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"Neurofinance" als moderne Strömung der Finanzwirtschaft

Title: "Neurofinance" als moderne Strömung der Finanzwirtschaft

Seminar Paper , 2013 , 22 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Kathleen Rüger (Author)

Business economics - Miscellaneous

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Summary Excerpt Details

Der größere Teil der Entscheidungen des täglichen Lebens, vor allem im finanzwirtschaftlichen Kontext, wird unter Unsicherheit getroffen. Unsicherheit besteht, wenn „bei mindestens einer Handlungsoption […] mehrere Handlungskonsequenzen denkbar“ sind. Dies führt nicht selten dazu, dass Menschen Entscheidungen mit negativen Folgen treffen. Auch die Finanzkrise 2008 lässt sich auf menschliches Versagen zurückführen. Das menschliche Gehirn ist nicht für das Erfassen komplexer Strukturen wie beispielsweise die der Finanzmärkte geschaffen. Was genau während einer finanzwirtschaftlichen Entscheidung im Kopf der Menschen geschieht und wie sich das Gehirn behilft, dennoch zu einem in diesem Moment sinnvollen Schluss zu kommen, beleuchtet eine junge Strömung der Finanzwirtschaft, die „Neurofinance“, die in der vorliegenden Arbeit in ihren Grundzügen beschrieben werden soll.
Dazu wird in Kapitel 2 der Entstehungsprozess der jungen Strömung genauer beleuchtet. Die Frage der Notwendigkeit der neuen Forschungsrichtung steht dort ebenso im Mittelpunkt wie der nicht unerhebliche medizinische Bestandteil. Kapitel 3 befasst sich konkret mit Fragestellungen und Ergebnissen, die bisher im Rahmen der „Neurofinance“ gewonnen wurden. Dazu werden zwei Studien näher vorgestellt. Die Auswertung und Interpretation der Ergebnisse voran, ist die Übertragung auf den deutschen Finanzmarkt Gegenstand dieses Kapitels. Desweiteren werden die Grenzen der „Neurofinance“ aufgezeigt und vorgebrachte Kritik umrissen. Kapitel 5. schließt mit einem Ausblick über künftige Potentiale, aber auch Bedenken zu der jungen Strömung ab und reflektiert zudem kritisch die Vorgehensweise dieser Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung und Gang der Untersuchung

2. Einordnung, Zielsetzung und neurologischer Hintergrund der „Neurofinance“

2. 1 Entstehung der „Neurofinance“ als neuroökonomische Wissenschaft

2.2 Aufbau und Funktionen der verhaltenssteuernden Hirnregionen und Systeme

2.3 Verfahren zur Messung neurologischer Aktivitäten

3. „Neurofinance“ als Erklärungsversuch für ökonomisches Fehlverhalten

3.1 Finanzwirtschaftlicher Entscheidungsprozess in neurologisch beobachteten Experimenten

3.1.1 Einfluss von Zeitpräferenzen

3.1.2 Einfluss von Emotionen

3.2 Interpretation der Ergebnisse und Übertragung auf das Marktteilnehmerverhalten

3.2.1 Auswertung der vorangegangenen Studien

3.2.2 Auwirkungen auf und Erkentnisse für die Finanzwirtschaft

3.3 Grenzen und Kritik an der „Neurofinance“

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die junge Strömung der „Neurofinance“, um zu beleuchten, welche neuronalen Prozesse finanzwirtschaftlichen Entscheidungen zugrunde liegen und inwiefern diese das Konzept des „homo oeconomicus“ in Frage stellen. Im Fokus steht dabei die Analyse von menschlichem Fehlverhalten unter Unsicherheit sowie die Auswertung neurowissenschaftlicher Experimente.

  • Grundlagen der Neuroökonomie und neuroanatomische Basis verhaltenssteuernder Systeme.
  • Untersuchung des Einflusses von Zeitpräferenzen auf finanzielle Entscheidungen.
  • Analyse der Rolle von Emotionen bei Investitionsentscheidungen anhand empirischer Studien.
  • Kritische Reflexion der Methodik und der Grenzen der „Neurofinance“.
  • Potenziale für die Finanzwirtschaft und Grenzen der praktischen Übertragbarkeit.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Einfluss von Zeitpräferenzen

Eine der wenigen konkreten Studien auf dem Gebiet der „Neurofinance“ wurde 2004 von S. M. MCCLURE, D. I. LAIBSON, G. LOEWENSTEIN und J. D. COHEN veröffentlicht. Dabei lag der Fokus auf der Untersuchung von zeitlichen Präferenzen in Bezug auf monetäre Mittel. Der Grundgedanke von MCCLURE ET. AL. war, dass Konsumenten in der Gegenwart ungeduldig agieren, jedoch für zukünftige Handlungen oder Ereignisse planen, geduldiger zu sein. Desweiteren stand die Frage im Raum, ob Entscheidungen, die die Gegenwart betreffen, von einem anderen neuronalen System gesteuert werden als zukünftige. Dazu wurden 41 Probanden untersucht. Sie hatten die Wahl, zwischen einem kleineren Betrag in der Gegenwart und einem größeren in der Zukunft. Die Beträge schwankten zwischen 5 $ und 40 $. Der Zeitraum reichte von dem Tag des Experiments bis sechs Wochen danach. Am Ende wurde eine getroffene Auswahl zufällig angezeigt und realisiert. Dies wurde vorher mitgeteilt. MCCLURE ET AL. war es anhand der magnetresonanztomografisch erzeugten Bilder möglich, eindeutig festzustellen, dass die Beträge, die die Probanden zum Tag des Experiments angeboten bekamen, eine deutliche Aktivierung des limbischen und mesolimbischen Systems auslösten. Beträge, die in der Zukunft lagen, hingegen eine Aktivierung des präfrontalen und parietalen Cortex erzeugten. Diese sind für rationale Entscheidungen zuständig. Die Mehrzahl der Teilnehmer entschied sich für Auszahlungen in naher Zukunft.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung und Gang der Untersuchung: Einleitung in die Thematik der Entscheidungsfindung unter Unsicherheit und Definition des Untersuchungsziels.

2. Einordnung, Zielsetzung und neurologischer Hintergrund der „Neurofinance“: Erläuterung der Entstehung der Disziplin sowie der notwendigen anatomischen und methodischen Grundlagen.

3. „Neurofinance“ als Erklärungsversuch für ökonomisches Fehlverhalten: Detaillierte Analyse empirischer Studien zu Zeitpräferenzen und Emotionen sowie deren Bedeutung für die Finanzpraxis und Kritik an der Methode.

4. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Relevanz der Neurofinance und Diskussion zukünftiger Anwendungsmöglichkeiten.

Schlüsselwörter

Neurofinance, Neuroökonomie, Behavioral Finance, Entscheidungsfindung, Gehirn, Limbisches System, Zeitpräferenzen, Emotionen, Finanzmärkte, homo oeconomicus, Investitionsentscheidungen, fMRT, Risikoneigung, Anlegerschutz, Verhaltensökonomie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der „Neurofinance“ als moderner Strömung, die neurowissenschaftliche Erkenntnisse nutzt, um finanzwirtschaftliche Entscheidungen von Menschen besser zu verstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die anatomischen Grundlagen des Gehirns, die Messung neurologischer Aktivitäten, den Einfluss von Zeitpräferenzen sowie die Bedeutung von Emotionen bei Investitionsentscheidungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu analysieren, wie neuronale Prozesse unser ökonomisches Verhalten beeinflussen und ob die „Neurofinance“ als wissenschaftlicher Ansatz geeignet ist, das klassische Modell des „homo oeconomicus“ zu erweitern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung spezifischer neurowissenschaftlicher Experimente, die bildgebende Verfahren wie das fMRT einsetzen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einordnung (Hirnregionen, Messverfahren) sowie in die praktische Untersuchung von Entscheidungsstudien, die den Einfluss von Emotionen und Zeitpräferenzen belegen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Neurofinance, Behavioral Finance, limbische Systeme, Entscheidungsfindung und Investitionsverhalten charakterisiert.

Welche Rolle spielt das Belohnungssystem in der Untersuchung?

Das Belohnungssystem (mesolimbisches System) ist zentral, da es bei Entscheidungen, die eine sofortige Belohnung versprechen, eine unterbewusste Überbewertung auslöst, was oft zu weniger rationalen Entscheidungen führt.

Warum ist die Übertragung der Ergebnisse auf die Finanzpraxis schwierig?

Die Übertragung ist schwierig, da die Experimente aus methodischen Gründen stark vereinfacht sind, während reale Kapitalmärkte eine hohe Komplexität und eine enorme Vorgangsgeschwindigkeit aufweisen.

Welche Rolle spielen Emotionen bei der Investitionsentscheidung laut der zitierten Studien?

Die Studien belegen, dass Emotionen (wie die Angst vor Verlusten) Investitionsentscheidungen massiv beeinflussen, wobei Personen mit Läsionen im limbischen System teilweise „rationaler“ handelten als gesunde Probanden.

Was sind die wesentlichen Kritikpunkte an der „Neurofinance“?

Kritisiert wird unter anderem die methodische Generalisierung, der „Spotlight-Effekt“ bei Beobachtungen, die schwierige Übertragbarkeit auf komplexe Marktsituationen sowie die mangelnde Vorhersagekraft für konkrete Handlungen.

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Details

Title
"Neurofinance" als moderne Strömung der Finanzwirtschaft
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Produktionswirtschaft Prof. Dr. rer. pol. habil. Roland Rollberg)
Grade
1,7
Author
Kathleen Rüger (Author)
Publication Year
2013
Pages
22
Catalog Number
V275666
ISBN (eBook)
9783656685203
ISBN (Book)
9783656685234
Language
German
Tags
Neurofinance Behavioral Finance Finanzwissenschaft Finanzwirtschaft Geld Rationalität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kathleen Rüger (Author), 2013, "Neurofinance" als moderne Strömung der Finanzwirtschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/275666
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