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Literatur und Fotographie: Möglichkeiten und Probleme ihrer Wirklichkeitsdarstellung

Title: Literatur und Fotographie: Möglichkeiten und Probleme ihrer Wirklichkeitsdarstellung

Term Paper , 2010 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Christina Conradi (Author)

German Studies - Modern German Literature

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Summary Excerpt Details

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“, heißt es – doch wie exakt kann ein starres Foto das, was wir „Wirklichkeit“ nennen, wahrhaftig abbilden? Welche Vorteile – aber auch Einschränkungen – hat demgegenüber die Literatur?
Diese Hausarbeit möchte ich dem Thema widmen, wie Literatur und Fotographie auf ihre Rezipienten wirken, wie sie Einfluss auf seine Wahrnehmung des Abgebildeten nehmen und wie eindeutig sie dabei sein können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung:

2. Darstellung in Literatur und Photographie:

2.1 Eindeutigkeit der Darstellung

2.2 „Bewegungsfreiheit“ in der Darstellung

2.3 Lenkung des Rezipienten

2.4 Beschränkung auf das Sichtbare

2.5 Nachgedanken zur Literatur

3. Wahrnehmung der Wirklichkeit:

4. Fazit:

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die unterschiedlichen Wirkungsweisen von Literatur und Photographie in Bezug auf die Darstellung der Wirklichkeit. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie eindeutig die Darstellungsweisen dieser beiden Medien sind, welches Potenzial sie zur Lenkung des Rezipienten besitzen und welche inhärenten Freiheiten oder Einschränkungen bei der Abbildung der Realität jeweils bestehen.

  • Vergleich der Eindeutigkeit von Text- und Bilddarstellungen
  • Die Rolle des individuellen Erfahrungshorizonts bei der Rezeption
  • Möglichkeiten der Blicklenkung durch Autor und Photograph
  • Grenzen der Photographie hinsichtlich Zeit und Raum
  • Die Unzulänglichkeit der Medien als Annäherung an das menschliche Sehen

Auszug aus dem Buch

2.1 Eindeutigkeit der Darstellung

Zunächst möchte ich mich der Eindeutigkeit des Dargestellten in Literatur und Photographie zuwenden und damit auch der Frage, welche Ergebnisse es hätte, wenn man verschiedene Rezipienten beider Medien bitten würde das von ihnen Wahrgenommene selbst zeichnerisch wiederzugeben:

Es dürfte einem Schriftsteller – wie sehr er sich auch mühe geben mag – unmöglich sein etwas in einem Text so exakt zu beschreiben, dass bei zwei Menschen ein identisches Bild hervorgerufen wird, denn: Damit der Realismus nicht ein leeres Wort sei, müßten alle Menschen denselben Geist, die selbe Art und Weise besitzen, die Dinge zu sehen.

Doch da auf Grund der Abstraktheit des sprachlichen Zeichens jeder Mensch eine eigene, individuelle Vorstellung von allen möglichen Begriffen hat, hängt dieses Bild nicht nur von der Kunstfertigkeit des Schriftstellers ab: Auch der jeweilige Erfahrungshorizont eines jeden Rezipienten hat einen maßgeblichen Einfluss auf die Vorstellung. Ließe man jemanden, der bisher nur ein oder zwei Kirchen gesehen hat, zum Beispiel das Herrenhaus zu Hohen-Cremmen – der Beschreibung Fontanes folgend – zeichnen, so würde die im Text erwähnte Kirche mit Sicherheit zumindest einer der dem Leser bekannten Kirchen ähneln, wenn nicht sogar gleichen. Je ähnlicher die Erfahrungen und Einflüsse zweier Menschen sind, desto ähnlicher müssten darum auch ihre Bilder sein. Bewohner der selben Ortschaft würden dann überwiegend ähnliche Bilder zeichnen, Personen aus einem anderen Kulturkreis müssten sich hingegen in ihren Zeichnungen stark unterscheiden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Thema der Wirksamkeit von Literatur und Photographie auf die menschliche Wahrnehmung und erläutert die methodische Beschränkung auf physikalisch wahrnehmbare Aspekte.

2. Darstellung in Literatur und Photographie: Dieses Hauptkapitel analysiert kritisch die mediale Eindeutigkeit, die räumliche und zeitliche Begrenztheit sowie die Möglichkeiten der Lenkung des Lesers oder Betrachters.

2.1 Eindeutigkeit der Darstellung: Untersuchung der subjektiven Vorstellungsbildung bei Lesern im Vergleich zur vermeintlichen Objektivität photographischer Abbildungen.

2.2 „Bewegungsfreiheit“ in der Darstellung: Erörterung der zeitlichen und räumlichen Limitierung der Photographie und wie diese durch die Wahl des Bildausschnitts die Interpretation beeinflusst.

2.3 Lenkung des Rezipienten: Analyse der gezielten Blicksteuerung durch Autoren mittels Textgestaltung und durch Photographen mittels Schärfe-Unschärfe-Kontrasten.

2.4 Beschränkung auf das Sichtbare: Darstellung der Vorteile der Literatur, die über das rein Visuelle hinaus auch Sinneseindrücke und Hintergrundwissen vermitteln kann.

2.5 Nachgedanken zur Literatur: Reflexion über den Realismusbegriff und die Erkenntnis, dass die Imitation des menschlichen Sehens das eigentliche Ziel der Literatur ist.

3. Wahrnehmung der Wirklichkeit: Dieses Kapitel thematisiert die allgemeine Subjektivität menschlicher Wahrnehmung und deren Bedeutung für die mediale Abbildung.

4. Fazit: Zusammenfassung der Ergebnisse, wonach kein Medium eine objektive, eindeutige Wirklichkeit abbilden kann, da die Darstellung stets der subjektiven Wahrnehmung unterworfen bleibt.

Schlüsselwörter

Literatur, Photographie, Wirklichkeitsdarstellung, Rezeption, Wahrnehmung, Erfahrungshorizont, Realismus, Blicklenkung, Mimesis, Bildausschnitt, Subjektivität, Abbildung, Medienvergleich, Effi Briest, Sinneseindrücke.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Literatur und Photographie auf den Rezipienten wirken und inwieweit sie in der Lage sind, die Wirklichkeit präzise und eindeutig darzustellen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Eindeutigkeit der Darstellung, die Lenkung des Betrachters, die Rolle des individuellen Erfahrungshorizonts sowie die Unterschiede in der Abbildung von Raum und Zeit.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Kernfrage lautet, wie einheitlich das Bild ist, das Literatur und Photographie bei einem Rezipienten erzeugen können, und welche Freiheiten sowie Einschränkungen diese Medien jeweils besitzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer literaturwissenschaftlichen Analyse und einem Medienvergleich, wobei Textbeispiele aus Fontanes "Effi Briest" und verschiedene Photographien als Belege herangezogen werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Darstellungsweisen, der Blicklenkung durch Autoren und Photographen, sowie eine kritische Betrachtung der Grenzen von Bild und Text.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Realismus, Wahrnehmung, Mimesis, Subjektivität und die mediale Differenz zwischen Text und Bild.

Wie unterscheidet sich die Literatur laut der Autorin von der Photographie bei der Darstellung von Details?

Die Literatur ist nicht auf das Sichtbare begrenzt; sie kann zudem Sinneseindrücke und Hintergrundwissen vermitteln, was der Photographie ohne Begleittexte verwehrt bleibt.

Warum ist die "Ungenauigkeit" in der Literatur laut der Autorin kein Manko?

Sie wird als Vorteil gewertet, da sie es ermöglicht, die "glückliche Unzulänglichkeit" des menschlichen Auges nachzuahmen, anstatt eine klinisch exakte und unnatürliche Abbildung zu erzwingen.

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Details

Title
Literatur und Fotographie: Möglichkeiten und Probleme ihrer Wirklichkeitsdarstellung
College
University of Hamburg  (Deutsche Sprache und Literatur)
Course
Der Schein der Genauigkeit - Literatur und Photographie in der deutschsprachigen Literatur
Grade
1,7
Author
Christina Conradi (Author)
Publication Year
2010
Pages
15
Catalog Number
V273771
ISBN (Book)
9783656659013
ISBN (eBook)
9783656659037
Language
German
Tags
Literatur Photografie Effi Briest Fontane
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christina Conradi (Author), 2010, Literatur und Fotographie: Möglichkeiten und Probleme ihrer Wirklichkeitsdarstellung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/273771
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