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Die Walpurgisnacht als (ein) Höhepunkt von Thomas Manns „Zauberberg“

Title: Die Walpurgisnacht als (ein) Höhepunkt von Thomas Manns „Zauberberg“

Term Paper , 2013 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Franziska Riedel (Author)

German Studies - Modern German Literature

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Summary Excerpt Details

Der Zauberberg ist bis heute ein weltweit bekannter Roman und zudem ein beliebter Forschungsgegenstand für verschiedenste Fachgebiete. Thomas Mann verbrachte elf Jahre seines Lebens mit dem Schreiben dieses fast eintausend Seiten umfassenden Werkes, das im November 1924 in zwei Bänden im Fischer-Verlag Berlin erschien und sofort durchschlagenden Erfolg hatte1. Das den ersten Band abschließende fünfte Kapitel beendete der Autor 1921 mit dem Abschnitt Walpurgisnacht2. Die Abschlussposition in der Originalausgabe in zwei Bänden bzw. die Mittelposition in späteren einbändigen Ausgaben lässt erahnen, dass dieser Abschnitt von besonderer Bedeutung für den Protagonisten Hans Castorp und den Fortlauf des Romans ist.
Hermann Kurzke meint, dass die strukturell besondere Position der Walpurgisnacht durch Madame Chauchats Sieg über Settembrini gerechtfertigt ist3. Meines Erachtens ist dies aber nur eines der Ereignisse, die diesen Abschnitt zu einem sehr wichtigen machen.
Hier sei die These aufgestellt, dass die Walpurgisnacht durch vielfältigere inhaltliche und strukturelle Aspekte als nur die Entscheidung des „Kampfes“ zwischen Chauchat und Settembrini den Höhepunkt des ersten Romanteils und einen der wichtigsten Abschnitte des Gesamtromans darstellt. Diese Arbeit soll folglich der Frage nachgehen, welche Ereignisse und Gestaltungsmerkmale als Höhepunktaspekte betrachtet werden können und diese These stützen oder gegebenenfalls entkräften.
Dazu sollen sowohl wissenschaftliche Literatur als auch der Abschnitt Walpurgisnacht sowie die ihm vorangegangenen Kapitel und Abschnitte betrachtet werden.
Der erste Teil der Arbeit wird sich mit den Ereignissen auseinandersetzen, die mir notwendig erscheinen, um die Geschehnisse der Walpurgisnacht verstehen und sie auch als Höhepunktgeschehnisse identifizieren zu können. Im folgenden Abschnitt soll die Walpurgisnacht selbst betrachtet werden. Hier wird genauer auf die Gesichtspunkte eingegangen, die einen Höhepunkt des ersten Romanteils markieren. Abschließend soll in einem Fazit der Rückbezug auf die Anfangsthese stattfinden und diese entweder bestätigt oder widerlegt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Vorgeschehnisse

2. 1 Hans Castorp zwischen Clawdia Chauchat und Ludovico Settembrini

2. 2 Přibislav Hippe

2. 3 Die Krankheit

3 Die Walpurgisnacht

3. 1 Chauchats Sieg über Settembrini

3. 2 Die Bleistiftübergabe

3. 3 Eine Liebesnacht?

3. 4 Folgen für den weiteren Verlauf

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung des Kapitels „Walpurgisnacht“ im Roman „Der Zauberberg“ von Thomas Mann. Dabei wird die These geprüft, ob dieser Abschnitt über die bloße Entscheidung des Konflikts zwischen Clawdia Chauchat und Ludovico Settembrini hinaus als entscheidender Höhepunkt des ersten Romanteils und des Gesamtwerks fungiert, indem er verschiedene Handlungsstränge und Motive zusammenführt.

  • Die Analyse der Figurenkonstellation zwischen Hans Castorp, Clawdia Chauchat und Ludovico Settembrini
  • Die Untersuchung der strukturellen Doppelung zwischen der Jugendbekanntschaft Přibislav Hippe und Clawdia Chauchat
  • Die Rolle der Krankheit als zentrales Motiv für die psychologische Entwicklung des Protagonisten
  • Der Vergleich mit literarischen Vorbildern wie Goethes „Faust“
  • Die Interpretation der Liebesbegegnung als Wendepunkt für den weiteren Verlauf des Romans

Auszug aus dem Buch

3. 1 Chauchats Sieg über Settembrini

In der ersten Hälfte des Romans wogt noch der Kampf um Castorps Abreise. Festgehalten wird er durch die Faszination einer Frau, durch die türenschmetternde und nägelkauende Russin Clawdia Chauchat mit den unsäglich verführerischen Armen, den Kirgisenaugen und den katzenartigen Bewegungen. Zur Abreise ins Flachland, in die Welt der Pflicht und der zielgerichteten Tätigkeit als Ingenieur, drängt ihn Lodovico Settembrini, Aufklärer, Humanist, Pädagoge, Republikaner, kurz: ‚Zivilisationsliterat‘. Settembrini unterliegt: im Abschnitt Walpurgisnacht kommt es zur Liebesbegegnung zwischen Hans und Clawdia.49

Kurzke fasst hier sehr gut zusammen, wie der Konflikt zwischen Madame Chauchat und Settembrini seinen Höhepunkt erreicht und schließlich entschieden wird. Bis zur Walpurgisnacht steht Hans Castorp beständig zwischen Clawdia Chauchat, die er liebt, und Lodovico Settembrini, der versucht, ihn zu belehren und von dieser Liebe abzubringen. Diese Spannung herrscht auch zu Beginn des Kapitels weiter vor. Durch den Abschnittstitel Walpurgisnacht und von Settembrini eingestreute Zitate, wie zum Beispiel „Allein bedenkt! der Berg ist heute zaubertoll!/Und wenn ein Irrlicht Euch die Wege weisen soll/So müßt ihr’s so genau nicht nehmen“50, wird eine starke Parallele zum gleichnamigen Abschnitt in Goethes Faust gezogen. Tatsächlich scheint die Situation ähnlich: Es handelt sich bei beiden Abschnitten um eine ausgelassene Faschingsnacht, die auf einem Berg stattfindet. Es gibt sowohl für Faust als auch Hans Castorp eine verführerische junge „Hexe“ und einen „Teufel“ – Settembrini wird, wie bereits erwähnt, als Satana eingeführt und stellt sich selbst als eine Art Teufel dar. Bis auf das Zitat des Irrlichtes zitiert er ausschließlich Mephistopheles und tritt hier als eben dieser auf, während Madame Chauchat eine der schönen Hexen des Blocksbergs darstellt 51 , die Hans beziehungsweise Faust steht, in ihren Bann zieht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, stellt die These auf, dass die „Walpurgisnacht“ einen zentralen Höhepunkt des Romans darstellt, und skizziert den methodischen Aufbau der Arbeit.

2 Vorgeschehnisse: Dieses Kapitel analysiert die prägenden Konflikte und Motive, die vor der „Walpurgisnacht“ liegen, insbesondere das Spannungsfeld zwischen Settembrini und Chauchat, die Bedeutung von Přibislav Hippe sowie die symbolische Funktion der Krankheit.

2. 1 Hans Castorp zwischen Clawdia Chauchat und Ludovico Settembrini: Hier wird der interne Konflikt des Protagonisten thematisiert, der zwischen den gegensätzlichen Weltanschauungen des aufklärerischen Settembrini und der faszinierenden, „kranken“ Clawdia Chauchat steht.

2. 2 Přibislav Hippe: Dieser Abschnitt beleuchtet die Erinnerung an den Schulkameraden Hippe, die als Vorausdeutung für die Beziehung zu Clawdia Chauchat und als Ausdruck einer „Dopplung“ analysiert wird.

2. 3 Die Krankheit: Es wird untersucht, wie die Krankheit im Sanatorium als gesellschaftliches und psychologisches Bindeglied fungiert, das Hans Castorps Liebe zu Clawdia erst ermöglicht und legitimiert.

3 Die Walpurgisnacht: Dieses Hauptkapitel widmet sich dem titelgebenden Höhepunkt und untersucht die spezifischen Ereignisse und literarischen Anspielungen in dieser Faschingsnacht.

3. 1 Chauchats Sieg über Settembrini: Das Kapitel beschreibt den entscheidenden Triumph der verführungsvollen Aspekte von Clawdia Chauchat über die pädagogischen Einflüsse von Settembrini.

3. 2 Die Bleistiftübergabe: Hier wird die Geste des Bleistiftleihens als strukturelles Leitmotiv und symbolischer Akt der Beziehungsvertiefung zwischen Hans und Clawdia interpretiert.

3. 3 Eine Liebesnacht?: Dieser Abschnitt diskutiert die Mehrdeutigkeit der Ereignisse nach dem Gespräch zwischen Hans und Clawdia und wertet indirekte Andeutungen im Text aus.

3. 4 Folgen für den weiteren Verlauf: Es wird dargelegt, wie die Erlebnisse der „Walpurgisnacht“ den weiteren Verbleib des Protagonisten auf dem Berg maßgeblich beeinflussen und das Ende des ersten Romanteils markieren.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und bestätigt die Anfangsthese, dass die „Walpurgisnacht“ den wichtigsten Höhepunkt des „Zauberbergs“ darstellt.

Schlüsselwörter

Der Zauberberg, Thomas Mann, Walpurgisnacht, Hans Castorp, Clawdia Chauchat, Ludovico Settembrini, Přibislav Hippe, Krankheit, Symbolik, Literaturtheorie, Dopplung, Höhepunkt, Liebesnacht, Faust, Motivik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die inhaltliche und strukturelle Bedeutung des Kapitels „Walpurgisnacht“ im Roman „Der Zauberberg“ von Thomas Mann und ordnet es als zentralen Wendepunkt ein.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind das Spannungsverhältnis zwischen Liebe und Krankheit, der Gegensatz zwischen Aufklärung und Verführung sowie die literarische Technik der Doppelung bzw. Vorausdeutung durch die Figur Přibislav Hippe.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die These zu stützen, dass die „Walpurgisnacht“ weit mehr als eine einfache Liebesbegegnung ist und als entscheidender, die Handlung determinierender Höhepunkt des gesamten Werkes betrachtet werden muss.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin stützt sich auf eine detaillierte Textanalyse unter Einbeziehung relevanter Forschungsliteratur zur Identifizierung von Motiven, Symbolen und narrativen Strukturen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Vorgeschichte, der zentralen Ereignisse der Walpurgisnacht (Sieg Chauchats, Bleistiftübergabe) und deren Konsequenzen für den weiteren Fortlauf des Romans.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind „Dopplung“, „Krankheit als Liebesmetapher“, „Höhepunkt“ und die Intertextualität zu Goethes „Faust“.

Warum spielt der „Bleistift“ eine so zentrale Rolle?

Der Bleistift dient als zentrales Leitmotiv und „Bindeglied“, da er die Situation des Leihens von Přibislav Hippe aus der Vergangenheit mit dem Akt zwischen Hans und Clawdia in der Gegenwart verknüpft und so die Identifizierung beider Figuren festigt.

Wird die Liebesnacht explizit im Roman beschrieben?

Nein, der Text enthält keine explizite Schilderung der gemeinsamen Nacht, bietet jedoch zahlreiche indirekte Hinweise, wie die Rückgabe des Bleistifts und den Erhalt einer Röntgenaufnahme, die auf ein intimes Zusammentreffen schließen lassen.

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Details

Title
Die Walpurgisnacht als (ein) Höhepunkt von Thomas Manns „Zauberberg“
College
Martin Luther University  (Institut für Germanistik)
Course
Der unheldische Held? Thomas Manns Zauberberg
Grade
1,0
Author
Franziska Riedel (Author)
Publication Year
2013
Pages
19
Catalog Number
V269988
ISBN (Book)
9783656612766
ISBN (eBook)
9783656612803
Language
German
Tags
Thomas Mann Zauberberg Hans Castorp Madame Chauchat Walpurgisnacht Settembrini Höhepunkt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Franziska Riedel (Author), 2013, Die Walpurgisnacht als (ein) Höhepunkt von Thomas Manns „Zauberberg“, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/269988
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