Um sich gegen die Konkurrenz behaupten zu können, müssen die Unternehmen auf dem heutigen Markt bezüglich Service, Liefergeschwindigkeit und Erfüllung spezifischer Kundenwünsche überdurchschnittliche Leistungen erbringen. Unternehmen erzielen dadurch Wettbewerbsvorteile, indem sie ihre Geschäftsprozesse am Kunden ausrichten und effizient gestalten. Dabei müssen die über Jahre gewachsenen Unternehmensstrukturen und Prozesse in Frage gestellt und ständig optimiert werden, um sich den permanent ändernden Marktbedürfnissen anzupassen.
Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit den Möglichkeiten zur Optimierung von Prozessen.
Aus dem Inhalt:
Grundlagen der Unternehmenskommunikation
Prozesse und Prozessmanagement
Konzepte zur Prozessoptimierung
Kontinuierliche und radikale Veränderungen
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
2. Grundlagen
2.1 Unternehmensorganisation
2.1.1 Definition Unternehmensorganisation
2.1.2 Aufbauorganisation
2.1.3 Ablauforganisation
2.1.4 Prozessorganisation
2.1.5 Stellenbeschreibung
2.2 Prozesse und Prozessmanagement
2.2.1 Definition Geschäftsprozess
2.2.2 Wertschöpfung
2.2.3 Porters Wertkette
2.2.4. Kern- und Supportprozesse
2.2.5 Prozesshierarchie
2.2.6 Effektivität und Effizienz von Prozessen
2.2.7 Prozesskostenrechnung
2.2.8 Prozesscontrolling
2.2.9 Prozessmanagement
3. Konzepte zur Prozessoptimierung
3.1 Grundlagen
3.1.1 Definition Prozessoptimierung
3.1.2 Die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9000 ff.
3.2 Kontinuierliche Veränderung
3.2.1 Total Quality Management (TQM)
3.2.2 Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP)
3.2.3 Kaizen
3.2.4 Qualitätszirkel (QZ)
3.2.5 Betriebliches Vorschlagswesen (BVW)
3.3 Radikale Veränderung
3.3.1 Business Process Reengineering (BPR)
3.4 KVP versus BPR
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht Möglichkeiten zur Prozessoptimierung in Unternehmen, wobei das Ziel darin besteht, Wettbewerbsvorteile durch eine effiziente Ausrichtung der Geschäftsprozesse am Kunden zu erlangen. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie Unternehmen ihre gewachsenen Strukturen hinterfragen und optimieren können, indem sie zwischen Konzepten zur kontinuierlichen und radikalen Veränderung unterscheiden.
- Grundlagen der Unternehmensorganisation und Prozessdefinition.
- Differenzierung zwischen Prozessmanagement, Effektivität und Effizienz.
- Analyse von Konzepten zur kontinuierlichen Verbesserung (u.a. TQM, KVP, Kaizen).
- Untersuchung radikaler Veränderungsansätze wie dem Business Process Reengineering (BPR).
- Vergleichende Betrachtung von KVP und BPR zur Wahl der richtigen Optimierungsstrategie.
Auszug aus dem Buch
3.3.1 Business Process Reengineering (BPR)
Business Process Reengineering wurde Ende der 80er Jahre in den USA entwickelt und wird von Hammer/Champy definiert als „fundamentales Überdenken und radikales Redesign von Unternehmen oder wesentlichen Unternehmensprozessen. Das Resultat sind Verbesserungen um Größenordnungen in entscheidenden, heute wichtigen und messbaren Leistungsgrößen in den Bereichen Kosten, Qualität, Service und Zeit.“
Diese Definition enthält vier Schlüsselworte: Fundamentales Überdenken, radikales Redesign, Verbesserung um Größenordnungen und Unternehmensprozesse. Fundamentales Überdenken bedeutet, dass alle elementaren betrieblichen Abläufe im Unternehmen hinterfragt werden müssen. Es soll geklärt werden, warum Dinge getan werden und weshalb sie auf eine bestimmte Art und Weise getan werden. Radikales Redesign bedeutet, den Dingen auf den Grund zu gehen. Beim BPR meint radikales Redesign das Entwickeln völlig neuer Wege, die Arbeit zu erledigen, alle bestehenden Strukturen und Verfahrensanweisungen werden dabei ignoriert. Verbesserung um Größenordnungen. BPR strebt keine unwesentlichen oder unbedeutenden Leistungsverbesserungen an, sondern „Quantensprünge“. Diese sind nur durch die Aufgabe des Alten und die Schaffung von etwas völlig Neuem zu verwirklichen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende Globalisierung und den damit steigenden Wettbewerbsdruck, der Unternehmen zur Prozessoptimierung zwingt.
2. Grundlagen: Es werden die theoretischen Fundamente der Unternehmensorganisation sowie die Definition und Strukturierung von Prozessen und Prozessmanagement behandelt.
3. Konzepte zur Prozessoptimierung: Das Kapitel vergleicht verschiedene Ansätze zur Verbesserung, insbesondere kontinuierliche Veränderungsprozesse versus radikale Methoden wie Business Process Reengineering.
Schlüsselwörter
Prozessoptimierung, Unternehmensorganisation, Prozessmanagement, Geschäftsprozess, Wertschöpfung, Effektivität, Effizienz, Prozesskostenrechnung, Total Quality Management, KVP, Kaizen, Qualitätszirkel, Betriebliches Vorschlagswesen, Business Process Reengineering, Wettbewerbsvorteile
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen und praktischen Konzepte zur Optimierung von Geschäftsprozessen in Unternehmen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Unternehmensorganisation, die Definition von Prozessen, sowie die Abgrenzung und Anwendung verschiedener Methoden zur Prozessverbesserung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Unternehmen durch eine gezielte Optimierung ihrer Prozesse – entweder durch kontinuierliche oder radikale Ansätze – nachhaltige Wettbewerbsvorteile erzielen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse basiert, um die verschiedenen Konzepte der Prozessoptimierung strukturiert darzustellen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erörtert die Definition von Prozessen, Methoden wie TQM und KVP zur kontinuierlichen Verbesserung sowie das Business Process Reengineering für radikale Veränderungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Prozessmanagement, Effizienz, Effektivität, Kaizen, KVP, BPR und Wertschöpfung.
Was unterscheidet das kontinuierliche Verbesserungsprogramm (KVP) vom Business Process Reengineering (BPR)?
KVP setzt auf kleinschrittige, stetige Verbesserungen durch die Basis (bottom-up), während BPR auf einen radikalen, fundamentalen Neuanfang des Unternehmensaufbaus von oben herab (top-down) abzielt.
Welche Rolle spielt der Kunde in den hier vorgestellten Prozessen?
Der Kunde ist der zentrale Maßstab; Prozessoptimierung wird daran gemessen, ob der erzeugte Output die Kundenerwartungen erfüllt und welchen Nutzen der Kunde wahrnimmt.
Wie kann die "Projektziel-Matrix" bei der Auswahl einer Strategie helfen?
Die Matrix hilft dabei, anhand der Dimensionen Effizienz und Effektivität zu entscheiden, ob eher eine fundamentale Neugestaltung (BPR) oder eine kontinuierliche Verbesserung (KVP) sinnvoll ist.
- Arbeit zitieren
- Susanna Albarran (Autor:in), 2002, Grundlagen der Prozessoptimierung in Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/273083