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Männer als Opfer häuslicher Gewalt

Title: Männer als Opfer häuslicher Gewalt

Elaboration , 2012 , 13 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Helene Schumacher (Author)

Social Work

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Summary Excerpt Details

In Deutschland gibt es eine große Lobby für häusliche Gewalt gegen Frauen. Es finden Tagungen statt, es gibt ein mannigfaltiges Angebot an Hilfen und wenn man häusliche Gewalt in eine Internetsuchmaschine eingibt dann sind die ersten zehn Ergebnisse für Beratungsseiten oder Erklärungsansätze für Frauen und Kinder die Opfer davon geworden sind. Diese einseitige Betrachtungsweise der Gesellschaft auf das Thema lässt annehmen, dass Männer von diesem Thema nicht betroffen sind. Auch in Medien wird dies immer wieder sehr kritisch dar gestellt da die Furcht sehr groß ist von der feministischen Seite, das der Täter all zu schnell Opfer gemacht wird. Wie stellt sich die Problematik der „häuslichen Gewalt an Männern im Hinblick auf verschiedene Erklärungsansätze sowie durch aktuelle Zahlen und die Soziale Arbeit dar. Auch stellt sich die Frage ob die bisher erbrachten Forschungsergebnisse in Bezug auf häusliche Gewalt im Kontext Frau als Opfer und Mann als Täter auch übertragen lässt auf männliche Opfer und weibliche Täter.
In der folgenden Ausarbeitung zu diesem Thema wird anhand von verschiedenen Medien und Statistiken belegt, dass es zwar eine kleine aber vielleicht doch größer werdende Zielgruppe für die Soziale Arbeit sein könnte. Dafür wird zuerst eine allgemeine Definition zu häuslicher Gewalt für die Ausarbeitung festgelegt und danach werden die Formen und Erklärungsansätze sowie der Polizeilichen Kriminalstatistik von Berlin näher beleuchtet. Im Anschluss werden Täter- und Opfertypen detailliert erklärt. Als Ergebnis dieser Arbeit werden im Folgenden die Implikationen für die Soziale Arbeit genannt und das Fazit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Häuslicher Gewalt

3. Formen der Gewalt

3.1 Unterschiede von Frauen- und Männergewalt

4. Polizeiliche Kriminalstatistik Berlin 2011 (PKS)

4.1 Täter

4.2 Opfer

5. Täter- und Opfertypen

6. Erklärungsansätze

6.1 Die Gewaltspirale

7. Gesetzliche Bestimmungen

8. Implikationen für die Soziale Arbeit

9. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Problematik häuslicher Gewalt gegen Männer im Hinblick auf aktuelle Statistiken, verschiedene Erklärungsansätze und die Rolle der Sozialen Arbeit, um auf die mangelnde gesellschaftliche Anerkennung und Unterversorgung dieser Betroffenengruppe aufmerksam zu machen.

  • Definition und Formen häuslicher Gewalt
  • Analyse der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) Berlin
  • Typisierung von Täter- und Opferprofilen
  • Die Dynamik der Gewaltspirale
  • Herausforderungen und Implikationen für die Soziale Arbeit

Auszug aus dem Buch

2. Täter- und Opfertypen

Da sich leider die Studien in der häuslichen Gewalt ausschließlich auf männliche Tätertypen und weibliche Opfertypen beziehen wurden diese in die Thematik der häuslichen Gewalt gegen Männer eingebracht und so allgemein wie möglich formuliert damit sie auch auf weibliche Tätertypen und männliche Opfertypen übertragbar sind.

Man unterscheidet in drei verschiedenen Tätertypen:

- Familientäter: Dieser Typus ist strafrechtlich nicht auffällig da die Gewalt nur in der Familie ausgelebt wird. Dies geschieht situationsbedingt aber eher selten und wenn dann ist es keine extreme körperliche Gewalt. Dieser Typ vermeidet Konflikte und schafft es nicht die eigene Gefühle wenn nötig zum Ausdruck zu bringen. Bei Gewaltausbrüchen liegt es zumeist nicht an Alkohol- oder Drogenproblematiken und das Schuldbewusstsein ist im Nachhinein sehr groß. Es gibt keine vorhergehenden Gewalterfahrungen in der eigenen Kindheit und auch sonst eher ablehnendes Verhalten dieser Thematik gegenüber. Bei diesem Tätertyp kann eine Familientherapie oder Einzeltherapie dauerhaft helfen da ein Rückfall als unwahrscheinlich erachtet wird.

- Dysphorische oder Borderlinetäter: Bei diesem Typus dient die Gewalt dazu Kontrolle und Macht über das Opfer zu erlangen und zu erhalten. Die Persönlichkeit ist selbst eher instabil und leidet häufig unter Angst, Depressionen und/oder manchmal Drogen-/Alkoholsucht. Obwohl die Abhängigkeit zu Beziehungen sehr groß ist, ist das Verhalten zum Partner/in sehr wechselhaft. Dieser Typus hat häufig eine negative bis gewaltbereite Meinung zum anderen Geschlecht weshalb nicht nur Straffälligkeit in der Partnerschaft vorkommen kann. Es liegen häufig eigene Gewalterfahrungen vor die in einer Therapie behandelt werden können und somit gute Heilungschancen vorhanden sind.

- generell gewalttätiger und antisozialer Täter: Dieser Typus hat in jeder Lebenslage und Beziehung ein hohes Gewaltpotential. Häufig liegen schon Vorstrafen vor und in der Beziehung wird oft schwere Gewalt als Instrument zur Unterdrückung des Partners genutzt. Auch bei diesem Typ ist die Einstellung zum anderen Geschlecht feindselig und wird vor allem im sexuellen Kontext dem Partner gegenüber gezeigt. Trotz fehlender sozialer Kompetenzen wie vor allem Empathie, kann dieser Typus seine Beziehungspartner zu seinem Vorteil beeinflussen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beleuchtet die gesellschaftliche Einseitigkeit in der Wahrnehmung häuslicher Gewalt und stellt die Frage nach der Übertragbarkeit bisheriger Forschungsergebnisse auf männliche Opfer.

2. Definition Häuslicher Gewalt: Legt den Begriff der häuslichen Gewalt als gewaltvolle Interaktion innerhalb familiärer oder partnerschaftlicher Beziehungen fest.

3. Formen der Gewalt: Differenziert zwischen physischer, sexueller, psychischer, sozial interaktiver und ökonomischer Gewalt sowie deren spezifischen Ausdrucksformen bei Männern und Frauen.

4. Polizeiliche Kriminalstatistik Berlin 2011 (PKS): Analysiert statistische Daten über Täter und Opfer, um das Ausmaß und die demografischen Hintergründe häuslicher Gewalt aufzuzeigen.

5. Täter- und Opfertypen: Klassifiziert verschiedene Verhaltensmuster von Tätern und Betroffenen, um Interventionsmöglichkeiten besser anpassen zu können.

6. Erklärungsansätze: Untersucht die Hintergründe von Gewalt in Paarbeziehungen und erläutert die Phasen der Gewaltspirale.

7. Gesetzliche Bestimmungen: Gibt einen Überblick über das Gewaltschutzgesetz und relevante Paragrafen des Strafgesetzbuches zur Ahndung und Prävention von Gewalttaten.

8. Implikationen für die Soziale Arbeit: Diskutiert die Notwendigkeit von Aufklärung, Hilfsangeboten und einer stärkeren Lobby für männliche Gewaltopfer.

9. Fazit: Reflektiert die Schwierigkeiten bei der Literaturrecherche und unterstreicht die Dringlichkeit eines gesellschaftlichen Umdenkens.

Schlüsselwörter

Häusliche Gewalt, Männliche Opfer, Soziale Arbeit, Polizeiliche Kriminalstatistik, Gewaltprävention, Tätertypen, Opfertypen, Gewaltspirale, Gewaltschutzgesetz, Geschlechterrollen, Psychische Gewalt, Physische Gewalt, Hilfsangebote, Beratung, Tabuisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem bisher tabuisierten Thema der häuslichen Gewalt gegen Männer und untersucht, wie dieses gesellschaftlich und sozialpädagogisch einzuordnen ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Definition von Gewaltformen, die statistische Erfassung durch die PKS, die Typologisierung von Tätern und Opfern sowie die Analyse rechtlicher Rahmenbedingungen und sozialer Hilfsmöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, auf die Unterversorgung und mangelnde gesellschaftliche Anerkennung von Männern als Opfer häuslicher Gewalt hinzuweisen und Implikationen für die Soziale Arbeit abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, insbesondere der Auswertung der Polizeilichen Kriminalstatistik sowie fachwissenschaftlicher Publikationen zu Gewaltformen und Täter-Opfer-Typologien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Definitionen, die Analyse der Kriminalstatistik, die Darstellung von Gewaltmodellen wie der Gewaltspirale sowie die rechtliche Einordnung durch das Gewaltschutzgesetz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Häusliche Gewalt, Männliche Opfer, Gewaltprävention, Soziale Arbeit, Tätertypen und Polizeiliche Kriminalstatistik.

Warum haben es männliche Opfer besonders schwer, Hilfe zu suchen?

Betroffene berichten von mangelnder Ernsthaftigkeit durch Institutionen, Schamgefühlen und einem gesellschaftlichen Bild, das Männern die Opferrolle abspricht oder sie auslacht.

Welche spezifischen Tätertypen werden identifiziert?

Es wird zwischen dem Familientäter, dem dysphorischen/Borderlinetäter und dem generell gewalttätigen/antisozialen Täter unterschieden.

Wie trägt das Modell der Gewaltspirale zum Verständnis bei?

Das Modell verdeutlicht den zyklischen Verlauf von Gewalt in Beziehungen, von der Spannungsaufbauphase über den Gewaltausbruch bis hin zur Latenzphase und der Abschiebung der Verantwortung.

Welchen Stellenwert hat das Gewaltschutzgesetz in diesem Kontext?

Das Gesetz bietet wesentliche Handhabungs- und Präventionsinstrumente für Polizei und Gerichte, um bei häuslicher Gewalt intervenieren und Betroffene schützen zu können.

Excerpt out of 13 pages  - scroll top

Details

Title
Männer als Opfer häuslicher Gewalt
College
University of Vechta
Grade
2,0
Author
Helene Schumacher (Author)
Publication Year
2012
Pages
13
Catalog Number
V273988
ISBN (eBook)
9783656664291
ISBN (Book)
9783656664710
Language
German
Tags
Männer Opfer Häusliche Gewalt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Helene Schumacher (Author), 2012, Männer als Opfer häuslicher Gewalt, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/273988
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