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Münzen als Medien unter Kaiser Nero

Drei ausgewählte Beispiele

Title: Münzen als Medien unter Kaiser Nero

Presentation (Elaboration) , 2014 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christian Risse (Author)

World History - Early and Ancient History

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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der medialen Wirkung dreier Münzen aus der Zeit des römischen Kaisers Nero. Anhand dieser ausgewählten Beispiele soll untersucht werden, inwiefern Münzen Medium nach der, von Werner Faulstich verwendeten Definition als „komplexe, institutionalisierte Systeme um organisierte Kommunikationskanäle mit spezifischem Leistungsvermögen.“ , sind. Ferner soll gezeigt werden, wie Münzen damals interpretiert werden konnten, an welche Schichten oder Kreise der Bevölkerung sie sich richteten und ob es einen Zusammenhang zwischen dem Nominal einer Münze und ihrer Botschaft gibt.
Hierzu soll zunächst in groben Zügen der historische Kontext der Münzen näher erläutert werden, in dem vorab die Ereignisse im Leben des römischen Kaisers Nero vorgestellt werden, auf die sich die vorgestellten Münzen beziehen. Danach wird das römische Wirtschafts- und Geldsystem erörtert, um darzulegen, welche Rolle Münzen in der Wirtschaft der Zeit spielten, wie sie verteilt waren und wer potentiell Zugriff auf die entsprechenden Nominalen hatte. Ergänzt wird dies noch durch einen kurzen Abriss über die Wirkung von Münzen als Medium ihrer Zeit.
Im Anschluss an die Einordnung in den Kontext wird die erste Münze, ein Aureus aus der Anfangszeit der Regierung Neros, vorgestellt. Sie soll als Beispiel dienen, wie Münzen von hohem Wert auch spezielle Botschaften für die römische Elite übermitteln sollten und den Zusammenhang zwischen Material der Münze, ihrer Verbreitung und ihrer Botschaft, verdeutlichen. Die zweite Münze, ein Sesterz mit dem Motiv des Hafens von Ostia, soll zeigen, wie Münzen für Propagandazwecke, als Botschaft für eine breite Öffentlichkeit genutzt werden können, sowie die Bildung von kollektiver Erinnerung durch Münzbilder erklären. Die letzte Münze, ein As mit der Darstellung des Apollon, soll als Beispiel für Grenzen der möglichen Interpretation dienen und verdeutlichen, dass Münzen, wie jede Quelle, immer auch im Kontext ihrer Zeit gesehen werden müssen und jede Interpretation die Gefahr birgt, spätere Erkenntnisse und Meinungen, sowie die Meinungen einer kleinen Gruppe der Zeit im Gegensatz zur Gesamtbevölkerung, zu sehr in den Fokus zu nehmen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kontext-

2.1. Eine kurze Übersicht über das Leben und die Regierungszeit Neros.

2.2. Geld und Wirtschaft zu Neros Zeit

3. Die Münzen und ihre Botschaft.

3.1. RIC 1 – Aureus – Nero und Agrippina

3.2. RIC 178 – Sesterz- Der Hafen von Ostia

3.3 RIC 78 – As – Nero als Apollon?

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die mediale Wirkung antiker römischer Münzen aus der Zeit des Kaisers Nero, um deren Funktion als komplexe, institutionalisierte Kommunikationssysteme zu analysieren und aufzuzeigen, wie sie Botschaften an unterschiedliche Bevölkerungsschichten vermittelten.

  • Analyse von Münzen als Medium gemäß der Definition von Werner Faulstich
  • Untersuchung der historischen Kontexte und der ökonomischen Rahmenbedingungen unter Nero
  • Evaluation der Propagandafunktion und Machtsymbolik ausgewählter Münzprägungen
  • Deutung von Bildmotiven und der Zusammenhang zwischen Nominalwert und Rezipientenkreis
  • Kritische Betrachtung der Interpretationsmöglichkeiten und Missverständnisse bei historischen Quellen

Auszug aus dem Buch

3.1. RIC 1 – Aureus – Nero und Agrippina

Dieser Aureus stammt aus der Anfangszeit der Herrschaft Neros und zeigt noch sehr deutlich, den Einfluss seiner überaus ehrgeizigen Mutter Agrippina, die damals ohne Rücksicht auf das Ansehen des Sohnes versuchte, ihre Position auszubauen und ihre Macht zu festigen. Auf der Vorderseite sind links der junge Nero, noch weitgehend ohne die später immer prominenteren typischen Gesichtszüge, sowie rechts seine Mutter abgebildet, wobei die Legende: Agrippina Aug(usta) divi Claud(i uxor) Neronis Caes(aris) mater auf der Vorderseite sowohl den Machtanspruch Agrippinas deutlich macht, wie auch den Eindruck vermittelt, die Mutter des Kaisers selbst hätte die Prägung dieser Münze in Auftrag gegeben.

Anders als bei etwas späteren Darstellungen von Mutter und Sohn auf Münzen, sind die beiden auf dieser einander zugewandt und scheinen in einen Dialog zu stehen, was ebenfalls wieder ein Indiz für den Machtanspruch und den Einfluss Agrippinas auf ihren Sohn ist, Die Art der Darstellung folgt dabei einem ptolemäischen Vorbild.

Auf der Rückseite findet sich ein anderes wichtiges, aber auch etwas ungewöhnliches Element. So ist dort neben den, für kaiserliche Münzen üblichen, Ehren- und Herkunftsbezeichnungen, der Ausdruck EX S.C. also Ex Senatus Consulto prominent in der Mitte positioniert. Dies kann als Versuch Neros, oder auch seiner Mutter Agrippinas gedeutet werden, sowohl nach außen den durch den Senat bestätigten legitimen Herrschaftsanspruch, klar darzustellen, wie auch umgekehrt dem Senat gegenüber eine gewisse Bescheidenheit und Ehrenbezeugung zukommen zu lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung definiert Münzen als komplexe Medien und skizziert die methodische Vorgehensweise anhand dreier spezifischer Münzbeispiele aus der Regierungszeit Neros.

2. Kontext-: Dieses Kapitel beleuchtet das Leben Neros, seinen Aufstieg zur Macht sowie die strukturellen Gegebenheiten des römischen Wirtschafts- und Geldsystems.

2.1. Eine kurze Übersicht über das Leben und die Regierungszeit Neros.: Ein biografischer Abriss über den Werdegang Neros, seine politischen Manöver und seinen exzentrischen, an der griechischen Kultur orientierten Lebensstil.

2.2. Geld und Wirtschaft zu Neros Zeit: Eine Analyse der römischen Geldwirtschaft, der Währungsverhältnisse und der zentralisierten Prägung von Münzen als prestigeträchtiges und machtpolitisches Instrument.

3. Die Münzen und ihre Botschaft.: Der Hauptteil untersucht die drei ausgewählten Münzprägungen als Propagandamedien und deren spezifische Botschaften an verschiedene soziale Gruppen.

3.1. RIC 1 – Aureus – Nero und Agrippina: Betrachtung einer Goldmünze, die den Einfluss von Neros Mutter Agrippina auf die frühe Regierungszeit und die Legitimation durch den Senat dokumentiert.

3.2. RIC 178 – Sesterz- Der Hafen von Ostia: Untersuchung eines Sesterzen, der als Propagandainstrument zur Sicherung der Beliebtheit beim Volk diente, indem er Neros Fürsorge für die Getreideversorgung hervorhob.

3.3 RIC 78 – As – Nero als Apollon?: Analyse eines Asses, das die Mehrdeutigkeit von Münzbildern aufzeigt, insbesondere im Hinblick auf Neros Selbstinszenierung als Künstler und Musiker im Vergleich zum Gott Apollon.

4. Fazit: Das Fazit bestätigt, dass antike Münzen als komplexe, institutionalisierte Kommunikationssysteme fungierten, die wesentlich zur Verbreitung kaiserlicher Machtansprüche beitrugen.

Schlüsselwörter

Nero, römische Kaiserzeit, Numismatik, Münzen, Propaganda, Machtsymbolik, Agrippina, Ostia, Wirtschaftsgeschichte, Kommunikation, Herrschaftslegitimation, Antike, soziale Gruppen, Medien, Münzprägung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht die mediale Funktion von drei spezifischen Münzen aus der Regierungszeit des römischen Kaisers Nero und deren Wirkung als Propagandainstrumente.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themenfelder umfassen die antike römische Wirtschaft, die Biografie Neros, politische Propaganda durch Münzbilder und die numismatische Analyse ihrer Rezeption.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Nero Münzen nutzte, um Botschaften an verschiedene gesellschaftliche Schichten zu übermitteln und damit seine Macht zu legitimieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin wendet die Medientheorie von Werner Faulstich auf numismatische Quellen an, um Münzen als organisierte Kommunikationssysteme zu definieren.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil analysiert drei konkrete Münzen (RIC 1, RIC 178, RIC 78) und interpretiert deren Bildsprache und Inschriften im historischen Kontext.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Nero, Propaganda, Machtsymbolik, römische Münzprägung und Herrschaftslegitimation.

Welche Rolle spielt die Darstellung des Hafens von Ostia auf dem Sesterzen?

Sie dient als Propagandabotschaft, die Nero als einen Herrscher präsentiert, der sich aktiv um die essenzielle Getreideversorgung der römischen Bevölkerung kümmert.

Wie deutet die Autorin die Darstellung von Nero als Apollon?

Sie diskutiert dies als mehrdeutig: Es könnte Neros eigene, von griechischer Kultur geprägte Selbstinszenierung sein oder eine bewusste Anspielung auf seinen künstlerischen Anspruch, birgt jedoch durch die spätere Wahrnehmung Neros ein hohes Fehlinterpretationspotenzial.

Welche Bedeutung hatte das Kürzel "EX S.C." auf dem Aureus?

Es verweist auf den Senat (Ex Senatus Consulto) und sollte sowohl die Legitimität des Herrschers gegenüber dem Senat unterstreichen als auch eine bescheidene Haltung demonstrieren.

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Details

Title
Münzen als Medien unter Kaiser Nero
Subtitle
Drei ausgewählte Beispiele
College
Ruhr-University of Bochum  (Historisches Institut)
Course
Antike Medien
Grade
1,3
Author
Christian Risse (Author)
Publication Year
2014
Pages
18
Catalog Number
V274059
ISBN (Book)
9783656666493
ISBN (eBook)
9783656666509
Language
German
Tags
Antike Nero Medien Numismatik Rom
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Risse (Author), 2014, Münzen als Medien unter Kaiser Nero, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/274059
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