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Emanzipation in Wort, Schrift und Tat. Die zweite Welle der Frauenbewegung am Beispiel von Verena Stefans "Häutungen" und Christa Wolfs "Kassandra"

Titel: Emanzipation in Wort, Schrift und Tat. Die zweite Welle der Frauenbewegung am Beispiel von Verena Stefans "Häutungen" und Christa Wolfs "Kassandra"

Bachelorarbeit , 2013 , 69 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Nicola Huber (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit zum Thema „Emanzipation in Wort, Schrift und Tat“ befasst sich mit zwei Texten von Autorinnen aus der Zeit der Neuen Frauenbewegung nach 1968. Beim ersten Text handelt es sich um das im Jahr 1975 erschienene Buch HÄUTUNGEN der Schweizer Autorin Verena Stefan. Es enthält autobiografische Züge, Träume, Wünsche, Lebensrealitäten und Gedichte gleichermaßen. Das zweite Werk ist KASSANDRA von Christa Wolf. In ihrer 1983 erschienenen Neuinterpretation des antiken Kassandra-Mythos setzt Wolf den Fokus auf die Frau als Protagonistin. Da in der Literatur vorrangig Männer so-wohl als Protagonisten der Erzählungen als auch als Autoren, Verleger, Kritiker oder Buchhändler anzutreffen sind und der allgemeine Literaturkanon doch zum größten Teil Texte umfasst, deren Autor ein Mann ist, stehen in dieser Arbeit bewusst zwei Werke von Frauen im Mittelpunkt. Anhand dieser soll aufgezeigt werden, dass es immer schon Auto-rinnen gab, auch wenn sie nicht wahrgenommen wurden. Dabei stellt sich die Frage, wie sehr die zunehmenden schreiberischen Tätigkeiten der Frauen in den 1970er und `80er Jahren (beispielsweise in den beiden Texten von Stefan und Wolf) mit der Emanzipationsbewegung und dem Geist der damaligen Zeit an sich verzahnt sind. Obwohl in unserer Zeit das Ungleichgewicht zwischen männlichen und weiblichen Autoren seit den Anfängen weiblicher Autorenschaft deutlich abgenommen hat, ist auch heute noch die Rede vom „Skandal weiblicher Autorschaft“: Bezog sich dieser Begriff um 1800 noch auf ein erstes Eindringen der Frauen in das von Männern dominierte Schriftwesen, wird heute vielmehr eine Revision des (männlichen) Literaturkanons und der Epochenbegriffe angestrebt.
In dieser Arbeit wird nun aus der Sicht von zwei beteiligten Autorinnen und Protagonistinnen der lange Weg der Emanzipation herausgearbeitet und versucht, die Parallelen zwischen der Darstellung von Welt in den Texten, von denen einer in der Antike und einer inmitten der Neuen Frauenbewegung (in Folge der 1968er Jahre) spielt, aufzugreifen. Es soll u. a. die Frage beantwortet werden, wie die Autorinnen der Literatur der Neuen Frauenbewegung Verena Stefan und Christa Wolf (als marginalisierte Schriftstellerinnen) mit ihren exemplarischen Werken HÄUTUNGEN und KASSANDRA die (jahrhundertelange) Emanzipation der Frau in Wort, Schrift und Tat darstellen.
Die Arbeit beginnt in Kapitel 2 Als das Mädchen ein Mensch war mit einer Analyse der Rolle der, oftmals ...

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Alles ist im Fluss

1.1 Übersicht über die vorliegende Arbeit

1.2 Literaturbericht

2 Aufbruch in eine neue Zeit

2.1 Als das Mädchen ein Mensch war

2.1.1 Liebende und Geliebte

2.1.2 „Handelnde“ und „Behandelte“

2.1.3 Mutter, Tochter und Schwester

2.2 Gesellschaftliche Konzeptionen innerhalb der Werke

2.2.1 Matriarchat versus Patriarchat

2.2.2 Macht versus Ohnmacht

2.2.3 Liebe versus Sexualität

3 Eine verschlüsselte Botschaft in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche?

3.1 Troia und Mykene als Übergangsgesellschaften

3.2 Aspekte des Widerstands

3.3 KASSANDRA und HÄUTUNGEN als pazifistische Werke

3.4 Geschichtliche Hintergründe der Texte

3.5 Die Entdeckung des Ichs

4 Die Frauen und „ihre“ Sprache

4.1 Feministisch motivierter Sprachwandel im Zuge der Frauenbewegung

4.1.1 Weibliches Schreiben als neue Ausdrucksmöglichkeit

4.1.2 Umgang mit dem Mythos

4.2 Genus-Sexus-Konflikt und generisches Maskulinum

4.3 Exkurs: Ein Seitenblick auf Judith Butler

5 Gestalten auf einer Zeitengrenze

5.1 Veränderungen im 'System der Werte'

5.2 Die vielen Gesichter der Kassandra

5.3 "der Schrift nicht mächtig" - Oralität und Literalität

6 Resümee: Emanzipation als andauernder Prozess

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie Verena Stefan in ihrem Werk „Häutungen“ und Christa Wolf in „Kassandra“ den Prozess der weiblichen Emanzipation sowie die Suche nach einer eigenen, weiblichen Ausdrucksweise in einer von patriarchalischen Strukturen geprägten Welt darstellen.

  • Analyse von Geschlechterrollen und Objektmachung der Frau
  • Untersuchung von Machtstrukturen im Matriarchat und Patriarchat
  • Herausarbeitung von Widerstandsformen gegen gesellschaftliche Normen
  • Reflexion über weibliche Sprache und Sprachwandel
  • Vergleich antiker Mythen mit modernen gesellschaftlichen Umbrüchen

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Liebende und Geliebte

Die heterosexuelle Beziehung Kassandras zu Aineias, im Mythos Sohn des Anchises und der Göttin Aphrodite und somit ein Held Troias, schärft deren sinnliche Wahrnehmung, lässt sie lebendiger werden und sensibler auf die Außenwelt reagieren. Ihre Beziehung ist keine Partnerschaft im klassischen Sinne, innerhalb derer man sich geborgen fühlen oder Ratschläge einholen kann. Die Stärke des Gefühls zu Aineias lässt Kassandra nur die Wirklichkeit erkennen und sich lebendig und wirklich fühlen. Ihre Beziehungen zu Frauen wie Marpesa, eine Freundin und enge Vertraute Kassandras, die sich oft um deren Kinder kümmert, oder Penthesilea, die den kriegerischen Amazonen vorsteht, hingegen stellt Wolf nicht dezidiert als homosexuelle Liebesbeziehungen dar, schließt sie jedoch ebenso nicht als solche aus. Fest steht, dass die Frauen für Kassandra eine große Rolle spielen und sie psychisch wie physisch sehr bewegen.

Zwar spielen Männerbeziehungen und deren Wegfall in HÄUTUNGEN eine wesentliche Rolle in Cloes Leben, doch hinsichtlich ihrer „Ich-Werdung“, und somit ihrer selbstbewussten Entwicklung zur unabhängigen Frau, dominieren Frauenbeziehungen.

„Frauenliebe und Freundinnenschaft gibt es schon in der Alten Frauenbewegung, doch erst die neue Frauenbewegung kultiviert die systematische, selbstkritische Reflexion aller Emotionen von und zwischen Frauen als politische Strategie (Selbsterfahrung).“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Alles ist im Fluss: Einführung in das Thema der Arbeit, Vorstellung der beiden Romane und methodischer Ansatz.

2 Aufbruch in eine neue Zeit: Analyse der Rolle der Frau innerhalb von Familie und patriarchalen gesellschaftlichen Strukturen sowie Darstellung des Weges zur Selbstbestimmung.

3 Eine verschlüsselte Botschaft in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche?: Betrachtung der Romane als Gesellschaftskritik, Untersuchung von Machtverhältnissen und Widerstandsstrategien in Übergangsgesellschaften.

4 Die Frauen und „ihre“ Sprache: Untersuchung des Zusammenhangs zwischen weiblicher Emanzipation und der Suche nach einer authentischen, neuen Sprache sowie Reflexion über Sprachwandel.

5 Gestalten auf einer Zeitengrenze: Analyse der Protagonistinnen als Schwellenfiguren, die in Zeiten des Wertewandels nach Autonomie streben.

6 Resümee: Emanzipation als andauernder Prozess: Synthese der Ergebnisse: Emanzipation ist ein stetiger, schmerzhafter Prozess, der ein Umdenken in der Gesellschaft erfordert.

Schlüsselwörter

Emanzipation, Neue Frauenbewegung, Patriarchat, Matriarchat, Kassandra, Häutungen, Verena Stefan, Christa Wolf, Weibliche Identität, Selbstbestimmung, Sprachwandel, Objektmachung, Widerstand, Geschlechterrollen, Feministische Literatur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert anhand von Verena Stefans „Häutungen“ und Christa Wolfs „Kassandra“ den langen Weg der weiblichen Emanzipation und wie Frauen in der Literatur der Neuen Frauenbewegung ihre eigene Stimme finden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die Objektmachung der Frau, der Kampf gegen patriarchale Strukturen, die Bedeutung von Frauenfreundschaften sowie die Entwicklung einer weiblich kodierten Sprache als Ausdrucksmittel.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie die Autorinnen in ihren Werken die unterdrückten Rollen der Frau reflektieren und durch einen bewussten Prozess der Selbstfindung und Sprachsuche Emanzipation darstellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine feministische Literaturwissenschaft und analysiert primär die Texte im Kontext der Neuen Frauenbewegung, ergänzt durch historische und soziologische Perspektiven.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse der sozialen Stellung der Frau, dem Gegensatz von Matriarchat und Patriarchat, der Rolle des Widerstands, der Bedeutung von Sprache und Mythos sowie der Entwicklung des Ichs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Emanzipation, Patriarchat, Selbstbestimmung, weibliche Sprache, Identitätssuche und Geschlechterforschung.

Inwiefern spielt der antike Mythos bei Christa Wolf eine Rolle?

Der Mythos dient als Modell für gesellschaftliche Umbrüche. Wolf hinterfragt die männlich dominierte Geschichtsschreibung und nutzt Kassandra als eine Figur, die trotz ihrer Ohnmacht die Wahrheit erkennt.

Welche Bedeutung hat der Traum in „Häutungen“?

Der Traum von der Katze, die den Löwen zähmt, symbolisiert Cloes innere Entwicklung. Er zeigt den Übergang ihrer Sexualität in den Vordergrund und die wachsende Kraft, sich aus Unterdrückung zu befreien.

Ende der Leseprobe aus 69 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Emanzipation in Wort, Schrift und Tat. Die zweite Welle der Frauenbewegung am Beispiel von Verena Stefans "Häutungen" und Christa Wolfs "Kassandra"
Hochschule
Universität Passau
Note
1,3
Autor
Nicola Huber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
69
Katalognummer
V274077
ISBN (Buch)
9783656682899
ISBN (eBook)
9783656682912
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Christa Wolf Verena Stefan Häutungen Kassandra Emazipation Frauenliteraturgeschichte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nicola Huber (Autor:in), 2013, Emanzipation in Wort, Schrift und Tat. Die zweite Welle der Frauenbewegung am Beispiel von Verena Stefans "Häutungen" und Christa Wolfs "Kassandra", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/274077
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Leseprobe aus  69  Seiten
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