Durch die zunehmende Internationalisierung der Wirtschaft geraten immer häufiger fremde Kulturen in Kontakt. Diese Arbeit zeigt die Schwierigkeit von interkulturellen Interaktionen auf und zielt darauf ab, das Verständnis für den Begriff interkulturelle Kompetenz zu fördern. Des Weiteren sollen Möglichkeiten aufgezeigt werden, sich interkulturelle Kompetenz anzueignen und zu trainieren.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Hauptteil
2.1 Kulturunterschiede als Herausforderung
2.2 Erfolgreich international tätig sein
2.3 Training
3. Schlussteil
4. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen, die sich für Unternehmen und deren Mitarbeiter durch zunehmende kulturelle Heterogenität ergeben, und zielt darauf ab, ein tieferes Verständnis für den Begriff der interkulturellen Kompetenz sowie für wirksame Trainingsmethoden zu entwickeln.
- Bedeutung interkultureller Kompetenz im globalen Geschäftsleben
- Analyse kultureller Unterschiede und deren Einfluss auf die Kommunikation
- Kategorisierung und Anwendung von interkulturellen Trainingskonzepten
- Zusammenhang zwischen Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz
- Herausforderungen für Expatriates im Auslandseinsatz
Auszug aus dem Buch
2.1 Kulturunterschiede als Herausforderung
Durch die Globalisierung geraten zunehmend fremde Kulturen miteinander in Kontakt. Im Geschäftsleben führt dies zu einem Anstieg international ausgerichteten Aktivitäten, oft ohne dass die beteiligten Akteure darauf vorbereitet werden (Baumer 2002, S. 14f., Keup 2010, S. 11 und Rupprecht 2007, S. 6). Dass dies nicht problemlos funktionieren kann, zeigen unzählige Beispiele von im Ausland gescheiterten Unternehmen, Managern und Expatriaten. Über Erfolg und Misserfolg von internationalen Tätigkeiten entscheidet eine Vielzahl von Faktoren. Laut Dr. Fritz Audebert, Geschäftsführer der Firma ICUnet, sind kulturell bedingte Kommunikationsschwierigkeiten die dritthäufigste Ursache für geplatzte Deals (Zerbel 2013, o.S.). So scheitern grosse Projekte aufgrund von Missverständnissen zwischen verschiedenen Kulturen angehörigen Personen, weil die in der eigenen Kultur erfolgreiche Vorgehensweise kurzerhand ohne Anpassungen übernommen wird (Keup 2010, S. 15). In bestimmten Situationen können für im eigenen Kulturkreis wahrgenommene Banalitäten für den Verhandlungspartner beleidigend oder verletzend sein. Das führt zu gegenseitigem Unverständnis (Doser 2006, S. 25ff.).
Beispielsweise gilt in arabischen Ländern das Zeigen der Schuhsohle als Ungehörigkeit. In China ist es üblich, dass der Gast ein Teeangebot aus Höflichkeit ablehnt. Wird dem Chinesen nach der Ablehnung dann aber tatsächlich kein Tee aufgetischt, fühlt er sich verletzt, da es als Gastgeber in China Pflicht ist, seinen Gästen trotz Ablehnung einen Tee zu servieren (Keup 2010, S. 119, zitiert nach Schulz von Thun, S. 190). Sich in solch gesellschaftlichen Regeln zurechtzufinden ist schwierig. Problematisch ist hierbei das fehlende Bewusstsein der Beteiligten, dass solche Fehldeutungen durch kulturelle Unterschiede hervorgerufen werden und nicht etwa weil das Gegenüber sich mutwillig rücksichts- oder sogar respektlos verhaltet (Keup 2010, S. 25 und Knapp 2003, S. 128). Kulturunterschiede äussern sich auch in der ungleichen Dauer und Ablauf von Begrüssungen bei Meetings, wie Tabelle 1 illustriert.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Problemstellung im Kontext der Globalisierung, definiert Zielsetzung und Methode der Arbeit sowie grundlegende Begriffe.
2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert kulturelle Herausforderungen im Geschäftsleben, definiert interkulturelle Kompetenz und klassifiziert verschiedene Trainingsansätze.
3. Schlussteil: Das Kapitel fasst die Bedeutung von interkultureller Kompetenz für den Erfolg internationaler Unternehmungen zusammen und betont die wachsende Relevanz der Ausbildung an Hochschulen.
4. Literaturverzeichnis: Hier werden sämtliche für die Arbeit herangezogenen Quellen und Referenzen detailliert aufgelistet.
Schlüsselwörter
Interkulturelle Kompetenz, Globalisierung, Unternehmenskultur, Expatriate, Training, Kulturunterschiede, Kommunikation, Wissensmanagement, Fachkompetenz, Sozialkompetenz, Methodenkompetenz, Hofstede, Geschäftsleben, Auslandsentsendung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen durch kulturelle Unterschiede im internationalen Geschäftsleben und analysiert, wie interkulturelle Kompetenz durch gezielte Trainings gefördert werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen umfassen die Definition kultureller Unterschiede, das Konzept der interkulturellen Kompetenz als Erfolgsfaktor und die verschiedenen Methoden des interkulturellen Trainings.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für interkulturelle Kompetenz zu schaffen und aufzuzeigen, wie diese Eigenschaft in der Praxis durch verschiedene Ansätze gezielt trainiert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit stützt sich auf eine qualitative Literaturanalyse bestehender Konzepte und Definitionen zum Thema.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden kulturelle Unterschiede als Herausforderung diskutiert, das Kompetenzmodell weiterentwickelt und eine Klassifizierung von Trainingskonzepten nach methodischen und inhaltlichen Kriterien vorgenommen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind interkulturelle Kompetenz, Globalisierung, Training, Expatriates und Unternehmenskultur.
Welche Rolle spielen die Kulturdimensionen von Hofstede?
Die Dimensionen von Hofstede dienen als wissenschaftliches Modell, um Kulturunterschiede zwischen Ländern messbar und vergleichbar zu machen.
Warum sind kulturelle Unterschiede im Geschäftsleben problematisch?
Unterschiede in gesellschaftlichen Regeln und Kommunikationsmustern führen häufig zu Missverständnissen, die den geschäftlichen Erfolg gefährden können, wenn Beteiligte diese nicht als kulturell bedingt erkennen.
Welche Arten von Trainings werden unterschieden?
Die Arbeit unterscheidet zwischen informationsorientierten und erfahrungsorientierten Trainings, die jeweils entweder kulturspezifisch oder kulturallgemein ausgerichtet sein können.
Warum ist die Ausbildung an Hochschulen ein wichtiges Thema?
Angesichts des hohen Zeitdrucks in der Wirtschaft kommt dem Erwerb von interkultureller Kompetenz bereits während des Studiums eine wachsende Bedeutung für den späteren Berufseinstieg zu.
- Arbeit zitieren
- Tobias Diethelm (Autor:in), 2013, Interkulturelle Kompetenz und ihr Training, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/269977