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Die Entwicklung des Heermeisteramtes in der Spätantike

Title: Die Entwicklung des Heermeisteramtes in der Spätantike

Term Paper (Advanced seminar) , 2013 , 24 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christoph Heckl (Author)

World History - Early and Ancient History

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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit sollen die Bedingungen untersucht werden, unter denen sich ein neues politisches System herausbilden konnte, an deren Endpunkt der Kaiser im Westreich seine faktische politische Macht nahezu vollständig verloren hatte. Nicht mehr der Kaiser herrschte, sondern „die faktische Herrschaft übten Heermeister aus, die reichsfremd waren oder sich auf reichsfremde Truppen stützten“1. Die dazu führenden Bedingungen nahmen ihren Ausgangspunkt bei Diocletian. Ein wichtiger Markstein in dieser Entwicklung ist der Machtkampf, in dem sich Arbogast gegen Valentinian II. durchzusetzen vermochte. Die Kaiser im Westen haben es fortan nicht mehr geschafft, die Macht zurückzugewinnen.
Diese Arbeit folgt methodisch einem Zweischritt. Zunächst sollen strukturelle Voraussetzungen für das neue politische System2 aufgezeigt werden. Dabei spielen insbesondere die Veränderungen im Verhältnis von Zivilverwaltung und Militär eine wichtige Rolle. In die Zeit Constantins I. fällt die Schaffung des Heermeisteramts, worauf eingegangen wird, bevor der Wandel im römischen Heer unter zwei zentralen Aspekten dargestellt wird. Dieser ist wesentliches Movens für die weitere Entwicklung des Heermeisteramtes. In einem zweiten Schritt sollen neuralgische Punkte dieser Entwicklung entlang ausgewählter Heermeister des vierten nachchristlichen Jahrhunderts aufgezeigt werden. In dieser Arbeit wird der zeitliche Schwerpunkt auf die zweite Hälfte des 4. Jahrhunderts gelegt. In dieser Zeit wurden die Weichen für die spezifische Dynamik des Heermeisteramts gestellt.
Die Forschungslage zur Rolle der Heermeister ist, insbesondere für das 4. Jahrhundert, ausgesprochen dürftig. Der einzige ausführlichere Forschungsbericht jüngerer Zeit stammt aus dem sehr verdienstvollen Artikel im ‚Neuen Pauly‘ von Alexander Demandt. Dieser ist allerdings mit mehr als 40 Jahren deutlich angegraut.
Weitere aktuellere Publikationen zu den Heermeistern der Spätantike fokussieren zumeist das 5. und 6. Jahrhundert. Sucht man Publikationen zum 4. Jahrhundert, muss man, abgesehen von einigen vereinzelten Aufsätzen der 1980er Jahre11, gar auf Publikationen der 60er Jahre zurückgreifen, so z.B. auf Manfred Waas‘ Dissertation zu Germanen im römischen Dienst (1965).12 Der neueste Aufsatz zum hier zu untersuchenden Phänomen stammt von Egon Flaig (2005).13

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Verhältnis von Zivilverwaltung und Militär

2.1 Die Reform Diocletians

2.2 Verwaltungsreform unter Constantin und Entstehung des Heermeisteramtes

3. Wandel im römischen Heer

4.1 Ein neues militärisches Instrument: das Bewegungsheer

4.2 Die Germanisierung des römischen Heeres

4. Entwicklung des Heermeisteramts

4.1 Die Heermeisterreform Constantius‘ II.

4.2 Merobaudes

4.3 Arbogast

4.4 Stilicho

4.5 Constantius

4.6 Weitere Entwicklung

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die strukturellen Bedingungen, die im Weströmischen Reich des 4. Jahrhunderts zur Herausbildung eines neuen politischen Systems führten, in welchem die faktische Macht zunehmend von militärischen Oberbefehlshabern (Heermeistern) ausgeübt wurde und die kaiserliche Autorität in den Hintergrund trat. Dabei wird insbesondere der Einfluss der Militär- und Verwaltungsreformen sowie die zunehmende Barbarisierung des Heeres analysiert.

  • Strukturelle Veränderungen im Verhältnis von Zivilverwaltung und Militär
  • Entstehung und Institutionalisierung des Heermeisteramtes
  • Struktureller Wandel und Barbarisierung des römischen Heeres
  • Fallbeispiele prominenter Heermeister des 4. Jahrhunderts

Auszug aus dem Buch

4.3 Arbogast

Arbogast ist unter anderem so wichtig für die vorliegende Fragestellung, weil mit ihm die erste regelrechte „Usurpation des Heermeisteramtes“ erfolgt. Es ist anzunehmen, dass er der Sohn des fränkischen Heermeisters Bauto war, der unter Kaiser Valentinian gedient hatte. Durch seinen Vater sammelte er früh Erfahrungen in der Armee. Als Bauto 388 starb, warteten die Offiziere indes nicht ab, bis Kaiser Valentinian II. einen neuen Heermeister einsetzte, sondern erhoben einfach selbst Arbogast zum neuen Heermeister. Der Kaiser konnte die so geschaffenen Fakten nur noch hinnehmen, da das Heer ja offenbar hinter dem Heermeister stand. Es zeigt sich an diesem Punkt, dass das Heermeisteramt bereits de facto „eine selbständige Institution neben dem Kaiseramt geworden“ war.

Dies tritt wenig später noch deutlicher zutage, als sich – ob der ‚Amtsbesetzung‘ Arbogasts nicht weiter verwunderlich – Spannungen zwischen Kaiser und Heermeister abzeichnen. Darüber werden wir sehr detailliert von Zosimos informiert. Dieser schreibt, dass er sich einer so „bedeutenden Position [erfreute], daß er sich sogar dem Kaiser gegenüber ein freies Wort erlauben konnte und alles, was ihm nicht recht und passend dünkte, zu verhindern wußte.“ Schenken wir Zosimos glauben, griff Arbogast also – auch gegen den Willen des Kaisers – in die Politik ein. Sein Verhalten war, so betont Zosimos mehrfach, obwohl für Valentinian „unerträglich“, durch die „Zuneigung sämtlicher Soldaten geschützt“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Fragestellung ein und erläutert die methodische Herangehensweise an die Untersuchung des neuen politischen Systems im Spätantiken Westreich.

2. Das Verhältnis von Zivilverwaltung und Militär: Das Kapitel analysiert die administrativen Umstrukturierungen seit Diocletian und Constantin, die eine Trennung von ziviler und militärischer Gewalt zum Ziel hatten.

3. Wandel im römischen Heer: Hier wird der strukturelle Wandel der römischen Armee untersucht, insbesondere die Herausbildung des Bewegungsheeres und die zunehmende Rekrutierung germanischer Einheiten.

4. Entwicklung des Heermeisteramts: Dieses Kapitel betrachtet die institutionelle Entwicklung des Amtes anhand zentraler Akteure wie Merobaudes, Arbogast, Stilicho und Constantius, die ihre militärische Machtposition massiv ausbauten.

5. Schluss: Der Schluss fasst die Ergebnisse zusammen, wie die Entwicklung des Heermeisteramtes im Westen zu einer Schwächung der kaiserlichen Macht und einem "Vizekaisertum" führte, während sich im Osten eine solche Dominanz vermeiden ließ.

Schlüsselwörter

Spätantike, Heermeister, Magister militum, Weströmisches Reich, Militarisierung, Barbarisierung, Kaiseramt, Zivilverwaltung, Arbogast, Stilicho, Reformen, Bewegungsheer, Usurpation, Machtverschiebung, Foederati

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Transformation der Machtverhältnisse im spätantiken Weströmischen Reich und der Verschiebung der Entscheidungsgewalt vom Kaiser auf die militärischen Heermeister.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themen umfassen Verwaltungsreformen, die Neustrukturierung des römischen Heerwesens, die zunehmende Rolle germanischer Truppen und Soldaten ("Barbarisierung") sowie die politische Rolle der Heermeister als "Kaisermacher".

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ergründen, warum und unter welchen strukturellen Bedingungen das Heermeisteramt zu einer selbständigen, den Kaiser dominierenden Institution erstarken konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt einem zweistufigen Ansatz: Zunächst werden strukturelle Voraussetzungen (Verwaltung/ Heer) aufgezeigt, gefolgt von einer fallbezogenen Analyse prominenter Heermeister des 4. Jahrhunderts.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Reformen von Diocletian und Constantin, den strukturellen Wandel der Armee (Bewegungsheer) und detailliert die politische Rolle von Generälen wie Merobaudes, Arbogast und Stilicho.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Magister militum, Spätantike, Barbarisierung, Machtverschiebung, römisches Heerwesen und das Verhältnis von Kaiser und Militärführung.

Warum konnte Arbogast so machtvoll gegen den Kaiser agieren?

Arbogast stützte sich auf die unbedingte Loyalität seiner Soldaten, die ihr Vertrauen eher in ihren militärischen Anführer als in den Kaiser setzten, wodurch er eine von der kaiserlichen Souveränität unabhängige Machtbasis besaß.

Wie unterscheidet sich die Entwicklung im Ostreich von der im Westen?

Im Ostreich gelang es durch eine stärkere Gleichstellung der Heermeisterstellen und die Einbindung der zivilen Verwaltung, die Entwicklung eines übermächtigen "Generalissimos" oder eines Vizekaisertums erfolgreich zu verhindern.

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Details

Title
Die Entwicklung des Heermeisteramtes in der Spätantike
College
University of Cologne  (Historisches Institut)
Course
Die Bedeutung des spätantiken Heermeisters
Grade
1,3
Author
Christoph Heckl (Author)
Publication Year
2013
Pages
24
Catalog Number
V269046
ISBN (Book)
9783656600497
ISBN (eBook)
9783656600572
Language
German
Tags
entwicklung heermeisteramtes spätantike
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Heckl (Author), 2013, Die Entwicklung des Heermeisteramtes in der Spätantike, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/269046
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