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Medialisierung im Risikosport

Eine Untersuchung zum Einfluss von Emotionalisierung auf die Rezeption von Risikosport-Videoclips

Title: Medialisierung im Risikosport

Bachelor Thesis , 2014 , 64 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Max Becker (Author)

Communications - Miscellaneous

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Summary Excerpt Details

Medien konzentrieren sich in ihrer Berichterstattung über den Risikosport bewusst auf Merkmale wie Gefahr und Emotionen. Besonders die Emotionalität spielt in diesem Kontext eine wichtige Rolle. Emotionen gehören zwar grundsätzlich zum Sport, allerdings nicht in dem hohen Maße wie es im Zuge der medialen Inszenierung des Risikosports häufig der Fall ist. Nicht dargestellt und oft vergessen wird dagegen, dass sich die betreffenden Sportler teilweise in akute Lebensgefahr begeben und es regelmäßig zu tödlichen Unfällen kommt. Doch beeinträchtigt dies den Erfolg des Risikosports offenbar bisher nur wenig, was exemplarisch an den Reaktionen zu Pollis Video deutlich wird. Für die vorliegende Arbeit resultierte daraus zunächst die Frage aus welchen Beweggründen sich Menschen für den Risikosport interessieren und entsprechende Inhalte rezipieren. Hierfür wurde auf das Konzept Sensation Seeking zurückgegriffen.
Dieser Ansatz geht davon aus, dass Menschen entweder die Tendenz haben Risiken einzugehen (High Sensation Seeker) oder versuchen diese zu vermeiden (Low Sensation Seeker). Der Roca Foradada ist ein Berg in der Nähe von Barcelona und gehört zum Montserratmassiv. Die Region ist bekannt für ihre Wandermöglichkeiten und zieht jedes Jahr zahlreiche Touristen an. Für den Norweger Alexander Polli war dies jedoch nicht von Bedeutung, als er im letzten Jahr mit ein paar Freunden die Gegend bereiste. Ihn interessierte vielmehr ein nur wenige Meter breiter Felsspalt etwas abseits der bekannten Wanderrouten – nach einigen Vorbereitungen sprang er mit einem Wingsuit und einer Geschwindigkeit von 250 Kilometern pro Stunde durch genau diesen Spalt. Innerhalb kürzester Zeit verbreitete sich das entsprechende Video über soziale Netzwerke und wurde millionenfach angeklickt (Müller, 2013, S. 1). Darauf angesprochen, ob er nicht Angst um sein Leben gehabt habe, antwortete Polli: „Es sind häufig nur unsere Ängste, die uns davon abhalten, etwas zu tun, was wir gerne tun würden und könnten“ (ebd., S. 1).
In den Medien werden solche waghalsigen Aktionen immer öfter aufgegriffen und die betreffenden Sportler stehen zumindest kurzzeitig im Fokus des öffentlichen Interesses. Das Spiel mit der eigenen Angst ist sowohl für die Sportler als auch für die Zuschauer eine willkommene Abwechslung zum Alltag (Bette, 2004, S. 35; Bette & Schimank, 1995, S. 182). Die zentralen Eigenschaften der jeweiligen Risikosportarten werden dabei v.a. an der spezifischen medialen Darstellung deutlich.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

A. THEORETISCHER TEIL

2. Mediensport und die Rolle von Emotionen

2.1 Definition von Mediensport und sportlicher Realität

2.2 Merkmale der Medialisierung des Sports

2.2.1 Theoretische Einordnung von Emotionen

2.2.2 Emotionale Wahrnehmungsmuster der Sportrezeption

3. Grundlagen des Risikosports

3.1 Risikoforschung im Sport

3.1.1 Theoretische Einordnung des Begriffs Risiko

3.1.2 Definition von Risikosport

3.2 Motivationspsychologische Grundlagen des Risikosports

3.2.1 Sensation Seeking

3.2.2 Sensation Seeking und Mediennutzungsverhalten

4. Die Medialisierung des Risikosports

4.1 Vergleich von Trend- und Risikosport

4.1.1 Merkmale der Medialisierung im Risikosport

4.1.2 Emotionalität und High Sensation Seeking im Risikosport

B. EMPIRISCH-PRAKTISCHER TEIL

5. Forschungsgegenstand und Hypothesen

6. Methodische Umsetzung

6.1 Untersuchungsdesign

6.2 Operationalisierung

6.2.1 Unabhängige Variablen

6.2.2 Abhängige Variablen

6.3 Auswahl des Stimulusmaterials

6.4 Stichprobenauswahl und Durchführung

6.5 Pretest

7. Darstellung der Ergebnisse

7.1 Beschreibung der Stichprobe

7.2 Faktorenanalysen und Reliabilität der Skalen

7.3 Überprüfung der Forschungshypothesen

7.4 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse

C. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss der medialen Inszenierung auf die Bewertung des emotionalen Erlebens und die Einstellungen gegenüber Risikosport, wobei der Fokus insbesondere auf der Zielgruppe der "High Sensation Seeker" liegt.

  • Medialisierung und Inszenierungsstrategien von Risikosportarten
  • Psychologische Grundlagen: Sensation Seeking und Mediennutzung
  • Empirische Analyse des Einflusses von Priming-Effekten auf die Rezeption
  • Zusammenhang zwischen Emotionalisierung und Zuschauerbindung

Auszug aus dem Buch

2.1 Definition von Mediensport und sportlicher Realität

Es herrscht Einigkeit darüber, dass die öffentliche Wahrnehmung des Sports medienspezifischen Einflüssen unterliegt (Horky, 2001, S. 175; Gleich, 2008, S. 189), die zur Entstehung des „Mediensports“ bzw. der „Sportmedienrealität“ (Scherer, 2004, S. 215) geführt haben. Diese Realitätskonstruktion weist allerdings nur wenige Ähnlichkeiten zu tatsächlichen sportlichen Realität auf. Die ursprüngliche sportliche Realität beschreibt den Alltag von Spitzensportlern, welcher durch tägliches Training, regelmäßige Wettkämpfe und hohe körperliche Belastungen geprägt ist (Knobbe, 2000, S. 27). Im Vergleich zum Breitensport zählt im Spitzensport ausschließlich der Leistungsgedanke und es wird ein entsprechender Aufwand betrieben um diesem gerecht zu werden (Horky, 2001, S. 121). Über diesen Alltag erfährt der Zuschauer zumeist jedoch relativ wenig, da er in den Medien nur geringe Beachtung findet. Diese Form der bewussten Selektion, in Kombination mit weiteren Faktoren, wird gleichbedeutend mit Mediensport oder Sportmedienrealität bezeichnet.

Zentrales Merkmal ist die Berichterstattung über nur wenige medial verwertbare Teilbereiche des Sports. Bereits die Auswahl der gezeigten Sportarten verdeutlicht den Fokus auf massentauglichen Sport wie Fußball, Formel 1 oder Wintersport (Loosen, 2001, S. 137). Ein gutes Beispiel sind die zehn Fernsehsendungen mit höchsten Einschaltquoten im Jahr 2012. Hier finden sich aufgrund der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine ausnahmslos Fußballspiele (Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung, 2012, o.S.).

Theoretisch lässt sich dieser Vorgang mit einem zweistufigen Selektionsprozess erklären. Journalisten legen in einem ersten Schritt fest, über welche Themen sie berichten und welche Inhalte für die Öffentlichkeit relevant sind. Anschließend wird entschieden, in welcher Tonalität die Berichterstattung erfolgen soll. Zwar lässt sich hier natürlich von einer Form der Verzerrung sprechen, andererseits bleibt den Medien meist nichts anderes übrig. Es ist schlicht unmöglich, alle Bereiche der sportlichen Realität gleichwertig zu erfassen, sodass die Konstruktion einer eigenen Medienwirklichkeit unabdingbar ist (Becker, 1983, S. 31, Horky, 2001, S. 149).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Medialisierung des Risikosports und Formulierung der zentralen Forschungsfragen.

2. Mediensport und die Rolle von Emotionen: Analyse der theoretischen Grundlagen von Mediensport sowie der Rolle von Emotionen und Wahrnehmungsmustern bei der Sportrezeption.

3. Grundlagen des Risikosports: Definition der Risikoforschung im Sport sowie Erläuterung der psychologischen Grundlagen, insbesondere des Konzepts Sensation Seeking.

4. Die Medialisierung des Risikosports: Untersuchung der Verbindungen zwischen Trendsport und Risikosport im Kontext medialer Inszenierungsstrategien.

5. Forschungsgegenstand und Hypothesen: Herleitung der Hypothesen zu den Effekten medialer Inszenierung auf die emotionale Bewertung durch verschiedene Nutzergruppen.

6. Methodische Umsetzung: Beschreibung des Online-Experiments, der Operationalisierung der Variablen und der Auswahl des Stimulusmaterials.

7. Darstellung der Ergebnisse: Präsentation der erhobenen Daten, Faktorenanalysen, Reliabilitätsprüfungen und die Überprüfung der aufgestellten Forschungshypothesen.

C. Fazit: Kritische Reflexion der Ergebnisse, Einordnung in den Forschungsstand und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Risikosport, Medialisierung, Sensation Seeking, Sportrezeption, Medienwirkung, Emotionen, Online-Befragung, Priming, Sportberichterstattung, Extremsport, Medienpsychologie, Zuschauerbindung, Wahrnehmungsmuster, Motivationspsychologie, Risikoforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie mediale Inszenierungsstrategien in Clips über Risikosportarten die Wahrnehmung und das emotionale Erleben der Zuschauer beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Medialisierung des Sports, die psychologischen Hintergründe von Sensation Seeking sowie die Wirkung medialer Reize auf die Einstellung zum Risikosport.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu analysieren, welchen Einfluss die mediale Darstellung (insbesondere die Emotionalisierung) auf die emotionale Selbsteinschätzung und die Einstellung gegenüber Risikosport hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine quantitative Methode in Form eines Online-Experiments mit drei verschiedenen Versuchsbedingungen (Kontrollgruppe und zwei experimentelle Gruppen).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Rahmen zur Medien- und Risikoforschung sowie einen empirischen Teil, in dem die Hypothesen durch eine Online-Befragung und Faktorenanalysen getestet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Risikosport, Medialisierung, Sensation Seeking, Medienwirkung und emotionale Rezeption beschreiben.

Welche Rolle spielt Sensation Seeking bei der Rezeption von Risikosport-Clips?

Sensation Seeking dient als Persönlichkeitsmerkmal zur Segmentierung der Zielgruppe; es wird untersucht, ob High Sensation Seeker stärker auf risikoreiche und emotional aufbereitete Medieninhalte ansprechen.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich der Wirkung von Priming?

Der Autor stellt fest, dass mediale Hinweise auf Gefahr (Priming) bei der emotionalen Selbsteinschätzung eine Rolle spielen, wobei teilweise grenzwertige Signifikanzen und interessante Trends erkennbar sind, die weiterführende Studien erfordern.

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Details

Title
Medialisierung im Risikosport
Subtitle
Eine Untersuchung zum Einfluss von Emotionalisierung auf die Rezeption von Risikosport-Videoclips
College
University of Augsburg
Grade
1,7
Author
Max Becker (Author)
Publication Year
2014
Pages
64
Catalog Number
V273977
ISBN (eBook)
9783656659563
ISBN (Book)
9783656659587
Language
German
Tags
Emotionen Sport Mediatisierung Medien Risikosport Extremsport Red Bull Emotionalisierung Studie Rezeption von Risikosport Rezeption von Emotionen Sensation Seeking High Sensation Seeker Low Sensation Seeker
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Max Becker (Author), 2014, Medialisierung im Risikosport, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/273977
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