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Analyse des Protagonisten in "Carl Haffners Liebe zum Unentschieden" von Thomas Glavinic

Titel: Analyse des Protagonisten in "Carl Haffners Liebe zum Unentschieden" von Thomas Glavinic

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2012 , 16 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Stephanie Knauer (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

"Carl Haffners Liebe zum Unentschieden", 1998 erschienen, ist der erste Roman des österreichischen Schriftstellers Thomas Glavinic. Die Romanfigur Carl Haffner basiert auf der historischen Figur des österreichischen Schachspielers Karl Schlechter, der im Jahr 1910 gegen den amtierenden deutschen Weltmeister Emanuel Lasker zur Schachweltmeisterschaft antrat. Erzählt wird von der Austragung des Wettkampfes, unterbrochen von Rückblenden, die Einblick in die Familiengeschichte Carl Haffners und seines Privatlebens gewähren. Das Leben von Carl Haffner beginnt trostlos, wird in der Jugend hoffnungsvoll und endet in einem tragischen Hungertod.

Die Titelfigur des Romans hinterlässt einen bleibenden Eindruck und viele offene Fragen. Die folgende Arbeit wird sich mit dieser Fragestellung beschäftigen, welche Persönlichkeit sich hinter diesem Mann verbirgt, der sein Leben dem Schach gewidmet hat. Es soll der Versuch unternommen werden, den Protagonisten Carl Haffner auf psychologischer Basis hin zu analysieren. Dabei sollen alle Aspekte mit einbezogen werden, die in seinem Leben eine Rolle gespielt haben

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Analyse des Protagonisten Carl Haffner in Carl Haffners Liebe zum Unentschieden von Thomas Glavinic

2.1 Charakterisierung Carl Haffners

2.2 Familie und Kindheit

2.2.1 Beziehung zum Vater

2.2.2 Beziehung zur Mutter

2.2.3 Beziehung zur Halbschwester

2.3 Liebe

2.4 Schach

2.5 Hunger, Armut, Tod

3 Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, den Protagonisten Carl Haffner aus Thomas Glavinics Roman "Carl Haffners Liebe zum Unentschieden" auf psychologischer Grundlage zu analysieren, um die hinter der Schachbegeisterung verborgene Persönlichkeitsstruktur zu ergründen und die Gründe für seinen tragischen Lebensverlauf zu identifizieren.

  • Psychologische Charakterisierung des Protagonisten
  • Einfluss der Familiengeschichte und Vater-Sohn-Beziehung
  • Die Rolle der Leidenschaft zum Schachspiel
  • Analyse von Sexualität und zwischenmenschlichen Bindungen
  • Ursachenforschung zum Hungertod als Ausdruck einer selbstzerstörerischen Lebensweise

Auszug aus dem Buch

2.4 Schach

Carl Haffner lebt für das Schachspiel. Bereits während der Schulzeit interessiert er sich für nichts anderes. In den Unterrichtstunden spielt er heimlich unter seiner Bank. Dadurch gerät er mit dem Lernen immer weiter in den Rückstand und bleibt wiederholt sitzen. Ähnlich verhält es sich mit seiner Lehre als Schriftsetzer und seiner kaufmännischen Ausbildung. Schließlich bricht er alle schulischen Bildungswege ab und widmet sich ganz dem Schach.

Ursprünglich interessierte sich Carl für Schach, um die Kriegskunst zu erlernen (S. 70). Beim Schachspielen wollte er Strategien lernen, die er auch als Offizier bräuchte. Carl sieht dies als notwendig an, um nicht als einfacher Soldat im Weltkrieg kämpfen zu müssen. Als Offizier wäre man nämlich viel sicherer, da man nur aus der hintersten Reihe die Befehle gibt. Carl beginnt also mit dem Schach, um nicht im Krieg als Soldat sterben zu müssen. Dieser Beweggrund gerät irgendwann in Vergessenheit, übrig bleibt seine Leidenschaft für das Spiel.

Carl hat von Anfang an nicht den Ehrgeiz ein großer Schachspieler zu werden, er will einfach nur spielen. Er kann den ganzen Tag damit verbringen, sich in bestimmte Züge und Strategien zu vertiefen. Er selbst beschreibt Schach als einen Zustand. Er wolle es sich am liebsten auf einer Stufe gemütlich machen und seinen Lebtag nichts anders tun als Schach zu spielen, ohne das dahinter ein tieferer Sinn steht (S. 144). Um im Schach aufgehen zu können, vernachlässigt Carl alles andere in seinem Leben- sein Leben besteht vielmehr nur aus Schach.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Werk von Thomas Glavinic ein, skizziert die historische Basis der Romanfigur und legt die psychologische Zielsetzung der Analyse sowie das methodische Vorgehen fest.

2 Analyse des Protagonisten Carl Haffner in Carl Haffners Liebe zum Unentschieden von Thomas Glavinic: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil und beleuchtet die verschiedenen prägenden Lebensaspekte Carls, von seiner Kindheit und familiären Herkunft über seine Beziehungsunfähigkeit und Schachbesessenheit bis hin zu den Ursachen seines Hungertodes.

2.1 Charakterisierung Carl Haffners: Es erfolgt eine erste psychologische Einordnung des schüchternen Einzelgängers, dessen Leben durch eine starke Introvertiertheit und eine völlige Konzentration auf das Schachspiel bestimmt wird.

2.2 Familie und Kindheit: Dieser Abschnitt untersucht die Wurzeln Carls durch eine detaillierte Betrachtung seiner familiären Konstellation.

2.2.1 Beziehung zum Vater: Die Analyse zeigt die komplexe Vater-Sohn-Bindung auf, die durch emotionale Vernachlässigung und eine spätere Idealisierung des Vaters geprägt ist.

2.2.2 Beziehung zur Mutter: Die Beziehung zur aufopferungsvollen Mutter wird als ein Verhältnis beschrieben, das zwar von Liebe getragen ist, aber keine Aufarbeitung des Vaterverlustes ermöglichte.

2.2.3 Beziehung zur Halbschwester: Hier wird die Bindung zu Lina untersucht, die für Carl eine der wenigen tragfähigen emotionalen Bezugspersonen darstellt.

2.3 Liebe: Dieses Kapitel thematisiert die weitgehende Absenz echter Liebesbeziehungen im Leben des Protagonisten und reflektiert über mögliche homosexuelle, asexuelle oder inzestuöse Züge.

2.4 Schach: Der Fokus liegt auf der Entwicklung von Carls Schachleidenschaft, die sich von einer Schutzstrategie hin zu einer totalen, lebensbestimmenden Obsession entwickelt.

2.5 Hunger, Armut, Tod: Das Kapitel analysiert den tragischen Verfall Carls und setzt seinen Hungertod in den Kontext psychologischer Fragestellungen, insbesondere im Vergleich zur literarischen Figur des Hungerkünstlers.

3 Schlussbemerkungen: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und ordnet Carl Haffner als tragische literarische Figur ein, die an ihrer eigenen Leidenschaft zerbricht.

Schlüsselwörter

Carl Haffner, Thomas Glavinic, Schach, Psychologische Analyse, Kindheit, Vater-Sohn-Beziehung, Ödipuskomplex, Introvertiertheit, Hungertod, Magersucht, Askese, Isolation, Leidenschaft, Literaturanalyse, Obsession.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die psychologische Entwicklung und Persönlichkeitsstruktur des Protagonisten Carl Haffner im Roman "Carl Haffners Liebe zum Unentschieden" von Thomas Glavinic.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten zählen die Familiengeschichte, die Auswirkungen der väterlichen Abwesenheit, die Bedeutung des Schachs als Lebensinhalt sowie die psychologischen Ursachen für den Hungertod des Protagonisten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, auf psychologischer Basis zu ergründen, welche Persönlichkeit sich hinter dem Mann verbirgt, der sein ganzes Leben dem Schachspiel gewidmet hat, und warum er in eine solch zerstörerische Lebensweise verfiel.

Welche wissenschaftliche Methode wird für die Analyse verwendet?

Die Arbeit verfolgt einen weitestgehend textimmanenten Ansatz, der durch die Einbeziehung relevanter Fachliteratur aus den Bereichen Psychoanalyse und Essstörungen gestützt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Charakterisierung des Protagonisten, eine detaillierte Familienanalyse (Vater, Mutter, Halbschwester), eine Untersuchung seiner Liebesfähigkeit, eine Analyse seiner Schachleidenschaft sowie eine Betrachtung der Hintergründe seines Hungertodes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Carl Haffner, Schachbesessenheit, psychologische Analyse, Vater-Sohn-Beziehung, Isolation und Hungertod charakterisiert.

Warum spielt die Beziehung zum Vater eine so zentrale Rolle für die psychologische Einordnung von Carl Haffner?

Die Arbeit verdeutlicht, dass die Abwesenheit und Zurückweisung durch den Vater zur Idealisierung führt, die Carls weitere Entwicklung und seine Fixierung auf das Schachspiel maßgeblich beeinflusst hat.

Inwieweit lässt sich der Hungertod von Carl Haffner wissenschaftlich begründen?

Die Analyse diskutiert den Hungertod als Ergebnis einer Kombination aus Stolz, Geldmangel und einem psychisch bedingten, selbstzerstörerischen Verhaltensmuster, das Parallelen zum Phänomen der Anorexie oder der Askese aufweist.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Analyse des Protagonisten in "Carl Haffners Liebe zum Unentschieden" von Thomas Glavinic
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg  (Lehrstuhl für Neuere Literaturwissenschaft)
Veranstaltung
Thomas Glavinic
Note
2,7
Autor
Stephanie Knauer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
16
Katalognummer
V276211
ISBN (eBook)
9783656692447
ISBN (Buch)
9783656693345
Sprache
Deutsch
Schlagworte
analyse protagonisten carl haffners liebe unentschieden thomas glavinic
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stephanie Knauer (Autor:in), 2012, Analyse des Protagonisten in "Carl Haffners Liebe zum Unentschieden" von Thomas Glavinic, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/276211
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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