Die derzeitige Situation in Deutschland macht es notwendig sich mit dem zukünftigen Armutsrisiko zu beschäftigen, aber vor allem mit der schon bestehenden Armut. Gründe und Ursachen der Armut zu erforschen um konkrete Lösungsvorschläge für deren Bekämpfung anzubieten, ist eine elementare Aufgabe der Armutsforschung um der Gesellschaft aufzuzeigen, in welchen Bereichen der soziale Frieden in Gefahr ist. In dieser Ausarbeitung soll der Fokus auf die Armut von Kindern mit Migrationshintergrund gerichtet werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort
2. Einleitung
3. Migration
3.1 Definition
3.1.1 Familiennachzug
3.1.2 Arbeitsmigration
3.1.3 Fluchtmigration
3.1.4 Irreguläre Migration
3.2 Historischer Hintergrund
3.2.1 Migration weltweit
3.2.2 Migration in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg
3.3 Aktuelle Migrationssituation in Deutschland
4. Armut
4.1 Definition
4.1.1 „Absolute“ und „relative Armut“
4.1.2 Sozialhilfe
4.1.3 Ressourcen- und Lebenslagenansatz
4.2 Aktuelle Armutssituation in Deutschland
4.2.1 Einkommen
4.2.2 Arbeit
4.2.3 Bildung
4.2.4 Wohnen
4.2.5 Gesundheit
5. Armut und Migrationshintergrund
5.1 Armut von Menschen/Familien mit Migrationshintergrund
5.1.1 Einkommen
5.1.2 Arbeit
5.1.3 Bildung
5.2 AWO-ISS-Studie
5.3 Armut von Kindern mit Migrationshintergrund
5.3.1 Materielle Situation des Haushalts
5.3.2 Materielle Versorgung
5.3.3 Versorgung im kulturellen Bereich
5.3.4 Situation im sozialen Bereich
5.3.5 Psychische und physische Situation
6. Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Phänomen der Kinderarmut unter besonderer Berücksichtigung der Lebensverhältnisse von Kindern mit Migrationshintergrund in Deutschland, um Ursachen aufzuzeigen und Lösungsansätze zu diskutieren.
- Analyse der Definitionen und Erscheinungsformen von Migration und Armut.
- Untersuchung der Lebenslagendimensionen (Einkommen, Arbeit, Bildung, Wohnen, Gesundheit).
- Auswertung der AWO-ISS-Studie zur Situation von armen Kindern und Jugendlichen.
- Fokus auf die spezifischen Benachteiligungen von Kindern mit Migrationshintergrund.
- Diskussion politischer Maßnahmen zur Armutsbekämpfung und sozialen Integration.
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Familiennachzug
Unter Familiennachzug versteht man die Erlaubnis zum Zuzug von Familienangehörigen eines Inländers oder Ausländers mit Aufenthaltserlaubnis. Der Zuzug dient dem Erhalt oder der Herstellung der Familieneinheit und kann gleichzeitig oder nachträglich umgesetzt werden. Darüber hinaus kann der Nachzug die Integration im Aufnahmeland erleichtern. Weltweit ist der Familiennachzug von Land zu Land unterschiedlich geregelt, was die Möglichkeit des Zuzuges beispielsweise bis zu welchem Verwandtschaftsgrad betrifft. Insgesamt ist diese Form das wichtigste Element und der größte Multiplikator der internationalen Wanderungsbewegungen.
In Deutschland ist der Familiennachzug durch das Aufenthaltsgesetz geregelt. Nach diesem ist der Nachzug möglich, wenn der Zusammenführende im Besitz eines Aufenthaltstitels (Aufenthaltserlaubnis, Niederlassungserlaubnis oder Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EG) ist und über ausreichend Wohnraum verfügt. Außerdem muss der Lebensunterhalt gesichert und grundlegende Deutschkenntnisse vorhanden sein, wobei es in puncto Deutschkenntnisse Ausnahmen gibt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vorwort: Einleitung in die aktuelle wirtschaftliche Situation in Deutschland und die soziale Schere, die den Hintergrund für die nachfolgende Armutsanalyse bildet.
2. Einleitung: Darstellung der Relevanz des Themas Kinderarmut sowie statistische Einordnung des überdurchschnittlichen Armutsrisikos bei Kindern mit Migrationshintergrund.
3. Migration: Definition des Begriffs Migration sowie historische Einordnung der weltweiten und deutschen Migrationsbewegungen.
4. Armut: Theoretische Auseinandersetzung mit verschiedenen Armutskonzepten, wie absoluter und relativer Armut sowie dem Ressourcen- und Lebenslagenansatz.
5. Armut und Migrationshintergrund: Zusammenführung der Themenfelder Migration und Armut unter Einbeziehung der AWO-ISS-Studie und spezifischer Dimensionen der Lebenslage bei Kindern mit Migrationshintergrund.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Armutsrisiken und Forderung nach zielgerichteten sozialpolitischen Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensbedingungen armer Kinder.
Schlüsselwörter
Kinderarmut, Migration, Migrationshintergrund, Armutsgefährdung, relative Armut, Lebenslagenansatz, AWO-ISS-Studie, soziale Ausgrenzung, Integration, Bildungschancen, Einkommensarmut, Arbeitslosigkeit, Existenzminimum, soziale Ungleichheit, Kinder- und Jugendbericht.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die spezifische Lebenssituation und das Armutsrisiko von Kindern mit Migrationshintergrund in Deutschland im Kontext aktueller gesellschaftlicher und bildungspolitischer Herausforderungen.
Welche zentralen Themenfelder deckt der Autor ab?
Zentrale Schwerpunkte sind die Definition von Migration, die theoretische Fundierung des Armutsbegriffs, die Analyse der aktuellen Armutssituation in Deutschland sowie die detaillierte Betrachtung von Kindern aus Migrantenfamilien anhand verschiedener Lebenslagendimensionen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Ursachen der Armut bei Kindern mit Migrationshintergrund zu entwickeln, um daraus konkrete Verbesserungsvorschläge und präventive Maßnahmen für die Sozial- und Bildungspolitik abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewandt?
Es handelt sich um eine Literatur- und Sekundärdatenanalyse, die maßgeblich auf etablierten Studien wie der AWO-ISS-Studie sowie Statistiken von Bundesbehörden und wissenschaftlichen Berichten basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung von Migration und Armut, die Analyse der aktuellen Armutssituation in Deutschland unter Berücksichtigung der fünf Lebenslagendimensionen (Einkommen, Arbeit, Bildung, Wohnen, Gesundheit) sowie die Anwendung dieser Erkenntnisse auf Familien und Kinder mit Migrationshintergrund.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Ausarbeitung?
Die Arbeit wird wesentlich bestimmt durch die Begriffe Kinderarmut, Migrationshintergrund, soziale Ungleichheit, Lebenslagenansatz und Integration.
Welchen Einfluss hat der Aufenthaltsstatus laut Autor auf die Armutssituation?
Der Autor betont, dass die familiäre Einkommenssituation stark vom jeweiligen Aufenthaltsstatus abhängt, da dieser maßgeblich über den Zugang zu Arbeitsmarkt, Ausbildungsangeboten und sozialen Sicherungssystemen entscheidet.
Was besagt die AWO-ISS-Studie über die Armut von Kindern im Vergleich zu Jugendlichen?
Die Studie zeigt, dass Armut ein zentrales Entwicklungsrisiko darstellt, dessen negative Auswirkungen sich über die Zeit (vom Vorschulalter bis zum Ende der Sekundarstufe I) verfestigen und eine deutliche Lücke in den Bildungs- und Zukunftschancen zwischen Kindern aus armen und nicht armen Familien erzeugen.
- Arbeit zitieren
- Christoph Kurth (Autor:in), 2013, Armut von Kindern mit Migrationshintergrund, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/268100