Wie der Titel meiner Hausarbeit verrät, möchte ich in dieser Arbeit auf das Thema „Gender Mainstreaming“ eingehen. Gender Mainstreaming bezeichnet keine Fallstudie oder Ähnliches, sondern ein politisches Ziel, welches vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufen wurde. Da ich bei unseren Methodentagen die Übungen zur biographischen Selbstreflexion, die auf Geschlechtsstereotype abzielten, am interessantesten fand, habe ich dieses Thema gewählt.
In dieser Arbeit werde ich zunächst eine Definition des Begriffes „Gender Mainstreaming“ und ein Beispiel angeben, bevor ich einen kurzen Überblick gebe, in welchen Bereichen Gender Mainstreaming in der Schule beobachtet werden kann.
Dabei gilt meine besondere Aufmerksamkeit der Frage, ob es sich beim Gender Mainstreaming bloß um ein Konzept handelt oder ob dieses auch in die Praxis umgesetzt wird. Wie leicht oder schwer ist die Umsetzung des Gender Mainstreamings? Außerdem soll die Frage beantwortet werden, ob Gender Mainstreaming der Vermittlung von geschlechtsstereotypischen Rollenbildern entgegenwirkt.
Um Aussagen hierüber treffen zu können werde ich eine Umfrage in drei verschiedenen Altersklassen durchführen, in denen die Befragten Auskunft über ihre Erfahrungen mit Aspekten des Gender Mainstreamings zu ihrer Schulzeit geben.
In der Umfrage, sowie in dieser Hausarbeit, wird mein Hauptaugenmerk dem Thema Rollentwicklung gelten. Wie erlebten die Befragten dies in Bezug auf das Thema Gender Mainstreaming und welche Auswirkung hatte dies auf ihr späteres Leben? Fühlen sie sich wohl in ihrer Rolle und haben sie ein stärkeres Rollenbewusstsein entwickelt? Inwiefern wird das Ergebnis durch das Konzept Gender Mainstreaming verursacht? Diese Umfrage erfordert von allen Befragten eine schriftliche biographische Selbstreflexion, in der sie ähnlich wie wir bei unseren Methodentagen bestimmte Aspekte aus ihrer Schulzeit teilen. Da ich einen Befragung in verschiedenen Altersklassen durchgeführt habe um einen möglichen Trend zu sehen habe ich mich für eine schriftliche Befragung entschieden.
Anschließend werde ich die Antworten der Befragung zu bestimmten Fragen, anhand von Diagrammen auswerten, um einen guten Überblick zu geben, bei den anderen Fragen die gegebenen Antworten aufführen.
Meine Vermutung ist, dass es heute eine größere Tendenz zur Implementierung des Konzeptes Gender Mainstreaming gibt, d.h. dass die jüngeren Befragten eher Erfahrungen mit den verschiedenen Aspekte...
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition des Begriffs, Beispiel
3. Bereiche des Gender Mainstreamings in der Schule
4. Umfrage
4.1. DER FRAGEBOGEN
4.2. DIE AUSWERTUNG
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht, inwieweit das Konzept "Gender Mainstreaming" in der schulischen Praxis tatsächlich umgesetzt wird und ob es der Vermittlung von geschlechtsstereotypischen Rollenbildern entgegenwirken kann. Hierzu führt die Autorin eine schriftliche Umfrage in drei verschiedenen Altersklassen durch, um Trends in der Rollenentwicklung und im Rollenbewusstsein zu analysieren.
- Grundlagen und Definition des Gender Mainstreamings
- Anwendungsmöglichkeiten im schulischen Kontext
- Empirische Untersuchung des Rollenverständnisses über Altersklassen hinweg
- Reflexion über die Wirksamkeit von Aktionsprogrammen (z. B. Mädchen- und Jungentage)
- Vergleich theoretischer Konzepte mit der gelebten Schulpraxis
Auszug aus dem Buch
3. Bereiche des Gender Mainstreamings in der Schule
Wichtig für Gender Mainstreaming in der Schule wäre, die typischen Rollenbetrachtungen von Männern und Frauen zu ändern, um eine gendergerechte Gesellschaft zu erreichen. So könnte die Schule für die Mädchen etwa Mädchentage einrichten, an denen die Schülerinnen Einblick in technische Berufe bekommen, oder Jungentage, an denen die Jungen etwa Einblick in erzieherische oder kulturwissenschaftliche Berufe bekommen.
Damit könnte erreicht werden, dass die Schüler und Schülerinnen leichter ihre eigene Rolle entwickeln und sich nicht nur an den „typisch“ von der Gesellschaft vorgegebenen Rollen orientieren.
Außerdem müssten die Lehrer in den Schulen weitergebildet und gecoacht werden, um die vollständige Implementierung des Konzepts Gender Mainstreaming zu erreichen. „Auf der Strukturebene sollten Bedingungen geschaffen werden, um eine genderbewusste Organisation zu ermöglichen.“
Es muss ein sozialer Rollenausgleich für Schüler und Lehrer erreicht werden. Dies bedeutet zum Beispiel für die Personalauswahl, dass sich für Frauen kein Nachteil ergibt, bloß weil diese vorrangig die Erziehungsaufgaben für ihre Kinder tragen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Autorin legt die Motivation für das Thema dar und erläutert die Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen mittels einer Umfrage zur biographischen Selbstreflexion.
2. Definition des Begriffs, Beispiel: Dieses Kapitel definiert Gender Mainstreaming anhand offizieller Quellen und veranschaulicht durch Praxisbeispiele aus der Lebens- und Berufswelt, warum eine Berücksichtigung beider Geschlechter notwendig ist.
3. Bereiche des Gender Mainstreamings in der Schule: Es werden konkrete Ansatzpunkte wie Aktionstage zur Berufsorientierung, Lehrerfortbildung und die Gestaltung von Lernmaterialien diskutiert, um Geschlechterrollen zu reflektieren.
4. Umfrage: Dieser Abschnitt umfasst die Darstellung des verwendeten Fragebogens sowie eine detaillierte quantitative Auswertung der gewonnenen Daten unterteilt in drei Altersklassen.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, reflektiert die Stärken und Schwächen der Untersuchungsmethode und bewertet kritisch die Wirkung von Gender-Mainstreaming-Maßnahmen.
Schlüsselwörter
Gender Mainstreaming, Geschlechtsstereotype, Rollenbilder, Schule, Biographische Selbstreflexion, Berufswahl, Gendergerechtigkeit, Mädchenförderung, Jungenarbeit, Rollenverhalten, Geschlechterverteilung, Unterricht, Gesellschaftliche Vorhaben, Implementierung, Schulentwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Implementierung von Gender Mainstreaming im schulischen Kontext und dessen Einfluss auf die Überwindung traditioneller Geschlechterrollen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themen sind Rollenentwicklung, Berufsorientierung, die Wirksamkeit von Schulpraxis-Maßnahmen und die Wahrnehmung von Geschlechterrollen über verschiedene Generationen hinweg.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Das Ziel ist es herauszufinden, ob Gender Mainstreaming ein wirksames Konzept ist, um geschlechtsstereotypische Rollenbilder abzubauen oder ob es diese ungewollt festigt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine schriftliche, biographische Selbstreflexionsumfrage unter 48 Probanden, die in drei Altersgruppen unterteilt wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Definition des Begriffs, eine Analyse der schulischen Bereiche für Gender Mainstreaming und die detaillierte Auswertung der Umfrageergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Gender Mainstreaming, Geschlechtsstereotype, Rollenbilder, Schulentwicklung und Biographische Selbstreflexion.
Wie bewerten die verschiedenen Altersgruppen das Thema Rollenbilder?
Die Untersuchung zeigt, dass sich jüngere Befragte eher ihren „typischen“ Rollenbildern zuordnen, während die Zufriedenheit mit diesen Rollen mit zunehmendem Alter abnimmt.
Welche Kritik äußern die Befragten an der schulischen Vorbereitung?
Insbesondere ältere Probanden kritisieren, dass die Schule zu wenig praxisnah sei und fordern beispielsweise eine geschlechterübergreifende Ausbildung in handwerklichen oder hauswirtschaftlichen Bereichen.
- Quote paper
- Melissa Naase (Author), 2013, Gender Mainstreaming in der Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/275517