In der Bachelor-Thesis werden ein Pilates-, Dehn- u. Kombinationsprogramm aus beiden Teilbereichen miteinander verglichen. Dabei wird expliziet auf die Beweglichkeit und die Kraft der unteren Extremitäten und den Rumpf (speziell die Wirbelsäule) eingegangen.
Zunächst wird allgemein auf die Beweglichkeit, Pilates und die motorische Fähigkeit kraft eingegangen. Darunter werden verschiedene Testverfahren zur Beurteilung der Beweglichkeit und der Kraft dargestellt. Außerdem werden werden gesundheitspositive Effekte durch ein Pilates- und Beweglichkeitstraining aufgezeigt. Daneben werden die Wirbelsäule und die unteren Extremitäten kurz in Aufbau und Funktion erläutert.
Angeschlossen an den allgemeinen Teil wird die Vorgehensweise der Untersuchung näher beschrieben. Dies wird abgeschlossen mit der Darstellung der Ergebnisse und einer Diskussion zum Thema.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2 ZIELSETZUNG
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
3.1 Einflussfaktoren auf die Beweglichkeit
3.2 Auswirkungen einer optimalen Beweglichkeit für die Gesundheit
3.3 Methodik des Beweglichkeitstraining
3.3.1 Dehnmethoden
3.3.2 Belastungsgefüge
3.3.3 Übungsdurchführung
3.4 Testverfahren zur Beurteilung der Beweglichkeit
3.4.1 Manueller Beweglichkeitstest nach Janda (2000)
3.4.2 Die Neutral-Null-Methode
3.5 Pilates
3.5.1 Geschichtlicher Hintergrund
3.5.2 Ziele von Pilates
3.5.3 Die sechs grundlegenden Pilatesprinzipien
3.5.4 Effekte von Pilates
3.6 Die motorische Fähigkeit Kraft
3.7 Die Wirbelsäule
3.7.1 Aufbau und Funktion
3.8 Die unteren Extremitäten
3.9 Testverfahren zur Beurteilung der isometrischen Rumpfkraft und der Kraft im Bereich der unteren Extremitäten
3.9.1 Kraftausdauer
3.9.2 Kraftausdauertest nach Spring et al. (1997)
3.9.3 Isometrischer Kraftausdauertest nach Mc Gill (2002)
4 METHODIK
4.1 Auswahlkriterien für die Gruppen
4.2 Testgütekriterien
4.2.1 Validität
4.2.2 Objektivität
4.2.3 Reliabilität
4.3 Untersuchungsdurchführung
4.3.1 Eingangsdiagnostik
4.3.2 Trainingsdurchführung
4.3.3 Trainingsdokumentation
4.3.4 Re-Test
4.4 Datenauswertung
4.5 Statistik
5 ERGEBNISSE
6 DISKUSSION
7 ZUSAMMENFASSUNG
8 LITERATURVERZEICHNIS
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Effektivität von drei verschiedenen Trainingsprogrammen (Pilates, Dehnen und eine Kombination aus beidem) auf die Beweglichkeit und Kraft von Frauen der Altersgruppe 30+ über einen Zeitraum von 6 Wochen, um fundierte Empfehlungen für die Praxis ableiten zu können.
- Vergleich von Pilates- und Dehntraining hinsichtlich ihrer Wirksamkeit.
- Analyse der Beweglichkeits- und Kraftentwicklung bei untrainierten Frauen ab 30.
- Untersuchung der kombinierten Wirkung von Pilates und Dehnübungen auf den Rumpf und die unteren Extremitäten.
- Evaluation von Trainingsmethoden zur Prävention von Bewegungsmangel und Rückenschmerzen.
Auszug aus dem Buch
Die motorische Fähigkeit Kraft
Physikalisch betrachtet ist die Kraft (F) das Produkt aus Masse mal Beschleunigung. Biologisch dagegen gesehen, ist Kraft die Fähigkeit des Nerv-Muskel-Systems, Widerstände zu überwinden, entgegenzuwirken und zu halten (Mießner, 2006, S.10).
Martin et al. (1993) definiert die Kraft als „die konditionelle Basis für Muskel-leistungen mit Krafteinsätzen, deren Werte über ca. 30 % der jeweils individuell realisierbaren Maxima liegen“ (Martin et al., 1993, S. 102).
Doch Kraft ist auch eine Überlebenseigenschaft, da sie aus dem Alltag nicht wegzudenken ist und überall gebraucht wird. Somit ist sie eine Basisfähigkeit des Menschen, da sie unsere Lebensqualität erhöht. Kraft ist nicht nur Kraft sondern auch Leben, da unsere Abwehrkräfte, Widerstandskräfte, unsere Willensstärke und unsere Motivation für die vielen Aufgaben im Leben davon profitieren (Mießner, 2006, S. 7).
Doch was hat in diesem Sinne Kraft mit Beweglichkeit zu tun? Ohne Kraft wäre ein Beweglichkeitstraining gar nicht möglich, da trainierte Muskeln für das aktive Dehnen notwendig sind (Mießner, 2006, S.10).
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Definiert die Relevanz der Beweglichkeit in der heutigen Gesellschaft und verdeutlicht die Notwendigkeit von gezieltem Training für die Zielgruppe 30+ aufgrund von Bewegungsmangel.
2 ZIELSETZUNG: Beschreibt das Ziel der Studie, die Effekte von Pilates-, Dehn- und Kombinationsprogrammen auf Beweglichkeit und Kraft bei Frauen ab 30 zu untersuchen.
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Bietet einen theoretischen Überblick über Einflussfaktoren auf die Beweglichkeit, die Grundlagen des Pilates, anatomische Strukturen sowie bestehende Testverfahren für Kraft und Beweglichkeit.
4 METHODIK: Erläutert das Versuchsdesign mit 33 Probandinnen, die Auswahlkriterien für die Gruppen sowie die Durchführung der Trainingsinterventionen und die angewandten Testprotokolle.
5 ERGEBNISSE: Präsentiert die erhobenen Daten aus den Eingangs- und Re-Tests der drei Gruppen tabellarisch und grafisch, mit Fokus auf die erzielten Leistungssteigerungen.
6 DISKUSSION: Interpretiert die Ergebnisse im Kontext existierender Studien und diskutiert Limitationen wie die kurze Trainingsdauer und die Altersspanne der Probandinnen.
7 ZUSAMMENFASSUNG: Fasst die Erkenntnisse zusammen und schließt, dass das Kombinationsprogramm die effektivste Methode zur gleichzeitigen Steigerung von Kraft und Beweglichkeit darstellt.
Schlüsselwörter
Beweglichkeit, Pilates, Dehntraining, Kraft, Kombinationsprogramm, Zielgruppe 30+, Muskelkraft, Bewegungsapparat, Wirbelsäule, Leistungsfähigkeit, Trainingseffekte, Muskelfunktionstest.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung, wie verschiedene Trainingsmethoden – specifically Pilates, klassisches Dehnen und eine Kombination beider Ansätze – die körperliche Leistungsfähigkeit, insbesondere Beweglichkeit und Kraft, bei Frauen ab 30 Jahren beeinflussen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Verbesserung der Beweglichkeit, der Aufbau von Rumpf- und Beinkraft sowie die Anwendung und der Vergleich sportwissenschaftlicher Testverfahren zur Messung dieser Parameter.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist herauszufinden, ob ein 6-wöchiges Pilatestraining oder ein kombiniertes Programm gegenüber einem reinen Dehntraining signifikante Vorteile für die Beweglichkeits- und Kraftentwicklung in der Zielgruppe 30+ bietet.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Untersuchung erfolgt im Rahmen eines Experiments mit drei Testgruppen (Pilates, Dehnen, Kombination), wobei vor und nach dem 6-wöchigen Trainingszeitraum standardisierte Beweglichkeits- und Krafttests (nach Janda, Spring et al. und Mc Gill) durchgeführt wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst den aktuellen Kenntnisstand zu sportwissenschaftlichen Grundlagen, die detaillierte Methodik der Gruppeneinteilung und Trainingsplanung sowie die umfangreiche Auswertung und tabellarische Darstellung der erzielten Testergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Begriffe sind Beweglichkeit, Pilates, Krafttraining, Trainingsintervention, Altersgruppe 30+, Muskelfunktionsdiagnostik und motorische Fähigkeiten.
Warum wurde für die Studie ausschließlich die Zielgruppe der Frauen ab 30 Jahren gewählt?
Die Entscheidung basiert darauf, dass Beweglichkeit bei Frauen physiologisch oft anders ausgeprägt ist als bei Männern, und um die Ergebnisse nicht durch geschlechtsspezifische Unterschiede zu verfälschen; zudem ist die Altersgruppe 30+ besonders anfällig für den beginnenden Beweglichkeitsverlust.
Welche Rolle spielt die Kombination von Pilates und Dehnübungen für die Ergebnisse?
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die Kombination beider Ansätze die effektivste Methode darstellt, da sie sowohl die Beweglichkeit signifikant verbessert als auch im Vergleich zu den Einzelmethoden höhere Steigerungsraten in der Kraftentwicklung der Probandinnen erzielte.
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- Stephanie Gebauer (Author), 2014, Pilates und Dehnung. Eine symbiotische Verbindung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/275608