Bei der in der Einsendeaufgabe dargestellten Person handelt es sich um Frau H, 25. Jahre alt. Ihre persönlichen Voraussetzungen für das Beweglichkeits -und Koordinationstraining sind in einer Tabelle aufgeführt. Im Folgenden wird die Beweglichkeit von Frau H. getestet. Diese wird mit Hilfe eines vereinfachten Testverfahrens zur Beweglichkeitsdiagnostik in Anlehnung an die Muskelfunktionsüberprüfung nach Janda (2000) dargestellt. [...]
Inhaltsverzeichnis
1) Personendaten
2) Beweglichkeitstestung
3) Trainingsplanung Beweglichkeitstraining
4) Trainingsplanung Koordinationstraining
5) Literaturrecherche
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein individuelles Trainingsprogramm zur Verbesserung der Beweglichkeit sowie zur Schulung der koordinativen Fähigkeiten für die Probandin zu erstellen. Dabei steht die wissenschaftliche Fundierung des gewählten Ansatzes durch eine Literaturrecherche im Fokus, um die Auswirkungen von Dehnprogrammen auf die sportliche Leistungsfähigkeit kritisch zu beleuchten.
- Erhebung biometrischer Basisdaten der Probandin
- Durchführung einer Beweglichkeitsdiagnostik nach Janda
- Konzeption eines individuellen Dehn- und Koordinationsprogramms
- Wissenschaftliche Analyse der Effekte von Dehnübungen
Auszug aus dem Buch
Brustmuskulatur (M. pectoralis major) (vgl Janda, 2000, S270)
Frau H. legt sich in Rückenlage auf eine Behandlungsliege und hat die Beine angewinkelt, um das Becken zu fixieren, da ein Anheben des Beckens oder eine Hyperlordose der Lendenwirbelsäule das Testergebnis manipulieren kann. Die Füße stehen fest auf. Der Tester muss nun den Brustkorb durch leichten Zug von dem zu testenden Brustmuskel diagonal wegziehen. Der zu testende Arm ist im Schultergelenk außenrotiert sowie abduziert. Im Ellenbogengelenk herrscht eine Beugung von 90°. Getestet wird hier nun die Position des Oberarms zur Horizontalen. Normwerte sind folgende:
„Stufe 0“ bedeutet keine Beweglichkeitsdefizite, der Oberarm erreicht die Horizontale und durch leichten Druck sogar mehr
„Stufe 1“ heißt leichte Beweglichkeitsdefizite, da die Horizontale nur durch leichten Druck erreicht wird
„Stufe 2“ bedeutet deutliche Beweglichkeitsdefizite, die Horizontale wird sogar durch Druck des Testers nicht erreicht
Frau H. erreicht die Horizontale mit ihrem Oberarm und durch leichten Druck kommt der Oberarm sogar über die Horizontale hinaus. Somit wird sie in „Stufe 0“ eingeteilt.
Zusammenfassung der Kapitel
1) Personendaten: Dieses Kapitel erfasst die allgemeinen und biometrischen Daten der Probandin Frau H. sowie deren sportliche Vorgeschichte.
2) Beweglichkeitstestung: Hier wird der Ist-Zustand der Beweglichkeit verschiedener Muskelgruppen anhand des Testverfahrens nach Janda systematisch diagnostiziert.
3) Trainingsplanung Beweglichkeitstraining: Basierend auf den Testergebnissen wird ein ganzheitliches Dehnprogramm entwickelt, das die individuellen Defizite der Probandin adressiert.
4) Trainingsplanung Koordinationstraining: Dieses Kapitel beschreibt ein aufbauendes Gleichgewichtstraining, das darauf abzielt, die Tiefensensibilität und Eigenwahrnehmung zu steigern.
5) Literaturrecherche: Eine wissenschaftliche Untersuchung zum Thema Dehnen und dessen Einfluss auf die sportliche Leistungsfähigkeit, unterteilt in zwei relevante Studien.
Schlüsselwörter
Trainingslehre, Beweglichkeitstest, Janda, Dehnprogramm, Koordinationstraining, Propriozeption, Gleichgewichtstraining, Leistungsfähigkeit, Muskel-Sehnen-Komplex, Stretching, Sportmedizin, Biometrie, Beweglichkeitsdiagnostik, Trainingsplanung, Athletik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Erstellung eines gesundheitsorientierten Beweglichkeits- und Koordinationstrainings für eine spezifische Probandin, basierend auf einer sportwissenschaftlichen Diagnostik.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der motorischen Diagnostik, der Trainingsmethodik im Bereich Stretching und Gleichgewicht sowie der wissenschaftlichen Literaturanalyse zur Wirksamkeit von Dehntraining.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist die Verbesserung der Beweglichkeitsdefizite der Probandin sowie die Erhaltung und Steigerung ihrer koordinativen Fähigkeiten durch ein strukturiertes Übungsprogramm.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden standardisierte Beweglichkeitstests in Anlehnung an Janda (2000) angewendet sowie eine Literaturrecherche durchgeführt, um die Effektivität des Dehnens zu bewerten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die Datenerhebung der Person, die detaillierte Durchführung der Beweglichkeitstests, die Erstellung des Dehn- und Koordinationsplans sowie die Analyse zweier sportwissenschaftlicher Studien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Trainingslehre, Beweglichkeitstest, Janda, Koordinationstraining, Stretching und Leistungsfähigkeit.
Warum wurde eine Literaturrecherche zum Thema Dehnen inkludiert?
Um kritisch zu prüfen, ob statisches Dehnen die sportliche Leistungsfähigkeit tatsächlich steigert oder ob dadurch – wie oft diskutiert – negative Effekte auf die Schnellkraft entstehen können.
Welche Schlussfolgerung ziehen die zitierten Studien?
Die Studien deuten darauf hin, dass statisches Dehnen allein die sportliche Leistungsfähigkeit kaum verbessert und kurzfristig sogar negative Effekte auf die Explosivkraft haben kann.
Warum ist das Gleichgewichtstraining für die Probandin wichtig?
Das Training soll die Propriozeption und Gelenkbewegungssteuerung verbessern, was sowohl im Alltag als auch bei ihrer sportlichen Aktivität als Handballerin zur Verletzungsprävention beiträgt.
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- Jasmin Hartmann (Author), 2014, Trainingslehre III: Beweglichkeits- und Koordinationstraining, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/273581