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Konfrontative Pädagogik. Trainingscamps als Methode zur Rehabilitation jugendlicher Straftäter

Eine kritische Auseinandersetzung anhand des Beispiels der Glen Mills Schools und der Rezeption von diesem Konzept in Deutschland

Title: Konfrontative Pädagogik. Trainingscamps als Methode zur Rehabilitation jugendlicher Straftäter

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 28 Pages

Autor:in: Bachelor of Arts Lina Behr (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology

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„Am späten Samstagabend schlugen vier Jugendliche im Alter zwischen 14 und 16 Jahren mit einem Holzknüppel einen 29-jährigen EDV-Manager nieder.“ (25.10.2010 Süddeutsche.de).

Politiker, Richter und Pädagogen fragen sich welches der richtige Weg ist, um solche Akte der Jugendgewalt zu verhindern und mit jugendlichen Straftätern umzugehen. Mit einer Möglichkeit, im Umgang mit mehrfach auffälligen jugendlichen Straftätern, soll sich in dieser Arbeit beschäftigt werden. Der Begriff der Konfrontativen Pädagogik in der Arbeit mit gewaltbereiten Jugendlichen findet in der Fachdiskussion und den Medien in den letzten Jahren zunehmend Beachtung.

Nicht zuletzt durch eben zitierte Berichte über gewaltreiche Übergriffe in U-Bahnhöfen wird die Gesellschaft stets aufmerksam auf diese Thematik gemacht. Immer wieder gibt es politische Debatten um eine Verschärfung des Jugendstrafrechts. So forderte der hessische Ministerpräsident Roland Koch im Januar 2008 vor den Hessischen Landtagswahlen in einem Interview, verurteilte Täter zwischen 18 und 21 Jahren dürften „nicht vor allem mit Verständnispädagogik behandelt werden und regelmäßig offenen Vollzug bekommen―. (vgl. BILD online Zugriff: 20.06.2011). Es ist eine kleine Anzahl von Mehrfachauffälligen, die das argumentative Futter für mediale Überrepräsentanz liefert und eine angemessene Forderungen nach Konzepten im Umgang mit diesen Jugendlichen erzeugt.

Gegenstand dieser Arbeit soll die Frage sein, ob sich Einrichtungen, die den Methoden der konfrontativen Pädagogik folgen, auf dem Weg der Rehabilitation straffälliger Jugendlicher eignen und welche Ansätze dieser Rehabilitationsmaßnahmen zu Grunde liegen. Hierfür soll sich kritisch mit dem Konzept der Glenn Mills Schools aus den USA auseinandergesetzt und weiterhin die Rezeption dieses Konzepts in Deutschland anhand des Anti-Aggressivitäts-Training von Weidner untersucht werden. Trotz vielerlei Zuspruchs gibt es auch verbreitet Zweifel an den verschiedenen Einrichtungen, die dem Konzept und den Handlungsstrategien der konfrontativen Pädagogik folgen. Kritiker und Menschenrechtler werfen den Methoden Verletzungen von Menschenrechten, einem Brechen des Willens, bis hin zu körperlichen Misshandlungen vor. Ob diese Zweifel berechtigt sind, ob gewaltvolle Erziehung in der Glenn Mills Schools an den Tag gelegt wird, ob hier demnach mit Gewalt gegen Gewalt vorgegangen wird und dies aus lerntheoret

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1 Die Entstehung von Gewalt und aggressivem Verhalten

2.2 Lernen am Modell

2.3 Lernen als Effekt

3. Der Konfrontative Ansatz

4. Konzepte der Konfrontativen Pädagogik

4.1 Die Glen Mills Schools

4.1.1 Das Konzept Glen Mills

4.1.2 Die positive peer culture

4.1.3 Die Rolle der Gruppe

4.1.4 Die Konfrontation

4.1.5 Das väterliche Prinzip

4.1.6 Der Blick in die Zukunft

4.2 Anti-Aggressivitätstraining

4.2.1 Die Behandlungsmethode

4.2.2 Konsequente Grenzziehung

4.2.3 Die Pädagogische Haltung

4.3 Evaluation

5. Fazit

6. Quellenverzeichnis

Zielsetzung und Themenfelder

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch, ob Einrichtungen, die den Ansätzen der konfrontativen Pädagogik folgen, effektiv zur Rehabilitation straffälliger Jugendlicher beitragen können. Dabei steht die Analyse der theoretischen Grundlagen, des Konzepts der US-amerikanischen "Glen Mills Schools" sowie dessen deutsche Rezeption in Form des "Anti-Aggressivitäts-Trainings" im Vordergrund, um der Frage nachzugehen, ob diese Methoden als sinnvolle Interventionsmöglichkeit bei gewaltbereiten Mehrfachtätern gelten können.

  • Konfrontative Pädagogik als pädagogischer Handlungsstil und Methode
  • Die Glen Mills Schools als amerikanisches Modellprojekt für jugendliche Straftäter
  • Das Anti-Aggressivitäts-Training (AAT) als deutsche Anpassung
  • Lerntheoretische Grundlagen (Modelllernen und Lernen am Effekt)
  • Kritische Analyse von Rehabilitationserfolgen und Evaluationsproblematiken

Auszug aus dem Buch

4.1.4 Die Konfrontation

Um den Vorgang der Konfrontation zu verdeutlichen sollen hier Auszüge aus einem Beispiel in den Glen Mills Schools kurz aufgeführt werden.

„Mit seinem sofortigen Ruf nach Unterstützung, dem Mitarbeiter und Jugendlichen zu folgen haben überspringt er die ersten vier Konfrontationslevel, weil Todd zum wiederholten mal ermahnt worden war. (...) „Hör mir genau zu :Wir brauchen hier keine rauen Kerle, verstehst du mich? Wir mögen keine rauen Typen...“ Diesen Satz wiederholt er seelenruhig, den Jungen konzentriert fixierend ein dutzend Mal. Eine Sechsergruppe unterstützt Pedros Konfrontation. (...) „Ey man, schau in Pedros Augen, wenn er spricht. Steh grade für deine Drohungen und deine Angstmacherei!“ Todd ist irritier. Er steckt in einer sogenannten Normkrise (...)Er entschuldigt sich und entgeht damit einer Konfrontationssteigerung.“ (Weidner 2010: 27)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hier wird der Anlass der Arbeit durch aktuelle Medienberichte zu Jugendgewalt begründet und das Forschungsziel der kritischen Untersuchung konfrontativer Methoden definiert.

2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung von Gewalt durch sozial-kognitive Lerntheorien, insbesondere das Lernen am Modell und am Effekt.

3. Der Konfrontative Ansatz: Es wird die Grundhaltung des Konfrontativen Ansatzes beschrieben, die auf einer respektvollen Beziehung bei gleichzeitiger Ablehnung des unsozialen Verhaltens basiert.

4. Konzepte der Konfrontativen Pädagogik: Dieses Kapitel analysiert detailliert die Glen Mills Schools sowie das deutsche Anti-Aggressivitäts-Training und evaluiert deren Methoden und kritische Aspekte.

5. Fazit: Die Autorin resümiert die Kontroversen der Methode und betont, dass eine individuelle Betrachtung und fachliche Abwägung bei der Anwendung unumgänglich ist.

6. Quellenverzeichnis: Hier werden alle wissenschaftlichen Publikationen, Studien und Internetquellen aufgelistet, die der Arbeit zugrunde liegen.

Schlüsselwörter

Konfrontative Pädagogik, Jugendkriminalität, Rehabilitation, Glen Mills Schools, Anti-Aggressivitäts-Training, AAT, Mehrfachtäter, Lerntheorie, Sozialisation, Gruppendynamik, Erziehungsstil, Gewaltprävention, pädagogische Haltung, Grenzziehung, Opferempathie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich kritisch mit der konfrontativen Pädagogik als Interventionsform für straffällige Jugendliche, insbesondere im Hinblick auf deren Rehabilitation.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen (Lernen am Modell/Effekt), die Struktur der Glen Mills Schools, das deutsche Anti-Aggressivitäts-Training sowie die fachliche Debatte um diese Methoden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu prüfen, ob konfrontative Einrichtungen tatsächlich zur dauerhaften Rehabilitation beitragen können und ob die zugrunde liegenden Ansätze methodisch sowie ethisch vertretbar sind.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturarbeit, die verschiedene erziehungswissenschaftliche Ansätze, empirische Evaluationsergebnisse und fachliche Kritiken zusammenführt und vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Glen Mills Schools (Konzepte wie "Positive Peer Culture" und "väterliches Prinzip") und das Anti-Aggressivitäts-Training (Behandlungsmethode und Pädagogen-Haltung) detailliert analysiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Konfrontative Pädagogik, Mehrfachtäter, Resozialisierung, Gruppendynamik und lerntheoretische Ansätze gekennzeichnet.

Worin liegt der Unterschied zwischen dem Glen-Mills-Konzept und dem deutschen AAT?

Während Glen Mills als Internat mit einem "väterlichen" gruppenbasierten Internatsleben arbeitet, ist das AAT ein deliktspezifisches, oft von Pädagogen geleitetes Trainingsprogramm innerhalb des Jugendvollzugs.

Wie bewertet die Autorin die Wirksamkeit der Programme?

Die Autorin begegnet den Erfolgsstatistiken mit Skepsis, da diese methodisch oft unklar sind, betont aber, dass eine pädagogische Arbeit sinnvoller ist als bloße Isolation im Strafvollzug.

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Details

Title
Konfrontative Pädagogik. Trainingscamps als Methode zur Rehabilitation jugendlicher Straftäter
Subtitle
Eine kritische Auseinandersetzung anhand des Beispiels der Glen Mills Schools und der Rezeption von diesem Konzept in Deutschland
College
University of Hamburg
Author
Bachelor of Arts Lina Behr (Author)
Publication Year
2011
Pages
28
Catalog Number
V268312
ISBN (Book)
9783656593188
ISBN (eBook)
9783656593232
Language
German
Tags
konfrontative pädagogik trainingscamps methode rehabilitation straftäter eine auseinandersetzung beispiels glen mills schools rezeption konzept deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Arts Lina Behr (Author), 2011, Konfrontative Pädagogik. Trainingscamps als Methode zur Rehabilitation jugendlicher Straftäter, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/268312
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