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Tiere und Tierhaftes in Hartmann von Aues "Iwein"

Title: Tiere und Tierhaftes in Hartmann von Aues "Iwein"

Seminar Paper , 2010 , 29 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Marko Stevic (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies

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Als die literarischen Strömungen im 18. und 19. Jahrhundert nach der Aufklärung wieder dem Gedankengut des Mittelalters und der „Volkskultur“ mehr Wertschätzung zu verleihen beabsichtigt hatten, wurden auch gewisse Vorstellungen über Tiere in die Literatur mit hinein projiziert. In Goethes Werken finden sich viele Tiermetaphern, man denke nur an die berühmteste, als der Pudel im Faust seine Gestalt ändert, und sich Mephistopheles offenbart: „Das ist des Pudels Kern.“ Andere Beispiele für Tiermetaphorik wären die berühmten Schlangen in E.T.A. Hoffmanns „Der goldne Topf“. Diese von den Ursprüngen der Menschheit bis in die Gegenwart reichende Verwendung von Tiermetaphorik hat diverse Motive und Funktionen, doch eines haben allesamt gemeinsam: Man kann dem Signifikat „Tier“ verschiedene signifikante Inhalte zuordnen, die zueinander auch widersprüchlich sein können, aber dennoch assoziativ sind.
Dass auch in Hartmanns von Aue Iwein der metaphorische (und metonymische) Gebrauch der Tiere bestimmte Funktionen hat, soll die vorliegende Arbeit darstellen. Hierbei ist anzumerken, dass die Beziehungen zwischen Mensch und Tier verknüpft sind zum Verhältnis zwischen Mensch und Gott, was eines der zentralen Themen Hartmanns von Aue ausmacht. In diesem Aufsatz werden alle vorkommenden Figuren und Erscheinungen, die sich, mittelbar oder unmittelbar, in ein paradigmatisches Bedeutungsfeld des „Tierischen“ einordnen lassen, genauestens geprüft, beschrieben und gedeutet. Die Zielsetzung ist es, folgende Fragen zu beantworten:
Wie lässt sich das Tierhafte bzw. wie lassen sich Tiere im Iwein darstellen?
Welche Funktionen haben die Tiere in der Erzählung und für was stehen diese?
Welche Funktion hat der jeweilige Erzählteil, in welchem etwas Tierartiges vorkommt, im Kontext und im Verhältnis zu anderen Elementen und zum Gesamtwerk?
Der Aufbau der Arbeit gliedert sich folgendermassen: Als erstes liefere ich im zweiten Teil nach der Einführung einige Angaben zum Autor des Iwein, zum Werk selber sowie der Quellenlage.
Im darauf folgenden, dritten Teil soll eine genaue Textanalyse der Szenen erfolgen, in denen Tiere im Verlauf der Erzählung auftauchen und dem Hauptprotagonisten entweder hilfreich oder hinderlich entgegentreten...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Verfasser und Werk

2.1. Hartmann von Aue

2.2. Quelle und Überlieferung

3. Tiersymbolik – Textanalysen und Interpretationen

3.1. Der Wilde Mann

3.2. Die Quelle

3.3. Der Löwe und der Drache

3.4. Der Ritter mit dem Löwen

4. Erzählstrukturen, Motive, Deutungsversuche

4.1. Heilsgeschichtliche Struktur

4.2. Der doppelte Cursus

4.3. Geistliche Naturdeutungen

4.4. Bezüge zur Bibel

4.5. Tiefenpsychologische Interpretationen

4.6. Historisch-soziologische Interpretationen

4.7. Keltische Motive

4.8. Motive der Freundschaft

4. Schlussbetrachtung

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die metaphorische und metonymische Funktion von Tieren sowie tierartigen Figuren in Hartmanns von Aue Artusroman „Iwein“. Dabei wird das zentrale Verhältnis zwischen Mensch, Tier und Gott analysiert, um zu ergründen, wie die Tierdarstellungen den Entwicklungsweg und die Selbstfindung des Protagonisten maßgeblich beeinflussen und symbolisch spiegeln.

  • Die ikonografische und symbolische Bedeutung von Tieren im Iwein.
  • Die Rolle der Tiere als Begleiter oder Hindernisse auf dem Aventiureweg.
  • Die Verbindung von Tiersymbolik und christlich-heilsgeschichtlichen Motiven.
  • Tiefenpsychologische und soziologische Deutungsansätze zur Charakterentwicklung Iweins.
  • Die Analogie zwischen tierischen Begleitern und höfischen Freundschaftsidealen.

Auszug aus dem Buch

3.3. Der Löwe und der Drache

Erst durch die Hilfe einer Wundersalbe der Fee Feimorgan kann Iwein wieder genesen und erkennt, dass er seinen Anspruch, zur höfischen Gesellschaft dazuzugehören, verwirkt hat. Er beginnt aber seine Ehre wiederherzustellen und sich eine neue „Identität“ aufzubauen. Als erstes befreit er ein Land von einem Grafen, danach besteht er noch viele andere Abenteuer, doch nicht allein, denn es findet sich auf seinen weiteren Wegen ein Begleiter für ihn, nämlich in Gestalt eines Löwen. Als er auf einer Strasse unterwegs ist, vernimmt er eine Stimme und verfolgt diese. Auf diese Weise kommt er zu einer Lichtung, wo er einem Drachen und einem Löwen begegnet, die sich bekämpfen. Die Begegnung erinnert an Kalogrenants Schilderung über eine Lichtung, in der Tiere miteinander kämpften. Das verleiht Kalogrenants Erzählung visionären Charakter. Im Angesicht des Kampfes zwischen dem Drachen und dem Löwen steht Iwein vor einer Entscheidung, ob er eingreifen soll oder nicht, und wenn ja, dann wäre die Frage, für welche Seite er Partei ergreifen sollte:

hern Îwein tete der zwîvel wê

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische und mythologische Relevanz von Tiersymbolik ein und definiert die Zielsetzung der Arbeit, die Beziehungen zwischen Mensch, Tier und Gott im Iwein zu untersuchen.

2. Verfasser und Werk: Das Kapitel bietet einen Überblick über Hartmann von Aue als Autor und beleuchtet die spärliche Überlieferungsgeschichte sowie die literarischen Vorlagen des Iwein.

3. Tiersymbolik – Textanalysen und Interpretationen: Hier erfolgt eine detaillierte textanalytische Untersuchung zentraler Szenen, in denen Tiere auftreten, wie der Wilde Mann, die mythische Quelle, der Kampf zwischen Löwe und Drache sowie Iweins Lebensgemeinschaft mit dem Löwen.

4. Erzählstrukturen, Motive, Deutungsversuche: Dieses Kapitel verknüpft die Analysen mit übergeordneten Interpretationsmodellen, darunter heilsgeschichtliche, tiefenpsychologische und soziologische Perspektiven, um die Bedeutung der erzählten Abenteuer zu abstrahieren.

4. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse und betont die zeitlose Qualität des Iwein als Selbstwerdungsgeschichte, in der Tiersymbolik als essenzielles Bedeutungselement fungiert.

Schlüsselwörter

Hartmann von Aue, Iwein, Tiersymbolik, Artusroman, Mittelalter, Identität, Selbstfindung, Löwe, Drache, Aventiure, christliche Symbolik, Tiefenpsychologie, höfische Freundschaft, Heilsgeschichte, Literaturinterpretation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Funktion von Tieren und tierhaften Elementen im Artusroman „Iwein“ von Hartmann von Aue und deren Bedeutung für die moralische und geistige Entwicklung des Protagonisten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Tiersymbolik, das Verhältnis von Mensch und Tier, religiöse Deutungsmuster, höfische Tugenden und psychologische Prozesse der Selbstfindung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die paradigmatische Bedeutung der „tierischen“ Figuren und Situationen im Text zu untersuchen und zu zeigen, wie diese den „Aventiureweg“ Iweins als eine Geschichte der Selbstwerdung und moralischen Reifung unterstreichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine detaillierte Textanalyse der Primärquelle sowie auf komparatistische und literaturwissenschaftliche Ansätze, ergänzt durch historische, theologische und tiefenpsychologische Deutungshorizonte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse spezifischer Begegnungen mit Tieren (Wilder Mann, Quelle, Löwe und Drache) und deren Interpretation im Kontext der mittelalterlichen Literatur und Symbolik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Iwein, Tiersymbolik, Identitätssuche, christliche Allegorik, Artusroman und mittelalterliche Motivik kennzeichnen.

Wie deutet der Autor den Kampf zwischen dem Löwen und dem Drachen?

Dieser Kampf wird als zentrale Entscheidungssituation für Iwein interpretiert, in der er sich symbolisch gegen das Böse (Drache) und für das Gute (Löwe) entscheidet, was seine Rückkehr in die höfische Gemeinschaft ermöglicht.

Welche Rolle spielt der Löwe nach seiner Rettung durch Iwein?

Der Löwe wird zum stetigen Begleiter Iweins, der als Symbol für Gerechtigkeit, Loyalität und göttlichen Beistand fungiert und maßgeblich dazu beiträgt, dass Iwein seine verlorene Ehre wiedererlangen kann.

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Details

Title
Tiere und Tierhaftes in Hartmann von Aues "Iwein"
College
University of Zurich  (Deutsches Seminar)
Course
Modul 119 Hartmann von Aue (Seminar)
Grade
2,3
Author
Marko Stevic (Author)
Publication Year
2010
Pages
29
Catalog Number
V273934
ISBN (Book)
9783656663614
ISBN (eBook)
9783656663669
Language
German
Tags
Iwein Hartmann von Aue
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marko Stevic (Author), 2010, Tiere und Tierhaftes in Hartmann von Aues "Iwein", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/273934
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