Darstellung der Philosophie des Geldes anhand der Entwicklung des Wertes, der Doppelrolle des Geldes und den Auswirkungen der Geldwirtschaft auf den Menschen.
Vorbereitung für mündliche Prüfung (Vordiplom)
Inhaltsverzeichnis
1. Grundsätzliche Bestimmung des Wertes eines Objekts durch ein subjektives Urteil
1.1 Der ökonomisch relevante Wert ergibt sich erst im Tausch
1.2. Das Geld entspricht einem Symbol für den im Tausch ermittelten Wert
2. Die Doppelrolle des Geldes in der Geldwirtschaft
3. Möglichkeit der Wertkonstanz des Geldes beruht auf seiner Funktion innerhalb und außerhalb der Zeit
4. Auswirkungen der Geldwirtschaft der Geldwirtschaft auf den Menschen anhand der Individualisierung, Vergesellschaftung und Versachlichung
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die philosophische und ökonomische Dimension des Geldes, um dessen Wesen, seine Rolle in der Wertbildung sowie seine tiefgreifenden Auswirkungen auf die menschliche Gesellschaft und individuelle Freiheit zu ergründen.
- Die subjektive und objektive Bestimmung des ökonomischen Wertes.
- Die Doppelrolle des Geldes als Relation und als absoluter Maßstab.
- Die Funktion des Geldes innerhalb und außerhalb zeitlicher Wirtschaftsstrukturen.
- Prozesse der Individualisierung, Vergesellschaftung und Versachlichung durch Geld.
Auszug aus dem Buch
Grundsätzliche Bestimmung des Wertes eines Objekts durch ein subjektives Urteil
Der Wert eines Objekts geht nicht aus einer Eigenschaft des Objekts hervor, da es für jeden eine andere Bedeutung> Die Eigenschaft des Wertes geht aus einem im Subjekt verbleibenden Urteil über die Dinge hervor> Im ursprünglichem Zustand der individuellen und menscheitlichen Entwicklung herrschte noch der reine Genuß und es gab noch kein Bewußtsein für Objekt, Subjekt oder Wert> Das Bewußtsein tritt erst später hinzu durch ein Spannung, eines Begehrens und Genießen wollen von etwas das wir noch nicht haben> Die Spaltung ist die Voraussetzung der Möglichkeit des Begehrens> Begehren der Grund dafür, daß die Spaltung als Distanz erlebt wird> Distanz ist notwendig, da nur diejenigen Dinge als wertvoll erachtet werden, die uns um sie zu erlangen Hemmnisse entgegensetzen> Wobei die Hemmnisse nicht zu groß sein dürfen um sie überhaupt zu erkennen
Ergo: Dadurch das sich ein Gegenstand dem unmittelbaren Genuß entzieht kommt es zum wertenden Subjekt und gewerteten Objekt> Es entsteht eine Relation zwischen Subjekt (Haben und Genießen wollen) und Objekt ( Brauchbarkeit und Nützlichkeit als deren Eigenschaft)
Werte sind nicht ewig gültig, sondern haben nur eine relative Gültigkeit> Wertung existiert nur als Wertung von Objekten durch Subjekte> Ergebnis der Überwindung der Spannung zwischen Begehren ( subjektiver Moment ) und Distanz (objektiver Moment)> Ergebnis einer Relation zwischen begehrenden Subjekt und distanzierten Objekt> Wert = relativer Wert
Zusammenfassung der Kapitel
1. Grundsätzliche Bestimmung des Wertes eines Objekts durch ein subjektives Urteil: Dieses Kapitel legt die philosophische Basis, indem es Wert als Resultat eines subjektiven Urteils und einer Distanzüberwindung zwischen Begehren und Objekt definiert.
1.1 Der ökonomisch relevante Wert ergibt sich erst im Tausch: Hier wird erläutert, wie durch den Tausch von Gütern die subjektiven Wertvorstellungen messbar werden und ökonomische Relevanz erlangen.
1.2. Das Geld entspricht einem Symbol für den im Tausch ermittelten Wert: Dieses Kapitel führt das Geld als symbolische Relation ein, die den relativen Tauschwert ausdrückt und somit eine Doppelrolle einnimmt.
2. Die Doppelrolle des Geldes in der Geldwirtschaft: Die Analyse beleuchtet, wie Geld entweder als bloßes Tauschmittel oder als integraler, wertbildender Maßstab in der Preisgestaltung wirkt.
3. Möglichkeit der Wertkonstanz des Geldes beruht auf seiner Funktion innerhalb und außerhalb der Zeit: Der Fokus liegt hier auf der zeitlichen Dimension des Geldes, das als wertkonstantes Zeichen den wirtschaftlichen Aktionszusammenhang sichert.
4. Auswirkungen der Geldwirtschaft der Geldwirtschaft auf den Menschen anhand der Individualisierung, Vergesellschaftung und Versachlichung: Abschließend werden die soziologischen Folgen der Geldwirtschaft für das Individuum und die zwischenmenschliche Beziehungsebene dargelegt.
Schlüsselwörter
Geldphilosophie, Werttheorie, Tauschwert, Subjektivität, ökonomischer Wert, Doppelrolle des Geldes, Geldwirtschaft, Wertkonstanz, Individualisierung, Vergesellschaftung, Versachlichung, Grenznutzen, ökonomische Relation, Begehren, Distanzüberwindung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Philosophie des Geldes und untersucht dessen Ursprung, seine Funktion als Wertmaßstab sowie seine prägende Rolle für die moderne Gesellschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf der Werttheorie, der funktionalen Doppelrolle des Geldes in der Wirtschaft und den sozio-ökonomischen Auswirkungen der Geldwirtschaft auf das menschliche Individuum.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, das Wesen des Geldes sowohl ökonomisch zu erklären als auch seine jenseits der Ökonomie liegenden Auswirkungen auf die menschliche Lebensgestaltung und Gesellschaftsstruktur aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit verwendet eine philosophisch-analytische Methode, um ökonomische Kategorien (wie Tausch, Preis, Wert) aus den Bedingungen menschlichen Handelns und Begehrens herzuleiten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bestimmung des subjektiven Wertes, die Erläuterung der Rolle des Geldes als Tauschmittel und Wertspeicher sowie eine Analyse der gesellschaftlichen Transformationsprozesse durch Geld.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren das Werk?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Wertsubjektivität, ökonomische Relation, Geld als Symbol, sowie Individualisierung und Versachlichung geprägt.
Warum spielt die Unterscheidung von Geld „innerhalb“ und „außerhalb“ der Zeit eine Rolle?
Diese Unterscheidung ist notwendig, um die Wertkonstanz des Geldes zu erklären: Während Geld „außerhalb der Zeit“ lediglich ein abstraktes Zeichen für Werte ist, muss es „innerhalb der Zeit“ als absoluter Wert fungieren, um den wirtschaftlichen Austausch über verschiedene Zeitpunkte hinweg zu ermöglichen.
Wie verändert Geld laut dem Autor die soziale Stellung des Individuums?
Geld ermöglicht eine „Individualisierung“, da es den Menschen aus direkten, persönlichen Abhängigkeiten löst, ihn jedoch gleichzeitig in ein komplexeres, sachlich-funktionales Abhängigkeitsverhältnis zur gesamten Geldwirtschaft bringt.
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- Diplom-Soziologe Lars Okkenga (Author), 2004, Philosophie des Geldes, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/277813