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Der Girl's Day. Eine kritische Einschätzung

Title: Der Girl's Day. Eine kritische Einschätzung

Essay , 2013 , 13 Pages

Autor:in: Anja Reckenfeld (Author)

Pedagogy - Job Education, Further Education

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Der Girls´Day ist ein seit 2001 jährlich stattfindender Aktionstag, der jungen Mädchen der Klassen fünf bis zehn eine erste Orientierung in ihrer Berufs- und Lebensplanung ermöglicht. Beim Girls´Day erhalten junge Frauen die Chance sich gezielt über MINT-Berufe zu informieren. Als MINT-Berufe werden Berufe aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik bezeichnet, in denen der Anteil an weiblichen Beschäftigten sehr gering ausfällt. Hier besteht wachsender Bedarf an gut qualifizierten Fachkräften. Ziel ist es daher, mehr junge Frauen für diese Berufsbereiche zu gewinnen. Neben der Chance, Einblicke in Berufsbereiche aus Technik, Naturwissenschaften und IT zu erhalten, haben Mädchen die Möglichkeit weibliche Vorbilder in Führungspositionen kennenzulernen. Der Girls´Day möchte Mädchen in ihrer Berufswahl gezielt unterstützen. Er zeigt ihnen, welche vielfältigen Möglichkeiten ihnen offen stehen und möchte sie zu einer Inanspruchnahme motivieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Was ist der Girls´Day? Wer ist beteiligt? Welche Ziele werden verfolgt?

2 Kritische Einschätzung, bzw.: Was hat der Girls´Day erreicht?

3 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den „Girls´Day“ als Aktionstag zur Berufsorientierung für Mädchen und analysiert dessen Rolle bei der Aufbrechung traditioneller Rollenbilder und der Förderung von Frauen in MINT-Berufen. Dabei wird sowohl auf die Zielsetzung des Projekts eingegangen als auch eine kritische Reflexion hinsichtlich der bisherigen Wirksamkeit und der langfristigen gesellschaftlichen Auswirkungen vorgenommen.

  • Grundlagen und Ziele des Girls´Day (Mädchen-Zukunftstag)
  • Bedeutung der Berufswahl und Einfluss von Rollenstereotypen
  • Kritische Analyse der Wirksamkeit in Bezug auf Frauenanteile in MINT-Berufen
  • Die Rolle der Unternehmen und der Personalpolitik für eine gendersensible Berufsorientierung
  • Diskussion von Optimierungsmöglichkeiten und Ausweitung des Konzepts (z.B. Boys´Day)

Auszug aus dem Buch

1 Was ist der Girls´Day? Wer ist beteiligt? Welche Ziele werden verfolgt?

Der Girls´Day ist ein seit 2001 jährlich stattfindender Aktionstag, der jungen Mädchen der Klassen fünf bis zehn eine erste Orientierung in ihrer Berufs- und Lebensplanung ermöglicht. Der vollständige Name des Girls´Day lautet: Girls´Day – Mädchen-Zukunftstag. Angeregt wurde der Girls´Day durch eine Initiative aus Amerika. In den USA gibt es seit 1993 den „Take-Our-Daughters-To-Work-Day“, an welchem amerikanische Schülerinnen Eltern oder Bekannte am Arbeitsplatz besuchen. Beim deutschen Girls´Day erhalten junge Frauen die Chance sich gezielt über MINT-Berufe zu informieren. Als MINT-Berufe werden Berufe aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik bezeichnet, in denen der Anteil an weiblichen Beschäftigten sehr gering ausfällt. Hier besteht wachsender Bedarf an gut qualifizierten Fachkräften. Ziel ist es daher, mehr junge Frauen für diese Berufsbereiche zu gewinnen. Neben der Chance, Einblicke in Berufsbereiche aus Technik, Naturwissenschaften und IT zu erhalten, haben Mädchen die Möglichkeit weibliche Vorbilder in Führungspositionen kennenzulernen. Der Girls´Day möchte Mädchen in ihrer Berufswahl gezielt unterstützen.

Er zeigt ihnen, welche vielfältigen Möglichkeiten ihnen offen stehen und möchte sie zu einer Inanspruchnahme motivieren. Über fünfzig Prozent der Mädchen entscheiden sich für einen Ausbildungsberuf im dualen System, unter dem kein naturwissenschaftlich-technischer ist. Ihre Wahl treffen sie dabei lediglich aus einem begrenzten Spektrum von zehn Ausbildungsberufen. Diese Berufe sind: Kauffrau im Einzelhandel (8,1%), Verkäuferin (7,3%), Bürokauffrau (6,5%), Medizinische Fachangestellte (6,2%), Industriekauffrau (5,3%), Friseurin (4,8%), Zahnmedizinische Fachangestellte (4,7%), Kauffrau für Bürokommunikation (4,2%), Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk (4,1%) und Hotelfachfrau (3,4%). Hier wird deutlich: Junge Frauen entscheiden sich für wenige Berufsfelder, das trifft auch für Studiengänge zu. So waren im Wintersemester 2009/2010 von den Studienanfängern für Elektrotechnik nur 8,9 % weiblich, für Maschinenbau/Verfahrenstechnik nur 11,9 %, für Informatik 13,8 % und für Physik 22 %.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Was ist der Girls´Day? Wer ist beteiligt? Welche Ziele werden verfolgt?: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung, die Zielsetzungen und die Bedeutung des Girls´Day für die Berufsorientierung junger Mädchen im Hinblick auf MINT-Berufe.

2 Kritische Einschätzung, bzw.: Was hat der Girls´Day erreicht?: Hier erfolgt eine kritische Reflexion des Aktionstages, bei der sowohl die stagnierenden Frauenanteile in MINT-Berufen diskutiert als auch Ansätze zur Verbesserung durch gezielte Unternehmens- und Personalpolitik aufgezeigt werden.

3 Literaturverzeichnis: Dies ist ein systematisches Verzeichnis der verwendeten Internetquellen und der herangezogenen Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Girls´Day, MINT-Berufe, Berufswahl, Mädchen-Zukunftstag, Gender, Rollenstereotype, Berufsorientierung, Gleichstellung, Arbeitsmarkt, Personalpolitik, Ausbildung, Fachkräfte, Bildung, Karriere, Geschlechtergerechtigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert das Konzept des „Girls´Day“ als Instrument zur Förderung von Mädchen in MINT-Berufen und diskutiert dessen gesellschaftliche und ökonomische Bedeutung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die geschlechterspezifische Berufswahl, der Abbau von Rollenstereotypen, die Rolle von Unternehmen bei der Nachwuchsförderung sowie die Wirksamkeit von gleichstellungspolitischen Aktionstagen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Effektivität des Girls´Day zu evaluieren und der Frage nachzugehen, inwiefern dieses Einzelprojekt zur nachhaltigen Veränderung festgefahrener Berufsbilder beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Zusammenführung und kritische Auswertung von Ergebnissen aus bereits existierenden Publikationen und Seminarbeiträgen zum Thema.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine einführende Darstellung des Girls´Day und eine kritische Auseinandersetzung mit dessen Wirksamkeit, inklusive der Diskussion von Kritikpunkten und Optimierungsvorschlägen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Girls´Day, MINT-Berufe, Rollenstereotype, Geschlechtergerechtigkeit, Berufsorientierung und Personalpolitik.

Wie bewerten die Autorinnen die Wirksamkeit des Girls´Day angesichts der Stagnation bei den Frauenanteilen?

Obwohl eine Stagnation bei den Frauenanteilen feststellbar ist, betonen die Autorinnen, dass der Aktionstag dennoch wichtige Impulse setzt, das Bewusstsein schärft und langfristige Prozesse zur Veränderung einleitet.

Welchen Einfluss haben Unternehmen auf den Erfolg des Girls´Day?

Unternehmen spielen eine entscheidende Rolle, indem sie eine gendersensible Unternehmenskultur etablieren und durch gezielte Personalpolitik sowie die Gestaltung von Bewerbungsprozessen Hemmschwellen für Mädchen abbauen.

Welche Rolle spielt der Boys´Day im Kontext dieser Ausarbeitung?

Der Boys´Day wird als ergänzendes Projekt angeführt, um auch Jungen für soziale und erzieherische Berufe zu gewinnen und im Sinne der Gleichstellungspolitik eine breitere Vielfalt in den Berufen zu erreichen.

Excerpt out of 13 pages  - scroll top

Details

Title
Der Girl's Day. Eine kritische Einschätzung
Author
Anja Reckenfeld (Author)
Publication Year
2013
Pages
13
Catalog Number
V268169
ISBN (eBook)
9783656594680
ISBN (Book)
9783656594703
Language
German
Tags
girl eine einschätzung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anja Reckenfeld (Author), 2013, Der Girl's Day. Eine kritische Einschätzung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/268169
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