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Vollbeschäftigung. Unter den aktuellen gesellschaftlichen Bedingungen notwendig?

Eine Argumentation anhand des Arbeitsbegriffes

Title: Vollbeschäftigung. Unter den aktuellen gesellschaftlichen Bedingungen notwendig?

Term Paper (Advanced seminar) , 2013 , 30 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Nicole Friedrich (Author)

Sociology - Politics, Majorities, Minorities

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Schon der deutsche Schriftsteller Kurt Tucholsky sagte einmal: „Eine der schauerlichsten Folgen der Arbeitslosigkeit ist wohl die, daß Arbeit als Gnade vergeben wird. Es ist wie im Kriege: wer die Butter hat, wird frech.“ (Tucholsky 1930). Es ist wohl kein Geheimnis, dass die Welt und damit auch Deutschland im 21. Jahrhundert stark unter dem Faktor Arbeitslosigkeit leidet. Vor allem aber sind es die diejenigen Menschen, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind und dadurch nicht nur finanzielle, sondern auch soziale Einbußen hinnehmen müssen. Im Zeitalter des rasant fortschreitenden technologischen Wandels, der Globalisierung und der Flexibilität ist es ein stetiges auf und ab von Arbeitsplätzen, wobei der Trend eher in Richtung Reduzierung statt Neuschaffung tendiert.
Dennoch wird in Politik und Gesellschaft weiterhin das Ideal der Vollbeschäftigung und der Abbau der Arbeitslosigkeit als höchstes Ziel angestrebt, immerhin kommt Erwerbslosigkeit dem Staat teuer zu stehen. Jährlich werden Unsummen für die Beseitigung von Arbeitslosigkeit bzw. die Förderung von (Langzeit-)Arbeitslosen ausgegeben, um diesem Ideal näher zu kommen. Zwar konnte man in den letzten Jahren durch diverse arbeitsmarktpolitische Maßnahmen Erfolge verbuchen, indem die Arbeitslosenquote unter fünf Prozent fiel, allerdings zum Preis der Qualität der Arbeitsplätze. Während das sogenannte Normalarbeitsverhältnis langsam aber sicher erodiert, expandieren die populären atypischen Beschäftigungen. Nach Definition des Statistischen Bundesamtes ist jemand erwerbstätig, sofern er „mindestens eine Stunde pro Woche gegen Bezahlung gearbeitet hat und mindestens 15 Jahre alt ist“ (Statistisches Bundesamt 2013a). Teilzeit, Leiharbeit, befristete Beschäftigungen und Mini- bzw. Midijobs erfüllen diese Kriterien, wodurch sich die Arbeitslosenzahlen scheinbar senken. Im Grunde sind diese atypischen Beschäftigungen objektiv kaum negativ anzusehen, denn sie sorgen für Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt und in der Wirtschaft. Unternehmen können sich besser an konjunkturelle Schwankungen anpassen und Arbeitnehmer haben die Möglichkeit, ein Unternehmen kennen zulernen oder auch ihre reguläre Arbeitszeit auf Wunsch zu reduzieren. Gäbe es da nicht ein Problem: die Koppelung von Einkommen und Erwerbstätigkeit.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Arbeitsbegriff im historischen Wandel

2.1. Von der Schöpfungsgeschichte bis zum Mythos

2.2. Antike: Die Elite gegen den Rest

2.3. Christentum und Mittelalter

3. Arbeit heute: ambivalent wie eh und je

3.1. Der moderne Arbeitsethos

3.2. Trennung von Arbeit und Nicht-Arbeit

4. Vollbeschäftigung – Utopie oder Realität?

4.1. Ist das Ziel der Vollbeschäftigung eine längst vergangene Utopie?

4.2. Stimmen für eine neue Vollbeschäftigung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung des Arbeitsbegriffs und hinterfragt kritisch, ob das Ideal der Vollbeschäftigung unter den gegenwärtigen gesellschaftlichen und technologischen Bedingungen im 21. Jahrhundert noch eine zeitgemäße oder notwendige Zielsetzung darstellt.

  • Historische Genese und Wandlung des Arbeitsverständnisses
  • Die Entstehung und Problematik des modernen Arbeitsethos
  • Strukturelle Arbeitslosigkeit und prekäre Beschäftigungsverhältnisse
  • Kritische Analyse des Vollbeschäftigungsziels in der modernen Wissensökonomie

Auszug aus dem Buch

2. Der Arbeitsbegriff im historischen Wandel

In der historischen Entwicklung des Arbeitsbegriffes ist eines mit Sicherheit zu erkennen: es herrschte stets ein „ambivalentes“ Verhältnis zu ihr, was sich in der Etymologie wiederfindet. Das deutsche Wort Arbeit war ursprünglich negativ besetzt und bedeutete „schwere körperliche Tätigkeit“ (Jochum 2010, S. 81) und hatte eine ähnliche Bedeutung in anderen Sprachen und Gesellschaften (vgl. ebd.). Im Gegensatz dazu besitzt der Begriff aber auch optimistische Grundgedanken wie beispielsweise das griechische Wort „ergon“ oder das lateinische „opus“, was so viel wie ein positives Werk dargestellt und die „schöpferische Dimension der humanen Leistungen“ (vgl. ebd. S. 82) hebt. Allgemein betrachtet kann Arbeit alles sein, so Manfred Füllsack: „[...] jene Tätigkeit die unternommen wird, wenn ein bestimmter Zustand oder eine Gegebenheit in der Welt als unbefriedigend oder mangelhaft erlebt wird, oder wenn sich Ressourcen, die uns wichtig erscheinen, als knapp erweisen.“ (Füllsack 2009, S. 8).

Man arbeitet folglich, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, was theoretisch fast jede Handlung sein könnte. Ein ausgelaugter Manager geht in den Park, um sich zu entspannen, wobei der Zustand der Entspannung aus einer Stresssituation heraus erarbeitet werden muss. Ein Student liest ein Buch mit dem Ziel der Unterhaltung oder auch des Wissenserwerbs, um dieses Wissen später anwenden zu können. Heutzutage wird Arbeit streng von der Nicht-Arbeit – Freizeit – unterschieden und bezeichnet generell die „formelle, erwerbsförmige Tätigkeit lohnabhängiger Arbeitskräfte in betrieblichen Zusammenhängen“ (vgl. Voß 2010, S. 30). Allerdings war diese Trennung von Arbeit und Nicht-Arbeit und das Verständnis, was Arbeit im eigentlichen Sinne bedeutet, nicht immer so gegeben wie heute, sondern unterlag einem ständigen Wechsel.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Diskrepanz zwischen dem politischen Ideal der Vollbeschäftigung und der Realität des modernen Arbeitsmarktes mit seiner Zunahme an prekären Beschäftigungsverhältnissen.

2. Der Arbeitsbegriff im historischen Wandel: Dieses Kapitel zeichnet die etymologische und ideengeschichtliche Entwicklung der Arbeit von der Antike über das Mittelalter bis zur Neuzeit nach und zeigt die ständige Neubewertung auf.

3. Arbeit heute: ambivalent wie eh und je: Es wird analysiert, wie sich der moderne Arbeitsethos auf das Selbstbild des Menschen auswirkt und welche soziokulturellen Folgen die strikte Trennung von Arbeitszeit und Freizeit hat.

4. Vollbeschäftigung – Utopie oder Realität?: Hier wird hinterfragt, ob das Ziel der Vollbeschäftigung in Zeiten zunehmender Automatisierung und struktureller Arbeitslosigkeit noch erreichbar oder überhaupt erstrebenswert ist.

5. Fazit: Das Fazit resümiert, dass das Vollbeschäftigungsdogma ein soziales Konstrukt ist, das vor dem Hintergrund heutiger gesellschaftlicher Umbrüche kritisch dekonstruiert werden muss.

Schlüsselwörter

Arbeit, Arbeitsbegriff, Vollbeschäftigung, Erwerbsarbeit, Prekariat, Arbeitsethos, Sozialgeschichte, Wissensgesellschaft, Automatisierung, Normalarbeitsverhältnis, Arbeitsmarktpolitik, soziale Identität, Beschäftigungsstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische und gesellschaftliche Bedeutung des Arbeitsbegriffs und diskutiert die Sinnhaftigkeit des Vollbeschäftigungsziels in der modernen Industriegesellschaft.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung des Arbeitsbegriffs, der soziologischen Bedeutung von Erwerbsarbeit, dem Wandel von Beschäftigungsformen und der Kritik am aktuellen Arbeitsethos.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu erörtern, ob die Vollbeschäftigung unter Berücksichtigung aktueller gesellschaftlicher Bedingungen wie technologischer Automatisierung noch ein notwendiges und realistisches Ziel darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie eine historische Perspektive auf den Arbeitsbegriff, um das aktuelle Arbeitsverständnis kritisch zu hinterfragen.

Was genau wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Herleitung des Arbeitsbegriffs, eine soziologische Auseinandersetzung mit dem modernen Arbeitsethos und eine kritische Diskussion der Vollbeschäftigungsdebatte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Arbeitsbegriff, Vollbeschäftigung, Erwerbsarbeit, Prekariat, Arbeitsethos und Normalarbeitsverhältnis.

Warum ist der Begriff des „Normalarbeitsverhältnisses“ zentral für diese Untersuchung?

Das Normalarbeitsverhältnis dient als historischer Maßstab der Vollbeschäftigungspolitik; die Arbeit zeigt auf, dass dieses Modell durch atypische Beschäftigungsformen zunehmend erodiert.

Welche Rolle spielt die Automatisierung für die Argumentation der Autorin?

Die Autorin führt an, dass durch den technologischen Fortschritt die Kopplung von Einkommen und Erwerbsarbeit hinterfragt werden muss, da menschliche Arbeitskraft in vielen Bereichen durch Maschinen ersetzt wird.

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Details

Title
Vollbeschäftigung. Unter den aktuellen gesellschaftlichen Bedingungen notwendig?
Subtitle
Eine Argumentation anhand des Arbeitsbegriffes
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Soziologie)
Course
Hauptseminar "Arbeit im historischen und interkulturellen Vergleich“
Grade
1,7
Author
Nicole Friedrich (Author)
Publication Year
2013
Pages
30
Catalog Number
V275024
ISBN (Book)
9783656682882
ISBN (eBook)
9783656682905
Language
German
Tags
vollbeschäftigung unter bedingungen eine argumentation arbeitsbegriffes
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nicole Friedrich (Author), 2013, Vollbeschäftigung. Unter den aktuellen gesellschaftlichen Bedingungen notwendig?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/275024
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