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Die Rezeption von Peter und der Wolf als Bestandteil gegenwärtiger Musikvermittlung

Title: Die Rezeption von Peter und der Wolf als Bestandteil gegenwärtiger Musikvermittlung

Term Paper (Advanced seminar) , 2012 , 13 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sabine Wollmann (Author)

Musicology - Miscellaneous

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In der folgenden schriftlichen Ausarbeitung werde ich exemplarisch anhand des Werkes Peter und der Wolf einen Einblick in die Praxis der Musikvermittlung geben und einige Thesen in Bezug auf die Nachhaltigkeit dieses musikalischen Märchens erarbeiten. Ein wichtiger Aspekt bei dieser Arbeit ist der zeitgeschichtliche und politische Hintergrund vor dem das Werk entstanden ist. Als besonders erwähnenswert erweist sich für mich dabei die Tatsache, dass der russische Komponist Sergej Prokofjew dem Stück nachweisbar eine eindeutige pädagogische ‚Werksidee‘ zu Grunde gelegt hat und diese Komposition nunmehr seit etwa 50 Jahren fortwährend in die Unterrichtspraxis an Schulen eingebunden wird. Somit wird Peter und der Wolf gegenwärtig zumeist ausschließlich unter dem Aspekt einer didaktisch-vermittelnden Sinfonie für Kinder behandelt. Dennoch ist es meiner Meinung nach durchaus relevant, die Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte des Werkes in den Fokus zu nehmen, vor allem da hier aus musikgeschichtlicher Perspektive immer wieder eine massive Veranschaulichung von Indoktrination angenommen wird. Es erscheint mir daher wichtig aufzuzeigen, wie die Machtpolitik der 19030er Jahre die Kunst instrumentalisiert hat und wie sich das kulturpolitische Umfeld auf die Biografie Prokofjews‘ und somit auf sein musikalisches Schaffen ausgewirkt hat. Weiterhin versuche ich einige Überlegungen bezüglich der Wirkung und Beliebtheit des Stückes bei jungen Menschen festzuhalten und die Besonderheiten hervorzuheben, die das Stück innerhalb des pädagogischen Standardrepertoires der Gegenwart etablierten.
Da sich die Quellenlage bei dieser Arbeit als sehr schwierig erwies und nur wenig Forschungsliteratur zu diesem spezifischen Themengegenstand vorhanden ist, werde ich vor allem eigene Annahmen und Ergebnisse festhalten, die ich durch das Heranziehung von Unterrichtsmaterialien aus dem Bereich der elementaren Musikpädagogik gewinnen konnte. Im Schlussteil werde ich meine eigenen Ergebnisse zusammentragen und ein Fazit hinsichtlich des didaktischen Potenzials des Werkes bei der Ausbildung von musikalischer Kompetenz im Schulunterricht der Gegenwart ziehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Zielsetzung der Arbeit und Erläuterung des inhaltlichen Aufbaus

II. Zur Entstehungsgeschichte

III. Prokofjew und die Musik seiner Zeit

IV. Peter und der der Wolf als pädagogischer Prototyp musikalischer Vermittlung

V. Fazit und persönliche Stellungnahme

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das musikalische Märchen "Peter und der Wolf" von Sergej Prokofjew unter Berücksichtigung seines zeitgeschichtlichen Kontextes sowie seiner heutigen Bedeutung in der pädagogischen Musikvermittlung. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei insbesondere auf das Spannungsfeld zwischen der instrumentellen Nutzung des Werkes für propagandistische Zwecke und seiner modernen Etablierung als unverzichtbares Lehrmodell im Musikunterricht.

  • Historische Entstehungs- und Rezeptionsbedingungen des Werkes.
  • Biografie und künstlerisches Wirken von Sergej Prokofjew im politischen Umfeld der 1930er Jahre.
  • Musikalische Analyse der Charaktervertonung und Instrumentierung.
  • Bedeutung des Werkes als pädagogischer Prototyp für die musikalische Früherziehung.
  • Kritische Reflexion der didaktischen Anwendung und des musikpädagogischen Potenzials.

Auszug aus dem Buch

Zur Entstehungsgeschichte

Als Sergej Prokofjew 1936 Peter und der Wolf komponierte, konnte er sich vorteilhafterweise einer Arbeit zuwenden, die keinen Zündstoff für politisch-ideologische Kontroversen darstellte, was in dieser Zeit vornehmlich eine Seltenheit darstellte. Zudem konnte er einen festen Zeitraum abstecken, in dem er berufliche und kreative Betätigung fand.

Die Grundlage für die Entstehung des Werkes ergab sich bereits im vorrausgehenden Jahr, in dem Prokofjew das erste Mal nähere Bekanntschaft mit Natalja Saz machte, Intendantin des ersten Moskauer Kindertheaters und Tochter des verstorbenen Dirigenten und Komponisten Ilja Saz.

In ihrer Erinnerung erschien Prokofjew gehemmt und eitel, auf ein Gespräch ließ er sich nur mit lakonischen Entgegnungen ein. Die Initiative zur Beauftragung an der Komposition ergriff Saz erst nachdem Prokofjew mehrmals daraufhin das Kindertheater mit seiner Familie besuchte und ihr ernstzunehmender Aufgeschlossenheit symbolisierte. In ihren Novellen des Lebens hält Saz als den Grundgedanken der Komposition fest, dass die Kinder „alle ohne Ausnahme großes Interesse am Orchester“ haben und die Erwachsenen sich sehr wünschten, dass die Kinder „von klein auf erfahren, was Musik ist, sich für sie interessieren, Gefallen an ihr finden“ und dass „so ein Märchen die Kinder in fesselnder, verständlicher Form mit den Instrumenten bekanntmacht, die zu einem Sinfonieorchester gehören“.

Als Prokofjew sich dazu bereit erklärt das Stück zu verfassen, verlangt er als Honorar von Saz nur so viel wie ihr institutionell zur Verfügung stand. Die Arbeiten an der ‚kleinen Sinfonie‘ begannen im Frühjahr 1936. Neben seiner großen Kinderliebe könnten auch Prokofjews eigenen glücklichen Kindheitserinnerungen dazu beigetragen haben, das sinfonische Märchen zu schreiben.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Zielsetzung der Arbeit und Erläuterung des inhaltlichen Aufbaus: Einleitung in die Thematik der Musikvermittlung anhand des Werkes und Darlegung der forschungsleitenden Zielsetzung unter schwierigen Quellenbedingungen.

II. Zur Entstehungsgeschichte: Analyse der Entstehungsumstände des Werkes und der Rolle von Natalja Saz bei der Beauftragung sowie der persönlichen Motivation des Komponisten.

III. Prokofjew und die Musik seiner Zeit: Untersuchung der künstlerischen Biografie Prokofjews vor dem Hintergrund der politischen Machtpolitik und ideologischen Anforderungen des sowjetischen Regimes.

IV. Peter und der der Wolf als pädagogischer Prototyp musikalischer Vermittlung: Darstellung der didaktischen Relevanz des Stückes und seiner festen Verankerung im pädagogischen Standardrepertoire sowie der historischen Entwicklung des Kinder- und Jugendtheaters.

V. Fazit und persönliche Stellungnahme: Zusammenführung der Ergebnisse mit einer kritischen Reflexion über die heutige didaktische Praxis und einem Plädoyer gegen die Unterschätzung des kindlichen Musikverständnisses.

Schlüsselwörter

Sergej Prokofjew, Peter und der Wolf, Musikvermittlung, Musikpädagogik, Sowjetunion, Kulturpolitik, Kindertheater, Instrumentenkunde, Musikgeschichte, Didaktik, Musikerziehung, Komposition, Rezeptionsgeschichte, Sozialistischer Realismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert Sergej Prokofjews Werk "Peter und der Wolf" und hinterfragt dessen Rolle sowohl im historisch-politischen Kontext der 1930er Jahre als auch als etabliertes Mittel der modernen Musikpädagogik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Biografie des Komponisten, die Entstehungsgeschichte des Werkes, die Verflechtung von Kunst und sowjetischer Ideologie sowie die heutige didaktische Praxis in Schulen und Theatern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das didaktische Potenzial des Märchens zu bewerten und zu prüfen, inwieweit politische Hintergründe die heutige Rezeption beeinflussen oder in den Hintergrund gedrängt werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Analyse von Fachliteratur sowie auf die Auswertung von vorhandenen Unterrichtsmaterialien aus dem Bereich der elementaren Musikpädagogik, ergänzt durch eigene Annahmen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der historischen Einordnung von Prokofjew, der Analyse der Instrumentierung als pädagogisches Werkzeug und der kritischen Reflexion über die Verwendung des Stückes im modernen Schulunterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Musikpädagogik, Sowjetunion, Kulturpolitik, Musikvermittlung und Kompositionsgeschichte definiert.

Wie bewertet die Autorin die politische Dimension des Werkes?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Frage nach propagandistischen Absichten für die heutige Rezeption in der pädagogischen Praxis kaum eine Rolle spielt, da das Werk heute als didaktisches Standardmodell fungiert.

Warum wird das Werk als "pädagogischer Prototyp" bezeichnet?

Es dient als Wegweiser für die Musikerziehung, da es durch die Verknüpfung von Charakteren mit spezifischen Instrumenten eine einfache, anschauliche Einführung in die Klangwelt eines Orchesters ermöglicht.

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Details

Title
Die Rezeption von Peter und der Wolf als Bestandteil gegenwärtiger Musikvermittlung
College
University of Marburg  (Musikwissenschaftliches Institut)
Course
Musik und ihre Vermittlung
Grade
1,0
Author
Sabine Wollmann (Author)
Publication Year
2012
Pages
13
Catalog Number
V271347
ISBN (eBook)
9783656635086
ISBN (Book)
9783656635123
Language
German
Tags
rezeption peter wolf bestandteil musikvermittlung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabine Wollmann (Author), 2012, Die Rezeption von Peter und der Wolf als Bestandteil gegenwärtiger Musikvermittlung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/271347
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