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Ein zahnloser Papiertiger? Die freiwillige Selbstkontrolle auf dem deutschen Printmarkt am Beispiel des Presserates

Titel: Ein zahnloser Papiertiger? Die freiwillige Selbstkontrolle auf dem deutschen Printmarkt am Beispiel des Presserates

Hausarbeit , 2013 , 20 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Annika Mödl (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit geht der Frage nach, ob der Presserat eine sinnvolle Institution zur Presseselbstkontrolle darstellt.
Dazu wird auf die Geschichte der Presseselbstregulierung in Deutschland eingegangen. Außerdem werden die Aufgaben und das Selbstverständnis des Presserates vorgestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Aktueller Anlass

2. Ist der Presserat eine sinnvolle Institution der Medienselbstregulierung?

2.1. Kurze Chronik des deutschen Presserates

2.2. Aufgaben und Selbstverständnis

2.3. Gründe für den deutschen Presserat

2.4. Kritik

3. Résumé

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit der freiwilligen Selbstkontrolle auf dem deutschen Printmarkt am Beispiel des Presserates. Ziel ist es, die Entwicklung, die Aufgaben sowie die Kritik an der Institution zu analysieren, um zu klären, ob der Presserat als effektive Instanz zur Wahrung journalistischer Berufsethik fungieren kann oder ob er lediglich ein "zahnloser Papiertiger" ist.

  • Historische Entwicklung der Selbstregulierung in Deutschland
  • Strukturen und Arbeitsweisen des Presserates
  • Die Rolle des Pressekodex als ethischer Leitfaden
  • Analyse der Sanktionsmöglichkeiten und deren Grenzen
  • Kritische Auseinandersetzung mit der medialen und öffentlichen Wahrnehmung

Auszug aus dem Buch

2.1. Kurze Chronik des deutschen Presserates

So unterstrich Thomas Jefferson den wichtigen Stellenwert einer freien, unabhängigen Presse. Doch mit der Gewährleistung der Pressefreiheit geht seit jeher auch die Gefahr einher, dass diese Freiheit missbraucht wird. Erste Ansätze gegen einen solchen Missbrauch durch Selbstregulierung lassen sich in Deutschland bereits 1874 im Reichspressegesetz finden. Dort ist die Rede von einem verantwortlichen Redakteur, der alle Inhalte auf Strafbarkeit hin zu prüfen hat. Schon damals tritt an die Stelle einer Zensur die selbstständige, interne Kontrolle. Alle Überlegungen gingen aber in Richtung einer gesetzlich regulierten Basis. Auch bei der Neuordnung der deutschen Presselandschaft nach 1945 sahen die meisten Vorschläge eine gesetzliche Verankerung vor.

Die Geschichte des deutschen Presserates, wie wir ihn heute kennen, begann im März 1952 mit dem Entwurf des Bundesinnenministeriums für ein Bundespressegesetz. Sowohl bei Journalisten, als auch bei Verlegern stieß dieser Vorschlag auf große Ablehnung, hätte ein solches Gesetz doch die staatliche Regulierung der Presse zur Folge gehabt. Um einem solchen Entwurf, der als Missbrauch der im Grundgesetz verankerten Pressefreiheit gesehen wurde, entgegenzuwirken, wurde die Branche selbst aktiv. Schließlich gab der Deutsche Journalisten-Verband den Anstoß zur Gründung eines Presserates. Vorbild dafür war das in Großbritannien praktizierte System des „General Council of the press“. Zusammen mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger wurde der Rat am 20. November 1956 in Bonn gegründet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Aktueller Anlass: Dieses Kapitel führt anhand eines konkreten Beispiels in die Problematik journalistischer Grenzüberschreitungen ein und begründet die Notwendigkeit einer ethischen Kontrolle.

2. Ist der Presserat eine sinnvolle Institution der Medienselbstregulierung?: Hier wird die historische Entwicklung, die organisatorische Struktur und das Selbstverständnis des Presserates im Kontext der Pressefreiheit beleuchtet.

2.1. Kurze Chronik des deutschen Presserates: Dieser Abschnitt zeichnet die Genese des Rates als Gegenentwurf zur staatlichen Zensur und als freiwilliges Instrument der Branche nach.

2.2. Aufgaben und Selbstverständnis: Dieses Kapitel erläutert die praktische Arbeit, insbesondere das Beschwerdemanagement und die Anwendung des Pressekodex bei Verstößen.

2.3. Gründe für den deutschen Presserat: Es wird erörtert, warum der Rat trotz fehlender Exekutivgewalt ein notwendiges Korrektiv innerhalb einer demokratischen Medienlandschaft darstellt.

2.4. Kritik: Dieses Kapitel analysiert die häufig vorgebrachte Kritik, insbesondere die mangelnden Sanktionsmöglichkeiten und die wahrgenommene Intransparenz der Institution.

3. Résumé: Das Resümee zieht ein Fazit über die Effektivität des Presserates und bewertet dessen Rolle bei der Sensibilisierung für ethische Standards in den Medien.

Schlüsselwörter

Presserat, Medienselbstregulierung, Pressefreiheit, Pressekodex, Journalismus, Berufsethik, Beschwerdemanagement, Medienethik, Sanktionen, Rüge, Printmedien, soziale Kontrolle, Medienverantwortung, Redaktionsdatenschutz, Selbstkontrolle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Wirken des deutschen Presserates als freiwilliges Selbstkontrollorgan und untersucht, ob dieser den ethischen Anforderungen im Journalismus gerecht wird.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen die Geschichte der Selbstregulierung, die Funktion des Pressekodex, das Beschwerdeverfahren sowie die Kritik an der mangelnden Durchsetzungskraft der Institution.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab zu ergründen, ob der Presserat ein effektives Instrument zur Qualitätssicherung ist oder ob seine Rolle aufgrund begrenzter Sanktionsmöglichkeiten als ineffektiv zu bewerten ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Literaturrecherche, um die historische Genese und die aktuelle Wirksamkeit der Selbstkontrolle aufzuarbeiten.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Chronik des Presserates, die konkrete Aufarbeitung von Beschwerden und eine kritische Diskussion der Sanktionsmöglichkeiten im Vergleich zu den tatsächlichen Anforderungen an eine ethische Medienarbeit.

Welche Schlagworte charakterisieren die Untersuchung?

Zentrale Begriffe sind Pressefreiheit, Ethik, Selbstkontrolle, Rüge und der "zahnlose Papiertiger" als Metapher für die Kritik am Rat.

Warum wird der Presserat oft als "zahnloser Papiertiger" bezeichnet?

Diese Bezeichnung rührt daher, dass der Presserat keine rechtlich bindenden Sanktionen verhängen kann und bei Verstößen gegen den Pressekodex auf die Kooperation der Verlage angewiesen ist.

Welche Rolle spielt der Pressekodex für die Arbeit des Rates?

Der Pressekodex dient als ethisches Regelwerk, das Journalisten und Verlagen als Orientierungshilfe für eine verantwortungsbewusste Berichterstattung dient und als Grundlage für die Bearbeitung von Beschwerden fungiert.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ein zahnloser Papiertiger? Die freiwillige Selbstkontrolle auf dem deutschen Printmarkt am Beispiel des Presserates
Hochschule
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt  (Sprach und Literaturwissenschaft)
Veranstaltung
Qualität und Ethik der öffentlichen Kommunikation
Note
1,0
Autor
Annika Mödl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
20
Katalognummer
V276753
ISBN (eBook)
9783656698586
ISBN (Buch)
9783656700272
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Presserat Journalistik Hausarbeit Papiertiger Pressegeschichte Presse Selbstkontrolle Ombud Deutsche Presselandschaft 2013
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Annika Mödl (Autor:in), 2013, Ein zahnloser Papiertiger? Die freiwillige Selbstkontrolle auf dem deutschen Printmarkt am Beispiel des Presserates, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/276753
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Leseprobe aus  20  Seiten
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