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Soziale Beratung von Häftlingen

Der Weg von der Inhaftierung bis zur Entlassung

Title: Soziale Beratung von Häftlingen

Term Paper , 2013 , 19 Pages

Autor:in: Roberto Campanello (Author)

Social Work

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Summary Excerpt Details

Kann man in heutiger Zeit Sträflinge resozialisieren? Diesem Thema haben wir uns im Feld der sozialen Beratung angenommen. In der folgenden Ausarbeitung werden wir auf die einzelnen Aspekte der Sozialberatung auf dem Weg der Inhaftierung bis zur Haftentlassung eingehen. Da wir uns an der Justizvollzugsanstalt Wiesbaden orientiert haben, wird auch das Thema Beratung im Jugendstrafrecht behandelt. Hierbei wird auf das Verhältnis der sozialen Arbeit im Hinblick auf das Strafrecht dargestellt. Desweiteren werden diverse gesetzliche Beratungspflichten und -möglichkeiten für Straffällige vorgestellt.
Dabei durchlaufen wir drei Beratungsphasen eines verurteilten Menschen. Mit dem Moment der Verurteilung bis zur Inhaftierung findet die erste Beratungsphase statt. Diese beinhaltet die individuelle Beurteilung des Angeklagten und kann Auswirkungen auf die gerichtliche Urteilsfindung haben. Inwieweit der mutmaßliche Täter die Tat geplant hat und ob er zu diesem Zeitpunkt für seine Handlungen zurechnungsfähig war, wird eng mit dem Sozialarbeiter eruiert. Dazu kommen soziale Hilfestellungen wie die Jugendgerichthilfe und die Erstellung eines Förderplans bei Verurteilung. Die Jugendgerichtshilfe bleibt für die gesamte Haftdauer mit dem nach Jugendstrafrecht verurteilten Täter im stetigen Kontakt und betreut diesen. Desweiteren wird die Einzelberatung in mehreren Themengebieten während der Haftzeit von internen Sozialpädagogen angeboten. Gruppensitzungen ergänzen die Einzelberatungen, um persönliche Defizite in gesellschaftlichen Konstellationen auszugleichen.
Spezielle Beratungen werden bei der Entlassung angeboten, um die gesellschaftlichen Normen sowie bürokratische Hürden im Alltag zu meistern. Dadurch werden Resozialisierungschancen erhöht. Dem Haftentlassenen wird angeraten, Optionen der sozialen Beratung, wie z.B. Schuldenberatung, weiterhin in Anspruch zu nehmen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Strafrecht und Soziale Arbeit

3. Justizvollzugsanstalt Wiesbaden

3.1 Gesetzliche Durchsetzung des Strafrechts

3.2 Der Weg zur Inhaftierung

4. Resozialisierungsmaßnahmen in der Justizvollzugsanstalt

4.1 Wohngruppenvollzug

4.2 Berufliche und schulische Qualifikationsmöglichkeiten

4.3 Zielsetzung des Sports im Jugendstrafvollzug

5. Regelungen der Entlassungsvorbereitung

5.1 Konkrete Hilfe zur Entlassungsvorbereitung

5.2 Beschaffung von Dokumenten

5.3 Wohnungssuche

5.4 Die Agentur für Arbeit

5.5 Arbeitssuche über einen Freien Träger

5.6 Schulden nach der Haftentlassung

5.6.1 Die SCHUFA

5.6.2 Die Schuldnerberatung

5.6.3 Das P-Konto

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Sozialen Arbeit im Kontext des Jugendstrafvollzugs. Ziel ist es, den Prozess der Resozialisierung von der Inhaftierung bis zur Haftentlassung am Beispiel der JVA Wiesbaden zu analysieren und aufzuzeigen, wie durch gezielte soziale Beratung und Unterstützungsangebote eine erfolgreiche Wiedereingliederung in die Gesellschaft gefördert werden kann.

  • Soziale Arbeit im Jugendstrafrecht
  • Strukturen des Wohngruppenvollzugs
  • Berufliche und schulische Qualifizierungsmaßnahmen
  • Strategien der Entlassungsvorbereitung
  • Umgang mit Schulden und finanzieller Stabilisierung

Auszug aus dem Buch

4.1 Wohngruppenvollzug

Damit eine Erziehung zu einem selbstständigen Leben in der Gesellschaft nach dem Vollzug ermöglicht werden kann, sollten die Gegebenheiten vorzugsweise realitätsnah und gesellschaftstauglich gestaltet sein. Zu einem Strukturelement zählt unter diesem Gesichtspunkt der Wohngruppenvollzug. Durch die früher praktizierte Einzelunterbringung der Jugendlichen waren Peer- Group- Beziehungen nur in Sport-, Berufs-, Schul-, Kontakt- oder Behandlungsgruppen möglich. (vgl. Werner Bruns, 1987, S.26) Die Wohngruppe bietet dem Insassen beste Voraussetzungen Sozialverhalten zu üben und zu erlernen, da er durch dieses Konzept den Großteil seines Alltags einem Übungsfeld ausgesetzt ist.

Durch das gemeinsame Wohnen entsteht ein Zentrum zwischenmenschlicher Bindungen, aus denen Ressourcen für die Zukunft geschöpft werden können. Maßgebend für die Entfaltung der Jugendlichen in dem Konzept des Wohngruppenvollzugs ist deren Eigenverantwortlichkeit bei der allgemeinen Tagesstruktur, wie beispielsweise in den Bereichen Versorgung, Haft- und Gemeinschaftsräume, Ordnung- und Sauberkeit, sowie Freizeit. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass der Alltag in der Wohngruppe. Im Vergleich zu anderen Bereichen der JVA, dem Zugriff durch die Anstalt weitgehend entzogen ist. (vgl. Lösche, 1976, S. 209) Es kommt zu einer direkten Auseinandersetzung zwischen den Jugendlichen, wodurch Lernprozesse stattfinden, aus denen sich eine regelrechte Trainingsstätte formt. (vgl. Werner Bruns, 1987, S.26)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Resozialisierung von Straftätern ein und skizziert die drei Beratungsphasen vom Zeitpunkt der Verurteilung bis zur Haftentlassung.

2. Strafrecht und Soziale Arbeit: Dieses Kapitel erörtert die bedeutende Stellung der Sozialen Arbeit im Strafrechtssystem, insbesondere als Jugendgerichtshilfe bei der Bewertung von Schuld und Verantwortlichkeit.

3. Justizvollzugsanstalt Wiesbaden: Es werden die Organisationsstruktur der JVA Wiesbaden sowie die diagnostischen Prozesse zur Erstellung von Förderplänen für Gefangene beschrieben.

3.1 Gesetzliche Durchsetzung des Strafrechts: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Grundlagen des Jugendstrafrechts und betont den Erziehungsgedanken als zentrales Leitprinzip.

3.2 Der Weg zur Inhaftierung: Hier werden die Schritte vom Ermittlungsverfahren durch die Staatsanwaltschaft bis hin zur stationären Unterbringung in einer Jugendstrafanstalt aufgezeigt.

4. Resozialisierungsmaßnahmen in der Justizvollzugsanstalt: Dieses Kapitel definiert Resozialisierung als das übergeordnete Ziel des Strafvollzugs, das darauf abzielt, Straftäter zu besserem Verhalten zu befähigen.

4.1 Wohngruppenvollzug: Es wird dargelegt, wie das Zusammenleben in Wohngruppen als Übungsfeld für soziale Kompetenzen und Eigenverantwortung dient.

4.2 Berufliche und schulische Qualifikationsmöglichkeiten: Dieses Kapitel beschreibt das arbeitstherapeutische Angebot der JVA, das darauf abzielt, zentrale Fertigkeiten für den Arbeitsmarkt zu vermitteln.

4.3 Zielsetzung des Sports im Jugendstrafvollzug: Es wird die Bedeutung sportlicher Betätigung zur körperlichen Auslastung und Stärkung des Selbstwertgefühls bei den Gefangenen hervorgehoben.

5. Regelungen der Entlassungsvorbereitung: Dieses Kapitel thematisiert die Notwendigkeit einer frühzeitigen Planung für die Wiedereingliederung, um die Rückfallgefahr nach der Haft zu minimieren.

5.1 Konkrete Hilfe zur Entlassungsvorbereitung: Hierbei liegt der Fokus auf der engen Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit zur Sicherung der finanziellen Existenz und Arbeitsmarktintegration.

5.2 Beschaffung von Dokumenten: Es werden die für eine Haftentlassung essenziellen Dokumente und die entsprechenden behördlichen Beantragungsprozesse aufgeführt.

5.3 Wohnungssuche: Dieses Kapitel behandelt die Unterstützung bei der Wohnraumbeschaffung und die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Unterbringung nach der Haft.

5.4 Die Agentur für Arbeit: Es wird erklärt, wie die Koordination mit der Agentur für Arbeit zur Absicherung von Arbeitslosengeldbezügen und Sozialleistungen funktioniert.

5.5 Arbeitssuche über einen Freien Träger: Hier wird das Projekt "Arbeitsmarktintegration jugendlicher Strafentlassener" (ArJuS) als unterstützendes Angebot vorgestellt.

5.6 Schulden nach der Haftentlassung: Dieses Kapitel widmet sich der Problematik der Verschuldung von Strafentlassenen und der Notwendigkeit professioneller Beratung.

5.6.1 Die SCHUFA: Hier wird erklärt, wie SCHUFA-Einträge die Bonität beeinflussen und nach welchen Fristen diese gelöscht werden können.

5.6.2 Die Schuldnerberatung: Dieses Kapitel erläutert das Ziel der finanziellen Festigung und die Rolle des Sozialarbeiters bei der Vermittlung gegenüber Gläubigern.

5.6.3 Das P-Konto: Es wird die Funktionsweise und der Nutzen des Pfändungsschutzkontos für Strafentlassene zur Sicherung des Existenzminimums erklärt.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass soziale Beratung ein essenzieller Baustein der Resozialisierung ist, wobei jedoch eine intensivere Nachbetreuung nach der Haftentlassung wünschenswert wäre.

Schlüsselwörter

Resozialisierung, Jugendstrafvollzug, Sozialarbeit, JVA Wiesbaden, Wohngruppenvollzug, Entlassungsvorbereitung, Arbeitsmarktintegration, Schuldenberatung, P-Konto, Jugendgerichtshilfe, Straftäter, Haftentlassung, Soziale Beratung, Prävention, Qualifizierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Prozesse der sozialen Beratung von Häftlingen in einer Justizvollzugsanstalt, um deren Resozialisierung und spätere Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die pädagogischen Maßnahmen während der Haft (wie Wohngruppenvollzug und Arbeitstherapie) sowie die praktischen Hilfestellungen zur Entlassungsvorbereitung, inklusive Wohnungs- und Arbeitssuche.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch eine gezielte soziale Beratung der Weg von der Inhaftierung bis zur Entlassung so gestaltet werden kann, dass eine erfolgreiche Rückkehr in die Gesellschaft möglich ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse rechtlicher Grundlagen und fachspezifischer Konzepte der Sozialen Arbeit, angewendet auf die konkrete Praxis am Beispiel der JVA Wiesbaden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Resozialisierungsmaßnahmen in der Haft (Sport, Berufsbildung, Wohngruppen) sowie die spezifischen Schritte zur Bewältigung bürokratischer und finanzieller Hürden vor der Entlassung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Resozialisierung, Jugendstrafvollzug, Schuldnerberatung, Entlassungsvorbereitung und Soziale Arbeit geprägt.

Welche Rolle spielt die Jugendgerichtshilfe in diesem Kontext?

Die Jugendgerichtshilfe fungiert als Bindeglied, das den biographischen Hintergrund der Jugendlichen in das Verfahren einbringt und erzieherische Hilfen als Alternative zur reinen Strafe initiiert.

Warum ist die Schuldnerberatung für Haftentlassene so wichtig?

Da viele Strafentlassene mit einem Schuldenberg aus Anwalts- und Gerichtskosten starten, ist die finanzielle Stabilisierung durch Beratung und Kontoschutz (P-Konto) entscheidend, um ein erneutes Abrutschen in die Kriminalität zu verhindern.

Inwiefern beeinflusst der Wohngruppenvollzug die Entwicklung der Insassen?

Das Konzept des Wohngruppenvollzugs zwingt die Jugendlichen zur Übernahme von Eigenverantwortung für ihren Alltag und fördert durch die Auseinandersetzung in der Gruppe soziale Lernprozesse.

Was ist das Fazit des Autors zur Nachhaltigkeit der Maßnahmen?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die derzeitigen Resozialisierungsmaßnahmen zwar wichtig sind, jedoch bei kurzen Haftzeiten oft nicht ausreichen und eine intensivere, gesetzlich verankerte Nachbetreuung nach der Entlassung notwendig wäre.

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Details

Title
Soziale Beratung von Häftlingen
Subtitle
Der Weg von der Inhaftierung bis zur Entlassung
College
Wiesbaden University of Applied Sciences
Author
Roberto Campanello (Author)
Publication Year
2013
Pages
19
Catalog Number
V269005
ISBN (Book)
9783656600282
ISBN (eBook)
9783656600305
Language
German
Tags
Häftling Häftlinge Sozial Soziale Beratung JVA resozialisierung Beratung gefängniss
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Roberto Campanello (Author), 2013, Soziale Beratung von Häftlingen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/269005
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