Mit dem ersten Schultag beginnt ein regelrechter Machtkampf, das Zentrum im Leben des Kindes verlagert sich plötzlich auf den Bereich Schule. Dadurch gewinnt auch die Akzeptanz durch die Mitschüler mehr und mehr an Bedeutung.
Nicht nur Kinder, die direkt in einer Gewaltsituation stecken, haben auf dem Pausenhof wie auch auf dem Nachhauseweg Angst, sondern auch jene, die als Beobachter am Rande stehen. Durch das reine Beobachten können sich das Gefühl und die Angst entwickeln, selber einmal Opfer von Gewalt zu werden. Diese Gefühle tragen viele Kinder lange Zeit mit sich, ohne mit einer Bezugsperson darüber zu sprechen.
Da das Thema Gewalt heue aktueller denn je ist, hat sich die Autorin für eine Auseinandersetzung mit der Jugendlektüre „Nicht Chicago. Nicht hier.“ von Kirsten Boie entschieden, welche das Thema Gewalt unter Jugendlichen thematisiert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Unterrichtsvorschläge
3. Lernziele und Intentionen
4. Schluss
5. Literaturverzeichnis (inklusive weiterführender Literatur)
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, konkrete Unterrichtsvorschläge für die Behandlung der Jugendlektüre „Nicht Chicago. Nicht hier.“ von Kirsten Boie zu entwickeln, um das sensible Thema Gewalt unter Jugendlichen im schulischen Kontext pädagogisch aufzuarbeiten.
- Analyse der Gewaltproblematik im Schulalltag aus der Sicht von Opfern und Beobachtern.
- Methodische Ansätze zur Auseinandersetzung mit der Lektüre, inklusive Rollenspielen und kreativen Gestaltungsaufgaben.
- Entwicklung von Verständnis für die psychologischen Hintergründe der Protagonisten.
- Förderung der Medienkompetenz und kritischen Reflexion durch fächerübergreifende Unterrichtskonzepte.
- Integration von Expertenwissen und Beratungsangeboten in den Unterricht.
Auszug aus dem Buch
2. Unterrichtsvorschläge
Die Lektüre ermöglicht den Schülern, sich mit verschiedenen Gewalttaten und deren Folgen auseinanderzusetzen. Durch den offenen Schluss werden die Schüler zum Nachdenken und Weiterdenken einer möglichen Handlung angeregt.
Die Schüler könnten Fragen nachgehen wie:
- Wie konnte es so weit kommen?
- Worin liegen die Ursachen für solch ein Geschehen?
- Was sind die Folgen verschiedener Handlungen?
- Was kann man tun, wenn man selber betroffen ist?
- Was kann man tun, um solche Taten zu verhindern?
- Was kann man tun, wenn ein Mitschüler betroffen ist und man ihm helfen möchte?
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Gewalt an Schulen ein und erläutert die Relevanz der Lektüre von Kirsten Boie für den Unterricht.
2. Unterrichtsvorschläge: Hier werden praxisnahe Methoden wie Rollenspiele, kreative Schreibaufgaben und der Einsatz von Experten zur Behandlung der Lektüre vorgestellt.
3. Lernziele und Intentionen: Das Kapitel definiert die angestrebten Kompetenzen der Schüler im Umgang mit dem Text und beleuchtet die Bedeutung der Leseförderung für die Persönlichkeitsentwicklung.
4. Schluss: Der Abschluss bewertet die Eignung des Buches für die Klassenstufen sieben und acht und reflektiert die Herausforderungen der zweischichtigen Erzählweise.
5. Literaturverzeichnis (inklusive weiterführender Literatur): Dieses Verzeichnis führt die verwendeten Quellen sowie weiterführende Fachliteratur zur pädagogischen Arbeit mit Jugendliteratur auf.
Schlüsselwörter
Gewalt, Jugendlektüre, Kirsten Boie, Mobbing, Unterrichtsmethode, Rollenspiel, Schulkultur, Gewaltprävention, Leseförderung, soziale Kompetenz, Identitätsbildung, Klassenlektüre, Krisenintervention, Opferschutz, Täterprofil.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der didaktischen Aufbereitung der Jugendlektüre „Nicht Chicago. Nicht hier.“ von Kirsten Boie im schulischen Kontext, wobei der Fokus auf der Thematisierung von Gewalt unter Jugendlichen liegt.
Welches sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind Gewalt im Schulalltag, die psychische Belastung von Opfern und Beobachtern, der Umgang mit Mobbing sowie die Förderung von Zivilcourage und sozialen Kompetenzen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Lehrkräften methodische Vorschläge an die Hand zu geben, um das Buch „Nicht Chicago. Nicht hier.“ effektiv und sensibel im Unterricht zu behandeln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine didaktische Analyse, die pädagogische Konzepte und Literaturdidaktik kombiniert, um praktische Lehrmethoden abzuleiten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil konzentriert sich auf konkrete Aufgabenstellungen für Schüler, wie Personenbeschreibungen, Rollenspiele und die kreative Auseinandersetzung mit der Geschichte durch Kunst oder Tagebucheinträge.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Gewaltprävention, Klassenlektüre, didaktische Methoden, Mobbing und soziale Kompetenz charakterisiert.
Warum wird der Einsatz von Rollenspielen empfohlen?
Rollenspiele sollen das Verständnis für die verschiedenen Perspektiven der Protagonisten vertiefen und die Klassengemeinschaft durch aktives Erleben und Identifikation stärken.
Wie geht die Autorin mit dem offenen Ende des Buches um?
Das offene Ende wird als didaktische Chance genutzt, um Schüler dazu anzuregen, eigene Handlungsverläufe zu entwickeln und über rechtliche sowie soziale Konsequenzen der dargestellten Gewalt zu diskutieren.
Welche Rolle spielt der Vertrauenslehrer im Konzept?
Der Vertrauenslehrer wird als essenzielle Anlaufstelle für betroffene Schüler dargestellt, um Sorgen zu besprechen und gemeinsam nach Lösungen für Konfliktsituationen zu suchen.
- Quote paper
- Kim-Christin Janßen (Author), 2006, Unterrichtsvorschläge zu "Nicht Chicago. Nicht hier" von Kirsten Boie, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/277591