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Ethical Fashion? Mode im Kontext Ethik.

Eine Arbeit zu den Verbindungen zeitgenössischer Mode, Ethik und Wirtschaft.

Title: Ethical Fashion? Mode im Kontext Ethik.

Thesis (M.A.) , 2013 , 96 Pages , Grade: 1

Autor:in: Mag.ª Marie-Sophie Buxbaum (Author)

Cultural Studies - Miscellaneous

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Summary Excerpt Details

Die Kombination der Themenkomplexe zeitgenössische Mode, Wirtschaft und Ethik vereint konzeptuelle Widersprüche, die es zu untersuchen gilt. Der Ausgangpunkt ist eine Untersuchung zu "Ethical Fashion", einem Phänomen, das sich aktuell in verschiedenen ambivalenten Spannungsfeldern bewegt: einerseits dem Eingeständnis, dass ein praktisches Umdenken in der Produktion und in den Konsum- und Alltagspraktiken der zeitgenössischen Mode aber auch der Wirtschaft und Gesellschaft notwendig geworden ist, andererseits eine gewisse Ohnmacht gegenüber der Umsetzung in einem globalen Kontext und der Beobachtung, dass immer mehr Modefirmen und Unternehmensberatungen "Ethical Fashion" schon als gewinnbringende Image-, Konzern-, und Markenpolitik vereinnahmt haben.

Ich meine in den letzten Jahren beobachten zu können, wie sich Vieles als ethisch korrekt schmückt und dieses – sehr wohl auch ernst zu nehmende Nischensegment – eher verwertet und benützt als ernst nimmt. Dieses sogenannte „Greenwashing“ lässt sich auch ganz allgemein in der Wirtschaft beobachten, es durchdringt alle Bereiche und es wird aktuell viel Geld dafür ausgegeben, „grüner“ zu wirken, als mit dem Geld tatsächlich etwas Nachhaltiges, Sinnvolles zu tun. Es reicht im Sinne einer nachhaltigen Zukunft nicht, einzelne Projekte und PR Aktionen zu veranstalten, um einen nachhaltigen Unterschied im Umgang mit Konsum und Produktion auf kultureller Ebene zu bewirken. Es geht bei "Ethical Fashion" um einen paradigmatischen Wechsel in der Wirtschaft und der Gesellschaft bis hin zur Ablehnung einer kapitalistischen Konsumkultur, bei der gekauft wird, um des Kaufens Willen, und bei der nicht an Morgen gedacht wird.

Die Paradoxa und Ambivalenzen bei "Ethical Fashion" sind vielfältig und es wird viel Umdenken und Veränderung notwendig sein, um die derzeitigen Strukturen zu überwinden. Es scheint ein Zeitpunkt gekommen zu sein, an dem eine nachhaltige Zukunft ganz allgemein gefährdet ist und deshalb ist es wichtig, jetzt und heute mehr Bewusstsein zu schaffen. Zweck dieser Arbeit ist es, vorhandene Strukturen kritisch zu hinterfragen, verschiedene Konzepte zu untersuchen und die Perspektiven da aufzuweisen, wo es schwierig ist, sich diese in einem globalen Kontext vorzustellen.

Mit Beiträgen von:
Black Sandy | Modeprofessorin - University of the Arts London
Denk Barbara Irma | Managerin - Slow Fashion Agency, Österreich
Medlin Brigitte | Chefredakteurin - Die österreichische Textilzeitung

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Ethik als Utopie innerhalb des zeitgenössischen Modesystems

2. Ethical Consumerism | Ethische Konsumkultur

2.1 Neoliberaler Kapitalismus: seine Grundzüge und Probleme

2.2 Wirtschaft, Verantwortung und Konsumismus | CSR + CnSR

2.3 Ethischer Konsumismus - ein Mythos?

2.4 Konsumwandel oder der Weg zum Post-Konsumismus

3. Ethical Fashion | Ethische Mode

3.1 Der „ethical turn“ in der Modewelt

3.2 Ethical Fashion und Zertifizierungen

3.3 Ethical Fashion: Konzernpolitik vs. Nischensegment

3.4 Ethical Fashion in Zukunft gedacht: was könnte das bedeuten?

4. Die Instrumentalisierung von Ethik in der Wirtschaft

Fokus auf die zeitgenössische westliche Modeindustrie

4.1 Greenwashing als PR Strategie im Kontext der Greenomics

4.2 Green- und Bluewashing in der Wirtschaftssparte Mode

4.3 Ethical Fashion: eine konstruierte Utopie?

5. Zeitgenössische Ethik als postmoderne Konstruktion, ein Ausblick?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen zeitgenössischer Mode, ethischen Anforderungen und neoliberalen Wirtschaftsstrukturen mit dem Ziel, die Instrumentalisierung des Begriffs "Ethik" in der Modeindustrie kritisch zu hinterfragen und Perspektiven für einen nachhaltigen Wandel aufzuzeigen.

  • Analyse des "Ethical Consumerism" und dessen Abgrenzung zum Post-Konsumismus.
  • Untersuchung der "Ethical Fashion" als Konzept zwischen Nischensegment und Konzerninstrumentalisierung.
  • Kritische Beleuchtung von Greenwashing-Strategien in der zeitgenössischen westlichen Modeindustrie.
  • Diskussion über die Möglichkeiten und Grenzen ethischer Modeproduktion in einem globalen Kontext.
  • Empirische Einblicke durch Expertenbefragungen führender Akteure aus der Branche.

Auszug aus dem Buch

3.1 Der „ethical turn“ in der Modewelt

Der Trend zu ökologischer, nachhaltiger und fair produzierter Mode ist kein neues Phänomen des 21. Jahrhunderts - Ethical Fashion ist eine zeitgenössische Ausprägung vorangegangener Erscheinungen. Bereits in den 1970 und 1980er Jahren gab es Bewegungen, die sich vom Mainstream der Mode absetzen wollten und eine andere Vorstellung von diesem Feld hatten. Diekamp Kirsten und Koch Werner unterscheiden in ihrem Buch „Eco Fashion - Top-Labels entdecken die Grüne Mode.“ zwischen drei Phasen in Bezug auf „Ökobekleidung“, die sich nicht nur äußerlich sondern auch inhaltlich unterscheiden:

Die erste Phase ist, wie schon vorhin erwähnt, die antikapitalistische Ökobewegung der 1970er und 1980er Jahre im Zuge der politischen und gesellschaftlichen Veränderungen nach 1968. Hier ging es vor allem darum, Kleidung als gesellschaftskritisches und -politisches Medium verstanden zu wissen, auch sehr stark in Verbindung mit der damaligen feministischen Bewegung.

Kleidung sollte nicht dazu dienen, Frauen zu Objekten zu machen sondern sie daraus zu befreien, indem sie weiten Schlabberlook aus Naturmaterialien, zum Großteil selbst gefertigt, trugen und z.B. auf BH’s verzichteten, die bei Protesten mitunter auch verbrannt wurden - als Symbol gegen Sexismus. Diese Bewegung wollte sich vordergründig von der Masse unterscheiden und eine Nische bleiben. Die Ästhetik spielte dabei überhaupt keine Rolle - noch dazu waren damals die ökologischen Produktionstechniken der Stoffe begrenzt und die Möglichkeiten im Bezug auf Farbe, Griff und Form dadurch extrem beschränkt. (Vgl. Diekamp|Koch 2010:10).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Ethik als Utopie innerhalb des zeitgenössischen Modesystems: Einführung in die Schnelllebigkeit der Modeindustrie und die daraus resultierende Problematik, Ethik als utopisches Konstrukt in einem auf Wachstum basierenden System zu betrachten.

2. Ethical Consumerism | Ethische Konsumkultur: Analyse der neoliberalen Konsumkultur und der Frage, ob "ethischer Konsum" als Mythos oder reale Handlungsweise verstanden werden kann.

3. Ethical Fashion | Ethische Mode: Untersuchung der Entwicklung von ökologischer Mode vom Nischenphänomen bis zur heutigen globalen Relevanz inklusive der Rolle von Zertifizierungen.

4. Die Instrumentalisierung von Ethik in der Wirtschaft: Kritische Auseinandersetzung mit Greenwashing- und Bluewashing-Strategien westlicher Konzerne, die soziale und ökologische Verantwortung als PR-Instrument nutzen.

5. Zeitgenössische Ethik als postmoderne Konstruktion, ein Ausblick?: Abschlussbetrachtung der Ethik als dynamischer Transformationsprozess, der ein Umdenken im Sinne einer post-humanistischen Konfiguration erfordert.

Schlüsselwörter

Ethical Fashion, Nachhaltigkeit, Neoliberaler Kapitalismus, Greenwashing, Konsumismus, Ethischer Konsum, Modeindustrie, CSR, Post-Konsum, Fairtrade, Mode-Ethik, Gesellschaftlicher Wandel, Ökologie, Markenstrategie, Postmoderne.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Magisterarbeit untersucht die komplexen und teils widersprüchlichen Verbindungen zwischen der zeitgenössischen Modeindustrie, ethischen Anforderungen und den Mechanismen des neoliberalen Kapitalismus.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen den ethischen Konsumismus, die Entwicklung von "Ethical Fashion", die Instrumentalisierung von CSR durch Großkonzerne (Greenwashing/Bluewashing) und die Frage nach einer zeitgenössischen Ethik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit hinterfragt, ob der Begriff "Ethik" in der Modeindustrie instrumentalisiert wird und inwieweit "Ethical Fashion" als nachhaltige Bewegung oder lediglich als PR-Konstrukt zu verstehen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine empirische Forschungsarbeit, die schriftliche Interviews mit ExpertInnen aus dem Feld "Ethical Fashion" (z.B. Sandy Black, Barbara Irma Denk, Brigitte Medlin) als primäre Datenquelle nutzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert theoretische Ansätze zum Konsumwandel, die Historie ethischer Mode, Zertifizierungsmodelle sowie die Rolle von PR-Strategien bei großen Modemarken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Ethical Fashion, Nachhaltigkeit, Neoliberaler Kapitalismus, Greenwashing, Konsumismus, Ethischer Konsum und Postmoderne.

Inwiefern spielt "Greenwashing" eine Rolle?

Das Dokument widmet diesem Phänomen einen großen Teil der Analyse, indem es Strategien von Unternehmen wie H&M, Levi’s und Nike aufdeckt, die ökologische Aspekte nutzen, um ihr Image aufzubessern.

Was sagt die Arbeit über das Label "Honest by" aus?

Das Label von Bruno Pieters wird als Beispiel für radikale Transparenz angeführt, die den gesamten Prozess von der Idee bis zum Endprodukt für KonsumentInnen nachvollziehbar macht.

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Details

Title
Ethical Fashion? Mode im Kontext Ethik.
Subtitle
Eine Arbeit zu den Verbindungen zeitgenössischer Mode, Ethik und Wirtschaft.
College
Academy of Fine Arts Vienna  (Insitut für künstlerisches Lehramt)
Course
Moden & Styles | Mode und Kommunikation
Grade
1
Author
Mag.ª Marie-Sophie Buxbaum (Author)
Publication Year
2013
Pages
96
Catalog Number
V267957
ISBN (Book)
9783656580744
ISBN (eBook)
9783656581536
Language
German
Tags
Modetheorie Ethik Green Fashion Ethical Fashion Ethische Mode Globalisierung Regionalisierung Postmoderne Dekonstruktion Mode und Ethik Fast Fashion
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mag.ª Marie-Sophie Buxbaum (Author), 2013, Ethical Fashion? Mode im Kontext Ethik., Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/267957
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