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Der "Brief von Anna Louise Karsch an Johann Wilhelm Ludwig Gleim"

Eine Sprachgeschichtliche Analyse

Title: Der "Brief von Anna Louise Karsch an Johann Wilhelm Ludwig Gleim"

Term Paper , 2008 , 13 Pages , Grade: unbenotet

Autor:in: Marko Stevic (Author)

German Studies - Linguistics

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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit behandelt den Text „Brief von Anna Louise Karsch an Johann Wilhelm Ludwig Gleim“, ordnet diesen sprachgeschichtlich ein und zeigt die Bedeutung des Textes für den Sprachwandel auf, indem hierfür Begründungen und Beschreibungen gewichtiger und hervorstechender Merkmale gegeben werden.
Dieser Quellentext lässt sich eindeutig in die Phase des Barocks und der Aufklärung einordnen. Sowohl inhaltlich als auch formal betrachtet beherbergt er auffällige Merkmale, welche wir diesem Zeitabschnitt zuschreiben können und welche in den verschiedenen Teilen dieser Arbeit unter unterschiedlichen Aspekten ermittelt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Quellenkritik und Quellenanalyse

3. Sozialhistorische Erörterungen

4. Historisch-pragmatische Betrachtungsweise

5. Morphologische, syntagmatische und lexikalische Aspekte

6. Schlussteil

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert sprachgeschichtlich den „Brief von Anna Louise Karsch an Johann Wilhelm Ludwig Gleim“ und ordnet ihn in den historischen Kontext von Barock und Aufklärung ein, um Merkmale des Sprachwandels aufzuzeigen.

  • Quellenkritische Einordnung des Briefes als Performanzfragment.
  • Sozialhistorische Kontextualisierung von Leben und Werk der Anna Louise Karsch.
  • Historisch-pragmatische Untersuchung der Anredeformen und des Dialogs.
  • Analyse syntaktischer und morphologischer Sprachwandelphänomene.
  • Untersuchung barocker Stilmittel und lexikalischer Neuerungen.

Auszug aus dem Buch

5. Morphologische, syntagmatische und lexikalische Aspekte

Die in dem Text verwendete Sprache ist der Standardsprache welche wir heute gebrauchen sehr ähnlich. Wir haben keine Verständnisprobleme und es sind keine grammatikalischen Unterschiede erkennbar.

Betrachten wir als erstes die syntagmatischen Gegebenheiten des Textes: Ebenso wie im heutigen Gegenwartsdeutsch finden sich alle Möglichkeiten der Koordination durch Parataxe (keine syntaktisch hierarchische Unterordnung durch verbindende Satzpartikel wie „und“, „oder“ usw.) und der Subkoordination durch Hypotaxe (Verschachtelung von Nebensätzen und deren Konjunktionen mit Wörtern wie „weil“, „obwohl“ usw.). Einige Merkmale des Textes zeigen jedoch markant die Zugehörigkeit des Textes zum 18. Jahrhundert. Besonders typisch ist, wenn wir uns den Satzbau ansehen, die „kunstvoll geordnete hypotaktische Periode“: Viele Sätze sind sehr kunstvoll mit vielen Nebensätzen verschachtelt, immens gegliedert und weisen eine extreme Komplexität auf.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die sprachgeschichtliche Analyse des Briefes von Anna Louise Karsch an Johann Wilhelm Ludwig Gleim ein und beschreibt die methodische Vorgehensweise.

2. Quellenkritik und Quellenanalyse: Das Kapitel definiert den Brief als sprachgeschichtlichen Überrest beziehungsweise Performanzfragment und diskutiert die Schwierigkeit der Einteilung in primäre und sekundäre Fragmente.

3. Sozialhistorische Erörterungen: Hier werden der historische Kontext der Entstehungszeit, der preußische Absolutismus und die biografischen Lebensumstände von Anna Louise Karsch beleuchtet.

4. Historisch-pragmatische Betrachtungsweise: Dieses Kapitel untersucht die Anredeformen im Dialog zwischen Karsch und König Friedrich II. sowie das Prinzip der negativen und positiven Höflichkeit.

5. Morphologische, syntagmatische und lexikalische Aspekte: Die Analyse konzentriert sich auf barocke Stilmittel, den hypotaktischen Satzbau, Besonderheiten der zeitgenössischen Rechtschreibung sowie lexikalische Entlehnungen und Wortbildungen.

6. Schlussteil: Das Kapitel fasst zusammen, dass die Quelle bedeutende Einblicke in den Sprachwandel sowie für interdisziplinäre wissenschaftliche Analysen bietet.

Schlüsselwörter

Sprachgeschichte, Anna Louise Karsch, Barock, Aufklärung, Quellenkritik, Performanzfragment, Soziolinguistik, historische Pragmatik, Höflichkeit, Hypotaxe, Parataxe, Sprachwandel, Morphologie, Lexik, Briefkultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt eine sprachgeschichtliche Analyse des Briefes von Anna Louise Karsch an Johann Wilhelm Ludwig Gleim aus dem Jahr 1763.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Quellenkritik, der sozialhistorische Kontext der Preußenzeit, historische Pragmatik sowie verschiedene sprachwissenschaftliche Ebenen wie Morphologie und Syntax.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die sprachgeschichtliche Einordnung des Briefes und die Aufzeichnung seiner Bedeutung für den Sprachwandel durch die Identifikation spezifischer Merkmale des 18. Jahrhunderts.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es wird ein methodischer Ansatz gewählt, der Quellenanalyse, sozialhistorische Erörterungen, historische Pragmatik sowie eine deskriptive sprachliche Analyse auf morphologischer und syntaktischer Ebene kombiniert.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit dem Aufbau von Briefen im 18. Jahrhundert, dem sozialen Aufstieg der Karsch, den Anredeformen im höfischen Kontext sowie barocken Stilmitteln wie Hypotaxe und Metaphorik.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Sprachwandel, Performanzfragment, Empfindsamkeit, barocke Literatursprache, Höflichkeit und historische Pragmatik.

Wie unterscheidet sich die Anrede der Karsch gegenüber dem König und Gleim?

Die Karsch nutzt gegenüber dem König formelle Titel („Ihro Majestät“), während sie beim Freund Gleim durch das Weglassen von Titeln und die dritte Person eine distanzierte „negative Höflichkeit“ wahrt.

Warum wird der Brief im Text als „Performanzfragment“ bezeichnet?

Der Begriff wird gewählt, weil der Brief ohne bewusste Absicht für die Nachwelt entstand und somit als ein „Überrest“ der damaligen Sprachverwendung gilt.

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Details

Title
Der "Brief von Anna Louise Karsch an Johann Wilhelm Ludwig Gleim"
Subtitle
Eine Sprachgeschichtliche Analyse
College
University of Zurich  (Deutsches Seminar)
Course
Basismodul 105 Linguistik „Neuere Sprachgeschichte“
Grade
unbenotet
Author
Marko Stevic (Author)
Publication Year
2008
Pages
13
Catalog Number
V273929
ISBN (Book)
9783656663461
ISBN (eBook)
9783656663478
Language
German
Tags
Anna Louise Karsch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marko Stevic (Author), 2008, Der "Brief von Anna Louise Karsch an Johann Wilhelm Ludwig Gleim", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/273929
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