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Die Schuldfrage in Hartmanns von Aues "Iwein"

Title: Die Schuldfrage in Hartmanns von Aues "Iwein"

Term Paper , 2011 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Federico Sirna (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies

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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit soll im Folgenden also zunächst klären, wie der Begriff „Schuld“ im höfischen Mittelalter zu verstehen ist und welche Regeln und Normen der mittelalterlichen Gesellschaft in der Schuldfrage zu beachten sind.
In einem weiteren Schritt werden sowohl die Brunnenaventiure als auch Iweins Terminversäumnis genauer betrachtet. Dabei soll analysiert werden, ob Iwein durch seine Verfehlungen Schuld auf sich lädt und wenn dies der Fall ist, in welcher Form.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Schuldbegriff im höfischen Mittelalter

3. Die Brunnenaventiure

4. Das Terminversäumnis

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexe Schuldfrage in Hartmanns von Aue Artusroman „Iwein“, indem sie analysiert, ob und in welcher Form der Protagonist durch die Brunnenaventiure und das Terminversäumnis schuldig wird, unter besonderer Berücksichtigung mittelalterlicher Normen und Rechtsvorstellungen.

  • Analyse des zeitgenössischen Schuldbegriffs im höfischen Mittelalter
  • Untersuchung der moralischen und rechtlichen Bewertung der Brunnenaventiure
  • Evaluation des Terminversäumnisses als objektive Schuld im Kontext höfischer Rollen
  • Diskussion verschiedener Forschungsansätze zur Interpretation von Iweins Verfehlungen
  • Betrachtung des Konflikts zwischen individueller Schuld und gesellschaftlichen Anforderungen

Auszug aus dem Buch

3. Die Brunnenaventiure

Die Bedeutung der Brunnenaventiure für die Schuld Iweins wird in der Forschung sehr kontrovers diskutiert. Grundsätzlich lassen sich zwei Positionen dazu unterscheiden. So erachten Peter Wapnewski und Thomas Cramer das Erschlagen des Brunnenwächters als Verfehlung Iweins, Hubertus Fischer und Rudolf Voss dagegen sehen dabei kein Vergehen gegen die geltenden Moral oder Rechtsauffassungen.

Zunächst ist es wichtig, zu klären, warum Iwein überhaupt losreitet, um Askalon zum Kampf herauszufordern: Seine Motivation dazu ist die Schande, die sein Vetter Kalogreant durch den Brunnenwächter erfahren hat. Iwein begibt sich also auf den Weg zur Quelle, um die Ehre des Artushofes wiederherzustellen, aber auch um eigenes Ansehen zu erlangen. Dadurch handelt er womöglich aus jugendlichem Leichtsinn, aber letztendlich auch der Absicht des König Artus entsprechend, welcher im Prolog als edel und ruhmreich dargestellt wird.

Wenn nun also König Artus mit seinem ganzen Gefolge zur Quelle reiten will um die Ehre des Hofes wiederherzustellen, ist auch Iweins Absicht, seinen Vetter zu rächen nicht negativ zu sehen, schließlich heißt es doch bezüglich des König Artus im Prolog: Er ist lasterlîcher schame / iemer vil gar erwert, / der noch nâch sinem site vert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Debatte um die Schuldfrage im Artusroman „Iwein“ ein und skizziert die zwei zentralen Episoden der Schuld-Analyse: die Brunnenaventiure und das Terminversäumnis.

2. Der Schuldbegriff im höfischen Mittelalter: Dieses Kapitel erläutert den Wandel vom objektiven, am Gewohnheitsrecht orientierten Schuldbegriff hin zur subjektiven, durch christliche Einflüsse geprägten Sünde.

3. Die Brunnenaventiure: Hier wird die kontroverse fachwissenschaftliche Diskussion darüber beleuchtet, ob Iweins Kampf und die Verfolgung Askalons eine moralische Verfehlung darstellen oder ritterlich legitimiert sind.

4. Das Terminversäumnis: Dieses Kapitel analysiert das Überschreiten der Jahresfrist als objektive Schuld, die aus dem Rollenkonflikt zwischen Landesherr und Artusritter resultiert.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und stellt fest, dass Iweins Schuld nicht eindeutig moralisch verurteilbar ist, sondern oft in einem rechtlichen und gesellschaftlichen Spannungsfeld liegt.

Schlüsselwörter

Iwein, Hartmann von Aue, Schuldfrage, Brunnenaventiure, Terminversäumnis, höfisches Mittelalter, Artusepik, Moraltheologie, Rechtsauffassung, Schuld, ritterliche Tugend, Laudine, Askalon, Literaturwissenschaft, Schuldverhältnis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Schuldfrage des Protagonisten im Artusroman „Iwein“ von Hartmann von Aue und hinterfragt, ob dessen Handlungen im Kontext mittelalterlicher Moralvorstellungen als schuldig zu bewerten sind.

Welche zwei Episoden stehen bei der Analyse der Schuldfrage im Zentrum?

Die zentralen Themenfelder sind die Brunnenaventiure, bei der Iwein Askalon tötet, sowie das Terminversäumnis, bei dem Iwein eine Frist gegenüber Laudine verstreichen lässt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, inwieweit die Taten Iweins aus der Perspektive des höfischen Mittelalters als Verfehlungen gelten und wie die wissenschaftliche Forschung diese Schuld bewertet.

Welche methodische Herangehensweise wird in der Arbeit gewählt?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die verschiedene Forschungspositionen gegenüberstellt und den historischen Kontext des Mittelalters sowie zeitgenössische Rechts- und Moralvorstellungen einbezieht.

Was bildet den inhaltlichen Kern des Hauptteils?

Im Hauptteil werden der Wandel des mittelalterlichen Schuldbegriffs sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Brunnenaventiure und dem Terminversäumnis anhand von Fachliteratur behandelt.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit charakterisiert?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Iwein, Artusepik, Schuld, Mittelalter, ritterliches Handeln und literaturwissenschaftliche Interpretation charakterisiert.

Wie interpretieren die Forscher Wapnewski und Cramer die „Brunnenaventiure“?

Sie sehen in der Tötung des Brunnenwächters und der Art der Verfolgung ein klares Fehlverhalten Iweins, da dieser dabei gegen ritterliche Regeln verstößt.

Welche Rolle spielt die „Prädestinationslehre“ bei der Interpretation durch Rudolf Voss?

Voss betrachtet Iweins Schuld als Teil der menschlichen Erbsünde und legt den Fokus darauf, wie der Protagonist durch Reue und Buße aktiv mit seinem Schicksal umgeht.

Warum konnte Iwein das Terminversäumnis laut Hubertus Fischer kaum vermeiden?

Fischer argumentiert, dass Iwein im Konflikt zwischen seinen Rollen als Landesherr und Artusritter gefangen war, was ein reales Problem der damaligen feudalen Gesellschaft widerspiegelt.

Kommt die Arbeit zu einer abschließenden Bewertung von Iweins Schuld?

Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass eine endgültige Klärung der Schuldfrage nicht mit absoluter Sicherheit möglich ist, da Hartmann von Aue Iwein auch während seiner Verfehlungen durchweg als edlen Ritter darstellt.

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Details

Title
Die Schuldfrage in Hartmanns von Aues "Iwein"
College
University of Tubingen
Grade
1,7
Author
Federico Sirna (Author)
Publication Year
2011
Pages
15
Catalog Number
V269204
ISBN (Book)
9783656602163
ISBN (eBook)
9783656602170
Language
German
Tags
schuldfrage hartmanns aues iwein
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Federico Sirna (Author), 2011, Die Schuldfrage in Hartmanns von Aues "Iwein", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/269204
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