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Das Frauenbild bei T. Livius auf dem Hintergrund der Reden anlässlich der Abrogation der "lex Oppia"

Sumptus et luxuria als mundus muliebris?

Titel: Das Frauenbild bei T. Livius auf dem Hintergrund der Reden anlässlich der Abrogation der "lex Oppia"

Seminararbeit , 2011 , 22 Seiten , Note: 5.5

Autor:in: Master of Arts UZH Roman Weber (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In Bezug auf die Charakterisierung der Frau in der römischen Gesellschaft des Prinzipats meint Veyne aufzeigen zu können, dass die „vollständige Verwirklichung des Menschentums“ nur den männlichen Angehörigen der Oberschicht möglich gewesen sei. Der Frau würde demnach das volle Menschsein aberkannt. Die These impliziert darüber hinaus die Vorstellung von der Unterordnung der Frau unter den Mann. Schon aus den mythischen Darstellungen Hesiods geht hervor, dass Zeus den Menschen die Frauen als Strafe für den Raub des Feuers durch Prometheus gebracht habe. Zudem würden Frauen das Ende der Zufriedenheit bedeuten, sie würden den Menschen stattdessen einzig Begierde, Verzweiflung und Verlorenheit bringen. Eingehend reflektiert Plato in seiner Abhandlung den Umstand, dass die Männer schon rein von ihren natürlichen Anlagen her die Frauen bei allen Handlungen übertreffen müssten. Die Vorstellung von der schwächeren Natur der Frau findet sich auch bei Aristoteles und Xenophon. Sie leiten die Überordnung des Mannes über die Frau aus der Natur ab. Während bei Aristoteles das Bessere über das Geringere herrsche, würde, so Xenophon, die Frau ausserhalb ihrer domus als vorgesehenen Handlungsraum wider die Natur agieren. Bei Seneca werden die Frauen schliesslich auf ihre Funktion als Gebärerinnen reduziert. Die aufgeführten (nicht abschliessenden) Beispiele verdeutlichen, dass in der antiken Welt offenbar Vorstellungen eines Weiblichkeitsideals bestanden, die der Frau einen dem Mann untergeordneten Platz zuwiesen. Die Unmündigkeit sei natürlich gegeben, ausserdem habe sich eine ehrenwerte matrona nicht in Angelegenheiten einzumischen, die ausserhalb ihrer domus von Männern der Oberschicht besetzt würden. Gleichzeitig drängt Seneca die Frau in die Rolle einer mater familias und zementiert so ihren Status als Mutter. Wir können davon ausgehen, dass auch Livius sich traditionellen Frauenbildern bedient. Es scheint zudem angebracht, das Frauen- und Weiblichkeitsideal des T. Livius anhand des Rededuells zwischen dem Konsuln M. Porcius Cato und dem Volkstribunen L. Valerius zu untersuchen, das sich im Jahr 195 v. Chr. anlässlich der Abrogation der lex Oppia zugetragen haben soll. Zu fragen wäre demnach: Welches Frauen- und Weiblichkeitsbild kolportiert T. Livius? Welche Charakteristiken schreibt T. Livius den Frauen zu? Lassen sich womöglich Gemeinsamkeiten der beiden Reden herausarbeiten?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Konstruktion von Weiblichkeit in der Antike

1.2. Frauen- und Weiblichkeitsbild bei T. Livius

1.3. Livius und die ergänzenden Quellen des Plautus

1.4. Forschungsstand zu relevanten Aspekten der Arbeit

1.5. Gliederung der Arbeit

2. Hauptteil

2.1. Zur römischen Rechtsgeschichte in augusteischer Zeit

2.2. Leben und Werk des Livius in augusteischer Zeit

2.3. Streit um die lex Oppia

2.3.1. Das Szenarium

2.3.1.1. Historizität der Frauendemonstration

2.3.1.2. Zunehmende Emanzipierungstendenzen?

2.3.2. Rededuell: M. Porcius Cato – L. Valerius

2.3.2.1. Zur Authentizität der beiden Reden

2.3.3. Plädoyer des Konsuln

2.3.3.1. Zum Machtverlust der Männer

2.3.3.2. Wettstreit unter Frauen

2.3.3.3. Der Vergleich der luxuria mit einer wilden Bestie

2.3.4. Plädoyer des Volkstribunen

2.3.4.1. Engagement der Frauen

2.3.4.2. Frauen und das schwache Geschlecht

2.3.4.3. Zum gesellschaftlichen Hintergrund der Rogation

2.3.4.4. Bedeutung der Farbe Purpur für die matronae

2.3.4.5. Anspruch der Frauen auf Schmuck

3. Sclussteil

3.1. Konträres Urteil über Charakter und Motive der Frauen?

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit analysiert das Frauenbild bei Titus Livius vor dem Hintergrund der historischen Debatte um die Abrogation der lex Oppia im Jahr 195 v. Chr., um zu untersuchen, wie weibliche Rollenbilder in der augusteischen Zeit konstruiert und legitimiert wurden.

  • Rolle und Status der römischen Frau in der Antike
  • Historische Analyse der lex Oppia und ihrer Aufhebung
  • Gegenüberstellung der Positionen von Cato und Valerius
  • Diskurs über Luxus, Sitten und politische Teilhabe
  • Darstellung der Matrona im Werk des Livius

Auszug aus dem Buch

2.3.3.1. Zum Machtverlust der Männer

Cato befürchtet überdies, dass die Frauen, wenn sie erst einmal gleichberechtigt wären, den Männern nach Ausserkraftsetzung der lex Oppia überlegen sein würden. Zweifelsohne fürchtet Cato deren Dominanz:53

Si carpere singula et extorquere ad extremum viris patiemini, tolerabiles vobis eas fore creditis? Extemplo, simul pares esse coeperint, superiores erunt54

Die Angst vor dem zügellosen, ausufernden Weiblichen, das keine Grenzen kenne, klingt auch bei Seneca an. Das Weibliche sei nämlich durchaus etwas, wovor sich die Männer in Acht nehmen sollten.55

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik der Konstruktion von Weiblichkeit in der Antike und die methodische Herangehensweise an die Quellen bei Livius.

2. Hauptteil: Untersuchung der römischen Rechtslage zur Zeit des Augustus sowie detaillierte Analyse der historischen Reden und Argumentationsmuster im Streit um die lex Oppia.

3. Sclussteil: Synthese der Ergebnisse und Schlussfolgerung über die Moralvorstellungen und das Frauenbild in der augusteischen Literatur.

Schlüsselwörter

Antike, Livius, lex Oppia, Frauenbild, Matrona, Römisches Reich, Augustäische Zeit, Geschlechterrollen, Luxus, Sitten, Cato, Valerius, Rechtsgeschichte, Politik, Weiblichkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Bild der Frau in den Schriften von Titus Livius unter Berücksichtigung der politischen und gesellschaftlichen Debatten um das Luxusgesetz lex Oppia.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die antiken Geschlechterrollen, die rechtliche Stellung der Frau, die Darstellung weiblichen Verhaltens bei Livius und die moralischen Diskurse der augusteischen Zeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, wie Livius durch die Schilderung des Rededuells zwischen Cato und Valerius ein spezifisches Bild von Weiblichkeit konstruiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine quellenkritische historische Analyse, die literarische Texte des Livius mit historisch-rechtlichen Hintergründen verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die rechtliche Situation unter Augustus, das Leben des Livius und detailliert das in den Reden dargestellte Szenario der Frauendemonstration sowie die Argumente für und gegen das Luxusgesetz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind insbesondere Antike, Livius, lex Oppia, Matrona, Geschlechterrollen und Sitten.

Warum wird die lex Oppia als zentrales Beispiel gewählt?

Die Debatte um dieses Gesetz dient als exemplarischer Fall, an dem sich die männlichen Ängste vor weiblicher Emanzipation und die gesellschaftliche Wahrnehmung von Luxus besonders gut aufzeigen lassen.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zum Frauenbild bei Livius?

Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass Livius das Bild der Frau insgesamt eher negativ konnotiert und sie als ein Element darstellt, das der Ordnung des Mannes untergeordnet bleiben sollte.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Frauenbild bei T. Livius auf dem Hintergrund der Reden anlässlich der Abrogation der "lex Oppia"
Untertitel
Sumptus et luxuria als mundus muliebris?
Hochschule
Universität Zürich  (Philosophische Fakultät Historisches Seminar)
Veranstaltung
Weibliche Lebenswelten im Römischen Reich
Note
5.5
Autor
Master of Arts UZH Roman Weber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
22
Katalognummer
V273612
ISBN (Buch)
9783656658276
ISBN (eBook)
9783656658320
Sprache
Deutsch
Schlagworte
sumptus luxuria mundus muliebris Geschichte Gender Frauen Frau Feminismus Patriarchat Matriarchat Luxus Gesetz Kleidung weibisch verweichlicht Tyrann Oppia lex Cato Valerius Livius Antike Griechenland Rom archaisch Mythos Rogation Abrogation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Master of Arts UZH Roman Weber (Autor:in), 2011, Das Frauenbild bei T. Livius auf dem Hintergrund der Reden anlässlich der Abrogation der "lex Oppia", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/273612
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