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Das Charakterbild Kaiser Othos

Title: Das Charakterbild Kaiser Othos

Term Paper , 2007 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: M.A. Ninette Schmidt (Author)

World History - Early and Ancient History

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Marcus Salvius Otho, als Kaiser Imperator Marcus Otho Caesar Augustus, geboren am 28. April 32 n. Chr. entstammte einer unter Augustus und Claudius zu Ruhm und Ansehen gelangten Ritterfamilie aus Ferentium. Am 15. Januar 69 n. Chr. wird Otho durch den Senat zum neuen Kaiser bestimmt und am 16. April des selben Jahres endet seine Regentschaft mit seinem Freitod. Otho war nicht der einzige Imperator, der das sogenannte Vierkaiserjahr 68/69 n. Chr. nicht überlebte. Sein Vorgänger Galba, wie auch sein Nachfolger Vitellius starben binnen Jahresfrist. Erst die Flavische Dynastie, beginnend mit Vespasian, brachte wieder etwas Kontinuität in das Imperium Romanum. Unter ihrer Herrschaft wurden die Historiker, deren Werke noch bis heute erhalten geblieben sind, politisch und schriftstellerisch aktiv. Dazu gehören unter anderen Gaius Tranquillus Suetonius, Flavius Josephus, Plutarchus und P. Cornelius Tacitus. Auch Cassius Dio hat über besagte Zeit geschrieben, wenn auch erst ein Jahrhundert später.
Auffällig bei allen genannten antiken Historikern ist deren geschlossen negativ dargestelltes Geschichtsbild des Kaisers Otho, sie sind in ihrer Charakteranalyse Othos wenig schmeichelhaft, bzw. haben sogar trotz erklärter Objektivität die Person Othos auf seine Schlechtigkeiten reduziert und positive Eigenschaften und Leistungen nicht anerkannt oder abgewertet.
Bezugnehmend auf die Schwerpunktsetzung, des Proseminars, soll es also Ziel dieser Arbeit sein die antiken Quellen kritisch zu analysieren und zu interpretieren, die aufgestellte These zu untermauern, sowie eventuelle Motive oder historisch-politische Ursachen zu ergründen. Dies ist nur möglich, wenn auch die antiken Geschichtsschreiber selbst entsprechend Beachtung finden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die überlieferten Quellen zu Kaiser Otho und dem Vierkaiserjahr 68/69 n.Chr.

2.1 Sueton

2.2 Plutarch

2.3 Tacitus

3. Das Charakterbild Kaiser Othos bei Tacitus

4. Tacitus’ Charakterisierung im Vergleich mit Sueton und Plutarch

5. Schlussfolgerung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die antike Überlieferung zum römischen Kaiser Otho kritisch zu analysieren und zu interpretieren, um die Hintergründe für das einheitlich negative Geschichtsbild des Kaisers bei Historikern wie Tacitus, Sueton und Plutarch zu ergründen. Dabei soll hinterfragt werden, inwiefern die Autoren durch ihre persönliche Nähe zur flavischen Dynastie oder durch ideologische Motive in ihrer Charakterdarstellung beeinflusst waren.

  • Kritische Analyse der antiken Quellen (Tacitus, Sueton, Plutarch)
  • Untersuchung des "Vierkaiserjahres" 68/69 n.Chr. und dessen historischer Einordnung
  • Charakterisierung von Kaiser Otho durch den Historiker Tacitus
  • Vergleichende Gegenüberstellung der drei antiken Autoren
  • Evaluation des Suizids Othos als historiographisches Motiv

Auszug aus dem Buch

3. Das Charakterbild Kaiser Othos bei Tacitus

In Tacitus’ Historiografie stehen Menschen im Dreh- und Angelpunkt des Geschehens. Bei deren charakterlichen Darstellungen bedient er sich vielfältigster Möglichkeiten und Methoden, dabei lässt er auch durchaus bewusst Abweichungen und Gegensätze innerhalb einzelner Charakterbeschreibungen zu. So schildert Tacitus den Geist Othos als seinem verweichlichten Körper entgegengesetzt agil, doch noch im selben Absatz von Einflüsterungen seiner Freigelassenen und Wahrsager leicht beeinflussbar. Auch ist er bei Tacitus für zwei sehr unterschiedliche Taten bekannt „eine äußerst schändliche und eine vortreffliche“. Otho war also der kühl kalkulierende Mörder Galbas, aber auch der selbstlose Kaiser, der für die Erhaltung des Lebens unschuldiger Männer freiwillig in den Tod ging. Der Tyrann, der mit seinem Tod alle Schlechtigkeiten sühnt scheint allerdings in der antiken Historiografie ein beliebtes Motiv gewesen zu sein.

Aber vielleicht viel wichtiger sind die breitgefächerten historischen Geschehnisse der Zeit selbst, über die Tacitus berichtet. Denn jeder Kaiser, so kurz er auch an der Macht gewesen sein mag, muss versucht haben die öffentliche Meinung zu seinen Gunsten zu beeinflussen, sich die Unterstützung des Militärs, im Falle Othos der Prätorianerkohorte, zu sichern und all dies zu nutzen um seine Konkurrenten auszuspielen. Der Sieg der Flavier, veranlasste mit großer Sicherheit, die Autoren der von Tacitus genutzten Quellen, diese zu glorifizierten oder zumindest weit positiver darzustellen als sie möglicherweise waren, um sich bei der neuen Dynastie beliebt zu machen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Person Marcus Salvius Otho vor, ordnet ihn in das Vierkaiserjahr 68/69 n.Chr. ein und skizziert das Forschungsziel der kritischen Quellenanalyse.

2. Die überlieferten Quellen zu Kaiser Otho und dem Vierkaiserjahr 68/69 n.Chr.: Hier werden die Autoren Sueton, Plutarch und Tacitus als zentrale Quellen eingeführt, deren Lebenswege und Schreibstile kurz beleuchtet werden.

3. Das Charakterbild Kaiser Othos bei Tacitus: Dieses Kapitel analysiert, wie Tacitus den Widerspruch zwischen Othos Handeln als Usurpator und seinem stoischen Selbstmord darstellt.

4. Tacitus’ Charakterisierung im Vergleich mit Sueton und Plutarch: Hier werden die unterschiedlichen Akzentuierungen der drei Historiker bei der Darstellung von Othos Charakter und dessen Ähnlichkeit zu Nero gegenübergestellt.

5. Schlussfolgerung: Das abschließende Kapitel fasst zusammen, dass das negative Bild Othos ein Zerrbild der antiken Autoren darstellt, welches Othos tatsächliche administrative Leistungen in Lusitanien verdeckt.

Schlüsselwörter

Kaiser Otho, Vierkaiserjahr, Tacitus, Sueton, Plutarch, Römische Geschichte, Usurpation, Geschichtsschreibung, Quellenkritik, Kaiserbiografie, Antike, Nero, Selbstmord, Prinzipat, Historiografie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das überlieferte Bild des römischen Kaisers Otho bei den antiken Historikern Tacitus, Sueton und Plutarch und hinterfragt dessen Objektivität.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Historiografie des ersten Jahrhunderts n.Chr., das politische Klima der Flavierzeit sowie die Quellenkritik an antiken Biografien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Motive für die einheitlich negative Darstellung Othos aufzuzeigen und zu prüfen, ob der historische Otho differenzierter zu betrachten ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Quellenanalyse und Literaturarbeit, die antike Texte in Bezug auf ihre Entstehungskontexte und Intentionen untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse von Tacitus’ Charakterzeichnung Othos sowie dem direkten Vergleich mit den Darstellungen von Sueton und Plutarch.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kaiser Otho, Tacitus, Quellenkritik, Historiografie, Vierkaiserjahr und antike Biografie.

Welche Rolle spielt die flavische Dynastie für die Darstellung?

Die Autoren schrieben unter oder nach den Flaviern, was vermutlich zu einer tendenziösen Darstellung der vorangegangenen Zeit führte, um sich bei der neuen Machtelite zu profilieren.

Warum wird Othos Suizid als zentrales Motiv hervorgehoben?

Der Suizid bildet bei den Autoren den Kontrast zwischen dem "Verbrecher" und dem "edlen Herrscher", was Tacitus als eines der wenigen positiven Merkmale Othos gelten lässt.

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Details

Title
Das Charakterbild Kaiser Othos
College
University of Potsdam
Grade
1,7
Author
M.A. Ninette Schmidt (Author)
Publication Year
2007
Pages
15
Catalog Number
V269799
ISBN (Book)
9783656610786
ISBN (eBook)
9783656611561
Language
German
Tags
Kaiser Rom Otho Vierkaiserjahr 68/69 n. Chr. Sueton Tacitus Plutarch Imperium Romanum Marcus Salvius Otho Kaiser Imperator Marcus Otho Caesar Augustus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Ninette Schmidt (Author), 2007, Das Charakterbild Kaiser Othos, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/269799
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