hier wird erläutert, wie der DFB Mindestanforderungen an die Nachwuchsförderung der Profivereine stellt und die Zusammenarbeit mit Schulen forciert.
3.3 Das DFB-Talentförderprogramm: Das Kapitel detailliert die Talentsichtung und die Spezialförderung, welche deutschlandweit flächendeckend Talente außerhalb der großen Ballungszentren unterstützen.
3.3.1 Die Talentsichtung: Es werden die Aufgaben der Landesverbände bei der frühen Identifikation von Talenten in der Altersklasse der 11- bis 12-Jährigen beschrieben.
3.3.2 Die Spezialförderung: Der Fokus liegt auf der individuellen Ausbildung von 13- bis 17-jährigen Talenten in regionalen Stützpunkten.
3.3.2.1 Die Spieler: Dieses Kapitel beschreibt die Zusammensetzung der Trainingsgruppen und die Kriterien für die Aufnahme in den Kader.
3.3.2.2 Das Training: Es werden die methodischen Ziele, die Trainingshäufigkeit und die fünf zentralen Trainingsschwerpunkte im DFB-Stützpunkttraining erläutert.
3.3.2.3 Die Trainer: Hier wird die Qualifikation, die Auswahl und die spezifische Rolle der Stützpunkttrainer als Ausbilder thematisiert.
3.3.2.4 Statistische Angaben: Dieses Kapitel liefert Zahlen zu Standorten, Trainern, Förderzahlen und dem Anforderungsprofil der Stützpunkte.
4. DFB-Talentförderprojekt: Es wird die geplante Ausweitung des Konzepts auf jüngere Jahrgänge und die damit verbundene qualitative sowie quantitative Aufstockung der Ressourcen beschrieben.
5. Schlussbetrachtung: Das Fazit bewertet den Erfolg der praktischen Umsetzung des Konzepts und betont die langfristige Bedeutung der Trainerausbildung.
Schlüsselwörter
DFB, Nachwuchsförderung, Talentförderung, Spezialförderung, Talentsichtung, Stützpunkt, Juniorennationalmannschaft, Nachwuchszentrum, Lizenzverein, Individualtraining, Trainingskonzept, Fußball, Ausbildung, Jugendtrainer, Talentidentifikation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das DFB-Konzept „Talente fordern und fördern“, das darauf abzielt, die Nachwuchsarbeit in Deutschland strukturell zu verbessern und Talente gezielter zu identifizieren und auszubilden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zu den zentralen Themen gehören die historischen Hintergründe der Talentförderung, die Zusammenarbeit zwischen DFB und Landesverbänden sowie die methodische Ausgestaltung des Trainings in Stützpunkten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, das dreisäulige Förderkonzept des DFB detailliert vorzustellen und aufzuzeigen, wie durch dieses Programm eine leistungsorientierte Förderung von Jugendlichen ermöglicht wird.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Der Autor stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, offizielle DFB-Publikationen sowie eigene Erfahrungen und Beobachtungen im Rahmen der Stützpunktarbeit.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die drei Säulen des Konzepts: die Arbeit in Juniorennationalmannschaften, die Strukturen in den Nachwuchszentren der Lizenzvereine und das spezifische DFB-Talentförderprogramm.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Talentförderung, Spezialförderung, Stützpunkttraining, Talentsichtung und Nachwuchsförderung charakterisiert.
Warum spielt die individuelle Förderung im DFB-Konzept eine so zentrale Rolle?
Die individuelle Förderung ist essenziell, da im Stützpunkttraining kein Mannschaftsspielbetrieb stattfindet; das Hauptaugenmerk liegt somit rein auf der Verbesserung technischer und taktischer Fertigkeiten des Einzelnen.
Wie unterscheidet sich das DFB-Talentförderprojekt von dem bestehenden Stützpunkttraining?
Das neue DFB-Talentförderprojekt erweitert das bestehende System insbesondere um die Altersbereiche der D-Junioren (U11/U12), um den Entwicklungsdrang im Kindesalter früher zu nutzen.
Welche Bedeutung haben die Landesverbände bei der Umsetzung des Konzepts?
Die Landesverbände sind insbesondere für die Talentsichtung der 11- bis 12-Jährigen zuständig und fungieren als wichtiger Partner bei der Auswahl und Qualifizierung der Stützpunkttrainer.
Was ist das Hauptaugenmerk der "Spezialförderung"?
Das Hauptaugenmerk liegt darauf, talentierte Jugendliche aus strukturschwachen Regionen, die keinen direkten Zugriff auf die Nachwuchsleistungszentren der Bundesligisten haben, systematisch zu fördern.
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- Mirko Friedrich (Author), 2001, Das DFB-Nachwuchs-Konzept "Talente fordern und fördern", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/277960