Zwei Jahre lang war Marie-Louise O’Murphy de Boisfally (1737–1814), genannt „Madame Morphise“, „La Morphoise“ oder „Morphine“, die Geliebte von König Louis XV., der keiner Frau – und sei sie noch so schön – ewig die Treue hielt. Im Vergleich mit der Marquise de Pompadour und der Gräfin von Dubarry erfreute sie sich nicht so lange wie diese der Gunst des französischen Herrschers. Nach ihrer Affäre mit Louis XV. hatte sie noch drei Ehemänner. Die Kurzbiografie „Marie-Louise O’Murphy de Boisfally“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert ihr Leben.
Inhaltsverzeichnis
1. Marie-Louise O’Murphy de Boisfally. Eine Geliebte von Louis XV.
2. Weitere Mätressen von Louis XV.
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit rekonstruiert die Lebensgeschichten verschiedener Mätressen des französischen Königs Louis XV., mit besonderem Fokus auf Marie-Louise O’Murphy de Boisfally und deren Aufstieg sowie Fall am königlichen Hof von Versailles.
- Biografische Skizzen von Marie-Louise O’Murphy de Boisfally
- Analyse der Bedeutung von Porträts für den Status der Mätressen
- Darstellung der höfischen Machtstrukturen und Intrigen in Versailles
- Detaillierte Auflistung weiterer Geliebter und deren Schicksale
- Historische Einordnung der Stellung von Mätressen im 18. Jahrhundert
Auszug aus dem Buch
Marie-Louise O’Murphy de Boisfally
Zwei Jahre lang war Marie-Louise O’Murphy de Boisfally (1737–1814), genannt „Madame Morphise“, „La Morphoise“ oder „Morphine“, die Geliebte von König Louis XV., der keiner Frau – und sei sie noch so schön – ewig die Treue hielt. Im Vergleich mit der Marquise de Pompadour und der Gräfin von Dubarry erfreute sie sich nicht so lange wie diese der Gunst des französischen Herrschers. Nach ihrer Affäre mit Louis XV. hatte sie noch drei Ehemänner.
Marie-Louise O’Murphy de Boisfally kam am 21. Oktober 1737 in Rouen (Frankreich) zur Welt. Sie hatte vier ältere Schwestern. Ihr Vater Daniel O’Murphy de Boisfally war ein ehemaliger irischer Soldat, der sich als Schuhmacher in Rouen niedergelassen hatte. Nach dem Tod des Vaters zog die Mutter mit den fünf Kindern nach Paris. In der französischen Hauptstadt betrieb die Mutter einen Handel mit Altkleidern. Die Töchter arbeiteten als Schauspielerinnen oder Modelle und wurden angeblich von Saufbrüdern oder älteren Herren ausgehalten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Marie-Louise O’Murphy de Boisfally. Eine Geliebte von Louis XV.: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg der jungen Marie-Louise nach, von ihrer Kindheit in einfachen Verhältnissen bis zu ihrer Zeit als Mätresse im "Hirschpark" und ihrem späteren Leben nach der Trennung vom König.
2. Weitere Mätressen von Louis XV.: Dieser Abschnitt erweitert den Blick auf das Umfeld des Königs und listet eine Vielzahl weiterer Mätressen auf, deren biografische Hintergründe und Beziehungen zu Louis XV. kurz beleuchtet werden.
Schlüsselwörter
Louis XV., Marie-Louise O’Murphy de Boisfally, Madame de Pompadour, Versailles, Mätresse, Frankreich, 18. Jahrhundert, Hofleben, François Boucher, Aktmalerei, Aristokratie, Machtkampf, Biografien, Geschichte, Monarchie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und dem Schicksal der Mätressen am Hof von König Louis XV. von Frankreich im 18. Jahrhundert.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die höfische Liebe, soziale Aufstiegsmöglichkeiten für Frauen durch die Gunst des Königs, sowie die politischen Intrigen und Machtverhältnisse am Hof von Versailles.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, ein historisches Bild von Marie-Louise O’Murphy de Boisfally zu zeichnen und das Phänomen der königlichen Mätressen durch weitere Fallbeispiele zu kontextualisieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor nutzt eine historisch-biografische Methode, die auf der Auswertung von Primärquellen, historischen Porträts und zeitgenössischen Aufzeichnungen basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Biografie von Marie-Louise O’Murphy de Boisfally und einen katalogartigen Überblick über zahlreiche weitere Geliebte des französischen Monarchen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Versailles, Monarchie, Mätresse, 18. Jahrhundert und soziale Mobilität charakterisiert.
Welche Bedeutung hatten die Gemälde von François Boucher für Marie-Louise O’Murphy?
Die Gemälde, insbesondere das "Ruhende Mädchen", dienten als visuelle Visitenkarte, die den König erst auf sie aufmerksam machte und somit den Grundstein für ihre Affäre legte.
Warum musste Marie-Louise O’Murphy den Hof letztlich verlassen?
Sie verlor den Machtkampf gegen die etablierte Marquise de Pompadour, nachdem sie sich durch eine unbedachte Bemerkung über die "alte Frau" (Pompadour) den Zorn des Königs zugezogen hatte.
Welches Schicksal ereilte die Mätressen nach ihrer Zeit am Hof?
Die Schicksale variierten stark; viele heirateten in den Adel ein, erhielten finanzielle Abfindungen vom König oder gerieten nach dem Ende ihrer Gunst in Vergessenheit oder politische Schwierigkeiten während der Französischen Revolution.
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- Ernst Probst (Author), 2014, Marie-Louise O’Murphy de Boisfally, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/277617