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Die Darstellung der Langobarden in den "Annales Regni Francorum"

Title: Die Darstellung der Langobarden in den "Annales Regni Francorum"

Seminar Paper , 2011 , 22 Pages , Grade: 3

Autor:in: Marko Stevic (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit widmet sich der Fragestellung, wie die Langobarden in den „Fränkischen Reichsannalen“ sowie der überarbeiteten Version, den „Einhardsannalen“ dargestellt wurden, und in welchen Bezügen die Darstellungen in diesen Quellen zum historischen Kontext ihrer Entstehungszeit stehen. Welche Absichten stecken hinter den Darstellungsweisen? Sind gewisse Diskurse feststellbar? Was für Abweichungen treten auf, und wie lassen sich diese erklären? Der Aufsatz berücksichtigt dabei die Zeitspanne, die sich zwischen der „Pippinischen Schenkung“ im Jahre 753 und dem Kriegszug nach Benevent im Jahre 800, der von Karls Sohn Pippin angeführt wurde, erstreckt.
Die verwendeten Quellentexte stammen aus der Freiherr von Stein-Gedächtnisausgabe: ARF, unter Benützung der Übersetzungen von Otto Abel und Julius von Jasmund neu bearb. und übers. von Reinhold Rau , in: Quellen zur Karolingischen Reichsgeschichte 1, Darmstadt 1955 (Ausgewählte Quellen zur Deutschen Geschichte des Mittelalters, FSGA 5).
Bezüglich des Forschungsstandes sei auf Hartmanns Auflistung seiner Auswahl an rezipierter Literatur hingewiesen.1 Erwähnt seien Hägermanns umfangreiches Werk mit einer gewaltigen Anzahl von Quellenzitaten, reichhaltigen Ausführungen zur politischen und Sozialgeschichte, sowie Rosamond McKittericks „Studiensammlung“, die vertiefte Kenntnisse der Materie vermittelt.
Bezüglich der Methodologie wurden bei der vorliegenden Arbeit Quellentexte zitiert, wobei mittels durchgeführten „Inhaltsanalysen“ interne und mit Hilfe der verwendeten Sekundärliteratur externe Quelleninterpretationen unternommen wurden. Zusätzlich wurde der „historische Kontext“ erläutert. Betont sei, dass eine Auswahl vorgenommen wurde und dennoch der Rahmen gewaltig ausfiel und die Arbeit zu sprengen drohte. Die Arbeit ist thematisch folgendermassen gegliedert:
Nach der Einleitung erfolgt ein kurzer Abriss über die Entstehungs- und Überlieferungsgeschichte der Handschriften. Danach wird im dritten Teil Pippins Politik mit den Langobarden erläutert. Im vierten Teil wird die Heirat Karls mit der Tochter des Desiderius erklärt, sowie ihre anschliessende Verstossung und der „Bruch“ mit Desiderius. Im fünften Teil wird auf den Krieg Karls mit Desiderius sowie der Belagerung von Pavia eingegangen. Im sechsten Teil werden die Kriegszüge gegen den friaulischen Herzog Hrodgaud sowie gegen Benevent und Spoleto erläutert. Der siebte Teil bietet schliesslich eine überblicksartige Zusammenfassung, [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die „Reichsannalen“ als Quelle

3. Pippin und Aistulf

3.1. Die „Pippinische Schenkung“

3.2. Kriegszug gegen Aistulf

4. Karl der Grosse und die Tochter des Desiderius

4.1. Die Nachfolge Papst Pauls I.

4.2. Reichsteilung nach Pippins Tod

4.3. Der Brief Papst Stephans III.

4.4. Die Ehe mit der Tochter des Desiderius

5. Krieg mit Desiderius

5.1. Belagerung von Pavia

5.2. Die Flucht des Adelchis

5.3. Karl wird König der Langobarden

6. Kriegszüge gegen Hrodgaud und Benevent

6.1. Aufstand des Hrodgaud

6.2. Kriegszüge gegen Benevent

7. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung der Langobarden in den Fränkischen Reichsannalen sowie deren überarbeiteter Fassung, den Einhardsannalen, und analysiert, inwieweit diese Schilderungen in den historischen Kontext ihrer Entstehungszeit eingebettet sind und als Legitimationsinstrument für die karolingische Expansionspolitik dienten.

  • Analyse der Darstellung der Langobarden in fränkischen Quellentexten.
  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Geschichtsschreibung und politischer Machtlegitimation.
  • Vergleichende Betrachtung der Reichsannalen und der Einhardsannalen.
  • Bewertung des Einflusses des Papsttums auf die Wahrnehmung der Langobarden.
  • Historische Aufarbeitung der fränkisch-langobardischen Konflikte (753–800).

Auszug aus dem Buch

3.2. Kriegszug gegen Aistulf

Pippin zog sogleich nach Italien und errang einen schnellen Sieg über den Langobardenkönig Aistulf, der die dem Papst zugesicherten Gebiete zu übergeben versprach.

In den Reichsannalen hierzu:

755.

Als König Pippin auf die päpstliche Einladung hin nach Italien zog um dem sel. Apostel Petrus Recht zu verschaffen, zog der Langobardenkönig Aistulf, der dieses Recht verweigerte, in die lombardischen Klausen dem König Pippin und den Franken entgegen.

Und sie begannen den Krieg und durch Gottes Hilfe und das Eingreifen des sel. Apostels Petrus blieb Pippin mit den Franken Sieger.

Im selben Jahr wurde Papst Stephan in seine hl. Stadt zurückgebracht durch die Boten des Königs Pippin, Folrad und wer sonst mit ihm war. Als aber König Aistulf in der Stadt Pavia eingeschlossen war, versprach er, das Recht des heiligen Petrus zu wahren. Darauf kehrte König Pippin nach Stellung von 40 Geiseln und eidlicher Bekräftigung des Vertrags nach Francien zurück.

Karlmann aber der Mönch blieb mit der Königin Bertrada krank in Vienne, siechte viele Tage dahin und starb in Frieden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Forschungsziel, die Quellenbasis und die methodische Vorgehensweise zur Untersuchung der Darstellung der Langobarden.

2. Die „Reichsannalen“ als Quelle: Dieses Kapitel beleuchtet die Entstehungsgeschichte, Überlieferung und inhaltlichen Charakteristika der Annales regni Francorum.

3. Pippin und Aistulf: Hier wird der Beginn des fränkisch-langobardischen Konflikts anhand der Pippinischen Schenkung und des ersten Kriegszugs von 755 erörtert.

4. Karl der Grosse und die Tochter des Desiderius: Das Kapitel analysiert die komplexen diplomatischen und ehelichen Beziehungen zwischen Karl, dem Papsttum und dem Langobardenreich.

5. Krieg mit Desiderius: Fokus auf den Kriegszug von 773, die Eroberung Pavias und die Etablierung Karls als neuer König der Langobarden.

6. Kriegszüge gegen Hrodgaud und Benevent: Betrachtung der militärischen Unterwerfung restlicher langobardischer Gebiete und der Aufstände in Friaul und Benevent.

7. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Auswertung der Ergebnisse hinsichtlich des religiös motivierten Diskurses und der verzerrten Quellenlage.

Schlüsselwörter

Langobarden, Franken, Karl der Grosse, Reichsannalen, Einhardsannalen, Pippin, Desiderius, Papsttum, Schenkung, Eroberung, Legitimation, Geschichtsschreibung, Mittelalter, Politik, Quellenanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Darstellung der Langobarden in den Fränkischen Reichsannalen und deren Überarbeitung, den Einhardsannalen, im Zeitraum zwischen 753 und 800.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die fränkische Expansion nach Italien, die Rolle der päpstlichen Politik und die Nutzung von Geschichtsschreibung als Mittel zur politischen Legitimation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu zeigen, wie ein religiös motivierter Diskurs konstruiert wurde, um das fränkische Vorgehen gegen die Langobarden vor Gott und den Menschen zu rechtfertigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden Inhaltsanalysen der Quellentexte durchgeführt, ergänzt durch externe Quelleninterpretation unter Heranziehung moderner Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt chronologisch die wesentlichen Konflikte: von Pippins Intervention und der Schenkung über das gescheiterte Bündnis Karls durch die Heirat mit der Tochter Desiderius bis hin zur Unterwerfung des Langobardenreiches.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Langobarden, Franken, Karl der Grosse, Reichsannalen, Legitimation und Quellenkritik sind die prägenden Begriffe.

Warum wird der Brief Papst Stephans III. im Zusammenhang mit Karls Ehe analysiert?

Der Brief dient als Beispiel für päpstliche Propaganda, die rassistische und polemische Argumente nutzte, um ein politisches Bündnis zwischen Franken und Langobarden zu verhindern.

Was schlussfolgert die Arbeit hinsichtlich der historischen Realität?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Quellen ein einseitiges und langobardenfeindliches Bild zeichnen, welches die tatsächlichen politischen Interessen und die Komplexität der damaligen Situation verschleiert.

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Details

Title
Die Darstellung der Langobarden in den "Annales Regni Francorum"
College
University of Zurich  (Historisches Seminar)
Course
Karl der Grosse (Seminar)
Grade
3
Author
Marko Stevic (Author)
Publication Year
2011
Pages
22
Catalog Number
V273939
ISBN (eBook)
9783656663935
ISBN (Book)
9783656664543
Language
German
Tags
Annales Regni Francorum Karl der Grosse Langobarden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marko Stevic (Author), 2011, Die Darstellung der Langobarden in den "Annales Regni Francorum", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/273939
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