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Paradigmen der Angstforschung. Lerntheoretische Ansätze

Title: Paradigmen der Angstforschung. Lerntheoretische Ansätze

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 19 Pages , Grade: 1,4

Autor:in: Florian Biehl (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology

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Summary Excerpt Details

Ein Phänomen, dessen Messung und Erforschung die Wissenschaft schon lange beschäftigt, ist die Angst. Besonders im pädagogischen Bereich der Erziehung kommt es immer wieder zu der bedeutsamen Frage, wie Angst entsteht, was sie auslöst und besonders, wie sie wieder zu beseitigen ist bzw. wie sie gar nicht erst entsteht.

Gerade im schulischen Kontext stellt sich diese Frage häufig, da die Schule ein Ort ist, an dem viele Kinder und Jugendliche ihre ersten intensiven Angsterfahrungen machen. Die Folgen dieser Erfahrungen sind sowohl in ihrer Entstehung als auch in ihren Auswirkungen auf den betroffenen Schüler vielseitig und unterschiedlich.

Somit gilt, besonders von Seiten der Lehrer und der Eltern, den möglichen Antworten, die die Wissenschaft erbringen kann, großes Interesse. Denn nur, wenn der erziehenden Person bewusst ist, wodurch ein Schüler Angst entwickelt, kann er ihr entgegenwirken und Rahmenbedingungen schaffen, in denen Angst entweder gar nicht erst entsteht oder die zu diesem Zustand führenden Elemente so abändern, dass sie nicht mehr bedrohlich oder angstauslösend wirken und sich das negativ geprägte Verhalten des Schülers wieder ändert.

Im nun folgenden Text wird zunächst definiert, was Angst eigentlich ist und ob sie erlernbar ist. Ist dies der Fall, führt das zu der Frage, ob sie dann auch wieder verlernt werden kann, wenn die entsprechenden äußeren Parameter, die sie hervorriefen, geändert werden.

Im Hauptteil werden repräsentativ vier klassische Lerntheorien vorgestellt, welche einem angehenden Pädagogen bekannt sein sollten, um die Entstehungsmöglichkeiten von Angst zu verstehen. Zunächst wird die jeweilige Theorie näher erläutert und in einem jeweils dazugehörenden Experiment veranschaulicht. Danach folgt ein zu dem Experiment passendes, frei erfundenes Fallbeispiel inklusiven eines Lösungsvorschlages aus dem schulischen Alltag, um die Relevanz der vorgestellten Theorie praktisch zu veranschaulichen. Die vier Lerntheorien, die vorgestellt werden, sind das klassische sowie das operante Konditionieren nach Iwan P. Pawlow bzw. Burrhus F. Skinner, die Zwei-Faktoren-Theorie nach Orval H. Mowrer und das Lernen am Modell nach Albert Banduras.

Abschließend wird geklärt, ob Angst nach Erläuterung dieser Theorien als erlernbar angesehen werden kann und, wenn ja, wie man als Lehrperson einem solchen fragwürdigen „Lernerfolg“ entgegenwirken kann, um dem Schüler angstfreies Lernen zu ermöglichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Definition von Angst

3. Klassische Lerntheorien

3.1. Klassische Konditionierung

3.1.1. Erläuterung

3.1.2. Der pawlowsche Hund

3.1.3. Schulisches Fallbeispiel

3.2. Operante Konditionierung

3.2.1. Erläuterung

3.2.2. Die Skinner-Box

3.2.3. Schulisches Fallbeispiel

3.3. Zwei-Faktoren-Theorie der Angstentstehung

3.3.1. Erläuterung

3.3.2. Das Miller-Experiment zur Zwei-Faktoren-Theorie

3.3.3. Schulisches Fallbeispiel

3.4. Modellernen

3.4.1. Erläuterung

3.4.2. Das Rocky-Experiment

3.4.3. Schulisches Fallbeispiel

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entstehung von Angst aus der Perspektive klassischer Lerntheorien, um angehenden Pädagogen ein tieferes Verständnis für die Mechanismen hinter schulischen Ängsten zu vermitteln. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie Angst im schulischen Kontext erlernt wird und welche Ansätze für Lehrer existieren, um einer angstbesetzten Lernumgebung entgegenzuwirken.

  • Grundlagen der klassischen Konditionierung nach Pawlow
  • Mechanismen der operanten Konditionierung nach Skinner
  • Anwendung der Zwei-Faktoren-Theorie nach Mowrer auf Angstsymptome
  • Prozesse des Modellernens nach Bandura
  • Praktische Implikationen für den pädagogischen Alltag bei Schulangst

Auszug aus dem Buch

3.1.2. Der pawlowsche Hund

Das bekannteste Experiment zur klassischen Konditionierung ist der von Iwan Pawlow im Jahre 1905 durchgeführte Versuch zur Konditionierung von Hunden. Der Versuchsaufbau sah vor, einen Hund in eine spezielle Apparatur zu stellen, in dem, mit Hilfe eines Schlauches, der Speichelfluss des Hundes gemessen werden konnte.

Als konditionierter Stimulus wurde dem Hund Futter vorgesetzt, worauf dieser als unkonditionierte Reaktion anfing, zu speicheln. Auf das Läuten einer Glocke hingegen reagierte der Hund nicht. Dies war die Kontrollphase.

In der Konditionierungsphase wurde dem Hund das Futter vorgesetzt und gleichzeitig mit einer Glocke geläutet.

Diese simultane Konditionierung führte dazu, dass das Tier eine Assoziation zwischen dem vormals neutralen Stimulus der Glocke und dem unkonditionierten Stimulus des Futters schuf. Somit löste auch das Läuten der Glocke ohne Darbietung des Futters den Speichelfluss des Tieres aus. Der neutrale Stimulus wurde zum konditionierten und die unkonditionierte Reaktion ebenfalls zu einer konditionierten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Angstforschung im pädagogischen Kontext und stellt die zentralen Lerntheorien vor, die im Hauptteil analysiert werden.

2. Die Definition von Angst: Dieses Kapitel differenziert zwischen dem zeitlich begrenzten Angstaffekt ("state") und dem habitualisierten Persönlichkeitsmerkmal ("trait").

3. Klassische Lerntheorien: Das Hauptkapitel erläutert die Lerntheorien der klassischen sowie operanten Konditionierung, die Zwei-Faktoren-Theorie und das Modellernen anhand theoretischer Erläuterungen und schulischer Praxisbeispiele.

4. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert die erlernten Inhalte und betont die Notwendigkeit einer frühzeitigen Sensibilisierung von Lehrkräften gegenüber der Entstehung von Schulangst.

Schlüsselwörter

Angstforschung, Lerntheorien, Klassische Konditionierung, Operante Konditionierung, Zwei-Faktoren-Theorie, Modellernen, Schulangst, Angstentstehung, Reizgeneralisierung, Verstärkung, Bestrafung, Verhaltensmodell, Iwan Pawlow, Burrhus F. Skinner, Albert Bandura

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die wissenschaftlichen Grundlagen der Angstentstehung durch klassische Lerntheorien und deren Bedeutung für das Verständnis von Schulangst.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zu den Themenfeldern zählen klassische und operante Konditionierung, die Zwei-Faktoren-Theorie sowie das Lernen am Modell, jeweils verknüpft mit praktischen schulischen Fallbeispielen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, angehenden Pädagogen ein theoretisches Fundament zu bieten, um Angstsymptome bei Schülern besser zu erkennen, zu verstehen und präventiv darauf einwirken zu können.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Die Arbeit nutzt die Analyse und Zusammenführung bekannter lerntheoretischer Modelle (Pawlow, Skinner, Mowrer, Bandura), um diese auf pädagogische Alltagssituationen zu übertragen.

Was behandelt der Hauptteil der Publikation?

Der Hauptteil gliedert sich in vier zentrale Abschnitte, die jeweils die Theorie, das historische Basisexperiment und die Anwendung in Form eines schulischen Fallbeispiels enthalten.

Durch welche Begriffe wird die Arbeit charakterisiert?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Konditionierung, Vermeidungsverhalten, Reizgeneralisierung, Verstärkung und Modellernen im Kontext schulischer Erziehung.

Welche Rolle spielen "Tokens" bei der operanten Konditionierung?

Tokens dienen als sekundäre Verstärker, um gewünschtes Verhalten, wie beispielsweise regelmäßiges Aufräumen, durch ein Belohnungssystem positiv zu verstärken.

Warum ist die "Zwei-Faktoren-Theorie" für die Phobienforschung bedeutsam?

Sie ist zentral, da sie erklärt, wie Angst durch klassische Konditionierung entsteht und durch operante Konditionierung (Vermeidungsverhalten) langfristig aufrechterhalten wird.

Was zeichnet das "Rocky-Experiment" nach Bandura aus?

Das Experiment zeigt, dass aggressive Verhaltensweisen durch Beobachtung und stellvertretende Bekräftigung erlernt werden können, ohne dass der Beobachtende das Verhalten selbst ausführen muss.

Excerpt out of 19 pages  - scroll top

Details

Title
Paradigmen der Angstforschung. Lerntheoretische Ansätze
College
Saarland University
Grade
1,4
Author
Florian Biehl (Author)
Publication Year
2008
Pages
19
Catalog Number
V268313
ISBN (eBook)
9783668018556
ISBN (Book)
9783668018563
Language
German
Tags
paradigmen angstforschung lerntheoretische ansätze
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Biehl (Author), 2008, Paradigmen der Angstforschung. Lerntheoretische Ansätze, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/268313
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