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Soziale Konflikte als gesellschaftliche Gefährdung

Momente der Vergesellschaftung oder der Desintegration?

Title: Soziale Konflikte als gesellschaftliche Gefährdung

Term Paper , 2007 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Diplom Soziologe Ralph Paschwitz (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society

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Summary Excerpt Details

Stellt der soziale Konflikt ein pathologisches Phänomen dar, bei dessen übermäßiger Existenz soziale Ordnung zerfällt bzw. nicht entstehen kann und ist Konsens das konstitutive Merkmal oder liegt im sozialen Konflikt an sich eine den gesellschaftlichen Wandel und Gesellschaft als Ganzes konstituierende Wirkung?

Um meinem Anliegen gerecht zu werden, die Forschungsfrage möglichst objektiv zu beantworten, und um mir nicht die Möglichkeit zu nehmen, auch dem mikrosoziologischen Rahmen, der dieser Ausarbeitung zugrunde liegt, entsprechen zu können, wird Heitmeyers Desintegrationstheorie aus dem Grund Dahrendorfs und Simmels Konflikttheorie gegenübergestellt, weil sie ihr Augenmerk (unter anderem) auf das Individuum legt.
Die systemfunktionalistische Theorie Parsons, welche auf Konsens aufbaut, soll hierbei nur am Rande, aber gleichsam – trotz der geringen Rezeption in meiner Arbeit – als Gegenposition Erwähnung finden und über die Kritik an dieser in die Dahrendorfsche Theorie einleiten.
Einer definitorischen Einordnung und Begriffsbestimmung des sozialen Konflikts innerhalb meiner Verschriftlichung soll im Hauptteil die beschriebene theoretische Auseinandersetzung folgen und sich dieser ein Fazit anschließen, welches die Forschungsfrage nach Vergesellschaftungs- oder Desintegrationsmoment sozialer Konflikte ausreichend zu beantworten gedenkt.
Anhand der Beschreibung des Konflikts um die „Dresdner Waldschlösschenbrücke“ sollen die Schlussfolgerungen meiner Seminararbeit verdeutlicht werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der soziale Konflikt

2.1 Das Beispiel „Waldschlösschenbrücke“

3. Theoretische Positionen “Pro-Konflikt“

3.1 Sozialer Konflikt als Motor sozialen Wandels

3.2 Sozialer Konflikt als Vergesellschaftung

3.3 Thematische Rezeptionen

4. Dissens als Herausforderung sozialer Ordnung

4.1 Sozialer Konflikt als Desintegrationsmoment

5. Konfliktregelung

6. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die ambivalente Natur sozialer Konflikte und stellt die zentrale Forschungsfrage, ob diese als Motor der Vergesellschaftung und des sozialen Wandels fungieren oder als destruktive Momente der Desintegration zu bewerten sind. Ziel ist es, diese theoretischen Gegensätze anhand soziologischer Positionen und eines praktischen Fallbeispiels kritisch zu beleuchten.

  • Theoretische Kontroverse zwischen Konsens- und Konflikttheorien.
  • Analyse des sozialen Konflikts als konstitutives gesellschaftliches Element.
  • Gegenüberstellung von Vergesellschaftung und Desintegration.
  • Untersuchung der Bedeutung von Konfliktregelungsmechanismen.
  • Fallstudie: Der Konflikt um die Dresdner Waldschlösschenbrücke.

Auszug aus dem Buch

3.1 Sozialer Konflikt als Motor sozialen Wandels

Vor allem Dahrendorf formuliert seine Konflikttheorie explizit mit Kritik an der strukturfunktionalistischen Sicht Parsons, der im gesellschaftlichen Konsens das funktionalistische Ordnungsmotiv einer Gesellschaft denkt. Soziale Ordnung ist danach nur denkbar bei einer Normen- und Werteübereinstimmung ihrer Mitglieder, aus denen sie sich zusammensetzt. Dissens innerhalb dieser Verhaltenserwartungen muss damit zwangsläufig als systemgefährdend gesehen werden.

Dass sich mit einer solchen Vorstellung von Gesellschaft ein sozialer und geschichtlicher Wandel nur schwer erklären lässt, muss nicht näher erläutert werden. Auch Dahrendorf ist sich dessen bewusst. Die Frage ist also, wenn sozialer Wandel durch ein solches Konsenssystem nicht erklärt werden kann, was bringt diesen hervor? In der Beantwortung dieses Problems macht Dahrendorf einen Rückgriff auf Marx, der in Konflikten den Motor für gesellschaftliche Veränderung sah. Jeder Gesellschaftsübergang in eine neue soziale Ordnung war bei Marx durch den Antagonismus gekennzeichnet, der aus den Produktionsverhältnissen der jeweils überholten Gesellschaft entstanden ist. Bei Dahrendorf sind es nun nicht mehr die Produktionsverhältnisse, welche vermehrt Konflikte hervorbringen, sondern Herrschaftsverhältnisse, die auf mehr als nur auf dem Besitz an Produktionsmitteln beruhen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Ambivalenz von Konflikten ein und formuliert die Forschungsfrage hinsichtlich ihrer integrativen oder destruktiven Wirkung.

2. Der soziale Konflikt: Dieses Kapitel definiert den sozialen Konflikt soziologisch und stellt das Beispiel der „Waldschlösschenbrücke“ vor.

3. Theoretische Positionen “Pro-Konflikt“: Es werden die Konflikttheorien von Dahrendorf und Simmel behandelt, die den Konflikt als Motor von Wandel und Vergesellschaftung begreifen.

4. Dissens als Herausforderung sozialer Ordnung: Dieses Kapitel thematisiert die Risiken von Konflikten und führt Heitmeyers Desintegrationstheorie als pessimistischen Gegenpol ein.

5. Konfliktregelung: Hier wird erläutert, dass die konstruktive oder destruktive Wirkung eines Konflikts primär durch die Art seiner Regelung bestimmt wird.

6. Schluss: Das Fazit resümiert, dass nicht der Konflikt selbst, sondern dessen unzureichende Regelung die gesellschaftliche Ordnung bedroht.

Schlüsselwörter

Sozialer Konflikt, Vergesellschaftung, Desintegration, Dahrendorf, Simmel, Heitmeyer, Konfliktregelung, sozialer Wandel, Konsens, Anomie, Waldschlösschenbrücke, Sozialisation, Interessengegensatz, Interaktion, Systemtheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Bewertung von sozialen Konflikten und der Frage, ob diese Gesellschaften stärken oder schwächen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen Konflikttheorien, Gesellschaftsmodelle, das Spannungsfeld zwischen Wandel und Ordnung sowie Mechanismen der Konfliktbewältigung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob soziale Konflikte notwendige Momente der Vergesellschaftung sind oder als Anzeichen einer gesellschaftlichen Desintegration gewertet werden müssen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die soziologische Klassiker und aktuelle Desintegrationstheorien gegenüberstellt und durch eine Fallstudie veranschaulicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung durch Dahrendorf und Simmel, eine kritische Perspektive durch Heitmeyer sowie eine detaillierte Analyse der Konfliktregelung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind sozialer Konflikt, Vergesellschaftung, Desintegration, Konfliktregelung und sozialer Wandel.

Inwiefern spielt die Waldschlösschenbrücke eine Rolle?

Sie dient als praktisches Fallbeispiel, um die theoretischen Überlegungen zur Konfliktaustragung und den institutionellen Herausforderungen der Politik zu illustrieren.

Wie unterscheidet sich Heitmeyers Ansatz von dem Dahrendorfs?

Während Dahrendorf im Konflikt einen positiven Motor für gesellschaftlichen Fortschritt sieht, betrachtet Heitmeyer Konflikte in modernen Gesellschaften eher unter dem Aspekt der Anomie und Desintegration.

Warum ist die „Konfliktregelung“ laut Autor so entscheidend?

Der Autor argumentiert, dass nicht der Konflikt per se destruktiv ist, sondern die Unfähigkeit der Akteure und Institutionen, den Konflikt konstruktiv und regelbasiert auszutragen.

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Details

Title
Soziale Konflikte als gesellschaftliche Gefährdung
Subtitle
Momente der Vergesellschaftung oder der Desintegration?
College
Dresden Technical University  (Institut für Soziologie)
Course
Soziale Konflikte
Grade
1,7
Author
Diplom Soziologe Ralph Paschwitz (Author)
Publication Year
2007
Pages
19
Catalog Number
V277430
ISBN (eBook)
9783656700838
ISBN (Book)
9783656701101
Language
German
Tags
Ralph Paschwitz Konflikt Soziale Konflikte Dresden Waldschlösschenbrücke
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom Soziologe Ralph Paschwitz (Author), 2007, Soziale Konflikte als gesellschaftliche Gefährdung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/277430
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